Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Laserbeak

Angelmaniac
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Nur ganz kurz etwas zum Müllproblem:
An einem sauberen Platz, ist es im allgemeinen eher schwierig Müll zu hinterlassen. Der erste hat im Regelfall ein schlechtes Gewissen.
An einem Platz, an dem schon etwas liegt, sammelt sich sehr schnell etwas an. Und das hat nach meiner Erfahrung nichts mit der Nationalität des "Vermüllers" zu tun. Es ist wohl einfach so, dass wenn schon etwas liegt, man eher etwas dazu legt. Und so sammeln sich Müllhaufen ganz schnell an.
Das habe ich nicht nur bei mir im Verein beobachtet, sondern ganz speziell im Ausland. Der erste wirft etwas an den Straßenrand, der nächste müllt sich dort aus und irgendwann war es soweit, dass ein letzter den Haufen einfach anzündete.
Was ich damit sagen möchte?
Ich denke schon gar nicht mehr darüber nach, sondern nehme den Müll einfach mit. Dann ist der Platz wieder sauber und keiner muss sich aufregen. Ist gar nicht so schwer. Und ich kenne viele, die das genau so machen. Ich glaube, das ist der richtige Weg.
Meine Meinung......
 
S

Sharpo

Guest
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Um die Bevölkerungsdichte auszurechnen brauch ich keine Prozentrechnung...

Davon abgesehen...am Bolmen ist glaub ich nicht weniger los als an manchen Gewässern hier, besonders zur Touri-Hochzeit - und da war es größtenteils auch sauber.




Ja ich weiß mein Text war lang...aber ich zitiere mich mal selbst

"Natürlich hinterlassen auch viele Badegäste und andere Deppen Müll. Wenn dann aber die Picknick- oder Grillüberreste am Ufer liegen und direkt daneben liegt Anglermüll - dann wird dieser Müll natürlich auch gleich den Anglern angerechnet."

Achja und ich gebe unumwunden zu das ich schon bei jeder Madeneinwegdose nen dicken Hals bekomme...
Naja, Aufregen ist schlecht fürs Herz.
Aber mich nerven schon die Zigarettenkippen.
Aber generell, Fussgängerzone wie auch Ufer.
 

Jose

Active Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

hilfreich wäre es, diesen trööt aufzuteilen, in

  1. "äpfel"
  2. "birnen"
  3. die sinnhaftigkeit der sportfischerprüfung
 
S

Sharpo

Guest
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Der Sinn der Sportfischerprüfung liegt in meinen Augen darin, das man eine Argumentationsgrundlage gegen diverse Natur- u. Tierschutzorganisationen hat.
 

Jose

Active Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Der Sinn der Sportfischerprüfung liegt in meinen Augen darin, das man eine Argumentationsgrundlage gegen diverse Natur- u. Tierschutzorganisationen hat.
welche, außer der "putativen notwehr" sprich dem "vorauseilenden gehorsam" (Thomas)?

was gibt es, was die sportfischerprüfung an moniertem fehlverhalten verhindert? NIX!

jegliche analogie-versuche zu führer- und jagdschein gehen mangels gefahrenpotential fehl.

ihr findet einfach keine sachliche begründung für eine staatliche prüfung. der "beipackzettel" reicht.

aber: ich meine, es steht jedem fischereirechteinhaber frei, regeln für den zugang zu seinem gewässer aufzustellen, meinetwegen auch kopfstand in der 'prüfung'. (machen ja eh schon, was sie wollen)
und die sollen ihre gewässer auch schützen, wie ich meinen salat vor den kaninchen ("arsch hu")

die prüfung verhindert nix - das schaffen nur kontrollen*.
was sich hier von der prüfung erträumt wird ist einfach lächerlich.

wer da andere meinung ist, der überlege einmal, wann er zuletzt schneller als erlaubt gefahren ist.

nun ihr.


* an der stelle verweise ich gerne auf das weit verbreitete gestörte verhältnis zu kontrollettis bzw. auf den immer wieder lauthals verkündeten ruf nach verschärften kontrollen - für die anderen, versteht sich.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Kenntnisse über das Liebesleben der Teichmuscheln o. Ä. machen einen halt auch nicht unbedingt zum kompetent(er)en Angler.

Nix gegen die Vermittlung von ökologischen Inhalten, gehört auch mit dazu.

Aber was nützt das, wenn man den Leuten z. B. nicht mal beibringt, wie man ein solides Stahlvorfach selbst baut.

Oder moderne Rigs etc. gar nicht angesprochen werden (weil sie dem Kurshaltenden u. U. nicht mal selbst bekannt sind).

Und da wundern sich dann viele, warum Anfänger "dumme" Fragen stellen oder hilflos am Wasser stehen, wenn sie keinen haben, der ihnen mal ein paar Sachen vernünftig zeigt.

Solange das so ist, betrachte ich die Prüfung als Geldmacherei - denn offenbar sind die Leute nach Kurs und Prüfung größtenteils noch genauso planlos wie zuvor.

Sonst würden auch hier nicht so viele Scheinneulinge nach elementaren Einsteigertipps fragen.

Auch die haben dann offenbar für nichts geblecht bzw. man hat ihnen nichts beigebracht, was sie halbwegs praktisch zum Angeln nutzen könnten.

Ein solider Einstieg sieht ganz anders aus - da wissen die Leute dann zumindest die wichtigen Basics und kommen auch bei den ersten Schritten allein klar. Dann sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für derbe Bockschüsse.

Also fragt man sich angesichts der aktuellen Situation doch massiv, was da für die Kurs- und Prüfungskohle überhaupt geboten wird - das Preis-Leistungs-Verhältnis hängt da IMO ganz gewaltig schief.

Um nicht zu sagen: Oft scheinbar gar nicht vorhanden = nur Preis, keine Leistung = komplett fürn A******* = weg damit.

Jedes solide und gut gemachte Allround-Anfängerbuch scheint da systematischer, umfassender, verständlicher und sinnvoller zu sein als der ganze Kurs- und Prüfungskram - und obendrein deutlich billiger dazu.

Zudem gehts da drin größtenteils ums Angeln selbst, nicht um die statistische Wuchsgeschwindigkeit von Wasserpest und deren holistische Auswirkung auf das renaturierte Drainagesystem von St. Johanngünzelgockelburg.
 
Zuletzt bearbeitet:

HoodstarM

Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Hallo zusammen,
hab jetzt einige Posts gelesen und zum Entschluss gekommen auch etwas dazu zu sagen.
Erst kurz was zu meiner Person.
Bin 23 Jahre alt, angel schon seit dem ich denken kann (bin in einer Anglerfamilie groß geworden ,Papa und Opa)habe aber auch als kleiner Bursche unter der Brücke schwarz geangelt|peinlich, habe dieses Jahr meine Prüfung endlich abgelegt und bestanden.
Jetzt werden sich sicherlich einige Fragen "warum hat er die Prüfung erst jetzt abgelegt, wenn er schon so ewig angelt".
Das hatte mehrere Gründe:
1.Bin ich immer als Angelgehilfe mit gegangen und habe noch nie ein böses Wort von einem Kontrolleur gehört, wenn er uns "erwischt" hat, schließlich war immer jemand dabei der einen Schein und Erlaubnis besessen hatte.
2.Fand ich 30 Stunden trockene Theorie und keinen praktischen Teil für eine unüberwindbare Hürde und dann schon zu Wissen man weiss mehr wie die Hälfte schon und muss die Stunden trotzdem absitzen...

Letztendlich habe ich mich doch überwunden, mit einem guten Freund den Schein zu machen, denn letztendlich führt früher oder später kein Weg dran vorbei.
Mein Opa ist in einem gesundheitlich schlechten Verfassung und mein Vater arbeitet und hat nicht immer Zeit.

Gesagt getan und nach den ersten Pflichtstunden kam mir schon das Grauen...Junge Junge|bigeyes so kann das nicht weiter gehen..
Ich habe zwar einige neue Dinge gelernt, die ich jedoch zu 70% nicht am Gewässer brauchen werde.

Zum praktischen Teil kann ich nur sagen das dieser fast 0 war.
Das Fische filetieren wurde uns zwar gezeigt jedoch durfte kein Kursteilnehmer es mal selber probieren.
Vom praktischen Teil des angelns bzw. den Aufbau der Montagen,Hakenbinden etc. wurde nur ganz trocken theoretisch durch gekaut.
Viele der Kursteilnehmer waren auch verwundert darüber und haben sich unter einem Lehrgang etwas komplett anderes vorgestellt.
Es wurde auch dort bemängelt, jedoch kam als Antwort das das alles viel viel Zeit beanspruchen würde.
Ein paar wenige hatten schon praktische Erfahrung und an diese haben sich die Unerfahrenen gleich geklammert, Nummern ausgetauscht um nach bestandener Prüfung angeln zu gehen.


Ich bin froh den "scheiß" endlich hinter mir zu haben und endlich los zu legen.

Die Sache des Mülls kann ich einfach beantworten dazu braucht man keinen Angelkurs zu besuchen (der ändert an deinem Verstand auch nichts), das wir als Angler gar nicht den großen Müll hinter lassen, sondern das da unsere Politik schon verheerende Fehler macht.
Es sollte sich lieber darauf konzentriert werden Plastiktüten zu verbieten oder Mülleimer in Parkanlagen zu installieren als auf uns herum zu hacken.

Jeder der den Angelsport als Naturerlebnis sieht, sollte auch so reif in der Birne sein seinen Dreck weg zu räumen, um dem nächsten genau so Natur verbundenen seinem Hobby ausüben zu lassen.

In unserem Kurs gab es einige Ausländer die der deutschen Sprache kaum mächtig waren, die durch stupides Auswendig lernen die Prüfung bestanden haben.
Da sollte man sich echt an Kopf fassen und Fragen für was der ganze Mist?
90% dessen wird doch am Gewässer gar nicht benötigt.
 

daci7

Grobrhetoriker
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

[...]
In unserem Kurs gab es einige Ausländer die der deutschen Sprache kaum mächtig waren, die durch stupides Auswendig lernen die Prüfung bestanden haben.
Da sollte man sich echt an Kopf fassen und Fragen für was der ganze Mist?
90% dessen wird doch am Gewässer gar nicht benötigt.
Da fragt man sich wirklich wofür die Prüfung eigentlich ist, wenn selbst Ausländer die schaffen...
Meinst du, dass die Inländer nicht stupide auswendig gelernt haben? Ich jedenfalls hab das damals gemacht - konnte mir einfach die Schonmaße, Schonzeiten, Uferbetretungsrichtlinien und sonstigen Regularien nicht logisch herleiten. ;)
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

konnte mir einfach die Schonmaße, Schonzeiten, Uferbetretungsrichtlinien und sonstigen Regularien nicht logisch herleiten
Ja, und in 16 Bundesländern gelten jeweils andere Schonzeiten/maße, dazu fast an jedem Gewässer noch extra Regelungen - das ist also ein extrem wichtiger Prüfungs- und Kursinhalt.

Zudem das ja auf keinem Fischereischein steht und auch auf keiner Erlaubniskarte vermerkt ist, wenn Bedingungen von den gesetzlichen abweichen..

Und man kann ja nicht einfach drauf aufmerksam machen, dass man sich vor Angeln zu informieren hat, weil für fast jedes Gewässer ne andere Regelung gilt, das muss geprüft sein..

Ich sehe es echt ein....

oder so..

;-)))
 
S

Sharpo

Guest
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

welche, außer der "putativen notwehr" sprich dem "vorauseilenden gehorsam" (Thomas)?

was gibt es, was die sportfischerprüfung an moniertem fehlverhalten verhindert? NIX!

jegliche analogie-versuche zu führer- und jagdschein gehen mangels gefahrenpotential fehl.

ihr findet einfach keine sachliche begründung für eine staatliche prüfung. der "beipackzettel" reicht.

aber: ich meine, es steht jedem fischereirechteinhaber frei, regeln für den zugang zu seinem gewässer aufzustellen, meinetwegen auch kopfstand in der 'prüfung'. (machen ja eh schon, was sie wollen)
und die sollen ihre gewässer auch schützen, wie ich meinen salat vor den kaninchen ("arsch hu")

die prüfung verhindert nix - das schaffen nur kontrollen*.
was sich hier von der prüfung erträumt wird ist einfach lächerlich.

wer da andere meinung ist, der überlege einmal, wann er zuletzt schneller als erlaubt gefahren ist.

nun ihr.


* an der stelle verweise ich gerne auf das weit verbreitete gestörte verhältnis zu kontrollettis bzw. auf den immer wieder lauthals verkündeten ruf nach verschärften kontrollen - für die anderen, versteht sich.

Ich möchte Dir gar nicht grossartig wiedersprechen.
Aber es hört sich immer schön an wenn LV mit Natur- Tierschutverbände oder Extremisten das Argument anbringt, die Angler wären alle geprüft und Wissen wie man Tiere waidgerecht behandelt blablabla etc..

Nimmt den Kritikern evtl. ein Lüftchen aus den Segeln.
 
S

Sharpo

Guest
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Kenntnisse über das Liebesleben der Teichmuscheln o. Ä. machen einen halt auch nicht unbedingt zum kompetent(er)en Angler.

Nix gegen die Vermittlung von ökologischen Inhalten, gehört auch mit dazu.

Aber was nützt das, wenn man den Leuten z. B. nicht mal beibringt, wie man ein solides Stahlvorfach selbst baut.

Oder moderne Rigs etc. gar nicht angesprochen werden (weil sie dem Kurshaltenden u. U. nicht mal selbst bekannt sind).

Und da wundern sich dann viele, warum Anfänger "dumme" Fragen stellen oder hilflos am Wasser stehen, wenn sie keinen haben, der ihnen mal ein paar Sachen vernünftig zeigt.

Solange das so ist, betrachte ich die Prüfung als Geldmacherei - denn offenbar sind die Leute nach Kurs und Prüfung größtenteils noch genauso planlos wie zuvor.

Sonst würden auch hier nicht so viele Scheinneulinge nach elementaren Einsteigertipps fragen.

Auch die haben dann offenbar für nichts geblecht bzw. man hat ihnen nichts beigebracht, was sie halbwegs praktisch zum Angeln nutzen könnten.

Ein solider Einstieg sieht ganz anders aus - da wissen die Leute dann zumindest die wichtigen Basics und kommen auch bei den ersten Schritten allein klar. Dann sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für derbe Bockschüsse.

Also fragt man sich angesichts der aktuellen Situation doch massiv, was da für die Kurs- und Prüfungskohle überhaupt geboten wird - das Preis-Leistungs-Verhältnis hängt da IMO ganz gewaltig schief.

Um nicht zu sagen: Oft scheinbar gar nicht vorhanden = nur Preis, keine Leistung = komplett fürn A******* = weg damit.

Jedes solide und gut gemachte Allround-Anfängerbuch scheint da systematischer, umfassender, verständlicher und sinnvoller zu sein als der ganze Kurs- und Prüfungskram - und obendrein deutlich billiger dazu.

Zudem gehts da drin größtenteils ums Angeln selbst, nicht um die statistische Wuchsgeschwindigkeit von Wasserpest und deren holistische Auswirkung auf das renaturierte Drainagesystem von St. Johanngünzelgockelburg.
Ich will jetzt den Mist nicht verteidigen, aber es handelt sich um ein Vorbereitungskurs für die Prüfung.
Wenn Stahlvorfach binden keine Prüfungsfrage ist, brauch man dies auch nicht unterrichten.
Wie gesagt: Vorbereitungskurs zur Prüfung, keine Angelschule.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Aber es hört sich immer schön an wenn LV mit Natur- Tierschutverbände oder Extremisten das Argument anbringt, die Angler wären alle geprüft und Wissen wie man Tiere waidgerecht behandelt blablabla etc..

Nimmt den Kritikern evtl. ein Lüftchen aus den Segeln.
Das ist übrigens das einzige Pro-Prüfungsargument, dass tatsächlich zieht - filosofisch hat Jose zwar recht, ist es nur ein weiteres Einknicken im Vorfeld und "zementiert" die (seltsame) Ansicht, Angeln und der Aufenthalt im Freien wär so schwierig, dass man da prüfen müsse....

In der Praxis kriegt man aber in Gesprächen mit Politik und Behörden immer wieder mit, dass es durchaus zieht, wenn Angler geprüft sind (mal unabhängig davon, welcher sinnlose Dreck da geprüft wird (s.o. Schonzeiten/maße)) und Nabu, BUND und Konsorten nur Propagandamitläufer...

Leider ist es soweit schon gekommen.....
 
Zuletzt bearbeitet:

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Wenn Stahlvorfach binden keine Prüfungsfrage ist, brauch man dies auch nicht unterrichten.
Wie gesagt: Vorbereitungskurs zur Prüfung, keine Angelschule.
Da gebe ich Dir vollkommen recht. Doch: Wozu überhaupt ne "Anglerprüfung", wenn dadurch sowieso keiner was übers eigentliche Angeln lernt...

Andererseits kann es aber wohl schon sein, dass die Prüfung allgemein noch ein gewisses offizielles Schutzelement und -argument gegenüber Schützern ist. Davon haben wir Angler halt nicht allzu viele. Das ist dann schon ein berechtigter Einwand.

Schwieriges Thema... einerseits natürlich doofe Geldmacherei, andererseits aber evtl. wirklich etwas, das das Angeln angesichts der aktuellen Entwicklungen allgemein ÜBERHAUPT noch ermöglicht...

Dann lieber so, als ne extrem elitisierende, mega teure und ultrakomplexe "Diplomprüfung" ablegen zu müssen. Da fährt man mit dem kleineren von zwei Übeln wohl deutlich besser.

Angesichts der allg. Umstände evtl. am schlausten.
 
S

Sharpo

Guest
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Doch: Wozu überhaupt ne "Anglerprüfung", wenn dadurch sowieso keiner was übers eigentliche Angeln lernt...

Andererseits kann es aber wohl schon sein, dass die Prüfung allgemein noch ein gewisses offizielles Schutzelement und -argument gegenüber Schützern ist. Davon haben wir Angler halt nicht allzu viele. Das ist dann schon ein berechtigter Einwand.

Schwieriges Thema... einerseits natürlich doofe Geldmacherei, andererseits aber evtl. wirklich etwas, das das Angeln angesichts der aktuellen Entwicklungen allgemein ÜBERHAUPT noch ermöglicht...

Dann lieber so, als ne extrem elitisierende, mega teure und ultrakomplexe "Diplomprüfung" ablegen zu müssen. Da fährt man mit dem kleineren von zwei Übeln wohl deutlich besser.

Angesichts der allg. Umstände evtl. am schlausten.
Eine Prüfung ist nicht zum Lernen da.
Da wird nur Erlerntes abgefragt. ;)
Und ein Vorbereitungskurs zur Prüfung bereitet auf die Prüfung vor und lernt einen nicht das Angeln.
Man muss ja auch nicht wissen wie man ein Stahlvorfach bindet, man kann dies ja im Laden fertiggebunden kaufen. ;)
Das Wissen wie man dieses Einsetzt wäre wichtig und bestimmt auch Prüfungsrelevant.
 

Jose

Active Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

...
Das Wissen wie man dieses [hier stahlvorfach] Einsetzt wäre wichtig und bestimmt auch Prüfungsrelevant.
wie schön, dass angeln so leicht zu kategorisieren ist.

hatte 'nen strammen hecht auf wurm an nylon, war gedacht auf barbe oder so'n weißfischzeugs.

jetzt also mit stahlvorfach auf rotaugen????

nix ist simpler als die, die meinen mit prüfung irgendetwas anglerisch verbessern zu können.

ich sags nochmal: BEIPACKZETTEL und gut ist mit "prüfung"
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Hallo zusammen,
hab jetzt einige Posts gelesen und zum Entschluss gekommen auch etwas dazu zu sagen.
Erst kurz was zu meiner Person.
Bin 23 Jahre alt, angel schon seit dem ich denken kann (bin in einer Anglerfamilie groß geworden ,Papa und Opa)habe aber auch als kleiner Bursche unter der Brücke schwarz geangelt|peinlich, habe dieses Jahr meine Prüfung endlich abgelegt und bestanden.
Jetzt werden sich sicherlich einige Fragen "warum hat er die Prüfung erst jetzt abgelegt, wenn er schon so ewig angelt".
Das hatte mehrere Gründe:
1.Bin ich immer als Angelgehilfe mit gegangen und habe noch nie ein böses Wort von einem Kontrolleur gehört, wenn er uns "erwischt" hat, schließlich war immer jemand dabei der einen Schein und Erlaubnis besessen hatte.
2.Fand ich 30 Stunden trockene Theorie und keinen praktischen Teil für eine unüberwindbare Hürde und dann schon zu Wissen man weiss mehr wie die Hälfte schon und muss die Stunden trotzdem absitzen...

Letztendlich habe ich mich doch überwunden, mit einem guten Freund den Schein zu machen, denn letztendlich führt früher oder später kein Weg dran vorbei.
Mein Opa ist in einem gesundheitlich schlechten Verfassung und mein Vater arbeitet und hat nicht immer Zeit.

Gesagt getan und nach den ersten Pflichtstunden kam mir schon das Grauen...Junge Junge|bigeyes so kann das nicht weiter gehen..
Ich habe zwar einige neue Dinge gelernt, die ich jedoch zu 70% nicht am Gewässer brauchen werde.



Ich bin froh den "scheiß" endlich hinter mir zu haben und endlich los zu legen.
Glückwunsch zur Prüfung.

Klingt ja so, als wenn du alles wichtige schon aus der Familie kanntest.
In so einem Lehrgang sollte wohl das rein, was man sonst eben nicht von der Familie oder selbst lernen wird.
Also das, was vielen nicht unwichtig erscheint, anderen aber schon wichtig vorkommt.
Sei es wenn für Vorbilder Kleinfischarten lediglich Köderfische sind, oder sie einige Arten nicht einmal bemerken.
Aber das muss ja so bei Dier gar nicht sein.

Ich habe Dier einen Teil unterstrichen, da hat man dich möglicherweise zum "Schwarzfischen" verführt.
Ich hoffe es ist Dier klar, das so etwas mächtig Knatsch geben kann für beide Beteiligten.
Ich finde es zwar auch seltsam, aber rechtlich ist es ein klarer Verstoß.
Da hat man Dier wohl nicht beigebracht das es eben nicht rechtens ist, wie denn auch, wenn es ja selbst noch gefördert wird.
So ist es aber auch bei anderen Dingen.;)

Wenn man sich nur Wissen von anderen abschaut, wird man immer etwas weniger können, als das Vorbild.
Weiteres Wissen ist verlangt um besser zu werden, oder eben das kennen zu lernen, was das Vorbild meint, nicht wissen zu müssen.

Aber ohne selbst dabei gewesen zu sein, kann ich zu Deinem Lehrgang auch nichts schreiben.
Wenn alle Beteiligten unzufrieden waren, wurde eine Dienstleistung wohl nicht erbracht.
Wissen kann auch interessant sein, auswendig lernen ist es nicht.

Was aber nichts daran ändert, das die Prüfungen selbst, meist recht einfach gehalten sind.#t
 

Jose

Active Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

ach, was ich evtl. unter den tisch hab fallen lassen:
hab den schein seit 1970, übernahmeregelung, also kein nachweis der sportfischerprüfung. und dann gibt es hier und dort vereine, die zur aufnahme auf der prüfung bestehen.

für mich sind das 44 legale anglerjahre, die von so mittdreißiger* vorsitzenden noch der prüfung zur aufnahme bedurften.

wollte da eh nie rein, wollte es nur wissen.
deutschland will eben scheine sehen - von mir kriegen die "prüfungsfreaks" alle DEN EINEN SCHEIN.

lappenland #q


* mundartlich auch "drissiger"
 
Zuletzt bearbeitet:

HoodstarM

Member
AW: Praktisch erlebt: Der Unsinn der Sportfischerprüfung....

Glückwunsch zur Prüfung.

Klingt ja so, als wenn du alles wichtige schon aus der Familie kanntest.
In so einem Lehrgang sollte wohl das rein, was man sonst eben nicht von der Familie oder selbst lernen wird.
Also das, was vielen nicht unwichtig erscheint, anderen aber schon wichtig vorkommt.
Sei es wenn für Vorbilder Kleinfischarten lediglich Köderfische sind, oder sie einige Arten nicht einmal bemerken.
Aber das muss ja so bei Dier gar nicht sein.

Ich habe Dier einen Teil unterstrichen, da hat man dich möglicherweise zum "Schwarzfischen" verführt.
Ich hoffe es ist Dier klar, das so etwas mächtig Knatsch geben kann für beide Beteiligten.
Ich finde es zwar auch seltsam, aber rechtlich ist es ein klarer Verstoß.
Da hat man Dier wohl nicht beigebracht das es eben nicht rechtens ist, wie denn auch, wenn es ja selbst noch gefördert wird.
So ist es aber auch bei anderen Dingen.;)

Wenn man sich nur Wissen von anderen abschaut, wird man immer etwas weniger können, als das Vorbild.
Weiteres Wissen ist verlangt um besser zu werden, oder eben das kennen zu lernen, was das Vorbild meint, nicht wissen zu müssen.

Aber ohne selbst dabei gewesen zu sein, kann ich zu Deinem Lehrgang auch nichts schreiben.
Wenn alle Beteiligten unzufrieden waren, wurde eine Dienstleistung wohl nicht erbracht.
Wissen kann auch interessant sein, auswendig lernen ist es nicht.

Was aber nichts daran ändert, das die Prüfungen selbst, meist recht einfach gehalten sind.#t

Ja es ist in diesem Sinne "schwarzfischen" , jedoch eine Grauzone und immer noch besser wie richtiges Schwarzfischen, denn es wurde immer nur mit erlaubten Angelgerät gefischt.Desweiteren wurde sich an Mindestmaß gehalten und auch an die Stückzahl der Entnahme.
Es wurde waidgerecht getötet und verwertet.
Auf der anderen Seite muss man das auch so sehen, das wenn ich das nicht mit erlebt hätte ich heute nicht die Ahnung hätte die ich heute besitze.
 
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