ProtectWater: Angler für saubere Gewässer und gesunde Fischbestände

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Pressemitteilung

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#ProtectWater: Verbände in allen EU-Ländern starten Kampagne für den Erhalt der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Ziel der Kampagne ist eine breite Beteiligung der Zivilgesellschaft an der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission, um eine Abschwächung der europäischen Gesetzgebung zu verhindern.

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) hat zusammen mit hundert europäischen Umwelt- und Naturschutzverbänden heute bis zum 4. März 2019 eine gemeinsame Kampagne gestartet.

Hintergrund der Initiative ist eine Ende September gestartete Bürgerbefragung der EU-Kommission zur EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die Richtlinie verpflichtet alle EU-Mitgliedstaaten, Maßnahmen zum Schutz von Flüssen, Seen, Küstengewässern und Grundwasservorkommen umzusetzen. In einem sogenannten „Fitness Check“ überprüft die EU derzeit, ob diese Vorgaben noch zweckdienlich sind. An der öffentlichen Befragung können sich alle europäischen Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

Der DAFV sieht in der Gesetzgebung das Herzstück für den Schutz der Gewässer und den darin lebenden Fischen. In einem breiten Bündnis setzen sich die Verbände für den Erhalt und eine ambitioniertere Umsetzung der Gewässerschutzvorgaben ein.

Bis heute verfehlen ca. 60 % aller europäischen Oberflächengewässer dieses Ziel. Dies ist jedoch nicht auf die weltweit als Meilenstein geachtete Gesetzgebung zurückzuführen, sondern auf die mangelhafte Umsetzung durch die EU-Mitgliedsstaaten. Der Appell richtet sich daher an die Regierungen der Mitgliedsstaaten, an den vor achtzehn Jahren gemeinsam beschlossenen Zielen festzuhalten und in den nächsten neun Jahren den politischen Willen für ambitionierte Maßnahmen aufzubringen.


Ziele beibehalten und keine weitere Fristverlängerung!

Man sagt: "Ein Ziel ohne einen Termin ist nur ein Traum". Nachdem die Frist für die Umsetzung schon zwei Mal verlängert wurde, gibt es nun eine letzte Frist bis zum Jahr 2027, das Ziel zu erreichen. Danach drohen Deutschland Vertragsstrafen durch die EU.

Anstatt nun mehr Anstrengungen für die Gewässer und die Fische zu unternehmen, wird versucht das Gesetz zu ändern und die gesetzten Ziele aufzuweichen.

Jeder Angler in Deutschland hat die Möglichkeit, mit wenigen Klicks die Initiative zu unterstützen. Es geht um die Einhaltung der Ziele der WRRL und den verbindlichen Termin 2027 für deren Umsetzung.

Von der Bundesregierung erwartet der DAFV, dass sie den Beschluss der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern im Juni 2018 umsetzt und sich auf EU-Ebene für den Erhalt der Gesetzgebung stark macht, denn sauberes Wasser und gesunde Fischbestände sind nicht verhandelbar, sondern öffentliche Güter, die geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden müssen.

Macht mit! Mit wenigen Klicks kann jeder Angler einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gewässer und den darin lebenden Fischen leisten!

https://protectwater.dafv.de

https://protectwater.dafv.fish
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Zweimal das Wort DAFV und Angler in einer vorgefertigte PM einbauen- tolle Leistung....

Wer ist der Initiator der Kampagne? Was hat der DAFV zu der Kampagne beigetragen?

Nebelkerzen....andere machen die Arbeit und die eine Veröffentlichung. Soll das der Arbeitsnachweis für die Millionen Beiträge von Anglern sein?

Die Kampagne ist gut und wichtig- aber der Urheber sollte das Lob erhalten, das ihm zusteht.
 
Super Aktion!

Genau richtig, sich da mit zu engagieren. Zeigt außerdem der Öffentlichkeit anschaulich, dass Angler "mehr" sind als das sonst so oft dargestellte Wesen....
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
Zweimal das Wort DAFV und Angler in einer vorgefertigte PM einbauen- tolle Leistung....
Aber ganz ohne Fehler, Pannen, sonstige Peinlichkeiten.
Also mehr als sie sonst leisten.

Eine Anglervertretung sollte gefälligst was für Angler & Angeln auf die Beine stellen, aber wir haben nun mal keine.
Wenn ich Naturschutz will, habe ich bereits einen bunten Blumenstrauss diverser Organisationen, die das deutlich besser können.
Und kein Mensch ausserhalb der Anglermedien-Filterblase wird den DAFV/Angler in Verbindung mit dieser Kampagne wahrnehmen.
Oder hat der DAFV diese modifizierte PM, in der er genannt wird, in irgendwelche allgemeine Medien lancieren können???
 

Minimax

Well-Known Member
Insgesamt gesehen erstmal löblich, aber was Kati über die Reichweite sagt stimmt leider. Aber mal am Rande ein Zitat aus der PM:

"Deutschland ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt und gilt als Land der Ingenieure. Wir schicken Menschen zum Mond, aber schaffen es in 15 Jahren nicht, Schleusen und Wasserkraftwerke für Fische durchgängig zu machen."
(https://www.dafv.de/projekte/protectwater.html)

Hab ich jetzt irgendwas wichtiges verpasst? Den Start der Angela IV, der ersten deutschen Mondrakete? Oder stimmt es nun Doch mit den geheimen deutschen Mondbasen?
 

fishhawk

Well-Known Member
Mir gefällt besonders der Teilsatz:
"Wie alles Gute, kommt das Gesetz von der EU,..."
:crazy
Genau, wie z.B. das Bag-Limit für Dorsch, Angelverbote in Natura2000-Gebieten usw. .

Deshalb besteht auch keinerlei Risiko, dass es im Nachgang solcher Aktionen zu weiteren Verboten für Angler kommen kann.

Das ist so sicher wie absolute Mehrheit der CSU in Bayern.

Wer ist der Initiator der Kampagne?
Das scheinen diverse NGOs zu sein, wie z.B. European Rivers Network, EAA , WWF etc. .

Wer also nicht auf den link des DAFV gehen möchte, könnte auf die Freunde vom WWF ausweichen.

Wir schicken Menschen zum Mond
In der Tat eine mysteriöse Aussage, die viel Platz für Verschwörungstheorien lässt.

Hat der DAFV tatsächlich Weisungsbefugnis über die NASA gehabt oder wurden die Filme über die angeblichen Mondlandungen in geheimen Studios des DAFV gedreht?
 

Laichzeit

Well-Known Member
Ich finde die Sache an sich gut, aber ganz ohne Kritik geht es hier nicht. Man vergleiche mit dem Bundesprojekt "Blaues Band", das mit Mitwirkung von NABU und BUND längst beschlossen und sogar in den neuen Koalitionsvertrag übernommen wurde. Der DAFV hat da leider geschlafen und die Möglichkeit zur Mitgestaltung verpasst, während andere dort sehr gute Arbeit leisteten und die Berichterstattung über den schlechten Gewässerzustand dieses Jahr auch besser zu nutzen wussten. Monate später wacht der DAFV mal auf und gibt eine Pressemittelung raus.
 

fishhawk

Well-Known Member
H
Und was ist jetzt die konkrete Kritik am Projekt "Protect Water" bzw. am DAFV?
Grundsätzlich finde ich es schon gut, wenn Gewässer vor übermäßiger Schadstoffeinleitung und Verbauung geschützt werden.

Allerdings sind eben nicht alle Schutzmaßnahmen positiv für Angler und für angleroptimitierte Fischbestände.

Der DAFV schreibt: Alles super, es kommt ja von der EU. Also stimmt gefälligst dafür.

Wäre aus meiner Sicht schon wünschenswert gewesen die Chancen und Risiken zu nennen und dann eben ne Eischätzung, wie z.B. Chancen überwiegen, abzugeben.

Auf der WWF-Seite wird z.B. bei protect-water mit nem Bild vom Fischotter als eye-catcher geworben, und die Gewässer an erster Stelle als Lebensraum für Vögel genannt.

Da weiß man wenigstens, woran man ist.
 

Fischer am Inn

Active Member
Hallo fishhawk
Hallo miteinander

Grundsätzlich finde ich es schon gut, wenn Gewässer vor übermäßiger Schadstoffeinleitung und Verbauung geschützt werden.

Allerdings sind eben nicht alle Schutzmaßnahmen positiv für Angler und für angleroptimitierte Fischbestände.

Der DAFV schreibt: Alles super, es kommt ja von der EU. Also stimmt gefälligst dafür.

Wäre aus meiner Sicht schon wünschenswert gewesen die Chancen und Risiken zu nennen und dann eben ne Eischätzung, wie z.B. Chancen überwiegen, abzugeben.

Auf der WWF-Seite wird z.B. bei protect-water mit nem Bild vom Fischotter als eye-catcher geworben, und die Gewässer an erster Stelle als Lebensraum für Vögel genannt.

Da weiß man wenigstens, woran man ist.
Okay. Und daraus folgt was?

Dass man dafür ist, die EU-WRRL aufzuweichen?

Thomas (wenn er noch hier wäre) hätte gesagt: Wer braucht schon das "Schützergedöns". Das wäre zumindest mal eine Position, wenn auch nicht meine.

Für alle, die die EU-WRRL für "Schützergedöns" halten: >>> An der Initiative "Protect Water" nicht teilnehmen!

Servus
Fischer am Inn
 

Laichzeit

Well-Known Member
Und was ist jetzt die konkrete Kritik am Projekt "Protect Water" bzw. am DAFV?
An "Protect Water" habe ich nichts auszusetzen, aber der DAFV hat sich bei älteren Initiativen nicht genug eingebracht, wie dem Blauen Band, das ebenfalls die Umsetzung der WRRL in dem Fall an Bundeswasserstraßen unterstützt. Das hätte uns sehr gut gestanden, da das Projekt sehr groß, in Form von sichtbaren Maßnahmen und öffentlichkeitswirksam angelegt ist. Die Reichweite von ProtectWater muss sich noch zeigen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo fishhawk
Hallo miteinander

Okay. Und daraus folgt was?

Dass man dafür ist, die EU-WRRL aufzuweichen?
Wer ist "man"????

Aus meiner Sicht folgt daraus, dass ich mich lieber selber über "protect water" schlau mache und mir ein eigenes Urteil bilde, als auf den DAFV mit "alles Gute kommt von der EU" zu vertrauen.

Und wenn ich dann in der Aktion mehr Chancen als Risiken sehe, stimme ich dafür, egal über welche website ich dann gehe.
Wer das anders sieht, kann es auch lassen.
 

knutwuchtig

Active Member
Bier als Aufhänger für sauberes Wasser ?:XD:XD


mal abgesehen, das es 2027 kein Bier ohne karzinogene Agrarchemie geben wird.
sauberes oder belastetes Wasser ist von daher gar nicht relevant.jedenfalls nicht in Verbindung mit Bier

Alkohol ist nebenbei eine Suchtdroge.

wie sieht die Kampange bei den Jugendgruppen aus ? saufen für sauberes Wasser ?
oder gibt es bei jedem Kasten einen Liter Quellwasser gratis ?


 
Zuletzt bearbeitet:

kati48268

nicht mehr heimatlos
Verbandsbashing ist hier wieder einmal wichtiger als die Sachauseinandersetzung (EU-WRRL).
Dies ist ein ANGLERboard.
Wer Bock hat, sich im Naturschutz zu engagieren, wird eine der original-Organisationen unterstützen und sicherlich nicht primär deswegen einen Angelschein machen.
Von daher & weil du es gern hören möchtest:
Ja, mir geht dieses Schützergedöns tierisch auf den Sack!
Ich will einen Verband, der sich für Angler engagiert.
Und wenn dieser Verband das zu 98% leistet, kann er die letzten 2% Energie & Geld für Schutzgedöns ausgeben
oder man redet über Beitragssenkung in diesem Rahmen.

Was hat der DAFV wohl bei dieser Initiative tatsächlich geleistet, außer irgendein Papier zu unterschreiben?
Ich erinnere an die Worte eines (DAFV-)Landesverbandpräsis zu der Leistung Happach-Kasans bei der WRRL:
"Ja, sie war anwesend".
 
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