ProtectWater: Angler für saubere Gewässer und gesunde Fischbestände

Laichzeit

Well-Known Member
Ja, mir geht dieses Schützergedöns tierisch auf den Sack!
Ich will einen Verband, der sich für Angler engagiert.
Und wenn dieser Verband das zu 98% leistet, kann er die letzten 2% Energie & Geld für Schutzgedöns ausgeben
Was meinst du, wie wir mit so einer Einstellung bei Natura2000 auf den S*ck bekommen würden? Fast alle Fragen des Gewässerzugangs, Pacht, Besatz, Nachtangeln ect. drehen sich rein um Naturschutz.
Naturschutzgedönsfreie Anglerarbeit ist Casting, Tierrecht, Vereinsangeln...
Es heißt doch immer so schön "Angler wollen angeln". Geht ganz gut ohne Setzkescher, Wettangeln und sogar mit Abknüppelgebot, aber ohne Wasser und Fisch wird es schwer.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Es geht nicht um die Sache, sondern nur darum, dass der DAFV mal wieder auf einen Zug aufgesprungen ist und als eigene Leistung zu verkaufen versucht. Alleine bekommen die NICHTS gebacken und dann ist das der Arbeitsnachweis für zig Millionen Beiträge? Hauptsache 5 Tage Bildungsurlaub abgreifen... Vermutlich hat Frau Dr. zur WRRL auch schon hunderte (unveröffentlichte) Leserbriefe abgeschickt.

Ich unterstütze die Aktion und habe das über den WWF abgeschickt, da ich eine Kampagne mit Drogen (Alkohol) ablehne...Ich denke aber auch, dass der WWF das besser kann.:laugh2
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
Wenn ich an Naturschutz und auch gerade in dem Zusammenhang an den Schutz des Wassers (Gewässer usw. usw.) denke, dann schwebt bei mir immer so ein Damokles Schwert über dem Kopf. Ich behaupte mal frech, dass den meisten Naturschützen sämtliche Wasser-Nutzer eher ein Dorn im Auge sind. Egal ob Sportboot Fahrer oder Angler. Wer garantiert mir, dass ich - nachdem nachhaltig was erreicht wurde - in "meinem" Gewässer noch die Angel schwingen darf? Seltene Vogelart dank sauberem Wasser wieder angesiedelt... ggf Betretungsverbot dieses Stück Ufers... usw.

Ich bin da immer sehr vorsichtig.... nach dem Motto: "Die Geister die ich rief..."
 

Minimax

Well-Known Member

tibulski

Member
Hallo,

wir waren von Anfang an an der Entstehung, Konzeption und Ausarbeitung der Kampagne beteiligt. EAA und ich selbst. Die Kampagne läuft bis zum März und hat noch zwei weitere Teile. Das wurde technisch durch eine Agentur aus Österreich umgesetzt und wir haben uns auch an den Kosten beteiligt.
Ohne saubere Gewässer und gesunde Fischbestände kein Angeln. Ich denke das leuchtet jedem ein. Die WRRL hilft im Kampf gegen die Wasserkraft, Kormorane und hilft bei Renaturierungsmaßnahmen usw.

Die Beteiligung der einzelnen Verbände an der Kampagne ist nachvollziehbar. Wenn am Ende rauskommt, dass die NGOs sich in dem Thema mehr engagieren, als die Angler, dann befürchte ich werden wir Angler in Zukunft in Gewässerfragen nicht mehr ernst genommen.

Machen wir mit, ist es nicht gut. Machen wir nicht mit, heisst es wo war der DAFV. WRRL ist doch enorm wichtig für Angeln und Angler.

Mit der Bitte mal die Verbandsschelte ausnahmsweise hintenanzustellen und sich die 30 Sekunden Zeit zu nehmen, einen kleinen Beitrag für die Zukunft unserer Gewässer und Fischbestände beizusteuern.

Wer sich die Mühe machen will und es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann an einer Kampagne des DAFV teilzunehmen, kann seine Beteiligung auch direkt auf der Seite der EU eingeben: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiatives/ares-2017-5128184_en

Sonst bitte eine halbe Minute Zeit nehmen und das Formular auf http://protectwater.dafv.fish auszufüllen.

LG,

Olaf
 
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Fr33

Gummi Getier Dompteur
Hallo,

[....] Ohne saubere Gewässer und gesunde Fischbestände kein Angeln. Ich denke das leuchtet jedem ein. Die WRRL hilft im Kampf gegen die Wasserkraft, Kormorane und hilft bei Renaturierungsmaßnahmen usw. [...]
LG, Olaf
Hallo Olaf,

ich habe mal eine Passage aus deinem Post raus gekramt. Ist es nicht so, dass es heissen müsste - ohne sauberes Wasser keine Verzehrabsicht und daher kein Angeln? Wenn ich an Zeiten zurück denke als auf dem Rhein die letzten weissen Schaumkronen geschwommen sind. Fisch konnte und wollte man nicht umbedigt essen - aber es massig davon vorhanden. Verstehe mich nicht falsch. Ich schaue auch, dass ich mich auf meine Art und Weise nachhaltig am Wasser verhalte. Da setzte ich auch mal einen maßigen Fisch zurück, nehme den Müll anderer mit. Versuche keine neue Schneise in die Vegetation zu schlagen sondern vorhandene Wege zu nutzen usw.

Aber gerade sowas wie umfangreiche Renaturierung etc. kann für einige Angler das Aus an deren Gewässern bedeuten....
 

tibulski

Member
Hallo,

also was ist die Lösung? Mehr Nährstoffe zuführen, um mehr Fische zu fangen? Die Fischartengemeinschaft ist eine Qualitätskomponente der WRRL.
Und denk mal an diesen Sommer ... und die Effekte für eutrophierte Gewässer. Das Thema haben wir auch am Bodensee zu Genüge durch. Da waren die Angler geschlossen gegen eine Erhöhung der Nährstoffe.

Alle Veränderungen haben Gewinner und Verlierer. Vielleicht stehen wir Angler ja auch gar nicht hinter den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie?

LG,

Olaf
 

Laichzeit

Well-Known Member
Und ganz realistisch gesehen spielen die Entscheidungsträger für solche Themen in einer viel höheren Liga als es für Anglerverbände überhaupt möglich wäre.
 

knutwuchtig

Active Member
Hallo,


Ohne saubere Gewässer und gesunde Fischbestände kein Angeln. Ich denke das leuchtet jedem ein. Die WRRL hilft im Kampf gegen die Wasserkraft, Kormorane und hilft bei Renaturierungsmaßnahmen usw.

Die Beteiligung der einzelnen Verbände an der Kampagne ist nachvollziehbar. Wenn am Ende rauskommt, dass die NGOs sich in dem Thema mehr engagieren, als die Angler, dann befürchte ich werden wir Angler in Zukunft in Gewässerfragen nicht mehr ernst genommen.

ern.




LG,

Olaf


wenn ihr das thema am alkohol aufhängt sicherlich . keine ahnung was euch da geritten hat.
warum nennt ihr nicht ross und reiter, an statt rum zu sülzen ?
medikamentenrückstände im klärwasser ,microplastik ,
massentierhaltung und energiepflanzen in monokultur !
agrarchemie hatte ich schon erwähnt .

und ihr setzt darauf , das jemand angst bekommen könnte , das ihm der stoff ausgeht !

na dann prost gemeinde !

ach wie mutig war doch damals vor 30 jahren der töpfer . mit badekapp in den rhein !!!
 
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Skott

Active Member
Ich finde die Sache an sich gut, aber ganz ohne Kritik geht es hier nicht. Man vergleiche mit dem Bundesprojekt "Blaues Band", das mit Mitwirkung von NABU und BUND längst beschlossen und sogar in den neuen Koalitionsvertrag übernommen wurde. Der DAFV hat da leider geschlafen und die Möglichkeit zur Mitgestaltung verpasst, während andere dort sehr gute Arbeit leisteten und die Berichterstattung über den schlechten Gewässerzustand dieses Jahr auch besser zu nutzen wussten. Monate später wacht der DAFV mal auf und gibt eine Pressemittelung raus.
thumbsupthumbsupthumbsupthumbsupthumbsupthumbsup
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
wir waren von Anfang an an der Entstehung, Konzeption und Ausarbeitung der Kampagne beteiligt. EAA und ich selbst.
Dann erzähle doch mal ein wenig mehr- was von EURER Arbeit wurde umgesetzt? Was von der EAA und was von Euch/ Dir?

Immerhin hast Du hier nicht aufgezählt, was der DAFV alles geleistet hat. DIe Fliegenfischer scheinen da ja nicht so genau zu hinterfragen und ich hatte leider noch keine Zeit...

Ohne saubere Gewässer und gesunde Fischbestände kein Angeln.
Ich habe früher in der Elbe Aale gefangen, die konnte man als Taschenlampe verwenden... Spaß beiseite- es geht bei der Kritik nicht um saubere Gewässer oder die Aktion. Ich denke es geht um die Leistung als solches- nämlich wer diese Aktion auf den Weg gebracht hat und wer außer dieser Mailings dran bleibt. In der Veröffentlichung heißtt es so schön "Ein Ziel ohne einen Termin ist nur ein Traum"- welches Ziel verfolgt die Aktion? Was passiert wenn 10.000 Menschen den Link abschicken? Was passiert bei 100.000 Menschen? Bei 1.000.000?

Ich habe bereits beim WWF mitgemacht, aber so richtig weiß ich bis jetzt nicht, was ich damit erreichen kann. Ich denke die WRRL ist wichtig, jedoch sehe ich genauso die Gefahren für uns Angler wie andere User hier. Erst machen wir die Natur hübsch und dann werden insbesondere wir Angler ausgesperrt. Als Angler war mir die dreckige Elbe lieber, als eine saubere, in deer wir nicht mehr angeln dürfen (siehe SA).


Wenn am Ende rauskommt, dass die NGOs sich in dem Thema mehr engagieren, als die Angler, dann befürchte ich werden wir Angler in Zukunft in Gewässerfragen nicht mehr ernst genommen.
Werden wir Angler denn jetzt ernst genommen? Ich denke der DAFV tritt bei diesen Themen eher als Naturschutzverband auf- ohne die Interessen der (aktiven) Angler zu vertreten.

Machen wir mit, ist es nicht gut. Machen wir nicht mit, heisst es wo war der DAFV. WRRL ist doch enorm wichtig für Angeln und Angler.
Ich sehe die WRRL nicht nur als Angler wichtig, sondern grundsätzlich von großer Bedeutung! Meine Kritik beruhte lediglich darauf, dass Ihr das mal wieder als DAFV Aktivität für Angler hinstellt. Für mich hat sich der DAFV als Urheber dieser Aktion hingestellt und versucht eine Naturschutzaktion als Aktion für Angler zu verkaufen. Seid Ihr so unter Druck, dass Ihr jetzt bereits versucht Eure Naturschutzarbeit mit Anglern in Verbindung zu bringen?

Da kotzt mich das Baglimit von 7 Dorschen/ Tag für 2019 eher an....
 

UMueller

Active Member
Eins vorweg. Die Regeln zur Umsetzung der WRRL sollten auf keinen Fall aufgeweicht werden. Aber wer hätte ein Interesse daran. Agrarindustrie, Wasserkraftbetreiber, Kali Salz fallen mir da spontan ein. Eigentlich war die WRRl auf einem guten Weg. Dann kam die Energiewende dazwischen mit den (Störfall) Biogasanlagen und Wasserkraftstrom. Zusätzlich immer mehr Mastställe mit dem Gülleproblem und zuviel Nitrat. Auch wenn es voran geht mit den Fischwanderwegen erreicht Deutschland so sicher nicht die Ziele der WRRL. Hat vielleicht auch der Staat ein Interesse daran die Regeln aufzuweichen um den Strafzahlungen zu entgehen ?
ps.: Finde die Idee mit dem reinen Bier auch eine Schnapsidee. Oder sollen da nur Angler unterzeichnen;). Bin da eher bei Knutwuchtig das man die Gefährder der WRRL nennen sollte.
 

UMueller

Active Member
Ich denke die WRRL ist wichtig, jedoch sehe ich genauso die Gefahren für uns Angler wie andere User hier. Erst machen wir die Natur hübsch und dann werden insbesondere wir Angler ausgesperrt. Als Angler war mir die dreckige Elbe lieber, als eine saubere, in deer wir nicht mehr angeln dürfen (siehe SA).
Ja. Bei Natura 2000 wurde eine Latte an Empfehlungen ausgegeben in der Hoffnung das die erst verstanden werden wenns zu spät ist. Die EU war da nicht schuld. Von Angelverboten in Natura 2000 steht da nichts. Einzig Deutschland wollte das. Deswegen muss bei der WRRL diesbezüglich aufgepasst werden.
 

Laichzeit

Well-Known Member
Die WRRL hat keine eigenen Schutzgebiete und damit keine Schutzgebietsverordnungen. Probleme kann es also nur im Zusammenhang mit anderen Naturschutzprojekten geben. Ich sehe das eher unkritisch. Unsere Gegner finden immer ein Haar in der Suppe und Angelverbote gibt es immer wegen zu wenig Natur. Wenn die meisten unserer Gewässer in einem besseren Zustand wären, dann müsste man nicht jeden Meter Auwald und Uferböschung schützen, als wäre es der Letzte.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Die WRRL hat keine eigenen Schutzgebiete und damit keine Schutzgebietsverordnungen. Probleme kann es also nur im Zusammenhang mit anderen Naturschutzprojekten geben. Ich sehe das eher unkritisch. Unsere Gegner finden immer ein Haar in der Suppe und Angelverbote gibt es immer wegen zu wenig Natur. Wenn die meisten unserer Gewässer in einem besseren Zustand wären, dann müsste man nicht jeden Meter Auwald und Uferböschung schützen, als wäre es der Letzte.
Gerade wenn die Natur in einem besseren Zustand ist, erhält sie den Status "Erhaltenswert" bzw. "Schützenswert" und ist für uns tabu. In einem Industriegebiet haben wir sicherlich weniger Angelverbote aus Naturschutzgründen zu befürchten, als an einer renaturiserten Au...
 

Laichzeit

Well-Known Member
Gerade wenn die Natur in einem besseren Zustand ist, erhält sie den Status "Erhaltenswert" bzw. "Schützenswert" und ist für uns tabu. In einem Industriegebiet haben wir sicherlich weniger Angelverbote aus Naturschutzgründen zu befürchten, als an einer renaturiserten Au...
Es gibt in Deutschland nunmal viel mehr Industriegebiete als Auen, wenn die Au nicht so selten wäre, dann gäbe es nicht so viel Druck sie schützen zu müssen. So wie der Döbel als Allerweltsfisch weniger Schutz genießt als die seltene Bachforelle mit Schonmaß und Schonzeit.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Ich denke aus Anglersicht sollten wir die Industriegebiete schützen. Die natürlichen Auen entstehen ja nicht innerhalb von 30 Minuten- somit wird weiter geschützt. Siehe die Elbe, sobald ein Stück leicht angegrünt ist, wird es geschützt. Als Du Dein Auto noch mit Elbwasser fahren konntest, hat es keinen interessiert ob wir geangelt haben. Die haben uns eher mitleidig angeschaut...
 

UMueller

Active Member
@Laichzeit
Sobald etwas in seinen Urzustand wieder mit viel Geld und Fleiß hergestellt wurde, gilt dies erst als besonders schützenswert. Dann kommen eig erst die Angelverbote....
Und das ist das Problem. Beispiel Meerforellenansiedlung. Verein XY setzt sich seit Jahren für eine Wiederansiedlung dieser Fische ein. Führt diverse Renaturierungen am Bach durch so das die Fische auch erfolgreich ablaichen und und und... . Dann kommt Natura 2000. Eine seltene Tierart wird dort entdeckt, die aber nur durch die Renaturierungsarbeiten der Angler zurückgekehrt ist. Was dann folgt ist wohl klar. Angler die praktischen Naturschutz betrieben haben sollen ausgesperrt werden.
 
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