Rechtsbeihilfe von NRW Verband für Kölner Angler, gegen Angelverbot

Naturliebhaber

Well-Known Member
Das sind mir als Angestellter für Ordnung, Sicherheit und Koordination die Allerliebsten:

Personen, die Regeln "ausdiskutieren" wollen/meinen, Dies tun zu müssen.

Geschwätz von Mündigkeit, Freiheit, Gleichberechtigung inklusive!

Ähnlichen "Liberalen", die sich "nur" gegen "die da Oben" auflehnen, müssen sich unsere werten Polizeibeamten und Beamtinnen im täglichen "Kampf an der Front" stellen!

Ohne Regeln geht es nicht.

R. S.

Es geht locker ohne die Hälfte der Regeln, wenn man auf Ideologie verzichtet und das eigene Volk nicht erziehen will. Es gibt einen schönen Spruch: "Die Regeln der Regierenden widerspiegeln die Gedanken der Herrschenden".

Hier geht es nicht um Tempo 30-Zonen vor Schulen, Parken auf Behindertenparkplätzen etc., aber z.B. um Rücksetzverbote für Fische, Cannabis-Verbote, Versammlungsverbote zu Corona-Zeiten etc.
 

heinzi

Well-Known Member
Also soll jeder selbst entscheiden, an welche Regeln er sich hält? Interessante Einstellung.
Ich behaupte mal das fast jeder, der die Sinnhaftigkeit einer Regel erkennt, sich auch daran halten wird. Aber Regeln sind menschengemacht und schon allein deshalb sollten sie kritisch und objektiv hinterfragt werden dürfen. Und was Grenzwerte betrifft, die auch von Menschen festgelegt werden und die anschließend zu Regeln führen, können durchaus auch nur allzu oft in Frage gestellt werden. Ich bin auch für Regeln und deren Einhaltung, anders funktioniert ein Zusammenleben auch nicht. Beruflich habe ich das immer in unseren psychologischen Seminaren zur Gefährdungsbeurteilung gesehen. Häufig wurde folgendes Beispiel von Psychologen genannt: Du fährst mit 100 kmh über die Landstraße und näherst dich einem Ortseingangsschild, was bedeutet, das du ab genau hier nur 50 kmh fahren darfst. Das macht aber niemand, sondern man rollt mit überhöhter Geschwindigkeit rein und lässt sich auf die 50 kmh ausrollen. Damit hast du willens und bewusst nicht nur gegen eine Regel, sondern gleich gegen ein Gesetzt verstoßen. Warum macht man so etwas? Der Psychologe spricht da von persönlicher Gefährdungsabschätzung, andere nennen es den gesunden Menschenverstand. Was ich damit sagen will ist das ich Regeln und Gesetzte für richtig und sinnvoll erachte. Aber sie müssen auch mit Sinn und Verstand erstellt werden. Ich kenne regel treue Menschen die würden tagelang vor der roten Ampel stehen obwohl klar sein sollte, das die Ampel defekt ist.
 

Mooskugel

Well-Known Member
Also soll jeder selbst entscheiden, an welche Regeln er sich hält? Interessante Einstellung.
Das soll nicht jeder, macht aber jeder.
Fahre doch einfach mal immer nur die vorgeschriebene Geschwindigkeit, jeder der dich dann überholt hat eine interessante Einstellung. Radfahrer beobachten ist im Hinblick auf deine Anmerkung auch interessant. Und sowieso alles was man im Alltag so beobachten kann.
 

Macumba

Well-Known Member
Das sind mir als Angestellter für Ordnung, Sicherheit und Koordination die Allerliebsten:

Personen, die Regeln "ausdiskutieren" wollen/meinen, Dies tun zu müssen.

Geschwätz von Mündigkeit, Freiheit, Gleichberechtigung inklusive!

Ähnlichen "Liberalen", die sich "nur" gegen "die da Oben" auflehnen, müssen sich unsere werten Polizeibeamten und Beamtinnen im täglichen "Kampf an der Front" stellen!

Ohne Regeln geht es nicht.

R. S.
Ziemlich OT:
Nabend,
Das es ohne Regeln nicht geht - sollte selbstverständlich jedem klar sein.
allerdings gelten Verordnungen/Gesetze usw. für alle Beteiligten.
Wo ich persönlich grundsätzlich ein Problem mit habe ,wenn Ordnungsbehörden oder lapidar gesagt, Uniformträger - meinen ihre "eigenen" Regeln/Massnahmen durchsetzen zu wollen.
Ich kenne Begriffe wie Ermessungsspielraum usw.- alles völlig ok- aber ich habe durchaus in meinem Leben schon mit "Amtsträgern" zu tun gehabt,die meinten nur weil sie über gewisse Befugnisse verfügen - ihre eigenen Regeln ausserhalb ihre Befugnisse/Legitimation durchsetzen wollten/haben.
nicht das man mich falsch versteht- ich diskutiere NICHT mit jedem "Beamten" oä. - oder bin der Quertreiber,zweifle alles an etc.,aber wer sich selber nicht an die gesetzlichen vorgegebenen Spielregeln hält - der darf sich auch nicht wundern , das ich nicht alle widerspruchslos über mich ergehen lasse.Natürlich ist es dann von Vorteil wenn man sich mit manchen Dingen selber gut auskennt bzw.das Prozedere kennt.
Auf Willkür und eigene Regeln im übertriebenen Massen - reagiere ich ziemlich allergisch - und da ist es mir egal ,ob es sich um Polizeibeamte,Ordnungsamt,Stadtpolizei oder einen Fischereiaufseher handelt.Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, das es heutzutage weit aus seltener solche Fälle gibt- auch die "ausführenden "Kräfte haben dazugelernt bzw. kennen die etwaigen Konsequenzen.
Der Nachteil wenn man sich ,im Rahmen seiner Möglichkeiten "wehrt",ist- viel lauferei, viel schreiberei,ggf.anwaltliche Hilfe,Gerichtsprozess ,oder auch mal langweilige Stunden auf einer Wache,das klicken der acht,ein dickes/ verstauchtes Handgelenk,Rippenprellung, Platzwunde und man macht sich durchaus unbeliebt.(sehr lange her).
Der Lohn: Gerechtigkeit- Schmerzensgeld (wenn auch nicht viel),die persönliche Genugtuung sich nicht alles gefallen gelassen zu haben ,und dafür gesorgt zu haben das manches Tun,durchaus Konsequenzen(Karriereknick/ Diziplinarverfahren etc.bedeuten kann, und das eine Uniform nicht alles legitimiert.
und nein ich bin/war nicht der Staatsfeind Nummer eins...aber wenn es zu viel wird...muss man auch mal Kante zeigen.
daher:
ohne Regeln geht es nicht - die gelten aber auf beiden Seiten....
Gruss
Mac
 

GestrandetInOstfriesland

Well-Known Member
Fahre doch einfach mal immer nur die vorgeschriebene Geschwindigkeit, jeder der dich dann überholt hat eine interessante Einstellung.
Aus meiner Sicht: Ja, das ist eine interessante Einstellung. Auch ich fahre hier auf den Landstraßen dann und wann vielleicht etwas schneller als erlaubt. Was ich aber konsequent nicht mache, ist Leute zu überholen, die schon am erlaubten Limit fahren. Dazu kommt, dass ich, wenn ich denn mal geblitzt würde, was seit mindestens 10 Jahren nicht mehr passiert ist, mich nicht beschweren würde. Denn das sind mir die Liebsten: Bewusst schneller als erlaubt fahren und dann jede Blitze als "Abzocke" bezeichnen.
 

hans21

Well-Known Member
Noch was zum eigentlichen Thema.

Ich finde es sehr gut, dass der Fischereiverband sich für die Belange der Vereine auch mit rechtlichem Beistand einsetzt. Dem Vortrag des Vorsitzenden zu diesem Thema würden für meinen Geschmack etwas mehr Informationen und etwas weniger Selbstbeweihräucherung und Polemik guttun. Schade finde ich es auch, dass die letzte Pressemitteilung auf der Site des Verbands von 2016 stammt, d.h. zu diesem spannenden Thema insgesamt nichts Substantielles zu finden ist.

Ich höre so heraus, dass eine vorübergehende Aussetzung der Vollstreckung erreicht wurde. Wurde das mittels Widerspruchs erreicht oder war die aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs aufgrund besonderer Anordnung der Behörde ausgeschlossen? Wurde im zweiten Fall vor dem Verwaltungsgericht eine Aussetzung der Vollstreckung erzielt und wie wurde der Antrag begründet? Mit Fischstäbchenargumenten oder mit Formfehlern der Verfügung? Wie auch immer, die Behörden haben einen langen Atem. Ich würde nicht davon ausgehen, dass eine solche Verfügung einfach zurückgezogen wird. Um so eine Sache im Interesse des Vereins bis zum Ende auszufechten, braucht es sehr sehr viel Geld und Zeit. Und dann ist an der eigentlichen Rechtslage noch nichts geändert. Würde der Verband Unterstützung auch bis zum Verfassungsgericht leisten? Ich glaub’ s nicht, aber genau das wäre bei der aktuellen Rechtslage notwendig, um das grundsätzliche Problem der unzureichenden Rechtfertigung (Nahrungserwerb) für die Freizeitangelei aus der Welt zu schaffen. Ich bezweifle auch, dass es überhaupt in Deutschland möglich ist, eine solche Änderung herbeizuführen. Wer würde die Angler darin unterstützen? Die Angler in Deutschland tun lieber alles dafür, ihr Bild in der Öffentlichkeit zu ruinieren. Mit den Naturschützern, auch mit den Grünen gäbe es inhaltliche Berührungspunkte, aber die macht man sich lieber aus verbohrter Ideologie konsequent zum Feind, statt zu versuchen, diese für sich zu vereinnahmen. In anderen Ländern assoziiert man Angler mit Naturschützern, wer wissen will, wie man hierzulande Angler sieht, braucht nur in die lustigen Netzfundstücke schauen.
 

Macumba

Well-Known Member
Noch was zum eigentlichen Thema.

Ich finde es sehr gut, dass der Fischereiverband sich für die Belange der Vereine auch mit rechtlichem Beistand einsetzt. Dem Vortrag des Vorsitzenden zu diesem Thema würden für meinen Geschmack etwas mehr Informationen und etwas weniger Selbstbeweihräucherung und Polemik guttun. Schade finde ich es auch, dass die letzte Pressemitteilung auf der Site des Verbands von 2016 stammt, d.h. zu diesem spannenden Thema insgesamt nichts Substantielles zu finden ist.

Ich höre so heraus, dass eine vorübergehende Aussetzung der Vollstreckung erreicht wurde. Wurde das mittels Widerspruchs erreicht oder war die aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs aufgrund besonderer Anordnung der Behörde ausgeschlossen? Wurde im zweiten Fall vor dem Verwaltungsgericht eine Aussetzung der Vollstreckung erzielt und wie wurde der Antrag begründet? Mit Fischstäbchenargumenten oder mit Formfehlern der Verfügung? Wie auch immer, die Behörden haben einen langen Atem. Ich würde nicht davon ausgehen, dass eine solche Verfügung einfach zurückgezogen wird. Um so eine Sache im Interesse des Vereins bis zum Ende auszufechten, braucht es sehr sehr viel Geld und Zeit. Und dann ist an der eigentlichen Rechtslage noch nichts geändert. Würde der Verband Unterstützung auch bis zum Verfassungsgericht leisten? Ich glaub’ s nicht, aber genau das wäre bei der aktuellen Rechtslage notwendig, um das grundsätzliche Problem der unzureichenden Rechtfertigung (Nahrungserwerb) für die Freizeitangelei aus der Welt zu schaffen. Ich bezweifle auch, dass es überhaupt in Deutschland möglich ist, eine solche Änderung herbeizuführen. Wer würde die Angler darin unterstützen? Die Angler in Deutschland tun lieber alles dafür, ihr Bild in der Öffentlichkeit zu ruinieren. Mit den Naturschützern, auch mit den Grünen gäbe es inhaltliche Berührungspunkte, aber die macht man sich lieber aus verbohrter Ideologie konsequent zum Feind, statt zu versuchen, diese für sich zu vereinnahmen. In anderen Ländern assoziiert man Angler mit Naturschützern, wer wissen will, wie man hierzulande Angler sieht, braucht nur in die lustigen Netzfundstücke schauen.
Nabend,
Ich stimme dir da zu, das dieser halbgare "Rechtfertigungsgrund" zur Not höchstrichterlich geklärt werden sollte,allein aus dem Grund um manche Merkwürdigkeiten, ein für alle mal im Keim zu ersticken.
Ich bezweifel aber auch das dies jemals durchgezogen wird,da dafür-wie du schon sagtest- viel Geld und ein langer Atem erforderlich ist.DAS hätte vor vielen Jahren ggf.einfacher geklärt werden können- heute wird das weit aus schwieriger bzw.fast unmöglich.
Auch mit der Lobby und der Unterstützung anderer Interessengruppen / Bevölkerung stimme ich dir zu,die ist nicht wirklich vorhanden.Die Anglerschaft ist sich ja nicht mal ,selbst bei solch grundsätzlichen oder auch einfacheren Dingen ,einig- wie man hier zb.auch hier oft beobachten kann.Dazu kommt das Angler eine "Randgruppe" sind- jeder kennt zwar einen, aber im grossen "Spiel"sind sie eine Minderheit.Kein wirkliche Macht mit den nötigen Lobbyisten/Unterstützern und dem nötigen Geld.Es gibt durchaus lokale Vereine die tief in ihrer Region verwurzelt sind,eine hervorragende Vereinsarbeit inkl.Öffentlichkeitsarbeot machen - aber auch sie werden Bundesweit nicht wirklich beachtet.Der/Die Verbände stehen sich oft auch selbst im Weg und werden von"uns" als Angler auch nicht so wirklich unterstützt.-ein Interessenverband kann nur so stark sein -wenn er die entsprechende Basis/Mitglieder hat-von ihnen unterstützt wird.
Natürlich gibt es inhaltliche Berührungspunkte mit zb.den Grünen- aber wenn Ideologie vor Sachargumenten geht ,wird es selten vernünftige Kompromisse geben.In beiden Lagern gibt es jede Menge merkwürdiger Ideologie...Übrigens die meisten Angler,Jäger,Landwirte etc.waren schon grün als es die Partei noch nichtmal gab...
Für Kompromisse bedarf es von beiden Seiten Bewegung....bisher haben viele "Kompromisse" einen schalen Beigeschmack bzw.wurden durch das einknicken der "Anglerschaft" vor dem grossen"Gegner"erreicht.Man fürchtet einfach den "Kampf" mit dem grossen "Gegner"der etliche Unterstützer und vor allen Dingen Lobbyisten hat,sehr laut ist,sehr gut medial aufgestellt ist und über eine sehr dicke Kapitaldecke verfügt.Was fast am wichtigsten ist ...sie halten weit aus besser zusammen,sind besser vernetzt/organisiert und sind politisch weit aus besser aufgestellt.Wer mit solchen Interessenvertretern mal in einem Verein oder Verband zu tun gehabt hat ,merkt recht schnell wie das abläuft.
Schaut man sich mal ein paar wirtschaftliche Zahlen ,bzw.die Geldgeber /Unterstützer an,fängt man an zu staunen.....etwas wo gegen ein Interessenverband für Angler kaum etwas ausrichten kann...Im jagdlichen Bereich sieht das bisher noch etwas anders aus - mehr Kapital- gute Beziehungen in die Politik usw.Wie lange die noch gegenhalten können bleibt abzuwarten.
Zum Bild der Angler:
stimme ich zum Teil zu ,hat aber in Bezug aufs Grosse - Ganze kaum Relevanz.
Was einfach fehlt Ist,bessere Organisation /Vernetzung,mehr krach/mehr positive öffentliche Aufmerksamkeit ,einfach mehr Geld /Geldgeber ,fähige Lobbyisten und was am wichtigsten ist ,mehr Zusammenhalt unter einander...
Da ich öfters im Ausland geangelt habe und auch gute Kontakte zu Angelvereinen im Ausland habe/hatte ...frage ich mich gerade welche Länder du meinst?
Die Ländern in denen ich bissle Einblick hatte ,wurden Angler meisten als Angler gesehen die natürlich auch Naturschützer aus Eigenintresse sind,gesehen...Da gilt oft der Grundsatz das was ich liebe und nutze- versuche ich auch zu schützen,damit ich auch morgen noch was davon habe....eine Argumentation die hier oft von "grün angehauchter" Klientel in Bezug auf Angler/ Jäger nicht verstanden wird...im Ausland ist dieser "Eigennutz" oft völlig legitim,ist anerkannt und auch in der Bevölkerung tief verwurzelt.
Dort haben Angler momentan noch eine völlig andere Unterstützung und sind sich auch viel einiger als hier....
Im Prinzip ist vieles einfach reine Politik- und die wird selten gemacht zum Wohle "Aller" sondern oft aus Eigennutz,Kalkül und eigener Ideologie.."politischer".Natur und Tierschutz ist dabei aber ein toller Aufhänger/Marschrichtung...und passt hervorragend zu den wichtigen Themen dieser Welt...."Wir" als Angler können echt einiges von "Naturschutzverbänden",Petra und anderen lernen...*schmunzel
PS: Um sich " Naturschützer" zu nennen braucht es weder Prüfung,Bildung,Verständniss von manchen Zusammenhängen oä....man muss nichtmal vor die Tür dafür gehen.....
um Mitglied in solchen Vereinen/Verbänden zu werden ,braucht es meistens auch kaum etwas...
Geld reicht vollkommen aus...um Mitglied in welcher Partei auch immer zu werden ,reicht dies auch aus ...

Gruss
Mac
 
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