Spitze gebrochen (Diablo Neo) was nun machen?

Thomas.

Mr. Diaflash
ich habe mir mal eine Defekte Rute auf dem Flohmarkt gekauft weil ich die Ringe Toll fand, und das Handteil benutze ich jetzt um Schnur auf Rollen zu bringen.
20211125_074903.jpg
 

Melbock79

Member
Moin,

Ich sehe es an den Kommentaren, die einen sind hauptsächlich Konsumierer und wenn's kaputt ist, wird ne neue gekauft egal wie viel Müll produziert wird und welcher Bauer in Afrika oder Asien oder Südamerika sein Äcker wegen Kohlenstoffe und enliches verliert.

Andere sind halt Bastler, mach aus mehreren Teilen ein Teil, egal wie lange es dauert.
Denn darüber kann man so einiges über die Kohlefaser / Metall Angel erfahren und lernen.

Wie gesagt, das gute Stück geht in den schrank im Keller für die Angelklamotten und wenn die Zeit reif ist. dann ist sie halt reif.
 

Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
Ich bin grunsätzlich für reparieren aber eben nicht wenn der Aufwand über dem Nutzen steht. In deinem Fall heißt das Billigrute und ungünstiger Bruch = nicht lohnenswert. Man muss der Realität ins Auge blicken - die taugt nur noch als Ersatzteilspender.
Du kannst aber auch eine Reparatur versuchen und aus Fehlern lernen. thumbsup
 

Thomas.

Mr. Diaflash
Ich sehe es an den Kommentaren, die einen sind hauptsächlich Konsumierer und wenn's kaputt ist, wird ne neue gekauft egal wie viel Müll produziert wird
schon mal über das Sammeln von Briefmarken nachgedacht, glaube ist eines der wenigen Hobbys die man mit guten Gewissen nachgehen kann
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Bischen rustikal der Uli in seinem Vorgehen :XD , es gibt nämlich auch viele nützliche einfache Hilfsmittel angefangen vom Eisstiel bis Schleifpapier ...

Ganz wichtig: Man braucht vom Konus her passende Rutenteile, damit die wirklich sitzen und halten!
Irgendwo aus dem Vollen exakt rausschleifen fällt für die allermeisten flach, und Vollmaterialstäbe sind auch keine optimale Lösung im Biegebereich.

Dazu kann man mit einer digitalen Schieblehre viel besser vorhandene Teile genau abmessen und vergleichen, wo z.B. 0,5mm oder 1,0mm Konusdifferenz auf 100mm vorhanden sind.
Wenn man von gleichartigen Ruten (Herstellerbude i.d.R. Asia, nicht der draufgedruckte Vertriebslabel)
die Teilstücke hat, passt das eben ... wenn man anderes Material hernimmt muss man schon nachmessen.
Und 2 (oder notfalls mehr) ineinandergeschobene Lagen von Hohlmaterialrutenzapfungen bringen dann auch die passende Tragkraft, denn ein durchmesserdünneres und dünnwandigeres Teil von weiter vorne kann die alte Kraft am Bruchspalt eben nicht haltbar ersetzen.

Von daher allen selbsttätigen Rutenflickern allzeit gut Ruten- und Schnurbruch! thumbsup
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
DAM Steel Power Black Spin 3m.
Reparabel?
Anhang anzeigen 390982
Von der Stelle her sehr gut machbar!
Vom zerbrochenen Einsteckzapfen her (ich gehe von am Handteil=HT aus) aber katastrophal, den per Hitze herauszulösen ohne den äußeren Blank zu zerstören halte ich für quasi unmöglich. Allerdings kann man auf den schlechten Kleber hoffen und es probieren, denn den Freiversuch unter Längenverlust hat man.
So voll über längs ausbohren + ausdrehen wäre eher machbar, verlangt aber großartiges Werkbankwerkzeug, einen Bohrer in Längsrichtung so durchzuschieben, dass der umhüllende Blank heile bleibt und trotzdem bis auf wenige Reste das Material rauskommt, und nicht dabei alles aufspleißt.
Von daher wie in der Kriegschirugie, Notoperation Amputation, ab damit ...
Man kann vom gleichen Einklebelängenwert nach innen ausgehen, da PUK-Säge ansetzen und ab. Wenn noch längerer Rest drin, nochmal 1cm ab, usw.

Der alte (Voll-)Zapfen ist immerhin noch unten abmessbar, Vollmaterial ist kaufbar, der Konus eines Einsteckzapfens sehr flach und mit Geduld einschleifbar. Oder man schiebt sich aus Lagen von Hohlmaterial einen neuen zusammen.
Dumm ist nur, dass der Innendurchmesser durch das Absägen größer wird, schätze mal ab 0,5mm. Da muss also eine Zwischenlage rein, oder man schiebt sich eben aus Rutenteilchen einen 2 Stufenzapfen zusammen, der die größere Öffnung im Handteil wieder genau ausfüllt. Da man das erstmal alles messend, sägend und trocken ohne Kleber zusammenpassen kann, auch das Spitzenteil gleich zum Anpassen des oberen Teiles da hat, ist es eine aussichtsreihe Operation. Erfordert einige Zeit und guten Teilevorrat an Rutenteilen ... wenn man da im wahrsten Wortsinne etwas versägt, dann ist es bei Teilevorrat einfach gar nicht schlimm.

Der Diaflash-Type Blank (in Nahaufnahme thumbsup) schaut sehr lohneswert aus, um dafür Zeit und Geld zu einzusetzen und evtl. zu opfern.
Und sehr schönes Bildbeispiel, dass dünnere Kohlefaserstücke einfach nicht die gleiche maximale Tragkraft schaffen, dass man je dünner der Zapfen in der Steckung steckt, desto mehr die Finger gleich beim Rutenkauf von lassen sollte.
Wie auch anderswo zählt Zapfendurchmesserstärke! :XD

Mit einem sinnvollen Vollbelastungstest zum Abschluss der Rettungsaktion kann man die Einsatzbereitschaft wieder testen und herstellen,
besser es bricht beim Test als später beim Superfisch, gerade bei Hecht und Karpfen soll das ja vorkommen können.
Aber auch für nietnagelneue Ruten und Großfischambitionen ist das genauso sehr wichtig, Prinzip Hoffnung reicht irgendwann nicht mehr aus!
 
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Thomas.

Mr. Diaflash
den per Hitze herauszulösen ohne den äußeren Blank zu zerstören halte ich für quasi unmöglich. Allerdings kann man auf den schlechten Kleber hoffen und es probieren,
eventuell mit einen Lötkolben und passendem Aufsatz hinein schieben???
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Du musst ja erstmal hinein, ein einigermaßen großen Loch längs durchbohren.
Ein langes Lötkolbensonderspitzchen oder eine Kupferstange als Ersatzlötkolben mit Brenner könnte auch beim Auslösen helfen.
Die meist sehr hochwertigen Blankmattenepoxiverkleber werden bei ca. 90 grad weich und bei ca. 110 Grad kaputt, wenn es zu dampfen anfängt geht das Mattengewirk perdu.
Ein Heißluftpistole ist dazu fast immer zu heiß und grillt den Blank. Ein altertümlicher oder modern regelbarer Föhn kann etwa 80 Grad, das ist geradezu ideal für Probieren.

Wenn der Ruten-montierende (2.)Hersteller schnellabbindende Kleber für den Zapfen hergenommen hat, wird der eher weich werden, da ist vieles wie auch die Wicklungsbindelacke inzwischen eher minderwertig - was hierfür positiv ist.
Exkurs: Ich liebe schlechte Kleber bei Ruten, besonders den Griffen! :love
Von mir aus dürfte der gesamte Rutenverklebeaufbau gerne wasserlöslich sein, so nach 1h einweichen in der Badewanne weich werdend.

In der Weise mit Hitzeeinwirkung hat man eine Chance, zumal man den herausstehenden Zapfenrest reinklopfen und damit leichter losbrechen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nordlichtangler

Well-Known Member
Ich weiß wenigstens 2 Leute, die auf so einen Blanktyp durchaus Appetit haben. :laugh2

Die Bagaluten der Katalogmacher machen solche Details quasi immer kaputt, man sieht in den Werbebildern fast nix, was den Blank betrifft.
 

Thomas.

Mr. Diaflash
Ich weiß wenigstens 2 Leute, die auf so einen Blanktyp durchaus Appetit haben. :laugh2
der Blank da sieht wirklich gut aus, aber ich vergleiche ja auch keinen Käfer 1200 mit einem 911 Turbo S nur weil sie ein paar Technische Gemeinsamkeiten haben :)
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Ich habe von DAM eine noch weiter verbesserte 3D-Diaflashtype seit längerem im Spin-Einsatz, und das ist in dem Vergleich dann der Ferrari Testarossa oder Bugatti, wie man will.
Der Großmeister dieser Technik ist ja seit langem den anderen immer 2 Schritte voraus, und DAM offensichtlich ein treuer Stammkunde.
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
auf dem Bild sieht es aus als wäre er Hohl
Gut geschaut, Watson! thumbsup

Mit dem 2.Bild wird es klarer, mein Verdacht von minderwertigen Zapfenmaterial bestätigt sich damit, lineare Faserlage und recht "trocken".

Das wohl nur wie üblich gummimäßig abgedeckte Loch ist in der Tat ein echter Joker,
das kann einen Bohrer sehr gut führen, eine lange Kupferstange aber auch.
 
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