Springfield Base im Terhi

Mauko

New Member
Hallo an Alle!!
Ich bin der Mario und komme aus Kärnten (A)! Ich bin gerade dabei den Einbau eines Drehstuhles in meinem Terhi 400 vorzunehmen.
Ich habe die mittlere Sitzbank entfernt und möchte die Springfield Aufbau Base direkt am Boden des Bootes befestigen.
Hat jemand Tips wie ich das am besten machen sollte.
Petri
 

Taxidermist

Well-Known Member
Hat jemand Tips wie ich das am besten machen sollte.
Es gibt ein spezielles Spachtelmaterial für (Rumpf)Reparaturen an diesen ausgeschäumten Booten.
Du musst die Bohrlöcher mit dem Zeug füllen, günstig ist es wenn du die Löcher nur im Schaum etwas weitest, damit du eine innenliegende Kante zu dem Rumpfmaterial bekommst.
Diese Löcher am besten ausblasen, oder mit dem Staubsauger reinigen, damit da keine Schaumbrösel mehr drin liegen.
Bevor du diese Spachtelmasse anrührst, legst du dir eine Plastiktüte und eine scharfe Schere zurecht.
Dann drehst du eine "Spritzgebäcktüte" mit dem Material, wie es der Bäcker macht, damit kannst du diese Spachtelmasse, nachdem du die Spitze deiner Tüte abgeschnitten hast, in die Bohrlöcher füllen.
Die Schrauben und die Base sollten auch bereit liegen, weil du dann die Schrauben in die gefüllten Löcher schiebst und hoffen musst, dass diese sich in dem Schaum und dem Rand des Rumpfmaterials verkleben.
Wenn du Schrauben mit Feingewinden hast, dann nimm lieber welche mit einem möglichst groben Gewinde, ähnlich Holzschrauben, da hat der Spachtel mehr Halt dran.
Alles dann so lange in Ruhe lassen bis das Material ausgehärtet ist!

Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Tulpe2

Well-Known Member
Befestigung mit Blindnietmutter oder Spreiznietmutter (Niro, Klemmbereich beachten!):
- Anzeichnen
- mit Außendurchmesser der Mutter (Schaftdurchmesser) bohren
- passenden Inbusschlüssel (90°) mit langem Ende in Bormaschine spannen und damit das Bohrloch "ausräumen"
- Bohrloch ausblasen/aussaugen
- Glasfaser Rovingstrang zwirbelnd (drehend) in das Bohrloch führen - so viel wie möglich(!) (der Rovingstrang wird praktisch ins Loch reingewickelt)
- Loch mit passender Spritze o.ä. mit 45-Minuten-Epoxy (o.ä. Tropfzeit) mit etwas Duck verfüllen, Luft abziehen, wieder mit Duck auffüllen, Luft abziehen, wieder mit Duck auffüllen, ... bis das Loch "voll" ist
- Schraube gut fetten (Silikonfett?) in Nietmutter eindrehen und auch den Teil, der an der Mutter übersteht noch einmal fetten (Wichtig!!!)
- Schraube ins Bohrloch und mit Setzwerkzeug (wie für Gipskartonplatten oder Blindnietzange) festziehen
- Umgebung reinigen, Schraube bis Anschlag eindrehen
- Gelierzeitpunkt beobachten (etwas Epoxy in einen kleinen Becher als Testobjekt füllen)
- Wenn Epoxy vollständig geliert, aber noch weich ist, Schraube ausdrehen (Vorsicht: Rand der Nietmutter festhalten)
- Nach 24 Stunden Einbauten montieren

Man schafft mit dieser Aktion praktisch eine GfK-Unterlegscheibe, in der die abgespreizten Teile der Nietmutter eingebettet sind.
 

Taxidermist

Well-Known Member
Tulpe2 ,die Theri Boote sind aus ABS Kunststoff, der tatsächlich einen speziellen Spachtel braucht, um eine Verbindung mit dem Rumpfmaterial zu erreichen.
Das gibt nix mit normalem Epoxi!
So gut wie diese Boote sind, so blöde ist es daran irgend etwas zu befestigen, anzubauen.
Und sie lassen sich das Material vergolden, wie man am Preis sieht!

Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Mauko

New Member
Ich werde eine Siebdruckplatte mit Sikaflex 292i in das Boot kleben. Vorher mit Peimer und Aktivator vorbehandeln. Auf die Platte wird die Base geschraubt. Das müsste eigentlich halten.
 

Tulpe2

Well-Known Member
An der Siebdruckplatte aber die Kanten versiegeln, sonst giebt es schnell "Blätterteig".
(z.B mit UV-Stabilen 1k-Polyurethanlack "G8" von Yachtcare oder Vosschemie)
 

Tulpe2

Well-Known Member
Auf der angeschliffenen Siebdruckplatte sicher, auf Deinem Bootsboden weiß ich nicht.
Eventuell mal einen "Klebetest" machen.
Ich habe mal ein "Ikea-Burostuhl" auf den Lattenrost im "ANKA" geschraubt, hat auch nichts gekippelt (Lattenrost lag lose im Boot).
 

Taxidermist

Well-Known Member
Die Siebdruckplatte wurde natürlich auf den Boden des Terhis angepasst, sodass ich soviel Fläche wie möglich zu bekleben habe.
Ich würde das probieren, wichtig ist das Anschleifen von Siebdruckplatte, wie auch dem Rumpfmaterial.
Die Fläche sollte auch so groß wie möglich sein, auf der diese Siebdruckplatte plan aufliegt.
Ein halber Quadratmeter sollte dies schon mindestens sein, damit das Stuhlbein nicht zum Hebel wird, der den Kleber wegreißt
Anstelle der Siebdruckplatte kannst du natürlich auch Aluriffelblech, eine Polyäthylen Platte (Schneidbrett xxl) o.ä aufkleben?
Diese Lösung wäre dann doch um einiges eleganter, als Löcher in den Rumpf und Schaum bohren.
Halte uns auf jeden Fall auf dem laufenden, ob das hält?

Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Tulpe2

Well-Known Member
Alu muss auch vorbehandelt werden (Ätzprimer) und
auf Polyethylen (PE), Polyazetat (PA), Polyoxymethylen (POM), Polypropylen (PP) usw. kann man im Guten dauerhaft gar nichts kleben - auch wenn die Klebstoffhersteller zu weilen was anderes behaupten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mauko

New Member
Ich habe die Base bereits zur Probe auf die Siebdruckplatte geschraubt und nur ins Boot gestellt. Sie Base hat einen Durchmesser von ca. 23 cm und die Siebdruckplatte hat 35x35 cm. Sie Sitzprobe ohne kleben ist schon stabil. Wenn jetzt alles versiegelt, lackiert, gereinigt, geprimert und verklebt wird, wird das Ergebnis bombenfest.
Ich melde mich wieder mit Fotos.
 
Oben