Stepenitz: Erfolg für Natur und Mensch

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Erfolge an der Stepenitz zeigen, was Engagement bewirken kann – und wie dringend politisches Handeln beim Schutz unserer Flüsse nötig ist.

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Mirko Beutling (rechts) vom Fario e.V. und Dr. Sven Matern (mitte) vom Institut für Binnenfischerei bei der Elektrobefischung am UT-Wehr in Perleberg. Lachs und Meerforelle stoßen hier an eine von Menschen geschaffene Barriere, die sie an der Wanderung in ihre natürlichen Laichgebiete hindert. Foto: DAFV, Olaf Lindner


Mit einer Feier in Perleberg endete am 11. Oktober 2025 die zweijährige Kampagne „Flusslandschaft der Jahre 2024/25“. In diesem Zeitraum machten die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) auf die ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stepenitz aufmerksam – eines der artenreichsten Fließgewässer Brandenburgs und wichtiger Lebensraum für Lachs, Meerforelle und Bachmuschel.
„Die Stepenitz hat sich als wahre Perle unserer Flusslandschaften gezeigt – ein Erfolg, der ohne das Engagement vieler nicht möglich gewesen wäre“, sagte DAFV-Präsident Klaus-Dieter Mau. Sein Dank galt insbesondere dem Angelverein Fario e.V. und der Stadt Perleberg.
Doch trotz der positiven Entwicklungen mahnten die Verbände politischen Stillstand an. „Die Erderwärmung verändert unsere Wasserkreisläufe dramatisch“, betonte Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde. „Deutschland muss seine Flusslandschaften konsequenter schützen und mehr für den Klimaschutz tun.“
Ein Beispiel für den Handlungsbedarf zeigte sich am UT-Wehr in Perleberg: Bei einer Elektrobefischung wurden 20 Meerforellen gefangen – doch die Fische stoßen hier auf eine Barriere, die ihre Wanderung in die Laichgebiete verhindert. Fachliche Lösungen für den Rück- oder Umbau solcher Wehre existieren längst – es fehlt allein am politischen Willen.
Während der Kampagne organisierten Angelfischer und NaturFreunde zahlreiche Aktionstage, Umweltbildungsprojekte und Exkursionen. Schulen beteiligten sich an Programmen zum Gewässerschutz, und selbst aufgezogene Jungfische wurden in die Stepenitz ausgesetzt. So wurde die Bevölkerung für den Wert naturnaher Flüsse sensibilisiert – und ein starkes Zeichen gesetzt, dass Naturschutz und Gemeinschaft zusammengehören.



Quelle: https://dafv.de/projekte/flusslands...und-mensch-stillstand-beim-politischen-willen
 
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