Tackle-Check im Winter

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Besonders das Fischen im Salzwasser kann dem Gerät zusetzen

Reißverschlüsse nutzen wir an Westen, Jacken, Taschen oder Chest und Hip Packs. Sie sind Wind und Wetter ausgesetzt. Zudem öffnen und schließen wir sie mehrmals am Tag. Da kann es schon mal vorkommen, dass Probleme auftreten. Hakt der Schlitten, hilft ein Bleistift. Denn die Grafitmiene lässt sich super als Schmiermittel nutzen. Einfach die Häkchen mit der Stiftspitze bearbeiten und schon flutscht es wieder. Natürlich funktionieren auch Schmiermittel wie Silikon-Gleitspray oder der Klassiker: Universalöl von Ballistol.
Ich bin eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, doch manchmal gehen auch mir die Nerven durch und ich ragiere über. Doch wenn der Reißverschluss nicht so will wie ich, versuche ich es mit „Gewalt“. Das Ergebnis ist dann schon mal ein verbogenes Häkchen. Das Problem lässt sich mit einer Zange lösen. Damit den „Querlieger“ wieder in die richtige Ausrichtung bringen – fertig!
Kaputte Schlitten repariert der Schneider oder ich besorge mir ein Ersatzmodell. Der Markt hält verschiedene Ausführungen bereit. Sie sehen sicher nicht so hübsch wie die Originale aus, aber darauf kommt es ja nicht an. Die Hauptsache ist, sie funktionieren wieder. Ist der Schlitten bereits abgefallen oder herausgebrochen, ist der Austausch schnell gemacht. Müssen wir erst Hand anlegen, hilft ein Seitenschneider für die kleine Operation.
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Querlieger im Reißverschluss

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Mit der Zanger wird er wieder richtig positioniert

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Schließt erneut perfekt

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Sorgt für reibungloses Schließen – ein Bleistift. Besonders gut funktioniert dies auch bei Metallreißverschlüssen

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Lässt sich der Schlitten nicht mehr mit dem Gegenstück verbinden, muss ein neuer her

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Dank Seitenschneider schnell getrennt

Gut geschmiert
Bei meinen Rollen werfe ich einen Blick ins Innere. Häufig sieht es schlimmer aus als es ist. Selbst meine Spulen fürs Salzwasser kommen bei der Wartung immer gut weg. Denn häufig finde ich nur den sogenannten Flugrost vor. Der lässt sich mit ein wenig Ballistol und einem Lappen leicht enfernen. Genauso gehe ich bei kleinen Sandkörner oder anderem groben Dreck vor. Ich nehmen nur soviel an der Rolle auseinander, wie ich auch wieder zusammenbauen kann. Verlangt mein Getriebe oder Lager nach Spezialwerkzeug, suche ich einen Fachmann auf. Sonst mache ich am Ende mehr kaputt als heil. Abschließend bekommen alle sich drehenden Teile eine Schmierung.
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Dreck, Salz und Flugrost im Inneren der Rolle lassen sich mit Universalöl entfernen

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Danach sieht es wieder besser für die Rolle aus

Damit sie wieder flutscht
Meine Fliegenschnüre erhalten zum Winter eine Grundreinigung. Dabei hilft mir die Switchbox. An ihr sitzt ein Kästchen mit Filzfütterung. Darauf gebe ich mein Reinigungsmittel. Nun wird einfach der Schnuranfang dazwischengelegt, in der Box festgesetzt, dann geschlossen und die Leine aufgewickelt. Meter für Meter gleiten zwischen den Filzflächen durch und der Dreck bleibt hängen. Wer seiner Schnur eine Pause gönnen möchte, besorgt sich gleich mehrere der Switchboxen und kann so die teuren Leinen lagern. Soll die Schnur wieder auf die Rolle? Dann das Kästchen entfernen und die Leine aufspulen. Alternativ kann ich die Schnur auch komplett abziehen und anschließend durch ein mit Reinigungssmittel getränktes Tuch oder Küchenpapier ziehen. Ebenfalls im Fachhandel erhältlich sind „Flilzläppchen“ zum Zusammenklappen.
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Reinigungsmittel auftragen, Schnur zwischenlegen, in Box festsetzen, dann schließen und aufwickeln

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Wer möchte, lagert seine Leine in der Kunststoffbox

Saubere Grifffläche

Korkgriffe leiden übers Jahr. Fischschleim, Dreck oder auch Blut lassen die Handteile irgendwann unansehnlich ausschauen. Daher widme ich meinen Griffen nicht nur zum Jahresende Aufmerksamkeit. Abhilfe bringt zum Beispiel ein Korkgriffreiniger. Er wird mithilfe eines Lappens oder einer feinen Bürste aufgetragen und anschließend mit lauwarmen Wasser abgespült. Alternativ kann ich auch mit lauwarmem Wasser und milder Seifenlauge arbeiten. Ein feiner Schwamm hilft beim Entfernen der Schmutzpartikel. Ganz wichtig in beiden Fällen: richtig trocknen lassen! Oder ganz feines Schmiergelpapier bringt den Griff zum Glänzen. Wo wir gerade beim Rutengriff sind: Die Schraubrollenhalter werden ebenfalls gereinigt und mit Schmiermittel versehen.
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Spezielles Mittel oder milde Seifenlauge für die Griffreinigung

Die neue Saison kann kommen – ich bin bestens vorbereitet! Wie pflegt Ihr Euer Tackle?
 
Guter Artikel, danke dafür



Immer bei Bedarf nach dem Angeln. Und vor dem Einwintern noch mal schauen, ob alles ok ist. Aber ich habe noch eine Frage, imprägnierst du die Korkgriffe nach der Reinigung oder werden sie nur getrocknet und und bleiben Naturkork.
Ja, ich reinige sie nur und lasse sie dann trocknen thumbsup Ich habe auch schon Ruten mit lackiertem Griff gefischt. Ganz komisches Gefühl, fand ich.
 
Guter Bericht! Aber was benutzt ihr denn zum reinigen der Schnur und was damit sie geschmeidig bleibt? Müssen es die teuren Pflegemittel bestimmter Hersteller sein oder gibt es noch Alternativen?
LG Carsten
 
Guter Bericht! Aber was benutzt ihr denn zum reinigen der Schnur und was damit sie geschmeidig bleibt? Müssen es die teuren Pflegemittel bestimmter Hersteller sein oder gibt es noch Alternativen?
LG Carsten
Danke :) Ich bin da einfach gestrickt und habe mir ein Mittel besorgt. Freunde von mir nutzen einfach "Spüli" und feuchten Lappen. Danach einen trockenen Lappen und fertig.
 
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