Tipps zum Aalangeln

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
Vorab... ich bin kein Aalangler (mehr). Einfach nur Fische zu fangen, um dann das Vorfach abzuschneiden widerspricht mir. Essen mag ich sie auch nicht, weil mir Aal nicht wirklich schmeckt. Aber seit ich dieser Art aktiv nicht mehr nachstelle, beissen die Luder recht gut.

Sobald es so warm geworden ist, dasss sich wieder die Brut im Flachwasser tummelt, geht es richtig los. Wenn man dann Würmer, Maden, aber auch kleine Pellets badet, sind sie dabei. An solchen Stellen fische ich dann lieber widerhakenlos, b.z.w. größere Haken mit angedrückten Widerhaken. Zusammen mit den "Larchy" ist es dann auch kein besonderer Ringkampf mehr, sie vom Eisen in den Fluss zu entlassen.



Keine Ahnung, ob und wo es diesen Hakenlöser noch zu kaufen gibt, aber bei Aalen und Flachfischen ist der ideal.

 

porbeagle

Well-Known Member
Ich vermute, die zahlreichen Fehlbisse im März/April sind wegen meinem zu groben Gerät - stecken gute Schleien dahinter oder sogar gute Aale ?


R.S.coffeegirl
Für gute Schleien gibt es kein zu grobes Gerät. Alles über 3 kg kann zb 20 mm Boilies weghauen ohne Probleme.
Das sind auch keine zaghaften Bisse mehr.
 

ragbar

disparu en mer....
Die Burschen werden extrem gut damit fertig. Das hat auch das Zwischenhältern im Aquarium schon ergeben :laugh2
Es gab mal vor vielen Jahren eine Fotostrecke in einem Anglermagazin, wo ein beim Angeln gefangener Aal samt abgeschnittenem Vorfach und Haken in ein Aquarium zwecks Beobachtung gesetzt wurde.
Ich kann mich erinnern,daß damals der Fotobeweis gelang, daß Aale die Haken absorbieren, das heißt, der Haken trat nach einigen Wochen durch die Haut aus.
Weiß nicht mehr, war vielleicht das Blinker Sonderheft über Aale.
 

Chief Brolly

Well-Known Member
Es gab mal vor vielen Jahren eine Fotostrecke in einem Anglermagazin, wo ein beim Angeln gefangener Aal samt abgeschnittenem Vorfach und Haken in ein Aquarium zwecks Beobachtung gesetzt wurde.
Ich kann mich erinnern,daß damals der Fotobeweis gelang, daß Aale die Haken absorbieren, das heißt, der Haken trat nach einigen Wochen durch die Haut aus.
Weiß nicht mehr, war vielleicht das Blinker Sonderheft über Aale.

An den Beitrag im Blinker bzw. im Sonderheft "Aal" kann ich mich auch noch gut erinnern, das war etwa Anfang der 80er Jahre. Wenn die starke Magensäure den Haken nicht auflöst, weil er sich evtl. höher verhakt hat, dann "eitert" er eben heraus... Genauso, wie ein Holzsplitter, den man sich tief in einen Finger gezogen hat!
 

Purist

Spinner alter Schule
Vorab... ich bin kein Aalangler (mehr). Einfach nur Fische zu fangen, um dann das Vorfach abzuschneiden widerspricht mir. Essen mag ich sie auch nicht, weil mir Aal nicht wirklich schmeckt.
Meine Meinung über den Aalfang habe ich inzwischen wieder geändert, ich stelle ihnen auch weiterhin gezielt nach und ich esse sie auch gerne.
Aale sind, meiner Ansicht nach, bei der Zubereitung genau wie Hechte. Wenn man es richtig macht, schmecken die verdammt gut. Wenn man sie falsch zubereitet wird's gruselig. Neben Räuchern bevorzuge ich die klassische Methode: Haut runterziehen, in Stücke schneiden, waschen, trocken tupfen, leicht salzen, in Mehl wälzen, rein in die Bratpfanne mit ausreichend Sonnenblumenöl und, wenn sie schön braun sind, frischen Zitronensaft drüber. Dickere Exemplare brät man im Ofen mit Zitronenstückchen und Butter braun. Bei geliertem Aal, wie in England üblich, dreht sich mir allerdings auch der Magen um.

Bezüglich der Haken mache ich mir keinen Kopf, die Überlebensrate ist bei Aalen etwas besser als bei Hechten und die sterben auch nur selten an abgerissenen Kunstködern. Wichtig ist, das man nicht herumoperiert und auch die Aale nicht unnötig tief schlucken lässt. Dass in Folge frühere Anschlagen sorgt für mehr Fehlbisse, aber das sind meist ohnehin nur kleinen Exemplare unter dem "Mindestmaß", das bei Aalen natürlich völliger Käse ist. In offenen Gewässern brauchen die eher ein Höchstmaß, dass die Blankaale nicht weggefangen werden.
 

Aalzheimer

Well-Known Member
@Purist
Wir teilen auf jeden Fall schon mal die Vorliebe in der Zubereitungsart der Aale. ab121

@Drillsucht69
Wenn die Aale Geschlechtsreif bzw. Abwanderungswillig werden, denn verfärbt sich die zumeist grüne Haut in ein glänzendes Silber. Deswegen Blankaal.
Die Fische bekommen recht große Augen und zumeist wächst auch das Waidloch zu, weil nur noch sehr wenig Nahrung aufgenommen wird.

Bei uns in den Kanälen bekommt man die sehr regelmäßig an den Haken, in verschiedensten Größen. Denn auch die kleineren Männchen werden irgendwann Blank.
Bei uns weisen die sehr häufig härteres und weniger fettiges Fleisch auf. Ist aber auch nicht immer so. Ich bevorzuge dann doch eher den grünen 250-400 Gramm Aal für den Rauch. Aber es ist ja gut, das die Geschmäcker unterschiedlich sind. Habe wirkliche einige Angelkumpels und Freunde, die sich über die Fetten Ü80 oder Ü1000 Gramm Aale freuen, Blank oder Grün, egal. Und wenn Sie gut geräuchert oder zubereitet sind, dann schmecken die auch.

@zokker, Matthias, Du haust die dicken immer in Aspik oder wie war das nochmal?
 

zokker

Mecklenburger Seenplatte
Aalzheimer hat alles gesagt, schließe ich mich voll an. Ich bevorzuge die Blanken ... wenn man vom Räucheraal die Haut abzieht und das Fleisch dann schon rötlich schimmert ... ein Genuss. Die ganz Dicken ü85 werden sauer eingekocht. Blankaale gibt es in allen Größen und ü80 heißt nicht, dass die dann alle blank sind.
 

Drillsucht69

Well-Known Member
Danke @Aalzheimer und @zokker ...
Das habe ich schon etwa so gewusst und jetzt nun ganz genau...
Mir ging eher aber darum, warum lieber ein Blankaal anstatt drei grüne...
Unterscheiden die sich wirklich so deutlich im Geschmack das man lieber ein als drei grüne gerne mitnehmen würde ??? Werde ich mal nächstes Mal drauf achten, abgesehen mal von der Optik wie zokker es beschrieb...
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Moin,

es kommt m.M. nach eher auf die Konstitution / Dicke, als auf die Fischlänge an.

Auch ein kurzer, dicker 50+ kann deutlich besser schmecken, als ein ausgemergelter 80er.

Im Übrigen habe ich hier bei uns letzten Herbst ja ein paar der sogn. Blankaale gefangen zwischen 70-80cm.

Große Augen, breiter Flossensaum .

Gefärbt waren sie, aber nicht silbern, sondern metallisch - violett schimmernd.

Die "normalen" aus dem See haben meistens einen oliv-grünen Rücken mit hellem Bauch oder schimmern leicht gelblich und eher hell.

Spitzköpfe würde ich schlanken Breitköpfen immer vorziehen - egal, wie lang.

R.S.coffeegirl
 

vonda1909

Well-Known Member
Sülze aus Aal im Sommer eine leckere Erfrischung mir Gurke und viertel Chertytomaten .In einer Kastenform vom Kuchen ideale Größe der Scheiben
 

vonda1909

Well-Known Member
Moin,

es kommt m.M. nach eher auf die Konstitution / Dicke, als auf die Fischlänge an.

Auch ein kurzer, dicker 50+ kann deutlich besser schmecken, als ein ausgemergelter 80er.

Im Übrigen habe ich hier bei uns letzten Herbst ja ein paar der sogn. Blankaale gefangen zwischen 70-80cm.

Große Augen, breiter Flossensaum .

Gefärbt waren sie, aber nicht silbern, sondern metallisch - violett schimmernd.

Die "normalen" aus dem See haben meistens einen oliv-grünen Rücken mit hellem Bauch oder schimmern leicht gelblich und eher hell.

Spitzköpfe würde ich schlanken Breitköpfen immer vorziehen - egal, wie lang.

R.S.coffeegirl
Violett?Dann würde ich sie nicht mehr essen
 

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
Im Frühling 1999 haben wir am Einlauf des Shannon in den Lough Derg auf Aal gefischt. Genau da, wo die englischen Season"flüchtlinge" den ganzen Tag mit Massen von roten Maden auf Weissfisch geangelt haben. Die Aale bissen vorzüglich - und sie hatten alle grell rot gefärbtes Fleisch. Seit dem nehme ich gerne Abstand von deren Verzehr.

Jahre später hab ich dann noch einen für meine damalige LAG zubereitet. Der stammte aus einem bayr. Altwasser und roch schon in der Pfanne, wie eine Schaufel voll Schlamm. Spätesten seit dem sind Aale und ich geschiedene Leute, was die kulinarische Verwertung angeht.
 

Chief Brolly

Well-Known Member
Was mich mal interessiert, wie schmeckt denn ein Aal, der in Nord- oder Ostsee bzw. einem Gezeitengewässer gefangen wurde, im Gegensatz zum Binnen-Süßwasseraal?

Meine Lieblingszubereitung von Aal in der Küche ist neben Räucheraal
Aal in Dill-Sahnesoße! Dazu kann man Klöße, Kartoffeln, Nudeln... etc. machen. Ich habe die letzten Jahren außer "grünen" auch viele Gelbaale gefangen. Gelbaale sollen auch mit Steigaal bezeichnet sein, ist das so richtig?
 

Ruttentretzer

Well-Known Member
Aal in Dillsoße hab ich mal an einem 2. Weihnachtstag für die Familie und Freunde gekocht. Na ja, es ist soviel für mich übrig geblieben,
daß ich den so seitdem auch nicht mehr mag.
Nur noch geräuchert, und dann nur mit Verdauungswässerchen.
 

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
Hm... sind nicht viele unterwegs, die den Aal essen, weil man ihn ißt und weil er eine Delikatesse wäre? Dabei wäre ihnen ein Leberwurstbrot viel lieber!?
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Was mich mal interessiert, wie schmeckt denn ein Aal, der in Nord- oder Ostsee bzw. einem Gezeitengewässer gefangen wurde, im Gegensatz zum Binnen-Süßwasseraal?

Meine Lieblingszubereitung von Aal in der Küche ist neben Räucheraal
Aal in Dill-Sahnesoße! Dazu kann man Klöße, Kartoffeln, Nudeln... etc. machen. Ich habe die letzten Jahren außer "grünen" auch viele Gelbaale gefangen. Gelbaale sollen auch mit Steigaal bezeichnet sein, ist das so richtig?

Ja, Gelbaal gleich Steigaal.

Die Tiere ziehen die Flüsse hoch und fressen sich voll - daher nennen sie manche auch Fressaal.

Die Männchen bleiben gerne in Küstennähe und sollen nur etwa 45cm. werden.

Die Tide-aale , die ich gefangen habe, waren in der Regel kurz aber dick , wohlgenährte saftige Brataale - wäre in Dillsoße auch nicht zu verachten :crazy

R.S.coffeegirl
 
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