Tipps zum Aalangeln

Naish82

Aktiver Angler
Aal ist für mich einer der genialsten heimischen Speisefische.
Am liebsten Geräuchert aber gebraten nehm ich ihn auch.
Den würd ich im Leben nicht als köfi nehmen.
Aber hey - kann jeder machen wie er will.
Die Idee mit dem 70er Zetti find ich witzig.
Hatte da mal ne ähnliche Idee mit fetten Maränen auf Hecht... =)
 

Mooskugel

Well-Known Member
Welches Wurfgewicht würdet ihr bei einer Stellfischrute für den Kanal empfehlen. Hier wurden ja schon öfter die Balzer Ruten empfohlen. Hab jetzt mal so ein bisschen das Netz durchforstet und bin bei der Diabolo X hängengeblieben. Reicht die 6,5m mit 30-70g oder ist die mit 8,0m mit 50-160g empfehlenswerter.
 

Aalzheimer

Well-Known Member
Welches Wurfgewicht würdet ihr bei einer Stellfischrute für den Kanal empfehlen. Hier wurden ja schon öfter die Balzer Ruten empfohlen. Hab jetzt mal so ein bisschen das Netz durchforstet und bin bei der Diabolo X hängengeblieben. Reicht die 6,5m mit 30-70g oder ist die mit 8,0m mit 50-160g empfehlenswerter.
Hi Mooskugel,

das Wurfgewicht bei einer Stellfischrute ist im eigentlichen Sinne eigentlich egal, denn du stellst Posen unter oder Rutenspitze ab. Die meisten Ruten aus der Balzer Serie haben die Angabe von ca. 50-150Gramm. Diese Ruten haben den Vorteil, dass sie ein kräftigeren Blank haben, was mir z.B. im DEK mit seiner losen Steinpackung sehr wichtig ist. Ich möchte, dass nach dem Anschlag sofort eine "Hebeeffekt" eintritt und ich nicht erst noch einen halben Meter brauche, bis die Rute aus dem Quark kommt. Das Drillerlebnis mit den härteren Ruten ist sicherlich nicht so prickelnd, aber da geht es in erster Linie um den Effekt, den Sie erzielen sollen. Der Mittellandkanal bei uns hat eine gegossene Packung. Hier gibt es wesentlich weniger Möglichkeiten für den Aal, sich in den Steinen festzuhalten. Da fische ich dann auch gerne weichere Stellfischruten, weil es einfach mehr Spaß macht. Kommt also auch ein bisschen auf das Gewässer an.

Generell rate ich jedem, der am Kauf seiner ersten oder einer neuen Stellfischrute interessiert ist, die möglichst längste im Budget befindliche und erhältliche Variante zu nehmen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Mit der 8m Rute erreichst Du z.B. auch mal Kanten oder Stellen im Kanal und See, die die 6,5m nicht kann, möchtest Du dann "kürzer" fischen, kannst Du einfach Elemente einziehen oder die Rute weiter auf dem Ufer abstellen. Mit einer 6,5m Rute auf 8m zu fischen, geht aber natürlich nicht. Bei uns in den Kanälen reicht die 6,5m in den meisten Fällen, manchmal fängt man die Aale oder Zander aber auch einfach an der 2 Kante, und die Ruten vorne bringen nichts. Da ich hier mit 3 (Stellfisch)Ruten fischen darf, stelle ich 3 Ruten auf unterschiedlichen Tiefen ab, und korrigiere dann im Laufe des Abends, falls eine Tiefe auffällig besser läuft als die anderen. Das passiert dann schnell durch Elemente ein- oder ausziehen und natürlich neuem Loten. Du bist damit einfach variabel.

Es muss ja nicht jeder so bescheuert sein wie ich :whistling Habe mir im laufe der Jahre so viele von den Dingern zugelegt, dass ich für jeden Kanal und auch Zielfisch eine eigen Rute und auch Ersatzrute (dieser verdammte Fetisch :laugh2 ) zwischen 4,5m und 10,5m länge habe. Na, Gut, andere sammeln Briefmarken.

Aber meine Lieblingsrute bleibt die IM10 Royal von Balzer in 8m. Da lässt sich z.B. das erste eingezogene Element auch feststellen. Leider werden die Dinger nicht mehr gebaut.
 

Chief Brolly

Well-Known Member
Vergaß aber nicht, das du für eine 8m - Rute auch einen gescheiten Rutenhalter brauchst, wo gewährleistet sein muß, das du ihn erstmal ausreichend tief in den Boden hineinbringst!
Nicht so einfach am Kanal...

Zudem ist eine Rute in der Länge enorm für Seitenwand anfällig, du kannst nicht in der Nähe von Freileitungen angeln und vor einem Gewitter packst du besser ein, eine 8m-Rute ist nämlich auch ein prima Blitzableiter.....
 

Aalzheimer

Well-Known Member
Vergaß aber nicht, das du für eine 8m - Rute auch einen gescheiten Rutenhalter brauchst, wo gewährleistet sein muß, das du ihn erstmal ausreichend tief in den Boden hineinbringst!
Nicht so einfach am Kanal...

Zudem ist eine Rute in der Länge enorm für Seitenwand anfällig, du kannst nicht in der Nähe von Freileitungen angeln und vor einem Gewitter packst du besser ein, eine 8m-Rute ist nämlich auch ein prima Blitzableiter.....
Mit diesen "Dingen" muss sich jeder, der mit Stellfischruten angelt wohl oder übel auseinandersetzen. Die Probleme die man damit hat sind aber im Vergleich zu dem Nutzen, also dem Erfolg, verschwindend gering. Ich bleibe dabei, wenn es das Gewässer zulässt, und das gilt zu 100% für einen Kanal, wird diese Art der Angelei immer mehr Fisch bringen als das angeln auf Grund.
 

Mooskugel

Well-Known Member
Vergaß aber nicht, das du für eine 8m - Rute auch einen gescheiten Rutenhalter brauchst, wo gewährleistet sein muß, das du ihn erstmal ausreichend tief in den Boden hineinbringst!
Nicht so einfach am Kanal...

Zudem ist eine Rute in der Länge enorm für Seitenwand anfällig, du kannst nicht in der Nähe von Freileitungen angeln und vor einem Gewitter packst du besser ein, eine 8m-Rute ist nämlich auch ein prima Blitzableiter.....
Rutenhalter ist eigentlich kein Problem auch dank der guten Tipps von Aalzheimer, ist mit kürzeren Ruten schon erfolgreich getestet.

Kanäle sind lang und nicht überall stehen Freileitungen.
 

Chief Brolly

Well-Known Member
Rutenhalter ist eigentlich kein Problem auch dank der guten Tipps von Aalzheimer, ist mit kürzeren Ruten schon erfolgreich getestet.

Kanäle sind lang und nicht überall stehen Freileitungen.
Du Musst natürlich tun, was du für richtig hälst! Letztendlich ist jedes Kanalufer unterschiedlich gut oder schlecht für die Stellfischrutenangelei geeignet. Bei uns am Main-Donau-Kanal hab ich noch nie jemanden mit der Stellfisch angeln gesehen. Mit den Freileitungen war es nur ein Beispiel, da gute Angelstellen an unserem Fluß genau unter solchen liegen, deshalb verwende ich da lieber keine Rute über 3m.

Ich sage nicht, das eine Stellfisch keinen Sinn macht, an bestimmten Stellen im Kanal zwischen Steinen und UW-Pflanzen ist eine solche Rute kürzeren evtl. überlegen, aber ob man mit ihr wirklich mehr fängt, ist von Kanal zu Kanal eben eine Frage des Bestandes und auch Glückssache...
 

Aalzheimer

Well-Known Member
Du Musst natürlich tun, was du für richtig hälst! Letztendlich ist jedes Kanalufer unterschiedlich gut oder schlecht für die Stellfischrutenangelei geeignet. Bei uns am Main-Donau-Kanal hab ich noch nie jemanden mit der Stellfisch angeln gesehen. Mit den Freileitungen war es nur ein Beispiel, da gute Angelstellen an unserem Fluß genau unter solchen liegen, deshalb verwende ich da lieber keine Rute über 3m.

Ich sage nicht, das eine Stellfisch keinen Sinn macht, an bestimmten Stellen im Kanal zwischen Steinen und UW-Pflanzen ist eine solche Rute kürzeren evtl. überlegen, aber ob man mit ihr wirklich mehr fängt, ist von Kanal zu Kanal eben eine Frage des Bestandes und auch Glückssache...
Gerade weil es niemand macht, würde ich es probieren Michael.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Eine Stellfischrute würde mich auch mal reizen - das ist einfach eine sehr interessante und punktgenaue Präsentation. Finde ich schon immer ansprechend.

Allerdings ist überall an meinen Gewässern dichter bis dichtester Uferbewuchs mit "Rücken-Gestrüpp" und überhängenden Bäumen.

Da habe ich bereits mit meinen vorhandenen 360ern starke Probleme bekommen, um nicht dauernd (und potenziell mit Rutenschaden) in der Vegetation hängenzubleiben. Vor allem bei Dunkelheit.

War mir irgendwann echt zu nervig. Drum bin ich inzwischen auf 270er runtergegangen, das ist vor allem im Dusteren dann wesentlich angenehmer.

Hätte ich entsprechend freie Ufer, würde ich schon lange auch ne Stellfischrute oder deren zwei besitzen. Und die dann auch zum Hechtangeln mit Köfi an Seerosenfeldern etc. verwenden.
 

Michael.S

”Und eines Tages kommt hoffent
Ich habe die Mitchel Extrem Pike exp 750 , 150 gramm Wurfgewicht möchte die eigentlich auch mal wieder am Kanal auf Aal einsetzen , was für eine Rolle würde dazu passen , da die Rute ja schon einiges wiegt sollte die nicht zu schwer sein
 

börnie

Aalroundangler
Ich habe die Mitchel Extrem Pike exp 750 , 150 gramm Wurfgewicht möchte die eigentlich auch mal wieder am Kanal auf Aal einsetzen , was für eine Rolle würde dazu passen , da die Rute ja schon einiges wiegt sollte die nicht zu schwer sein
...im Gegenteil. Deine Rolle sollte eigentlich bleischwer sein. Stellfischruten sind nur deshalb so "schwer", weil sie brutal kopflastig sind. Je leichter die Rolle umso schwerer wird sie Dir in der Hand liegen...und umgekehrt.
Das Aal-Fischen mit Stellfiruten ist eine geniale Methode, die ich an vielen Gewässern für die absolut überlegene Variante halte.
Als ich Ende der 80er Jahre diesbezüglich meine ersten Versuche an den Kanälen und Flüssen gestartet habe, hatte ich oft nur eine Stefiru draußen. Die anderen beiden Ruten meistens mit gewöhnlicher Grundmontage. Gefangen habe ich aber überdurchschnittlich mit der Stellfischrute.
Später habe ich dann eigentlich nur noch mit dieser Methode gefischt.
Man kann dabei auch vieles probieren und experimentieren. Auftreibende Montagen, präzise auf einem Futterplatz fischen oder aktiv mit der Stellfischrute auf Aalsuche gehen.
Ich habe meistens mit abgeänderten schweren Boloruten gefischt. Die steifen Hechtknüppel eher nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

börnie

Aalroundangler
Was verstehst du unter abgeänderten schweren Boloruten? ab51
...ich habe die Spitzenteile eingekürzt oder auch mal gegen andere ausgetauscht.
Im Rückgrat sind die schwereren Boloruten ja meistens recht straff und haben auch gut power. In der Endspitze aber zu weich und zu empfindlich. Danach hatte ich auch mit stärkere Schlangen keine ernsthaften Probleme.

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Aalzheimer

Well-Known Member
Gebe @börnie mit der Rolle Recht. Die dürfen nicht zu klein ausfallen um die Kopflastigkeit auszugleichen. Ich bevorzuge Freilaufrollen. Aber nur deshalbt, da sich damit der Abstand von Pose zu Rute einfach einstellen lässt. Im Kanal als Schnurabzug beim Biss nicht zu gebrauchen. Am großen Strom kann es funktionieren.

Auch seine Einschätzung zu den Boloruten teile ich. Das Spitzenteil austauschen kann Wunder vollbringen. Ein Problem bleiben aber häufig die kleinen Ringe. Da läuft es leider nicht so sauber durch wie bei einer richtigen Stellfisch. Aber funktionieren tut es
 

börnie

Aalroundangler
Ein Problem bleiben aber häufig die kleinen Ringe. Da läuft es leider nicht so sauber durch wie bei einer richtigen Stellfisch. Aber funktionieren tut es
...da bin ich absolut bei Dir. Besonders wenn sie dann rasant und im 90° Winkel zur Rute abziehen und man denkt, der reißt Dir gleich die Rute aus dem Ständer (obwohl der Bügel ja offen ist). Du kennst das.
Den Spitzenring und die beiden Ringe darunter habe ich eigentlich immer direkt gegen größere getauscht.
Trotzdem beim Biss dann mögl. flott über die Steinpackung zur Rute gehechtet und die Gerte Richtung abziehendem Fisch gehalten.
100x den Knöchel verstaucht oder fast in den Kanal gesegelt...aber egal. Hauptsache Widerstandsminimierung, keinen Fehlbiss und wieder einen schönen Schleicher im Eimer...kranke Aal-Angelei:love
 
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