Tipps zum Aalangeln

Buds Ben Cêre

ehemals Singvogel
Ich fische die Super Touch von Dream Tackle. Die ist seit diesem Jahr ein bisschen anders als die alten Chargen, eher grau (vormals grün), bisschen steifer und deswegen auch bisschen kringliger. Kommt mir aber auch deutlich abriebfester vor. Bisher bin ich von der Schnur überzeugt.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
und hoffen dass ich schnell genug an der Rute bin falls was beißt...

Ich persönlich sitze auf Aal so dicht hinter meinen Ruten, dass ich im Sitzen rankomme und sofort anschlagen kann. Also Anschlag im Sitzen ohne Extra-Aufstehen-Müssen - denn letzteres kann schon zu viel Zeit kosten. Sofortiges Reagieren-Können bei Biss-Bemerken ist gefragt.

Konnte so schon diverse Aale verhaften, die ich mit Hinlaufen-Müssen etc. bestimmt nicht bekommen hätte - die haben harmloser gebissen als ein Kleindöbel. Teils so zaghaft, dass die Glocke gar nicht erst gebimmelt hat - ging dann rein optisch über das Knicklicht an der Glocke.

Das war nur ein ganz feines Gerüttel bzw. Gezupfe. Wenn ich sowas an der Spitze sehe, positioniere ich schon mal meine Hand dicht über dem Rutengriff (was nur geht, wenn man in unmittelbarer Nähe sitzt und sofort ungehindert rankommt - aber Vorsicht: Nicht aus Versehen an die Rute kommen, sonst hat es sich potenziell sofort ausgebissen durch den "künstlichen" Ruck).

Wenn das Gerüttel / Genage dann 2 bis 3 Sekunden kontinuierlich anhält, bekommt der Fisch augenblicklich brutal eine gezimmert (mit einer 180-g-Rute).

So hängen die Aale in den allermeisten Fällen auch ganz vorne ohne großartiges Geschlucke.

Einzelzupfer und dann wieder Ruhe, dann wieder Zupfer usw. sind Kleinfisch-Wurmabfresser. Da weiß man dann nach ein paar solcher Vorkommnisse, dass man mal seinen Köder kontrollieren sollte (ein leerer Haken fängt nix).

Kleinwaller beißen nochmal anders - da ist dann ein gewisses kontinuierliches "Rupfen" zu sehen. Bei den Aalen sieht das vergleichsweise "smoother" aus.

Nach ner Weile Erfahrung kann man dann schon recht gut am eigentlichen Biss auf den Beißenden schließen. Aber unabhängig davon gilt immer:

Für nen Anschlag muss der Biss kontinuierlich ablaufen, d. h. es muss sozusagen ein laufender Fressvorgang beobachtbar sein. Das sieht man dann daran, dass sich die Spitze ständig bewegt und die Bewegung nicht abbricht. Egal, mit welcher Intensität:

Diese Bewegung kann wie gesagt auch extrem schwach ausfallen als ganz leichtes "Dauerzittern" in der Spitze ohne Glocken-Auslösung - drum bin ich da immer voll konzentriert und habe meine Rutenspitzen stets im Blick.

Bei nem (etwas) größeren Waller kann die Spitze auch einfach langsam krumm gehen - ebenfalls potenziell ohne Gebimmel, weil da nicht unbedingt was ruckt. Die Spitze biegt sich dann einfach langsam immer weiter durch. Nennt sich neudeutsch "Vorzugsbiss" (glaube ich jedenfalls).

Das macht so eigentlich kein anderer Fisch - wenn das der Fall war, dann immer Waller bei mir bis jetzt.

Ich verwende als Hauptschnur eine 0,40er Stroft ABR und als Vorfach die Mika Mussel Careline in 25 lbs und 40 cm Länge.

Da bekomme ich dann echt jedes Mini-Gezuppel prima mit. Allerdings spanne ich nicht hart durch bis zum Blei - ich spanne, bis sich die Spitze anfängt zu biegen.

Dann nehme ich per Hand-Spulen-Rückwärtsdreh so viel Spannung raus, dass die Spitze wieder gerade wird, aber dahinter trotzdem noch genügend Spannung auf der Schnur ist.

Also nicht wirklich Slack Line, sondern praktisch minimalst vorgespannt (so wenig wie sinnvoll möglich).

So rennen die Fische beim Beißen / Nagen nicht gleich voll gegen die Vorspannung der Rute und haben ein paar Zentimeter "Luft".

Die allerdings bei Überschreitung dann von mir sofort wie beschrieben mit nem derben Anschlag quittiert wird.

Vom Effekt her ein klein wenig wie so ein Bungee-Rig beim Wallerangeln - nur eben direkt über die Spitze bzw. Schnurspannung feinjustiert ohne Bungee-Element.

Etwas doof verbal zu beschreiben, das müsste man eigentlich eher live vorführen.

Das kurze Geflechtsvorfach in Verbindung mit feinjustiertem Durchspannen und Anschlags-Aufmerksamkeit bringt mir nun mehr verwandelte Bisse (und daher Aale) als früher mit langem Vorfach und vergleichsweise stärker durchgespannter Rute.

Ich angle nur mit Wurm auf Aal - wir haben praktisch nur Spitzköpfe. Und Zander sind in meinen Aalgewässern zu selten für einen Köfi-Einsatz.

Es kommt aber keine Langeweile auf: Habe als Beifang schon Waller, Döbel, Barbe, Karpfen und Gründling gehabt.

Grundeln haben wir zum Glück (noch) nicht, aber so Gründlings- oder Kleindöbel-Rudel können dann schon auch mal nerven.
 
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DenizJP

Well-Known Member
Werde ich machen - vermutlich die ABR.


aber wird für morgen Abend eh zu spät sein.


werde es folgendermaßen lösen: Schlagschnur auf 1-1,5m kürzen - so dass ich mit dem Knoten nicht an den Ring komme bei 3,60m Feederrute und immer noch bissel auswerfen kann.

Parallel bestell ich heute Abend die ABR. und werd sie die Tage aufspulen.




dann bin ich fürs nächste Mal wenn es wieder warm wird bestens gewappnet!
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Vorsicht bei Geflechts-Einsatz mit kaputtem Spitzenring ohne Einlage:

Das kann Dir die Braid auf voller Wurfweite unrettbar schrotten. Eventuell sogar mit Freiflug der Montage. Oder Abriss bei Biss.

Also wenn Geflecht, dann unbedingt die Spitze auf eine mit nicht defektem Endring wechseln.
 

magi

Active Member
Dann hoffe ich, dass du eine grosse Spule bzw. Deine Spule der Rolle einen großen Durchmesser hat. Die Stroft ABR ist ähnlich wie ihre Schwestern recht drahtig. Ne 0,30 er auf einer 4000er Shimanogrösse wird schon eng. Das vielleicht mal so als Anhalt bzw. Hilfestellung, auch wenn ich dein Gerät nicht kenne.

Edit: warum greifst du nicht zur Stellfischrute, wenn du gerade nur Geflecht am Start hast. Dank Pose bleibt dann doch alles weg von den Steinen...Grundangeln mit den dünnen Geflochtenen ohne nennenswerte Schlagschnur ist wie f××××× im Puff ohne Gummi
 
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DenizJP

Well-Known Member
das auch ne Idee...


bevor wegen Geäst etc. mich gedrück ABER ich angel morgen mit Kumpel unter ner Brücke. wäre also ne Idee.

VG


EDIT: PirschHirsch hätte eh wenn mit ner anderen Feederrute und anderer Spitze geangelt.


EDIT EDIT: da es mein allererster Versuch mit Stellfischrute wäre... gibts wo nen gutes Video oder Erklärung bzgl Drill auf Aal? Bzw was ich beachten muss?
 
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Gert-Show

Well-Known Member
Marke ist eigentlich egal. Ein 30er Plastikdraht no-name tut auf kurze Wurfdistanz seinen Zweck. Und du musst am Main ja nicht weit raus.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Ich ziehe aus dem Zelt heraus auch immer die Rennsandandalen, ähm Gummilatschen vor.

Sofern man daran noch denkt.....
...mir isses schon paarmal passiert, das nachts der Wallerprügel krumm geht, ich aus dem Schlafsack über die Steinpackung Richtung Rute galoppiere und mich dann im Drill wundere, warum ich nasse Socken habe. :laugh
Da muß ich dann halt durch,einfach mal Rute ablegen is nich.
 

Drillsucht69

Well-Known Member
Sofern man daran noch denkt.....
...mir isses schon paarmal passiert, das nachts der Wallerprügel krumm geht, ich aus dem Schlafsack über die Steinpackung Richtung Rute galoppiere und mich dann im Drill wundere, warum ich nasse Socken habe. :laugh
Da muß ich dann halt durch,einfach mal Rute ablegen is nich.
Sind die unvergesslichsten Momente beim Angeln und wenn man noch mit ein geilen Kaliber belohnt wird umso schöner ;)...
 

Aalzheimer

Well-Known Member
Aalzheimer wieviel Grad habt ihr denn am Wasser?

bei uns sind es aktuell 9,2 Grad und morgen wird es zumindest wieder etwas wärmer mit 13° tagsüber und 8° Abends.

Kanal Stand Gestern 8,3 Grad. Mal schauen ob was geht heut.
Ich verwende für die Angelei an der Weser übrigens die Shimano Technium in 0,33.
Habe keinerlei Probleme mit Ihr. Und Sie kann den "kalten" Schlag beim Werfen auch sehr gut haben.
Hatte schon "No-Names" gesehen, wo bei jedem 2 Wurf das Blei weg war.
 

Aalzheimer

Well-Known Member
DenizJP
Oh, willst Du Sie heute also testen?
Also ganz grundsätzlich muss man sich natürlich erstmal an den kompletten Umgang gewöhnen. Schaue Dir vorher genau an, ob Irgendwo Bäume oder sonstige überhängende Sachen auch hinter dem Wasser sind. Du glaubst gar nicht wie lang 8m einfach mal so getragen und geschwenkt sein können :whistling :laugh2.

Zumindest bei uns ist es heute noch recht windig. Einen ersten Einsatz mit Seitenwind, empfehle ich nicht. Das würde Dich zermürben und Dir evtl. von Anfang an die Lust darauf nehmen.

Den Anschlag kann man kräftig setzen, aber doch auch mit ein wenig Übung. Bedenke den Hebel den Du mit 8m in der Hand hast. Nicht verzagen wenn es ein paar mal nicht klappt. Spätestens nach dem ersten erfolgreichen Drill hat Dich das Fieber gepackt. Wie schon mal häufiger beschrieben ziehe ich beim Drill 2-3 Elemente ein, um einfacher Keschern zu können falls nötig. Beim Köfiangeln ziehe ich sogar schon vor dem Anschlag ein.

WICHTIG: Solltest Du einen Hänger (falsch gelotet) haben, zerre nicht mit aller kraft daran. Diese Ruten neigen zum Bruch wenn Du versuchst das über den Hebel zu lösen. Im Falle eines Festsitzens nach dem Biss (auch Grundeln tun das gerne), halte ich Die Rute ca. 60 Sekunden auf Spannung. Häufig bekommt man den Aal so noch gelöst. Wenn in beiden Fällen nichts mehr zu machen ist, Rutenspitze zum Wasser und Rückwärtsgang, in der Hoffnung, das das Vorfach als erstes aufgibt.

Aber das ist wirklich alles hier nur schwer zu vermitteln. Üben und Üben. Das Handling ist Gewöhnungsbedürftig, aber glaube mir es lohnt sich. Ich bin mittlerweile schon richtige traurig wenn ich die Grund- oder Feederruten mit 3,60 oder noch schlimmer die UL Rute in der Hand habe. Sind irgendwie alle abgebrochen und unvollständig;)

Das Video fand ich immer sehr gut, vor allen Dingen, weil dort mit Eigenbauposen aufgrund der hohen Strömung geangelt wurde. Das steht bei mir dieses Jahr in der Weser auch nochmal auf der To-Do Liste. Trifft wahrscheinlich auch eher auf die Bedingung im Main zu, als meine sonstige Kanalströmung.

 

DenizJP

Well-Known Member
Will schauen :D aber ja - wir haben heute 4kmh Wind - muss ich gucken ob das bereits zu viel ist da wir unter einer Brücke angeln werden.
 

Snâsh

Well-Known Member
Will schauen :D aber ja - wir haben heute 4kmh Wind - muss ich gucken ob das bereits zu viel ist da wir unter einer Brücke angeln werden.
und schaue das der Rutenhalter Stabil steht. Ich kenne ja zufälligerweise die Strecke an der du fischen willst sehr gut. Ich kenne kaum stellen unter Brücken, wo du den einigermaßen Stabil reinbekommst. Eventuell mit nem Stein fixieren wie Aalzheimer gezeigt hat!
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Moin,

ob die Stellfischrute am breiten Industriefluss ( Main ) funktioniert, bleibt abzuwarten.

Da standen die Aale doch eher im Strom?!

Letztendlich wird sie sich dann aber im Nahbereich auf Zander nach der Schonzeit bewähren...

Ob die Mainaale so nahe am Ufer stehen ( was ich nicht wirklich glaube ), würde ich im Sommer mal testen , wenn der Aal richtig läuft.

R.S.coffeegirl

P.s: denke, da pflückt man sich eher eine Grundel nach der anderen aus der Packung - nach der Schonzeit würde ich mal grundeln anbieten.
 

DenizJP

Well-Known Member
Also der Slick tut hier am Main seine Aale meist ufernah fischen - ich tatsächlich eher weiter draußen.

der angelt aber auch Richtung bayerische Seite wenn ich mich richtig erinnere.



muss es halt ausprobieren. zumindest bei der jetzigen Wettersituation kamen die Bisse nah am Ufer.
 
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