Über die Faszination vom Angeln

Thomas Grasberger erzählt über die Faszination unseres Hobbies in einem Beitrag auf dem Bayerischen Rundfunk

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Angler im Boot (Beispielbild)

Vom Tanz der Nymphen ist die Rede. Von einer alten Liebe, die mal kommt und geht, aber nie wirklich verschwindet. Philosophisch gibt sich der Autor Thomas Grasberger, geht es ums Thema Angeln. Es wird gefragt, worin das Glück des Anglers besteht. Geht es um Rekordfische, oder steckt mehr dahinter? Auch einen geschichtlichen Bezug schafft der Autor, in dem er festellt, dass schon die Römer Fliegnfischer waren.
Den ganzen Beitrag und den fast einstündigen Podcast findet Ihr auf dem BR. Klickt hier!


Was fasziniert Euch am Angeln? Schreibt es uns in die Kommentare!



Quelle: https://www.br.de/radio/bayern2/fischen-in-bayern-grasberger100.html
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo,

die Ruhe, in der Natur sein, möglichst allein, höchstens noch mit einem Bekannten am Wasser.
Oder allein ein neues Gewässer erkunden, war für mich immer ein besonderer Reiz, habe ich aber zum letzten Mal vor so 5 Jahren gemacht (in Slowenien), da wird dann der erste Fisch zum besonderen Erlebnis smile01.

Gruß

Lajos
 
Hallo,
Jau, neue Gewässer erkunden und dann der erste Ansitz.
Oder wenn da nichts beißt, auf der Fahrt nach Hause schon den nächsten Versuch planen und was man da anders machen will. Und die folgenden Versuche, wo man immer probiert und probiert und probiert.

Und wenn es dann trotz aller Widrigkeiten endlich klappt, bin ich wesentlich zufriedener, als wenn ich sofort, ohne große Anstrengung Erfolg habe.

Als echter Angler muss man m.E, schon gewisse Klatsche haben.
 
Antworten könnte ich jetzt wie Lajos 1- aber das würde bei mir nur die Gegenwart betreffen -
im Laufe des Lebens hat es sich oft geändert , angefangen hat es mit vier Jahren da habe ich eine Forelle
in der Stepnitz bei Putlitz gesehen - vom Kindergarten ausgebüchst und versucht eine zu fangen -
na das gab ´ne mächtige Tracht Prügel - ein paar Wochen später hab ich ein paar Fischchen in der still
gelegten Badeanstalt in den letzten Pfützen entdeckt - runter geklettert und bis zum Bauch im
Schlamm fest gesteckt - gleiche Belehrung erhalten - das war die Neugier .
Zwei Jahre später sind wir umgezogen - Gräben ,Kanäle und Seen rings rum und die Jagd ging los
mit nem gefundenem Schmetterlingskescher unheimlich erfolglos - ein Jahr später , ich hatte mich mit meiner
Nachbarin ,einer alten Offizierswitwe angefreundet , eine tolle feine Dame die gern gestippt hat und mit mir meine
erste Angel gebastelt hat - da ging dann der Jagdtrieb los erst die kleinen Fische für Hühner und Katzen
und in Ermangelung von ordentlichem Angelzeug die Jagd mit Schlingen und Speeren - da war dann
der Reiz des Verbotenem noch dabei .
Eignes Geld damit hat dann das eigentliche Zielgerichtete erst angefangen - klar war das aufregend und
spannend , heute zählt das alles nicht mehr , keine Aufregung , keine Enttäuschung wenn ein Großer
wieder aussteigt , was geblieben ist wenn ich einen Fehler mache kann ich mir die Platze ärgern .
Aber was richtig schöner ist als Früher - auch ein Schneidertag wird richtig genossen .
 
Die Umschreibung Angel-Virus gefällt mir immer.

Bei mir im Blut früh vorhanden, sind mir die einzigen Vergehen, die ich mir(für die Aufpasser in fett) in Kindertagen (ansonsten gab es keine) gegen Recht und Ordnung zuzuschreiben habe,dem Fischfang zuzuordnen.

Da waren:
-es gab so ne Kinderzeitschrift,die hieß Yps(mit Gimmick) und war immer in eine Umschlagfolie eingepackt.. ..Darin enthalten war eine Art Miniangel im Stil einer Eisangel,etwas Mono und einem echten Angelhaken,so Wurmhaken etwa Gr.2(heute unvorstellbar-Klagen über Klagen von Eltern im Verletzungsfall ihrer Sprößlinge,komisch,wir haben uns nicht verletzt).

Damit ging es :
-auf die Stichlinge im Universitäts- Zierteich-erfolglos.

-auf die Rotfedern und Kleinkarpfen im Parkteich (wir konnten schneller laufen als der Parkwächter,einer von uns hat wegen dem Zeitvorteil zur Frühwarnung immer Schmiere gestanden)-erfolgreich

-durch ein Loch in den Zaun geschnitten auf Nachbars fette Goldfische und Karauschen in dem unmittelbar an den Zaun angrenzenden Seerosenteich.-erfolgreich.

Definition Angelvirus:
Zwei Arten der Infektion mit dem Virus gibt es.
Entweder man wird mit ihm geboren. Das ist die schlimme Art. Nicht heilbar oder therapierbar.

Oder erworben,ist ebenso heimtückisch und nicht wieder loszuwerden,so wie Herpes. Gelegentliches Auf-und Abflauen des Virus kann beobachtet werden.

Leidensdruck in beiden Fällen nur durch ausgiebige Beschäftigung mit sich selbst und dem Virus linderbar,ggfls. unter Zuhilfenahme Gleichgesinnter.
Medikation zwecklos.
Gelegentliches Verwahrlosen der Betroffenen durch die Schwere der Infektion hinsichtlich anderweitiger Interessen kann beobachtet werden.
Anhäufung typischer Gerätschaften ist häufig vorhanden,ebenso teilweise nicht zu unterbietender Minimalismus.
Symptome lebenslang, eventuell Linderung durch sporadisches Abflammen des Virus ,jedoch mit regelmäßiger Wiederkehr und chronischem Verlauf.

Fazination Angeln eben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Angeln ist das Hilfsmittel um sich stundenlang an ein Gewässer zu setzen.

Ihr glaubt doch nicht, dass ich am Sonntag 04:45 Uhr aufstehe, um am See stundenlang den abziehenden Nebel zu beobachten und den Blessrallen zu lauschen, ohne dass eine Rute im Wasser liegt.

Dafür reicht meine Naturverbundenheit nicht im Ansatz aus.
 
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