Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Sportfischerprüfung JA oder NEIN?


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angler1996

34Z Löffelschnitzer
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Ernie ,
Die Prüfung an sich bewirkt gar nix.
Sie verändert ( fast) nichts im Tun des/der Angler
Ansonsten dürfte es seit ca. 30 Jahren keine Verstöße gegen geltendes Recht geben.
Und hinsichtlich der Außenwirkung ist jede Fachkompetenz besser - als ein staatl. geprüfter Falschtuer. Die Fachkompetenz hinsichtlich Naturschutz etc. muss und kann nicht jeder Angler haben.
Du hast dir nur ein Argument gesucht:m, gute Idee,was schwer zu entkräften ist.
Sorry, ging mir als Gedanke so durch den Kopf.
Gruß A.
 

magi

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Ernie hat ein an sich sehr vernüftiges Agument gebracht und ich sehe es sehr positiv, dass sebst hier mehr als 2/3 für die Prüfung als solche stimmen. Die Prüfung an sich sollte allerdings endlich mal mit dem Fokus auf eine nachhaltigen Befähigung der angehenden Angler durch, sicherlich auch bisher vermittelter Inhalte wie Gewässer- und Rechtskunde, aber noch VIELMEHR Praxisrelevante Einheiten angepasst und somit um einnerseits sinnvolle als auch dringend notwendige Praxiseinheiten erweitert werden.
 
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Tomasz

liest mit
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Hallo ernie und purist,
ich sehe das grundsätzlich anders. Wenn wir selbst die Hürde um zu angeln immer höher hängen werden "radikale Tierschützer" immer noch eins drauf setzen wollen. Denen geht es einzig darum, dass kein Tier sterben soll. Da ist es für die "radikale Tierschützer" natürlich viel einfacher nicht erst bei Null anfangen zu müssen, sondern schon weiter oben. Und da freuen die sich natürlich noch darüber, wenn sie statt eines starken Gegners auf vorauseilenden Gehorsam stoßen.
Jeder andere Mensch, egal ob Naturfreund oder nicht, der seinen gesunden Menschenverstand einsetzt wird nie im Leben solche harten Forderungen gegen Angler erheben, wie wir es selber tun. Ich habe Freunde, die aktive und engagierte Mitglieder im BUND oder dem NABU sind. Die sind völlig verwundert, wenn ich denen erkläre dass ich ihnen jetzt wigentlich nicht einfach die Angell überlassen könne, sondern sie dafür i.d.R. Lehrgänge, Prüfungen und Becheinigungen bräuchten. Da machen sie große Augen, denn sie brauchen für ihren Umgang und ihr Verständnis der Natur nichts von alledem.
Man muss nur in andere Länder Eurpoas schauen, die noch einen offenen und ungezwungenen Zugang zur Natur haben. Da wird mit gesundem Menschenverstand geangelt, ganz ohne Prüfung und ohne nennenswerte Angriffe von Tierschützern.
Was wir brauchen ist ein ungezwungenes und vernünftiges Verhältnis zur Natur. Das kann aber keine Prüfung schaffen. Das kann nur in den Köpfen selbst passieren. Und dazu braucht es Kinder und Erwachsene die Lust und Spaß daran haben sich überhaupt mit der Natur zu beschäftigen und sich in ihr zu bewegen. Bürokratische Hürden wie Lehrgänge, Prüfungen und Fischereischeine auf Zeit sind da eher hinderlich.
Nehmen wir das Beispiel Pilze suchen. Solange es so wie heute funktioniert, werden die Kenntnisse über Generationen weiter gegeben. Wenn es dazu irgendwann mal einer Prüfung bedarf und das Pilze suchen so eingeschränkt wird, werden diese Kenntnisse und Erfahrungen bald schwinden und es wird tatsächlich der Tag kommen, wo man zum eigenen Schutz nur mit einem Lehrgang und einer Prüfung in den Wald gelassen werden sollte.

Gruß

Tomasz
 

Dunraven

Active Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Eindeutig für eine Prüfung.
Das die aktuelle nicht optimal ist steht außer Frage, aber eine Prüfung ist für mich persönlich einfach unumgänglich damit ein gewisses Grundwissen vorhanden ist.

Diese ganzen "Welcher Fisch ist das, und dann eine Beschreibung der Eigenarten", das habe ich bei vielen Fischen schon lange vergessen. Sowas macht für mich nur bedingt Sinn, denn wenn ich Jahrelang nur in der Brassenregion angele werde ich da keiner Äsche, Bachforelle, ect. begegnen. Nasen oder Barben habe ich z.B. auch noch nie live gesehen weil es die hier einfach nicht gibt. Wie eine Barbe aussieht weiß ich aber von Fotos, genau das selbe mit einer Nase, da muss ich dann nicht auswendig lernen ob und wieviele Schlundzähne oder Schuppen sie haben. Da ist es dann halt wichtig ein kleines Bestimmungsbuch dabei zu haben oder eben bei unbekannten Fischen im Zweifel zurück weil möglicherweise geschützt. Wichtiger ist es das ich die Fische die ich täglich fangen kann auch kenne, und dafür ist eine Prüfung schon mal hilfreich um das beizubringen. und auch da nicht Schlundzähne oder so sondern eben Praxisbilder und bei Sachen wie Güster/Brasse, ect. dann mal mehr in die Tiefe weil nötig.

Das selbe mit der Rechtskunde. Die Leute müssen wissen wie sie sich zu verhalten haben. Ich habe schon oft genug erlebt das selbst Gastangler sich einen Scheißdreck darum kümmern welche Regeln in den Gewässern die sie als GAST befischen gelten. Die verstoßen munter gegen Regeln und sagen dann einfach wusste ich halt nicht, woher soll ich das denn wissen. Das es in den Unterlagen steht die sie zur Karte bekommen haben, oder eben in der Gewässerkarte die sie optional kaufen können und auf der dann die Gewässerspezifischen Regeln stehen, das ist denen egal. Die 5 Euro für eine Gewässerkarte sind zuviel, Gewässerspezifische Regeln interessieren nicht und die Grenzen der Angelerlaubnis, wozu braucht man die, man fragt einfach irgendjemanden und vertraut das die Antwort richtig ist.

Bei so einer Haltung kann man nicht erwarten das sich die Leute, ohne Prüfungspflicht, selbst informieren. Und diese Haltung wird ja auch von vielen hier unterstützt, wenn ich da an die NDR Reportage denke wo sich viele Aufgeregt haben weil Angler für Verstoße belangt wurden die in den Unterlagen die sie bekommen haben klar drin stehen, die sie aber nicht interessiert haben oder die sie ignoriert haben.

Es gibt aber noch weitere Gründe die für eine Prüfung sprechen, denn durch die Kurse lernt man zwangsläufig andere Angler kennen, und auch einen Teil der Aktiven Mitglieder der Vereine. So sind, als Nebeneffekt schon mal einige Ansprechpartner oder auch spätere Angelkollegen mit denen man zusammen los geht, bekannt. Leute mit denen man so nicht in Kontakt gekommen wäre wenn man einfach so losgehen könnte.

Und auch der Kontakt zur Jugendgruppe wird z.B. für die Jugendlichen geknüpft. Etwas das sehr wichtig ist, weil dort dann ja auch das lernen aus der Praxis im Mittelpunkt steht. Nicht jeder will da mitmachen, aber auch da ist dann die Möglichkeit bekannt wie man dazu lernen kann.

Und da bei uns auch Casting Teil der Prüfung ist, was nicht unumstritten ist, kann ich auch das nur als einen weiteren Grund PRO Prüfung sehen. Denn wenn ich mich an den zweiten oder dritten Übungstag zurück erinnere, bei dem ich kurz vorbei geschaut habe, da schafften einige nicht einmal ansatzweise 30m Würfe. Die Scheibe beim Zielwerfen zu treffen war für einige auch schon ein großer Erfolg. Klar wied der Praxisnutzen immer wieder angezweifelt, aber mal ehrlich, wieviele von denen mit Problemen beim Werfen würden, wenn sie sich einfach eine Karte kaufen würden und los geht es, weiter mit ihrer falschen Technik fortfahren, und wieviele würden einen Angler den sie zufällig am Wasser treffen darum bitten ihnen mal zu zeigen wie man 30m wirft? Klar finde ich hier das Gerät zum werfen auch praxisfremd und bin für mehr Praxisnähe, aber hier geht es nun einmal um die Grundlagen des erfolgreichen Angelns, wie z.B. ungefähr das Ziel zu treffen und überhaupt weiter als 15m zu werfen. Damit tun sich aber genügend Leute zu Beginn sehr schwer, und daher ist es gut wenn auch sowas (wie gesagt mir wäre lieber etwas praxisnaher), denen beigebracht wird.

Eine moderen und praxisnahe Ausbildung/Prüfung ist daher für mich unumgänglich. Schon allein im Sinne der zukünftigen Angler., denn jeder kann dabei dazulernen, selbst alte Hasen wie wir haben einiges schon wieder vergessen und verdrängt was uns neu wieder ins Bewusstsein kommt wenn wir mal beim Unterricht vorbei schauen.

Und daher finde ich auch die bisherige Regelung gut, das von 8 Jahre bis einschließlich 13 Jahre Jugendliche mit einem mit Prüfung zur Vorbereitung auf die Prüfung Angeln gehen dürfen. Nur den Schein holen und gut ist. Ganz unbürokratisch wenn man Vereinsmitglied ist (leider dürfen sie vom Gesetz her keine Gastkarte ohne Prüfung bekommen, das ist ein Punkt der auch geändert werden sollte bei einer Überarbeitung). So ist der einfache Zugang, unter Aufsicht eines Anglers mit Prüfung, der eben das nötige theoretische, und dazu das praktische Wissen, beisteuern und vermitteln kann, problemlos möglich. Und wenn der Begleiter Ahnung hat, dann wäre es auch kein großes Problem eine praxisnahe Prüfung mit dem dabei erworbenen Wissen zu bestehen, so das dort auch kein Grund zur Panik bestehen muss.
 
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magi

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Ein starker Gegner ist und bleibt immer ein informierter Gegner. Das Zitat "..Wissen ist Macht.." kommt nicht von ungefähr und da Deutschland nunmal ein "Scheinland" ist, ist ein schriftlicher Befähigungsnachweis hier mehr Wert als jahrelange Erfahrung. Muss keinem gefallen, ist aber so! Was spricht denn im Grundsatz gegen eine verbesserte, d.h. auch auf praxisrelevante Tätigkeiten abgestimmte Prüfung? Vielleicht würde das Ganze auch vielerorts anderes laufen, wenn man die entsprechenden Naturschutz- bzw. naturnahen Organisationen mal an einen Tisch setzt und zumindest versuchsweise ernsthaft anhört bzw. in Entscheidungen gewollt und nicht gezwungenermaßen mit einbezieht.
 

Ralle 24

User
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

..............

Das wir auch in diesem Punkt nicht einer Meinung sind, dass liegt vermutlich daran, dass ich Fische eben nicht bloß als "tumbes schwimmendes Gemüse" ansehe - so wie Du es an anderer Stelle schonmal geäußert hast.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden - für mich sind Fische allerdings Kreaturen, die einen gewissen Respekt geniessen & ich habe gelernt, dass ich ihnen auch bei der Tötung zum Verzehr und im Umgang mit ihnen - ganz allgemein - einen gewissen Respekt erweise.

Schwer zu sagen, was da "richtig" oder "falsch" ist - ich habe jedoch ganz persönlich dazu eine Meinung und auch eine Einstellung, die mich prägt - beim Angeln und beim Schreiben!

...und dafür brauche ich auch kein Gesetz - da geht es nur um das, was ICH selber für mich als richtig empfinde!...das kann natürlich jeder für sich anders sehen!

Bemerkenswert !

Du brauchst kein Gesetz um Dich richtig zu verhalten, der Rest der Deutschen aber schon.

Merkste eigentlich immer noch nix ??


Aber mit deinem "Gemüse-Spruch" wird die Anglerschaft sicherlich keine Sympathie & Akzeptanz im Volke finden (aber das ist nur eine spekulative Vermutung meinerseits!).

LG & Petri!


Ernie

Und selbstverständlich sind Fische schwimmendes Gemüse. Gut, das ist ein bisschen despektierlich und provokant ausgedrückt, aber es gibt bisher keine relevanten wissenschaftlichen Beweise, dass es anders ist. Im Gegensatz zu höheren Wirbeltieren.

Und diese meine Einstellung, werter Ernie - hat überhaupt nichts mit Respekt vor der Kreatur zu tun. Diesen Respekt erweise ich einem Tier, welches ich töte dadurch, dass es so schnell und sicher wie möglich über den Jordan gebracht wird.
Und so werden meine Fische nicht "betäubt" sondern mit dem ersten Schlag gründlich und in Sekundenbruchteilen getötet. Und der Aal - da hast Du mit Deinem Einwand natürlich Recht - bekommt das Messer ins Genick, ohne draufklopfen.

Und diesen Respekt erweise ich nicht nur Fischen, sondern jedem Lebewesen. Ich reiße auch keiner Fliege die Flügel bei lebendigem Leib aus, sondern töte sie mit einem Schlag (so ich das Vieh dann treffe). Ich streue in meinem Garten auch kein Gift, oder Salz auf Schnecken, obwohl das gem. Tierschutzgesetz straffrei ist. Und überzählige Maden, oder Würmer kommen bei mir nach dem anglen ins Gebüsch, wo sie sich verkriechen können, und werden nicht ins Wasser geworfen. Und Köderfische bleiben bis zum Ende des Angelns am leben und dürfen, wenn sie nicht verwendet werden, wieder schwimmen.

Also erzähl mir nix von Respekt.
Menschen, die gesetzliche Vorschriften brauchen um Tiere mit Respekt zu behandeln, die sind mir mehr als suspekt.




Wenn wir nun mit der Forderung nach "möglichst unbürokratischer Angelei" (heisst für mich: weg mit der Prüfung, einigen Gesetzen) kommen, liefern wir die Munition für Angelgegner doch frei Haus. Zudem muss die Angelei in einem gewissen Rahmen reglementiert sein, zu unserem eigenen Nutzen, in unserem eigenen Interesse. All das steht für mich gegen "wenig Bürokratie", die kann man sich anderswo schenken, aber nicht in unserem Land (mit seiner Bevölkerungs/Beton-Dichte und relativ wenigen Gewässern (Ausnahme bildet wohl nur Norddeutschland, aber dort leben, außer vielleicht in den Metropolen, recht wenige Menschen)).
Die Denke ist grundfalsch. Wir selbst erheben das Angeln in eine komplexität und einen Stellenwert, der der Realität in keinster Weise entspricht. Und wir setzen mit (fast) jeder Novellierung diverser Fischereigesetze noch einen drauf.
Bestes Beispiel:

Hier in Mittelfranken werden ab kommendem Jahr die Zügel seitens der Behörden kräftig angezogen:
- Weitgehendes Verbot aller über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehenden Schutzmaße (inkl. Küchenkorridore)
- Kein Mindestmaß mehr für Waller (kein einheimischer Fisch, muss komplett entnommen werden), auch in Vereinsweihern
- Kaum noch erweiterte Schonzeiten für Raubfisch

Und das alles in Verbindung mit der prinzipiellen Entnahmepflicht (die an Verbandsgewässern mittlerweile rigoros durchgesetzt wird, wenn die Ausrede Beifang ohne Verwertungsmöglichkeit nicht greift)

Und Tomasz hat das hier sehr schön und richtig zusammengefasst. Mein ganz besonderer Beifall für den blau markierten Bereich.#6


Hallo ernie und purist,
ich sehe das grundsätzlich anders. Wenn wir selbst die Hürde um zu angeln immer höher hängen werden "radikale Tierschützer" immer noch eins drauf setzen wollen. Denen geht es einzig darum, dass kein Tier sterben soll. Da ist es für die "radikale Tierschützer" natürlich viel einfacher nicht erst bei Null anfangen zu müssen, sondern schon weiter oben. Und da freuen die sich natürlich noch darüber, wenn sie statt eines starken Gegners auf vorauseilenden Gehorsam stoßen.
Jeder andere Mensch, egal ob Naturfreund oder nicht, der seinen gesunden Menschenverstand einsetzt wird nie im Leben solche harten Forderungen gegen Angler erheben, wie wir es selber tun. Ich habe Freunde, die aktive und engagierte Mitglieder im BUND oder dem NABU sind. Die sind völlig verwundert, wenn ich denen erkläre dass ich ihnen jetzt wigentlich nicht einfach die Angell überlassen könne, sondern sie dafür i.d.R. Lehrgänge, Prüfungen und Becheinigungen bräuchten. Da machen sie große Augen, denn sie brauchen für ihren Umgang und ihr Verständnis der Natur nichts von alledem.
Man muss nur in andere Länder Eurpoas schauen, die noch einen offenen und ungezwungenen Zugang zur Natur haben. Da wird mit gesundem Menschenverstand geangelt, ganz ohne Prüfung und ohne nennenswerte Angriffe von Tierschützern.
Was wir brauchen ist ein ungezwungenes und vernünftiges Verhältnis zur Natur. Das kann aber keine Prüfung schaffen. Das kann nur in den Köpfen selbst passieren. Und dazu braucht es Kinder und Erwachsene die Lust und Spaß daran haben sich überhaupt mit der Natur zu beschäftigen und sich in ihr zu bewegen. Bürokratische Hürden wie Lehrgänge, Prüfungen und Fischereischeine auf Zeit sind da eher hinderlich.
Nehmen wir das Beispiel Pilze suchen. Solange es so wie heute funktioniert, werden die Kenntnisse über Generationen weiter gegeben. Wenn es dazu irgendwann mal einer Prüfung bedarf und das Pilze suchen so eingeschränkt wird, werden diese Kenntnisse und Erfahrungen bald schwinden und es wird tatsächlich der Tag kommen, wo man zum eigenen Schutz nur mit einem Lehrgang und einer Prüfung in den Wald gelassen werden sollte.

Gruß

Tomasz
 

Ralle 24

User
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Diese ganzen "Welcher Fisch ist das, und dann eine Beschreibung der Eigenarten", das habe ich bei vielen Fischen schon lange vergessen. Sowas macht für mich nur bedingt Sinn, denn wenn ich Jahrelang nur in der Brassenregion angele werde ich da keiner Äsche, Bachforelle, ect. begegnen. Nasen oder Barben habe ich z.B. auch noch nie live gesehen weil es die hier einfach nicht gibt. Wie eine Barbe aussieht weiß ich aber von Fotos, genau das selbe mit einer Nase, da muss ich dann nicht auswendig lernen ob und wieviele Schlundzähne oder Schuppen sie haben. Da ist es dann halt wichtig ein kleines Bestimmungsbuch dabei zu haben oder eben bei unbekannten Fischen im Zweifel zurück weil möglicherweise geschützt. Wichtiger ist es das ich die Fische die ich täglich fangen kann auch kenne, und dafür ist eine Prüfung schon mal hilfreich um das beizubringen. und auch da nicht Schlundzähne oder so sondern eben Praxisbilder und bei Sachen wie Güster/Brasse, ect. dann mal mehr in die Tiefe weil nötig.

Ein Büchlein ist schick und praktisch, und eine gute Idee. In manchen BL mit Tourischein werden solche Infos anhand einer Broschüre mitgegeben. Das könnte man auch beim kaüflichen Erwerb eines Fischereischeins machen.


Das selbe mit der Rechtskunde. Die Leute müssen wissen wie sie sich zu verhalten haben. Ich habe schon oft genug erlebt das selbst Gastangler sich einen Scheißdreck darum kümmern welche Regeln in den Gewässern die sie als GAST befischen gelten. Die verstoßen munter gegen Regeln und sagen dann einfach wusste ich halt nicht, woher soll ich das denn wissen. Das es in den Unterlagen steht die sie zur Karte bekommen haben, oder eben in der Gewässerkarte die sie optional kaufen können und auf der dann die Gewässerspezifischen Regeln stehen, das ist denen egal. Die 5 Euro für eine Gewässerkarte sind zuviel, Gewässerspezifische Regeln interessieren nicht und die Grenzen der Angelerlaubnis, wozu braucht man die, man fragt einfach irgendjemanden und vertraut das die Antwort richtig ist.

Tschuldigung, aber die Leute, über die Du Dich zu recht aufregst, sind doch wohl überwiegend "geprüfte" Angler.
Zudem lernt man in einem Vorbereitungslehrgang keine Gewässerspezifischen Regeln. Die muss man sich vor Beginn des angelns aneignen. Geprüft oder nicht. Und wer das nicht macht, kann halt Probleme bekommen.


Bei so einer Haltung kann man nicht erwarten das sich die Leute, ohne Prüfungspflicht, selbst informieren. Und diese Haltung wird ja auch von vielen hier unterstützt, wenn ich da an die NDR Reportage denke wo sich viele Aufgeregt haben weil Angler für Verstoße belangt wurden die in den Unterlagen die sie bekommen haben klar drin stehen, die sie aber nicht interessiert haben oder die sie ignoriert haben.

Na und Du glaubt, die Informationen die diese Leute bei einem Lehrgang bekommen, würden dann mehr interessieren?

Es gibt aber noch weitere Gründe die für eine Prüfung sprechen,...........................
Die weiteren Gründe dienen der subjektiven Verbesserung von Technik und Fangchancen. Wieso bitte, muss das abgeprüft werden ? Das kann sich doch jeder freiwillig aneignen, wenn er möchte. Andere wählen halt lieber des Weg des Selbstprobierens, Na und, wen stört das, wem schadet das ?

Was Kontakte angeht, hat die Prüfung auch null Einfluss. Wer Kontakte will, besucht einen freiwilligen Kurs oder schließt sich direkt einem Verein an.
Wozu das noch durch eine Prüfung behindern ?
 

Ralle 24

User
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Vielleicht würde das Ganze auch vielerorts anderes laufen, wenn man die entsprechenden Naturschutz- bzw. naturnahen Organisationen mal an einen Tisch setzt und zumindest versuchsweise ernsthaft anhört bzw. in Entscheidungen gewollt und nicht gezwungenermaßen mit einbezieht.
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, bin ich sehr aktiv im Naturschutz und habe durchaus gute Kontakte.
Die Prüfung ist denen wurscht, bzw. wissen die um die Lächerlichkeit selbiger.
Was die stört ist die übermäßige Belastung sensibler Gebiete und vor allem die Besatzpolitik vieler Vereine.
Das sind die Punkte, an denen man arbeiten sollte, will man mit dem Naturschutz weniger Probleme haben.

Es ist ein Hirngespinst zu glauben, die Prüfung sei im Dialog mit dem Naturschutz ein Argument.
Und hinsichtlich des Tierschutzes schon dreimal nicht. Denen geht es um das Angeln an sich, geprüft oder ungeprüft, das wollen einige von denen abgeschafft haben.
 

Zoddl

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Die Denke ist grundfalsch. Wir selbst erheben das Angeln in eine komplexität und einen Stellenwert, der der Realität in keinster Weise entspricht. Und wir setzen mit (fast) jeder Novellierung diverser Fischereigesetze noch einen drauf.
Die Prüfung hebt das Angeln in keinster Weise in eine höhere Komplexität. Das ist weder mit den Inhalten, noch den Zielen der Prüfung begründbar. Du selbst empfindest die Prüfung als lächerlich, andere unnötig weil zu 'easy'.
Es ist ein Nachweis über ein Teil von Grundwissen in allen mich betreffenden Gebieten.


Und Tomasz hat das hier sehr schön und richtig zusammengefasst. Mein ganz besonderer Beifall für den blau markierten Bereich.#6
Und genau in diesem Teil sehe ich ja das Problem! Das vernünftige Verhältnis zur Natur ist nicht nur bei Angler und potentiellen Anglern zu "reparieren".
Da gehören bekanntermassen auch Gruppen dazu, die überhaupt nix mit Angeln am Hut haben.
 

Zoddl

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Was die stört ist die übermäßige Belastung sensibler Gebiete und vor allem die Besatzpolitik vieler Vereine.
Das ist ihr Aufhänger, mehr aber auch nicht.
Wie war das nochmal mit dem vom BUND oder NABU gekauftem klarem, saurem Moorgewässer, in das erstmal vorsorglich Karpfen besetzt wurden?

Konkret:
Wer Naturschützer ist, hat nicht automatisch die ausreichenden Kenntnisse den Naturschutz auch zu praktizieren. Da wird auch mehr gemosert, als tatsächlich zu Stande gebracht.
(auch wenn das, genau wie beim Angler(-verein) bei weitem nicht in jedem Fall zutreffend ist)
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralle 24

User
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Die Prüfung hebt das Angeln in keinster Weise in eine höhere Komplexität. Das ist weder mit den Inhalten, noch den Zielen der Prüfung begründbar. Du selbst empfindest die Prüfung als lächerlich, andere unnötig weil zu 'easy'.

Das ich die Prüfung für lächerlich halte, ist die eine Sache. Peinlich, aber nicht wirklich störend.
Wesentlicher ist der Fakt, dass sie in ihrer Lächerlichkeit eine unangemessene Hürde für Menschen ist, die sich für die Natur interessieren, oder zumindest dafür empfänglich sind.



Und genau in diesem Teil sehe ich ja das Problem! Das vernünftige Verhältnis zur Natur ist nicht nur bei Angler und potentiellen Anglern zu "reparieren".
Da gehören bekanntermassen auch Gruppen dazu, die überhaupt nix mit Angeln am Hut haben.
Selbstverständlich ist fehlendes Naturverständnis, entfremdung von der Natur und auch dem töten und schlachten, ein allgemeines, gesellschaftliches Problem.

Doch das löst man nicht mit aussperrenden Gesetzen, sondern durch möglichst einfache Einbeziehung. Und natürlich wird es immer welche geben, die sich einen Schei$dreck um die Natur kümmern und sich darin nur ohne Rücksicht bespaßen wollen. Mit oder ohne Prüfung, macht keinen Unterschied. Sehen und erleben wir jeden Tag.
 

Ralle 24

User
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Konkret:
Wer Naturschützer ist, hat nicht automatisch die ausreichenden Kenntnisse den Naturschutz auch zu praktizieren. Da wird auch mehr gemosert, als tatsächlich zu Stande gebracht.
(auch wenn das, genau wie beim Angler(-verein) bei weitem nicht in jedem Fall zutreffend ist)
100% Zustimmung.
 

magi

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Radikale Ansichten im Naturschutz gab und wird es immer geben-gleichermaßen gibt es radikale Ansichten einiger Angler bezüglich C&R etc..das spiegelt aber-Gott sei Dank-nicht die breite Masse wieder..Und Letzten Endes entscheiden nicht Greenpeace, NABU und co. über unsere Gesetzte am Wasser, sondern Politiker und Juristen, die diesen "Scheinstaat" ins Leben gerufen haben. Deshalb ganz klares ja zu einer (hoffendlich sinnvoller gestaltbaren) Prüfung. Und ich habe mittlerweile auch Verständnis für andere Angler, die sich von diversen Praktiken und Angelgruppierungen ganz klar distanzieren. Das gilt auch für Verbände.
 

Purist

Spinner alter Schule
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Man muss nur in andere Länder Eurpoas schauen, die noch einen offenen und ungezwungenen Zugang zur Natur haben. Da wird mit gesundem Menschenverstand geangelt, ganz ohne Prüfung und ohne nennenswerte Angriffe von Tierschützern.
Was wir brauchen ist ein ungezwungenes und vernünftiges Verhältnis zur Natur. Das kann aber keine Prüfung schaffen. Das kann nur in den Köpfen selbst passieren.
Hallo Tomasz,
du vergisst dabei das, was auch ich schon einige Male hier genannt habe. Deutschland ist das dichtbesiedelste Flächenland Europas, wir sind eine der führenden Industrienationen, noch immer vielfältig Warenproduktion im Land, wir haben mehr "Natur" mit Beton zugepflastert wie alle anderen vergleichbaren Länder, bei uns gibt es kaum echte Naturschutzgebiete, die meisten Waldflächen sind Nutzwald, wo regelmäßig abgeholzt und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten angepflanzt wird, naturbelassene Gewässer gibt es auch kaum. Das sind vielleicht noch einige verbliebene Bäche, direkt hinter der Quelle, schon im nächsten Ort geht's mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Betonröhre mit dem Bach.
Wild wird u.a. deshalb von Jägern erlegt, damit es der Landwirtschaft nicht in die Quere kommt.
Du spielst auf Länder wie z.B. die Niederlande an, dort sind, wie auch bei uns in Norddeutschland, unzählige Gewässer künstlich angelegt, aber es gibt sie in Massen (bei uns nicht). Länder wie Kanada, Schweden, Finnland, Norwegen, Russland oder auch Polen, taugen zu keinem Vergleich, dort leben kaum Menschen in vielfältig fast völlig unberührter Natur.

Wegen den oben genannten Dingen ist Naturschutz in Deutschland ein spezielles und durchaus wichtiges Thema, weil die echte, vom Menschen nicht beeinflusste, Natur bei uns eher mit der Lupe zu suchen ist.

Nehmen wir das Beispiel Pilze suchen. Solange es so wie heute funktioniert, werden die Kenntnisse über Generationen weiter gegeben. Wenn es dazu irgendwann mal einer Prüfung bedarf und das Pilze suchen so eingeschränkt wird, werden diese Kenntnisse und Erfahrungen bald schwinden und es wird tatsächlich der Tag kommen, wo man zum eigenen Schutz nur mit einem Lehrgang und einer Prüfung in den Wald gelassen werden sollte.
Pilze zu sammeln ist in der Alpenregion (z.B. Österreich) stark reglementiert, dort gibt es sogar "Pilzsammelverbote". Hier in Deutschland darf man rechtlich bestimmte Mengen pro Tag (als Privatperson), was gefährdete Arten betrifft, nicht überschreiten. Aber auch hier: Wo keine Kontrollen, dort ist's vielen egal. Ich suche selber ab und an Pilze und kann dir versichern, dass gar nicht die Suche (das absammeln von einer Stelle über Jahre hinweg) selbst den Beständen schadet. Es ist die Forstwirtschaft mit modernen Maschinen, die gerne so abholzt, dass selbst gute Vorkommen viele Jahre praktisch verschwinden, weil der Boden austrocknet. Auch mögen Monotkulturen die Artenvielfalt enorm dezimieren. Den Rest erledigt das Wetter, wo kein oder kaum Regen dort keine Pilze.

Die Prüfung wäre durchaus angebracht, wenn man die Zahl der Vergiftungen betrachtet. Aber der Pilz ist kein Tier und das sammeln bezieht sich nicht auf das Wurzelgeflächt, sondern auf den Fruchtkörper... Würde man eine Prüfung zum Apfel-, Brombeeren oder Weintraubenpflücken in Erwägung ziehen? Vermutlich nicht.
 

Tomasz

liest mit
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

...Du spielst auf Länder wie z.B. die Niederlande an, dort sind, wie auch bei uns in Norddeutschland, unzählige Gewässer künstlich angelegt, aber es gibt sie in Massen (bei uns nicht). Länder wie Kanada, Schweden, Finnland, Norwegen, Russland oder auch Polen, taugen zu keinem Vergleich, dort leben kaum Menschen in vielfältig fast völlig unberührter Natur...
Und weil dort weniger Menschen leben, ist es zulässig, dass "gefährliche" Subjekte wie Angler, Fischen ungeprüft den Garaus machen können und ohne jede nachgewiesenen Kenntnisse sich durch und in der Natur bewegen und angeln dürfen? Dieses Argument verstehe ich beim besten Willen nicht. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, das man dann in Skandinavien auch keine Fahrerlaubnis bräuchte:g.

...Hier in Deutschland darf man rechtlich bestimmte Mengen pro Tag (als Privatperson), was gefährdete Arten betrifft, nicht überschreiten. Aber auch hier: Wo keine Kontrollen, dort ist's vielen egal.
...
Die Prüfung wäre durchaus angebracht, wenn man die Zahl der Vergiftungen betrachtet. Aber der Pilz ist kein Tier und das sammeln bezieht sich nicht auf das Wurzelgeflächt, sondern auf den Fruchtkörper... Würde man eine Prüfung zum Apfel-, Brombeeren oder Weintraubenpflücken in Erwägung ziehen? Vermutlich nicht.
Genau richtig, es gibt gefährdete Pilz-Arten die nicht gesammelt werden dürfen und auch die Höchstmenge der anderen Arten ist auf den privaten Gebrauch beschränkt. Aber würde deshalb ein vernünftiger Mensch auf die Idee kommen, Sammlern dazu eine Prüfung abzuverlangen welche Arten sie sammeln dürfen und welche nicht oder ob sie nun abschnitten oder rausgedreht werden sollen? Nein. Das ist, wenn nötig in Gesetzen und Verordnungen geregelt und daran hat man sich zu halten. Wer dennoch Mist baut, den schützt Unwissenheit vor Strafe nicht.
Und warum soll es für das Pflücken von Obst dann keiner Prüfung bedürfen. Da kann man sowohl bei Kirschen stark daneben liegen und seine und die Gesundheit anderer gefährden. Zudem bewegt man sich auch beim Beernsammeln in der Natur und es wird einfach veraus gesetzt, dass man sich da vernünftig und mit Maß verhält.
Und nur weil die Industrie Raubbau betrieben hat und oftmals auch weiter betreiben darf, muss der Naturfreund, und dazu zählen sich viele Angler, jetzt die Zeche zahlen?

Gruß

Tomasz
 

angler1996

34Z Löffelschnitzer
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Vom Angler geht eine große Gefahr durch's Land, sagt es weiter!
Er kann seinen Nachbarn mit Blei beschießen
Er kann sich einen Haken in den Körper rammen
( der dann unter zu Hilfenahme von Hypnose entfernt werden muss)
Er kann einen Fisch nicht beim ersten mal richtig Töten
Er kann den Fisch verwechseln
Er kann ...

Die alles kann man mit einer Prüfung verhindern
:m
 

ernie1973

NICHT Mundtoter! ;)
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Vom Angler geht eine große Gefahr durch's Land, sagt es weiter!
Er kann seinen Nachbarn mit Blei beschießen
Er kann sich einen Haken in den Körper rammen
( der dann unter zu Hilfenahme von Hypnose entfernt werden muss)
Er kann einen Fisch nicht beim ersten mal richtig Töten
Er kann den Fisch verwechseln
Er kann ...

Die alles kann man mit einer Prüfung verhindern
:m
...ja - sind durchaus Punkte dabei, die zutreffen!

Deswegen u.a. HABEN wir die Prüfung auch meistenorts.

:m

;)

Ernie
 

Carp-MV

Member
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Vom Angler geht eine große Gefahr durch's Land, sagt es weiter!
Er kann seinen Nachbarn mit Blei beschießen
Glaube ich kaum, aufgrund falscher Montage wird er die erforderliche Reichweite wohl nicht erreichen.
Er kann sich einen Haken in den Körper rammen
( der dann unter zu Hilfenahme von Hypnose entfernt werden muss)
Auch eher unwahrscheinlich, der Angler wird wohl nicht in der Lage sein überhaupt die Packung zu öffnen.

Er kann einen Fisch nicht beim ersten mal richtig Töten
Keine Montage, kein Fisch....außer er versucht es mit ein paar Granaten.

Er kann den Fisch verwechseln
Er kann ...
Naja er weiß sicher nicht mal wie ein Fisch überhaupt aussieht, man kennt ja nur die fertigen Fischstäbchen und diese schwimmen leider nicht im Wasser rum.


Ach was liebe ich die Ironie.....:m
 

Purist

Spinner alter Schule
AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

Und weil dort weniger Menschen leben, ist es zulässig, dass "gefährliche" Subjekte wie Angler, Fischen ungeprüft den Garaus machen können und ohne jede nachgewiesenen Kenntnisse sich durch und in der Natur bewegen und angeln dürfen? Dieses Argument verstehe ich beim besten Willen nicht.
Solltest du aber, du bringst zwar das Führerscheinbeispiel, aber auf Ähnliches läuft es hinaus. In einem Land wo derart viele Menschen leben, wie hier, musst du gesetzlich mehr regeln wie in Regionen, wo es mehr Wölfe und Bären wie Menschen gibt. Ich glaube in Singapur sind die Strafen für "Fehlverhalten" Einzelner besonders krass. Die haben 7126 Einwohner, pro Quadratkilometer, wir in Deutschland 229, in Kanada sind es 3,4 , in Schweden 21 und in Russland 8. Einzig die Niederlande fallen mit über 400, was die Reglementierung der Angler betrifft, etwas aus dem Rahmen, aber dort hat auch fast jeder das Wasser vor der Tür.

Und ja, wenn du es genau wissen willst, die Natur nimmt in dünn besiedelten Ländern gewiss weniger Schaden wie bei uns, völlig egal wie dort, von Privatpersonen, geangelt wird, solange die nicht zu Sprengstoffen greifen.

Und nur weil die Industrie Raubbau betrieben hat und oftmals auch weiter betreiben darf, muss der Naturfreund, und dazu zählen sich viele Angler, jetzt die Zeche zahlen?
Du zahlst die Zeche für weit über 4000 Jahre Zivilisation auf dem heute deutschen Boden, für unsere wenigen Gewässer mit ihren alten Eigentumsverhältnissen, die komplett nicht mehr unberührte Natur (wir haben ausschließlich Kulturlandschaft, die Nationalparks und Naturschutzgebiete waren zuvor durchaus bewirtschaftet..) und für die hohe Bevölkerungsdichte im Vergleich zu unserem Gewässerbestand. Anders herum gesagt: Man könnte das Angeln, statt es für alle frei zu geben, auch gleich komplett verbieten und auf künstliche Forellenpuffs beschränken.

Dass wir Angler jedoch, über die Verbände, auch indirekt als Tier- und Naturschützer fungieren, das Hobby fördern und die Fischbestände erhalten (nicht nur zum Eigennutz), ist unsere stärke gegenüber jeglichen Verboten und das räumt uns sogar weitgehende Rechte ein. Die Prüfung abzulehnen heisst dann auch, dass alles abzulehnen, weil man es für "Unnützes Zeug" hält. Schließlich geht bei der Prüfung um nichts anderes: Zu bestätigen/nachzuweisen, dass man die Spielregeln verstanden hat, auch weiss was man anschließend am waidgerechten Haken hat und ob man da das Messer zücken darf oder man es rechtlich (eher: zum Artenschutz) lieber bleiben lassen sollte.
 

antonio

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AW: Umfrage: Sportfischerprüfung oder frei erwerbbare Anglerlizenz

@ purist

nehm doch nicht immer die extrembeispiele heraus.
es gibt genügend länder, die ähnliche einwohnerverhältnisse wie deutschland haben und da funktioniert es auch.
und selbst in deutschland alleine gibt es diesbezüglich riesen unterschiede was gewässerflächen oder einwohnerdichten anbelangt.
wenn man jetzt auf, deinen beispielen aufbauen würde, würde das z.bsp bedeuten meck-pom komplett prüfungsfrei und nrw da muß unbedingt ne prüfung her.
der angeldruck wird über erlaubnisscheine geregelt.

antonio
 
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