Video: Hechtangeln mit System - Einfach fängt!

Franz_16

Mitglied
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Schönes Video.
Habe mir oft überlegt so an der "fast" freien Leine mal einen Köfi aktiv anzubieten, bin nur nie dazu gekommen. Allerdings würde ich dies gerne mal in einem Stillgewässer ausprobieren. Ich habe da schon eine gute Stelle, wo ich es demnächst Mal testen werde. Wenn der Meter dabei rum kommt geht das nächste Bier auf mich ;)
Ja, das geht natürlich auch im Stillgewässer. Wenn man etwas "Tiefe" machen muss kann man natürlich auch ein kleines Kugelblei, gibts ja in 3, 5, 10g und so weiter vorschalten.

Ein 88-jähriger Angler hat mir erzählt, dass er schon in den 1950er Jahren so geangelt hat. Darüber ob man 1x7 oder 1x19 oder 7x7 Stahl nimmt musste man sich damals übrigens keinen Kopf machen.

Als Vorfach wurden Ketten eingesetzt und zwar solche kleinen Stahlkettechen wie sie oftmals heutzutage noch am Stöppsel der Badwanne montiert sind. Fand ich auch kurios - aber gehalten hat das sicherlich ;)
 

PirschHirsch

Well-Known Member
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Wenn man etwas "Tiefe" machen muss kann man natürlich auch ein kleines Kugelblei, gibts ja in 3, 5, 10g und so weiter vorschalten.
Genau - ist dann quasi auch nix Annersches als ein C-Rig.

Wobei es bei einem vorgeschalteten Laufblei bzw. Bullet schon besser ist, dieses auf einem dazwischengeknoteten Stück Mono oder FC (mindestens 0,35 mm, besser 0,40 mm) laufen zu lassen - auch relativ dickes Geflecht kann es ansonsten ziemlich schnell anhobeln.

Insbesondere bei normalen Billig-Bleikugeln, deren Innenkanal sehr häufig sehr rau ist.

Teure Tungsten-Bullets etc. braucht es dafür aber definitiv nicht, da reichen ganz normale Kugelbleie.

Statt Kugelblei kann man bei weicherem Grund im Stillwasser auch sehr gut einen (Forellen-) Bodentaster zum Aktiv-Köfieren verwenden - finde ich besser als ein Tirolerholz, da der vergleichsweise schneller/leichter vom Grund abhebt.

Da gibt es praktischerweise ja auch Modelle mit austauschbaren Schraub-Endgewichten (z. B. von Balzer im Set) - damit kann man dann sehr flexibel reagieren. Also so etwas:

https://www.gerlinger.de/balzer-sortimnet-bodenabtaster-1

Kommt vor allem auch bei Kälte super, da damit eine extrem langsame und "subtile" Köderführung möglich ist - so ein Taster muss nicht erst ruckartig aus dem Schlamm rausgerissen werden, sondern bewegt sich schon bei leichten Impulsen ohne großartige Randale.

So kann man da auch relativ hohe Gewichte auf relativ weichem Grund verwenden, wenn z. B. mal eine höhere Wurfweite erforderlich sein sollte.

Und wenn man grade mal keinen Bock zum Zupfen hat:

Einfach die ausgeworfene Montage ganz normal ne Weile liegen lassen und den Bügel aufmachen (ggf. die Schnur dann noch in einem Haushaltsgummi einklemmen etc.)

---> dann wird der Taster sozusagen zum Ledger Stem.

So kann das System trotz längerer Kaffeepause etc. immer im Wasser bleiben und fangen - was mit Kukös zumindest vom Ufer aus oft nur sehr bedingt bis gar nicht funktioniert (eine "tote Vertikalrute" wie beim Bootsangeln fällt da halt häufig flach).

Auch ein Aspekt, den ich an aktiv geführten Naturködern beim Uferangeln sehr schätze - man kann bei Bedarf trotz Pause einwandfrei weiterangeln, weil die Spinne dann direkt zur Ansitzrute wird.

Darum habe ich bei dieser Methode auch immer so einen kleinen billigen Reinsteck-Klapp-Rutenhalter (so ein "Hülsendings" mit kurzem Klapp-Erdspeer) dabei

--> dann liegt die Rute nicht im Dreck, Schnurabzug bei Biss geht leichter, Astgabelsuche etc. entfällt auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Klasse Vorstellung.

Ich fische diese Methode auch. In der Regel mit Barschen als Köderfischen, da diese auch nach der Truhe sehr zäh sind. Habe auch festgestellt, dass die Köfis bei einer weichen Rute und kleinen Abmessungen (geringes Gewicht) deutlich länger am Haken halten.
 

Franz_16

Mitglied
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@SigmundFreud
Stimmt, Barsche sind mit die zähesten Köfis und fangen darüberhinaus auch ziemlich gut Hecht. Früher hat man ja öfter mal gehört man müsse die Stacheln (Rückenflosse) der Barsche wegschneiden. Das dürfte sich aber mittlerweile rumgesprochen haben, dass man sich das sparen kann. Stört einen Hecht nicht im geringsten.


Wegen der Befestigung des Köderfisches beim einfachen Hecht-System:
Wenn man schwerer angelt und wert darauf legt dass der Köfi länger hält kann man auch die Montage etwas umbauen. Man nimmt dann ein ganz einfaches Stahlvorfach mit Wirbel und Karabinder am Ende.

Dann zieht man eine Schlaufe aus dicker Monoschnur durch den Fischkopf und hängt diese in den Karabiner ein. Der Köderfisch hängt dann Quasi direkt am Wirbel - verbunden über eine Schlaufe aus dicker Mono.

Den Drilling befestigt man dann einfach wie einen Stinger/Zusatzdrilling beim Gummifisch in der Flanke des Köders.
Der Druck auf den Köderfisch wird so durch die Mono-Schlaufe gut abgefangen, außerdem "reißt" die Dicke Mono den Köderfisch nicht aus.

Aber eins ist auch klar: Am besten ist es, wenn man diese ganzen Tricks nicht braucht, weil es nicht die erfolglosen "Würfe" sind die den Köderfisch zerlegen - sondern im besten Fall natürlich direkt die Hechte :q
 
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Um das Ganze etwas zu verkomplizieren noch eine Art der Anköderung.

Fische ich in hindernisfreien Gewässern ködere ich den Köfi gelegendlich auch auf folgende Art an:
Mit einer Ködernadel ziehe ich ein Vorfach, andem direkt eine Drilling angeknüpft ist, vom After an durch den Fisch zum Maul. Damit sitzt der Drilling im hinteren Drittel des Fisches. Der so angeköderte Köfi zeigt dann eine Tendenz zu rollieren, sprich sich bei konstanter Schnurnahme um die Längsachse zu drehen. Das kann gewünscht sein, oder lässt sich verhindern, indem ein Holzspieß der etwa 3/4 der Köfilänge hat, vom Maul her eingeführt wird. Ist der Spieß nicht zu lang oder zu kurz, sieht das auch schön natürlich aus.

Dazu beschwere ich das System wie Franz.

Bei dieser Art der Anköderung ist aber zu bedenken, dass ein auf Grund gesunkener Köfi mit dem Drilling im hinteren Drittel, bei mir beim Starten, mehr Hänger produziert als durch die Anköderung am Maul. Trotzdem, eine wie ich finde, schöne Variante.
 

Thomas9904

Well-Known Member
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Aber eins ist auch klar: Am besten ist es, wenn man diese ganzen Tricks nicht braucht, weil es nicht die erfolglosen "Würfe" sind die den Köderfisch zerlegen - sondern im besten Fall natürlich direkt die Hechte :q
So geil!!!
#6#6#6
 

Franz_16

Mitglied
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Der so angeköderte Köfi zeigt dann eine Tendenz zu rollieren, sprich sich bei konstanter Schnurnahme um die Längsachse zu drehen. Das kann gewünscht sein, oder lässt sich verhindern, indem ein Holzspieß der etwa 3/4 der Köfilänge hat, vom Maul her eingeführt wird. Ist der Spieß nicht zu lang oder zu kurz, sieht das auch schön natürlich aus.
Das mit dem Holzspieß ist natürlich auch ein guter Trick. So einfach - und doch genial ;)
Danke dafür.

Ich mag keine rotierenden Köder (passiert auch bei Gummifischen wenn der Bleikopf zu leicht ist). Den Fischen scheint das einigermaßen egal zu sein, aber mir als Angler gefällts nicht - und das ist ja auch nicht unwichtig.

Da sind ja jetzt echt schon einige "Transformationen" des Systems zusammengekommen - sehr schön #6
 

Bronco84

Allrounder
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Hab das System auf Anraten eines Freundes letztes Jahr mal an einem Flüsschen in „meinen“ holländischen Heimatgewässern getestet.
Nach 10 min nen 81 Hecht. Funzt super.
Gruß Bronco.
 

Sprantaler

New Member
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Danke für das schöne Video. Großes Lob für die "Aufmachung", einfach das detailreich erklärt um was es geht. Ohne mega Musik, welche manche anscheinend unbedingt brauchen. Weniger kann manchmal mehr sein!

Gruß

michl
 

Köppi67

Member
AW: Video: Hechtangeln mit System - Einfach fängt!

Hallo Franz,

auch von meiner Seite danke für die Vorstellung dieser einfach-genialen Angelmethode.

Eine Frage habe ich: Wie lang sollte das Stahlvorfach sein?
Genügen 30 cm, oder eher in Richtung 50 cm ?

Gruß und danke vorab, Köppi67
 

Franz_16

Mitglied
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Hallo Franz,

auch von meiner Seite danke für die Vorstellung dieser einfach-genialen Angelmethode.

Eine Frage habe ich: Wie lang sollte das Stahlvorfach sein?
Genügen 30 cm, oder eher in Richtung 50 cm ?

Gruß und danke vorab, Köppi67
Hallo Köppi67,
zu Raubfischvorfächern gibt es natürlich unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Siehe dazu auch:
https://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=334622

Ich persönlich nehme ein 1x7 Stahlvorfach, gequetscht mit einer Länge von gut 50cm. Wahrscheinlich würde ein 30cm Vorfach auch gehen - nur sehe ich bei dieser Art der Angelei in einem kürzeren Vorfach keinen wesentlichen Vorteil. Von daher: Lieber länger als kürzer ;)
 

Piketom

Member
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Danke dafür Franz!

Das ist genau was ich in anderen Trööts meinte...ein oldschool System was rockt und fängt:)

Ist ja im Grunde das Drachkovitsch,nur variabler gestaltet.

In der Blinker oder auch der F&F war vor kurzem ein "Duell",wo ein sehr erfahrener Angler mit diesem System allen anderen quasi gezeigt hat was gehen kann.

Ich werde das System dieses Jahr wohl nur noch anwenden und verabschiede mich vom Gummi.;)
 

HD1

Member
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Hallo Franz,geniale einfache Methode die wir auch schon früher eingesetzt hatten.Wir haben aber kein Blei verwendet sondern auf die Hauptschnur eine Glaskugel gezogen.Hauptsächlich fischten wir auf Forellen und Döbel mit Wurm und Grashüpfer aber auch kleine Fische und Streamer.Wir nannten diese Methode Durchtreiben.Schön das man wieder daran Errinnert wird wie einfach doch das Angeln eigentlich gestaltet werden kann ohne soviel grimsgrams.
DANKE sg Christian
 

Köppi67

Member
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Danke Franz für die schnelle und kompetente Antwort !

Gruß Köppi67|wavey:
 

hecht99

3x99cm, noch keinen Meter
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Kleiner Tipp am Rande. Wie Franz angemerkt hat sind längen ab 50 cm zu bevorzugen. Manchmal rollen sich die hechte ins Vorfach ein und dann sind 50er schon angebracht. Ich fange meist mit 70ern an, aber nur aus dem Grund das man es bei knicken knapp über den Haken noch 1 oder 2 mal kürzen kann. Außerdem ist ein dünnes Stahlvorfach unauffälliger als die meist farbige geflochtene Schnur. Deshalb lieber ein wenig länger außer man färbt die Geflochtene mit Edding oder schaltet ein Stück Mono oder Fluo dazwischen
 

Franz_16

Mitglied
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Hallo Franz,geniale einfache Methode die wir auch schon früher eingesetzt hatten.Wir haben aber kein Blei verwendet sondern auf die Hauptschnur eine Glaskugel gezogen.Hauptsächlich fischten wir auf Forellen und Döbel mit Wurm und Grashüpfer aber auch kleine Fische und Streamer.Wir nannten diese Methode Durchtreiben.Schön das man wieder daran Errinnert wird wie einfach doch das Angeln eigentlich gestaltet werden kann ohne soviel grimsgrams.
DANKE sg Christian
Das mit der Glaskugel als Bleigewicht-Ersatz ist ein sehr guter Hinweis. Danke. Kenne Glasgewichte vom Forellensee-Angeln, so weit gedacht dass man die auch hier zweckentfremden könnte habe ich aber auch noch nicht ;) Glas ist recht unauffällig, und bietet auch ein anderes Absinkverhalten.
 
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