Viele Bisse, wenig Fisch. Ansitz nachts Aal

Hechtler11

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Hi an Alle,

Ich hab mich letztens Jahres das erste Mal in meinem Leben mit dem Aalangeln auseinander gesetzt und mich deshalb mehrere Mal nachts an mein Gewässer auf Pirsch begeben.
Obwohl es sehr viel Spaß machte und auch jede Nacht Bisse erfolgten (meistens ab 23 bis 2 Uhr morgens), verwandelte ich nur wenig davon.

Kurz zur Angelmethode und zum Gewässer.

Geangelt wurde mit zwei Grundmontagen mit einmal Tiroler Hölzl und die andere Rute bestückt mit einem Ledger Boom. An beiden Ruten waren entweder ganze, kleine Köderfische oder Fischfetzen als Köder angebracht. Eine Rute mit 0.28mm monofil, die andere mit 0.35mm monofil bestückt. Als Vorfach kam immer ein 6kg 7*7 Stahl von Zeck ran. Hakengröße 4 bis 1. Je nachdem.
Das Gewässer ist groß (120ha), klar und generell schwierig zu benageln. Gefischt wurde eine Rute auf 1,5m, die andere auf 7 Meter Tiefe.

Mein Problem bestand darin, dass die Fische extrem spitz bissen. Das hat sich über das Jahr auch nicht gelegt. Der Fisch zog immer gut Schnur, ließ den Köder jedoch oft wieder los.
Freilauf und so weiter benutze ich nicht. Der Fisch kann frei Schnur nehmen, wenn er will, da mit offenem Rollenbügel gefischt wird. Habe versucht so wenig wie möglich Widerstand in die Montage einzubauen. Trotzdem blieb die Ausbeute mager.

Im See ist viel und auch wirklich hohes Kraut vorhanden. Meint ihr, das könnte irgendwie ne Rolle spielen? Dass die Schnur zwischen dem Kraut einen erhöhten Widerstand bietet, wenn der Fisch abzieht? Habt ihr generell noch Verbesserungsvorschläge bezüglich Montage usw?
 
Geangelt wurde mit zwei Grundmontagen mit einmal Tiroler Hölzl und die andere Rute bestückt mit einem Ledger Boom. An beiden Ruten waren entweder ganze, kleine Köderfische oder Fischfetzen als Köder angebracht. Eine Rute mit 0.28mm monofil, die andere mit 0.35mm monofil bestückt. Als Vorfach kam immer ein 6kg 7*7 Stahl von Zeck ran. Hakengröße 4 bis 1. Je nachdem.
Grundlegend hört sich das doch schon mal recht vernünftig an. (Auch wenn 0,28er für mich die absolut unterste Grenze wäre, auch in Stillgewässern)
Wie schwer waren deine verwendeten Bleie? Auf welche Entfernung wurde gefischt?
Wie lange waren die Vorfächer und wo am Köfi war der Haken platziert?

Mein Problem bestand darin, dass die Fische extrem spitz bissen. Das hat sich über das Jahr auch nicht gelegt. Der Fisch zog immer gut Schnur, ließ den Köder jedoch oft wieder los.
Wie viele Meter Schnur hast du den Fisch denn ca laufen lassen?
Und wie wahrscheinlich ist es, dass es Aalbisse waren und nicht doch andere Räuber?
Zu welcher/welchen Jahreszeiten hattest du das Gefühl, dass die Aale so spitz gebissen haben?


Im See ist viel und auch wirklich hohes Kraut vorhanden. Meint ihr, das könnte irgendwie ne Rolle spielen? Dass die Schnur zwischen dem Kraut einen erhöhten Widerstand bietet,
Ja, das kann natürlich Probleme machen.


Also eines vorab, eine Ferndiagnose ist schwer bis unmöglich.
Daher sind meine Tipps nun auch sehr allgemein.

Im zeitigen Frühjahr und Frühjahr können Aale schon mal spitz beißen aber auch nicht immer!
Im weiteren Frühjahr, Sommer und Herbst beißen die Aale in der Regel eher vehement als spitz und nehmen den Köder auch oft an Ort und Stelle bevor der Abzug erfolgt.

Was du also probieren kannst ist:
Früher anhauen bevor der Fisch wieder loslassen kann.
Kommen wieder Fehlbisse, dann den Hakensitz am Köder verändern, den Köder kleiner wählen, oder den Köder wechseln, zum Beispiel auf Wurm. Eben alles so konzipieren, dass der Anhieb kurz nach der Köder-Aufnahme erfolgen kann.
Evtl. Ist dein Blei zu leicht, so dass der Fisch das Blei bewegen kann und hoppeln spürt.
Schwerere Blei funktionieren oft besser als zu leichte.
Andere Montage wählen zum Beispiel eine Posenmonatge.
Auch die Vorfachlänge kann bei der Grundmontage einen Unterschied machen, in der Bisserkennung sowieso, aber auch in der Bissverwertung.

Wie bereits geschrieben, Aale schlucken den Köder oft schon an Ort und Stelle. Wenn du den Fisch dann noch ziehen lässt, so müssten zumindest einige der abziehenden Fische bereits sehr tief gehakt sein. Daher könnte es sich auch gut um andere Fische handeln.

Oder aber ihr habt viele Schnürsenkel im Gewässer, welche den Köder nicht so leicht bewältigen können.
Gleiches gilt falls ihr viel Spitzköpfe im Gewässer habt. Auch in diesem Fall kommt es bei der Verwendung von Köfi oder Fischfetzen oft zu Fehlbissen.

Der Köderwechsel auf wirklich kleine Fischfetzen, oder auf Wurm bringt hier dann relativ schnell Licht ins Dunkel.
 
@sir.toby:

Danke für die ausführliche Antwort.

Beim Tiroler Hölzl sind 30gr. Beim Ledger Boom glaub 60gr. Da wollt ich einen sicheren Stand, weil ich mir einbildete, dass mit schwerem Blei der Ledger Boom besser im Wasser steht und somit besser die Schnur umlenkt.

Entfernung bei beiden Ruten jeweils ca. 20m entfernt vom Ufer.
Vorfacher sind ca. 60-70cm lang. Ziehe den Köderfisch mit Ködernadel auf platziere den Haken am Kiemendeckel. Den Haken bei den Fischfetzen (meistens Schwanstück) steche ich durch Schwanzwurzel.


Wie lange ich den Fisch hab laufen lassen, war immer unterschiedlich, aufgrund der vielen Fehlbisse. Was ich sagen kann, ist, dass immer "ordentlich" und zügig Schnur von der Rolle ging. Krebse gibts viele im See, aber ich wie schnell nimmt denn ein Krebs Schnur von der Rolle?
Ich habe auch zwei Bisse letzten Jahres verwerten können. Aber das ist anhand der Anzahl an Bissen doch eine recht magere Ausbeute.
Waller habe ich viele gefangen, aber beißen diese vorsichtig? Zander gibt es im See soweit ich weiß keine. Zu klares Wasser.....

Ich war zwischen Juli und September mehrere Nächte am Wasser. Nachdem ich einmal wirklich lange wartete (1min) hing der Fisch fest in einem Gegenstand und ich verlor diesen. War mir damals schon sehr sicher, dass es ein Aal war.

Werd ich beherzigen. Sind gute Ratschläge. Nachdem was ich über den Aal laß, schlug ich auch am Anfang zügig an, was allerdings Fehlbisse hervor rief. Wenn der Aal meistens schon an Ort und Stelle frisst und danach abläuft und ich ins leere Schlage, liegt es vielleicht an einem zu großen Einzelhaken (1)?!

Ich werde dieses Jahr mal rumprobieren.
 
ich habe dieses phänomen im letzten jahr auch kennengelernt, zu meiner überraschung waren es rapfen - gibt es die bei dir?? diese nahmen den köfi und dampften erstmal ab wie die feuerwehr, den großteil dieser bisse konnten wir gar nicht verwerten. diese fische jagen bekanntlich in trupps und ich könnte mir vorstellen, dass der (in unserem falle wohl zu große) köfi erstmal nur festgehalten wurde um sich damit vor den restlichen fischen zu verpieseln. das ist aber nur meine theorie auf dieses verhalten...

ich könnte mir ansonsten auch krebse oder aber schildkröten vorstellen.
 
Hechtler11

Vielleicht handelt es sich bei deinen Bissen um Zanderbisse ..... ist eine Möglichkeit
die mir dazu einfällt.
 
Danke für die ausführliche Antwort.
Gerne, dafür ist ein Forum doch da!

Beim Tiroler Hölzl sind 30gr. Beim Ledger Boom glaub 60gr. Da wollt ich einen sicheren Stand, weil ich mir einbildete, dass mit schwerem Blei der Ledger Boom besser im Wasser steht und somit besser die Schnur umlenkt.

Entfernung bei beiden Ruten jeweils ca. 20m entfernt vom Ufer.
Das Hölzl wäre mir definitiv zu leicht, das andere Blei sollte passen. Je nach Form des Bleis und Auftrieb des Ledger Stemps.

Je größer die Entfernung, desto schwerer wähle ich auch das Blei.

Bei einer Entfernung wie du sie fischt, wähle ich flache Bleie, ohne jeglichen Auftriebskörper ab 40g aufwärts. Eher Richtung 60g
Das ganze hängt natürlich auch etwas vom Gewässergrund ab.
Fische ich mit Auftriebskörper am Blei, dann wähle ich entsprechend schwerere.

Du kannst kannst im Umkehrschluss auch sehr leicht fischen, damit der Fisch möglichst wenig spürt.
Das heißt ein Hölzl in nur 10g oder einen Spirolino als Gewicht. Hier dient das Gewicht mehr oder weniger nur zum Werfen und einer minimalen Verankerung am Grund.

Allerdings bekommt man so die Bisse eher verzögert mit, Fallbisse sind so noch schwieriger zu erkennen.
Und Fische schlucken oft.
Was nicht gerade schön ist.

Vorfacher sind ca. 60-70cm lang. Ziehe den Köderfisch mit Ködernadel auf platziere den Haken am Kiemendeckel. Den Haken bei den Fischfetzen (meistens Schwanstück) steche ich durch Schwanzwurzel.
Das sollte soweit passen.


Waller habe ich viele gefangen, aber beißen diese vorsichtig? Zander gibt es im See soweit ich weiß keine. Zu klares Wasser.....
Bei Waller gibts auch solche und solche. Aber selbst kleine Waller hängen in der Regel relativ schnell.
Fehlbisse des Wallers erkennt man oft daran, das der Köfi wie abgeschuppt ist.

Falls da mal Zander besetzt wurden, könnten es auch diese sein.
Bei so vielen Bissen hätte da aber auch schon längst mal einer hängen geblieben sein müssen.
Auch Zander unter 50cm verputzen einen 15cm Köfi in null Komma nichts.
Und du müsstest Zahnabdrücke am Köfi sehen, oder dass er zerfetzt ist.

Barsche schuppen den Köfi auch etwas. Aber da sind Bisse auf toten Köfi am Grund eher die Seltenheit.

Krebse könnten es sein.
Manche ziehen da schon Schnur von der offenen Rolle, der Zug ist eher langsam und gleichmäßig.
Aber auch hier kommt der Köfi dann oft zerfetzt oder ausgehöhlt zurück.
Die stehen meist nur auf die Innereien.

Ich war zwischen Juli und September mehrere Nächte am Wasser. Nachdem ich einmal wirklich lange wartete (1min) hing der Fisch fest in einem Gegenstand und ich verlor diesen. War mir damals schon sehr sicher, dass es ein Aal war.
In der Zeit sind Aale richtig am Fressen. Mit kleineren Ködern, kann man die dann sogar mit Festblei-Montagen fangen.

Einen Aal eine Minute ziehen zu lassen ist immer mit immensen Risiko verbunden.
Deshalb lieber kleinere Köder, einen frühen Anhieb und Kompromiss raus damit.

liegt es vielleicht an einem zu großen Einzelhaken (1)?!
Am 1er Haken hat es sicher nicht gelegen.
Ich nutze da auch je nach Model zwischen 2er und 2/0er, wenn ich mit Köfi angle.

Beim Wurm zwischen 4er und 1er.

Welche Aale hast du denn gefangen? Waren es Spitzkopfaale oder Raubaale?

Was du so erzählst hört sich immer mehr nach Aal an! Aber entweder eben Spitzköpfe oder sehr kleine Aale.
Und die schaffen einen Köderfisch oder Fetzen oft nicht so schnell.

Versuchs mit Wurm! Dann siehst was los ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Solche Runs können auch köfi-fressende Karpfen sein.

Kommt bei uns regelmäßig vor (vor allem nachts), die löten sich alles rein. Mit typischen Zanderköfis am Dünnstahl haben die gar kein Problem.

Wenn der Haken dann nicht packt, zieht man einem Karpfen den Köfi potenziell fast unbeschädigt wieder aus dem Hals (falls denn der Köfi entsprechend "fest" montiert ist, natürlich - plus schneller Anschlag).

Bleiben aber oft genug richtig hängen und machen dann Disco.

Bei Krebsen und auf Grund liegendem Köfi gibt's meiner Erfahrung nach kaum Abzug, sondern nur kleine, aber häufige Impulse.

Sieht man an ner Pose genau, wenn die auf einmal auf der Stelle rumzuckt. Dann frönen die Scherenmonster (bei uns je nach Gewässer Signaler oder Sumpfer) ihrem Ausweidefest.

Ein E-Bissi stottert dann entsprechend los, während die Schnur quasi nicht rausläuft.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe dieses phänomen im letzten jahr auch kennengelernt, zu meiner überraschung waren es rapfen - gibt es die bei dir?? diese nahmen den köfi und dampften erstmal ab wie die feuerwehr, den großteil dieser bisse konnten wir gar nicht verwerten. diese fische jagen bekanntlich in trupps und ich könnte mir vorstellen, dass der (in unserem falle wohl zu große) köfi erstmal nur festgehalten wurde um sich damit vor den restlichen fischen zu verpieseln. das ist aber nur meine theorie auf dieses verhalten...

ich könnte mir ansonsten auch krebse oder aber schildkröten vorstellen.
Ne Rapfen gibts im See keine. Ist ein klassischer klarer Baggersee mit typischen Fischarten wie Hecht, Schleie, Barsch....waller wurden vor 40 Jahren mal besetzt. Keiner weiß wieso. Exoten gibts im Gewässer eigentlich keine.

Aber das was du beschreibst, hab ich genauso auch erlebt. Richtige Runs, gut Schnur von der Rolle genommen, Anschlag gesetzt und ins Leere. Hab dann sukzessive die Wartezeit verlängert bis ich solange wartete bis der Fisch stand. Dann allerdings verlor ich zwei Fische, weil sie fest waren. War zum Mäusemelken.

Aber den Eindruck, dass zur Bewältigung des Köderfischs erstmal Schutz gesucht wurde, hatte ich auch.

Schildkröten ist noch ne Idee. Haben wir relativ viele am See und hab ich auh schon gefangen. Allerdings mit Pose und Wurm. Allerdings sehen die Köder danach eigentlich wie neu aus.....
 
Hechtler11

Vielleicht handelt es sich bei deinen Bissen um Zanderbisse ..... ist eine Möglichkeit
die mir dazu einfällt.
Mhhh vielleicht. Das Gewässer war mal, als noch gebaggert wurde, ein ausgezeichnetes Zandergewässer. Das ist allerdings rund 40 Jahre her. Nachdem das Gewässer aufklarte, gingen die Zander stark zurück und ich kenne am See keinen, der die letzten Jahre einen Zander fing. Obwohl, doch einen älteren Herrn hatte ich letztes Jahr kennen gelernt. Der hatte mir erzählt, dass er nachts auf Aal geht und auch einen Zander fing. Hab das aber irgendwie nicht glauben wollen. Es wurden auf jeden Fall mal irgendwann welche besetzt vor Jahren, aber bei der Größe des Sees war das ein Tropfen auf den heißen Stein, denk ich mir zumindest.

Was ich noch zu den Bissen sagen kann, ist, dass die Fische sehr "pingelig" waren. Also mit Freilauf oder selbst Schnurclip an der Rute war nix zu holen. Da wurde wieder losgelassen. Stetiger Abzug erfolgt nur mit offener Rolle und ganz leichtem Einhänger in der Schnur
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerne, dafür ist ein Forum doch da!


Das Hölzl wäre mir definitiv zu leicht, das andere Blei sollte passen. Je nach Form des Bleis und Auftrieb des Ledger Stemps.

Je größer die Entfernung, desto schwerer wähle ich auch das Blei.

Bei einer Entfernung wie du sie fischt, wähle ich flache Bleie, ohne jeglichen Auftriebskörper ab 40g aufwärts. Eher Richtung 60g
Das ganze hängt natürlich auch etwas vom Gewässergrund ab.
Fische ich mit Auftriebskörper am Blei, dann wähle ich entsprechend schwerere.

Du kannst kannst im Umkehrschluss auch sehr leicht fischen, damit der Fisch möglichst wenig spürt.
Das heißt ein Hölzl in nur 10g oder einen Spirolino als Gewicht. Hier dient das Gewicht mehr oder weniger nur zum Werfen und einer minimalen Verankerung am Grund.

Allerdings bekommt man so die Bisse eher verzögert mit, Fallbisse sind so noch schwieriger zu erkennen.
Und Fische schlucken oft.
Was nicht gerade schön ist.


Das sollte soweit passen.



Bei Waller gibts auch solche und solche. Aber selbst kleine Waller hängen in der Regel relativ schnell.
Fehlbisse des Wallers erkennt man oft daran, das der Köfi wie abgeschuppt ist.

Falls da mal Zander besetzt wurden, könnten es auch diese sein.
Bei so vielen Bissen hätte da aber auch schon längst mal einer hängen geblieben sein müssen.
Auch Zander unter 50cm verputzen einen 15cm Köfi in null Komma nichts.
Und du müsstest Zahnabdrücke am Köfi sehen, oder dass er zerfetzt ist.

Barsche schuppen den Köfi auch etwas. Aber da sind Bisse auf toten Köfi am Grund eher die Seltenheit.

Krebse könnten es sein.
Manche ziehen da schon Schnur von der offenen Rolle, der Zug ist eher langsam und gleichmäßig.
Aber auch hier kommt der Köfi dann oft zerfetzt oder ausgehöhlt zurück.
Die stehen meist nur auf die Innereien.


In der Zeit sind Aale richtig am Fressen. Mit kleineren Ködern, kann man die dann sogar mit Festblei-Montagen fangen.

Einen Aal eine Minute ziehen zu lassen ist immer mit immensen Risiko verbunden.
Deshalb lieber kleinere Köder, einen frühen Anhieb und Kompromiss raus damit.


Am 1er Haken hat es sicher nicht gelegen.
Ich nutze da auch je nach Model zwischen 2er und 2/0er, wenn ich mit Köfi angle.

Beim Wurm zwischen 4er und 1er.

Welche Aale hast du denn gefangen? Waren es Spitzkopfaale oder Raubaale?

Was du so erzählst hört sich immer mehr nach Aal an! Aber entweder eben Spitzköpfe oder sehr kleine Aale.
Und die schaffen einen Köderfisch oder Fetzen oft nicht so schnell.

Versuchs mit Wurm! Dann siehst was los ist!
Gut, die Hölzl hab ich in allen Gewichten zu Hause, da probier ich dieses Jahr mal etwas schwerer.

Ich muss auf die Auftriebskörper zurück greifen, da der See am Grund viel Kraut aufweist. Ich hab die Vorstellung, wenn ich die Schnur über das Kraut hinwegführe, dass damit der Fisch weniger argwöhnisch wird.

Was ich sagen kann, ist, dass die Waller fast immer hingen beim Anschlag. Nur die andere Fischart war zickig. Haken saßen auch immer schön vorne beim Waller, was vielleicht darauf hindeutet, dass die Köder, obwohl ich sie eigentlich bewusst klein gewählt habe, für die Aalmäuler noch zu groß waren?!

Wie die Köder nach den Fehlbissen genau aussahen, kann ich jetzt nicht mehr beurteilen. Sie waren aber auf jeden Fall nicht zerfetzt. Deswegen dachte ich auch nicht an Zander.

Ich angele tagsüber mit meinem Onkel mit der "Barschliftmontage" und Köderfisch. Da haben wir das Phänomen, dass die kleinen Barsche die Köder sofort weghauen und ab 35cm die Barsche den Ködern sehr vorsichtig nehmen. Aber nachts Barsche auf unbewegten Köder auf Grund?

Also Krebse würd ich fast ausschließen. Hab da keine großartige Erfahrung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Krebs so viel Schnur von der Rolle zieht.....

Ja auf jeden Fall. Den Aal oder was es auch war so lange ziehen zu lassen, war auch nicht meine Intension. Nur bei sofortigem Anhieb, hagelte es wie gesagt nur Fehlbisse.

Wahrscheinlich hast du recht und die Köderfische (max. 10cm) und Fetzen sind zu groß gewählt.

Es waren zwei Raubaale mit jeweils über 70cm. Es sind aber deutlich größere im See. Habe vor Jahren tagsüber im Flachwasser einen gesehen, der war so dick wie eine Bierflasche.

Aber ich denk auch, dass der Bestand wohl besser ist als ich dachte. Vielleicht auch viele kleine vorhanden, die den Köder nicht bewältigen konnten. Die anderen beiden großen konnten es, weswegen ich sie auch fing. Würde Sinn ergeben.
 
Solche Runs können auch köfi-fressende Karpfen sein.

Kommt bei uns regelmäßig vor (vor allem nachts), die löten sich alles rein. Mit typischen Zanderköfis am Dünnstahl haben die gar kein Problem.

Wenn der Haken dann nicht packt, zieht man einem Karpfen den Köfi potenziell fast unbeschädigt wieder aus dem Hals (falls denn der Köfi entsprechend "fest" montiert ist, natürlich - plus schneller Anschlag).

Bleiben aber oft genug richtig hängen und machen dann Disco.

Bei Krebsen und auf Grund liegendem Köfi gibt's meiner Erfahrung nach kaum Abzug, sondern nur kleine, aber häufige Impulse.

Sieht man an ner Pose genau, wenn die auf einmal auf der Stelle rumzuckt. Dann frönen die Scherenmonster (bei uns je nach Gewässer Signaler oder Sumpfer) ihrem Ausweidefest.

Ein E-Bissi stottert dann entsprechend los, während die Schnur quasi nicht rausläuft.
Ich hab letztes Jahr nen 1,35er Saller auf Fruchtboilie gefangen. Warum dann auch nicht einen Karpfen auf Köderfisch?

Bei der Menge an Bissen, die ich hatte, hätte vielleicht aber auch mal einer hängen müssen.
Wie oft hast du das bei dir schon beobachten können?

Mit den Krebsen stimm ich dir zu. Kann ich mir auch kaum vorstellen, dass die Krebse 5 oder mehr Meter in kurzer Zeit von der Rolle nehmen.
 
Das Karpfen auf Köfis gehen haben wir hier an einigen Gewässern auch und auch nicht wenig.
Das passiert durchaus paarmal pro Nacht, da bekommste nen Vollrun und nach paar Metern ist der Spaß oft schon wieder vorbei, da wieder losgelassen.
Rennt der weiter hängt er meistens auch...sind bei uns hier Schuppis bis so um die 70cm, viel größere gibt das Gewässer halt auch nicht her.
Manche Nächte sind nur solche Aktivitäten zu vermerken, da ist man mit 6-10 Bissen dieser Art pro Nacht schonmal dabei.

Vor gut 15 Jahren waren in dem Gewässer noch Giebel drin, auch die haben sich am Köfi (immer Rotauge) gern vergriffen, bis wir die dann in feine Netze (Stück Strumpfhose) eingetütet haben wo sie die nicht mehr richtig wahrnehmen konnten (das Gewässer ist sehr trüb).
Rapfen und Döbel nachts am Grund kenne ich auch, allerdings eher im Fluss (in dem Fall die Elbe), auch Brassen machen solche Faxen schonmal.
 
Klingt für mich nach kleinen Wallern und /oder Satzaalen (Untermaßige).
Zanderfehlbisse sind klar an den Löchern und Rissen I'm Köfi zu erkennen.

Wie groß waren die gelandet en Aale und wie groß die Köderfische?

Ein Schwanzstück einer 10cm Laube/Rotfeder nimmt ein 60er Aal problemlos...
Wechsel doch mal auf 2 Tauis...

R. S.
 
Hechtler11 wenn du wie beschrieben so viel Kraut im Gewässer hast, würde ich es einmal ganz simpel mit freier Leine versuchen.

Am besten weiches Geflecht 0,20-0,30er, kann ruhig grob sein so lange es weich ist.
Köfi oder halben köfi schön mit der Ködernadel aufziehen.
Damit kann der Aal in alle Richtungen ins Kraut abziehen und in Ruhe den Köfi schlucken ohne Wiederstand zu bemerken.

Bei allen anderen Montagen bleiben Wirbel, Bleischrot oder sonstiges Gedöns im Kraut hängen, der Aal bemerkt den Wiederstand und lässt meistens los.

Nachteil der freien Leine, du kannst nicht besonders weit werfen. Aber das ist beim Aal angeln oft nicht so wichtig.
 
ich habe dieses phänomen im letzten jahr auch kennengelernt, zu meiner überraschung waren es rapfen - gibt es die bei dir?? diese nahmen den köfi und dampften erstmal ab wie die feuerwehr, den großteil dieser bisse konnten wir gar nicht verwerten. diese fische jagen bekanntlich in trupps und ich könnte mir vorstellen, dass der (in unserem falle wohl zu große) köfi erstmal nur festgehalten wurde um sich damit vor den restlichen fischen zu verpieseln. das ist aber nur meine theorie auf dieses verhalten...

ich könnte mir ansonsten auch krebse oder aber schildkröten vorstellen.
Rapfen die tote Köfis vom Grund aufnehmen?! :oops:Habe ich noch nie gehört und kann ich mir von den hochaktiven Oberflächenräubern so garnicht vorstellen...?
 
Was ich noch zu den Bissen sagen kann, ist, dass die Fische sehr "pingelig" waren. Also mit Freilauf oder selbst Schnurclip an der Rute war nix zu holen. Da wurde wieder losgelassen. Stetiger Abzug erfolgt nur mit offener Rolle und ganz leichtem Einhänger in der Schnur
Wie bereits gesagt, kenne ich so ein verhalten von Aalen eigentlich nur im Winter bzw. zeitigen Frühjahr.
An sich ist der Aal kein sonderlich zimperlicher oder vorsichtiger Zeitgenosse, oft setzt er sogar noch mal nach, wenn er den Köder nicht gleich bekommt.
Wie erwähnt, lässt er sich sogar mit einer Festblei-Montage wie beim Karpfenangeln fangen.

Allerdings ticken Fische auch von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich! Und auch teils von Jahr zu Jahr!

Gut, die Hölzl hab ich in allen Gewichten zu Hause, da probier ich dieses Jahr mal etwas schwerer.

Ich muss auf die Auftriebskörper zurück greifen, da der See am Grund viel Kraut aufweist. Ich hab die Vorstellung, wenn ich die Schnur über das Kraut hinwegführe, dass damit der Fisch weniger argwöhnisch wird.
Wenn da soviel Kraut ist, dann bringt dir auch das Hölzl nicht viel.
Das ein Hölzl am Grund steht ist in den meisten Fällen ein absoluter Irrglaube! Das funktioniert höchstens bei Hölzln mit sehr leichten Bleigewichten! Schwerere Hölzl legen sich einfach flach auf den Grund, da das bisschen Auftrieb von der Luft im Gummischlauch niemals reicht um schwerere Bleichgewichte stehen zu lassen.
Außer du kaufst dir Hölzl, bei denen das Blei nicht fix mit dem Röhrchen verbunden ist. Es gibt welche, da ist das Blei als Birnenblei mit einem Sprengring flexibel unten angebracht. Ich glaube die waren von Balzer.
Aber auch hier liegt das Hölzl durch die Spannung der Montage meist eher flach am Grund.

Allen Hölzl gemein ist aber, dass sie nicht so tief ins Sediment einsinken und dass man weniger Hänger bekommt.
Leichte Hölzl stellen sich bei einem Biss auch relativ schnell auf, werden dann aber auch gerne mitgeschleppt, gerade wenn der Biss in einem steileren Winkel erfolgt.

Auch dein Ledger Stemp liegt je nach Montage, durch Schnurspannung erstmal mehr oder weniger flach ab und stellt sich erst beim Biss auf.

Bei wirklich viel Kraut könnte dir das Dyson Rig vielleicht weiterhelfen.
Allerdings nicht ganz einfach zu bauen und auch beim ausbringen braucht es etwas Übung und Vertrauen.

Wenn nicht viel Wind ist, dann geht auch eine normale Posenmonatge sehr gut.
Ich habe schon etliche Aale im Freiwasser gefangen.
Du umgehst so das leidige Kraut-Problem, hast eine super sensible Montage und siehst auch teils noch wo sich der Fisch hinbewegt.


Haken saßen auch immer schön vorne beim Waller, was vielleicht darauf hindeutet, dass die Köder, obwohl ich sie eigentlich bewusst klein gewählt habe, für die Aalmäuler noch zu groß waren?!
Wahrscheinlich hast du recht und die Köderfische (max. 10cm) und Fetzen sind zu groß gewählt.

Es waren zwei Raubaale mit jeweils über 70cm. Es sind aber deutlich größere im See.

10cm Köfis sind für einen Raubaal in der Regel kein Problem, außer es sind eben kleine Aale.
Manchmal ist man schon sehr erstaunt, welche Ködergröße und vor allem wie schnell ein Aal diese bewältigen kann.

Aber ich denk auch, dass der Bestand wohl besser ist als ich dachte. Vielleicht auch viele kleine vorhanden, die den Köder nicht bewältigen konnten.
Das ist für mich die wahrscheinlichste Erklärung.
Oder eben, dass sich in einem Gewässer sowohl Spitzkopfaale als auch Raubaale entwickelt haben.

Natürlich sind auch andere Fischarten nicht gänzlich auszuschließen.


Wir haben ein Gewässer, da ist der Köfi sogar der beste Köder für Großkarpfen!
Weshalb auch immer haben sich dort vor allem die Karpfen ab 20 Pfund auf tote Köfis eingeschossen.
Die werden sowohl vom Grund als auch an der Pose im Freiwasser genommen.
Der Abzug der großen Karpfen ist dabei immer sehr sehr gemächlich.

Und dann kommt der zumindest zu Beginn etwas unerwartete Drill.

Mittlerweile rechne ich allerdings bei jedem Biss schon fest damit, es könnte auch ein Karpfen sein.

wenn du wie beschrieben so viel Kraut im Gewässer hast, würde ich es einmal ganz simpel mit freier Leine versuchen.
Diese Montage ist ohne Zweifel sehr sehr fängig.
Allerdings schlucken die meisten Fische sehr tief, da die Bisse einfach oft sehr spät erkannt werden.
Fallbisse erkennt man noch schlechter.
Und nachts ständig die Schnur in den Augen zu behalten ist auch nicht gerade angenehm.
Man weiß auch oft nicht ob die Schnur nun durch leichte Strömung oder Wind bewegt wird, oder durch einen Fisch.

Für mich kommt dir freie Leine nur noch direkt vor den Füßen in Frage.
Ansonsten habe ich diese Methode, dem Fisch zur Liebe, aus meiner Angelei gestrichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sir. Toby du hast schon nicht Unrecht. Mit einem ordentlichen Köfi ist das aber vertretbar, den nimmt sich kein untermaßiger Aal bzw. wenn doch kann er diesen nicht schlucken.

Wenn wirklich viel Kraut ist, wird man die Bisse die einem entgegenschwimmen auch erkennen, er zieht dann die Schnur eh ins bzw. um das Kraut.

Mit elektrischen Bissanzeigern und Schnur am Blank in nem Clip oder Gummi ist das eine easy Angelei.
Bei diesem Kraut Szenario wäre das meine erste Wahl.
 
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