Vintage Angeln

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Willst du Hechtspinnen oder Aalangeln?
Das macht einen Riesenunterschied, was diese alten Prügel betrifft.
Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall.

Damals bzw. in meinen Anfängen ging es ja nicht ums Wollen, sondern darum mit dem vorhandenen Zeug klarzukommen.
Zum Spinnfischen war dieser recht schwere Wabbelstock wie gesagt nicht so das Gelbe vom Ei, nur hatte ich bis dato eben nichts anderes.

Zum eher plumpen Grundangeln, etwa auf Aal, reicht mir diese Rute wiederum vollkommen aus.
Da ist es ja egal wie schwer die Rute im Rutenhalter liegt oder ob sie beim Reinkurbeln eines Aales eventuell etwas herumschwabbelt.

Ich frage mich nur, wofür war die Rute ursprünglich tatsächlich einmal konzipiert? Ich schätze ja als Spinnrute.
Zu Hohlglaszeiten waren die Spinnruten nun mal eher schwer und wabbelig, was beim Spinnfischen natürlich eher blöd ist,
gemessen an den heutigen Maßstäben. Zum Grundangeln kann man die Rute heute noch immer gut verwenden.
 

eiszeit

Well-Known Member
Wüsstest Du auch etwas über meine Balzer Fibrex Minerva zu berichten? Ich habe sie damals wie gesagt zum Spinnfischen eingesetzt. Aber wurde sie dafür ursprünglich auch einmal konzipiert? Vom Wurfgewicht war sie für die meisten meiner damaligen Spinnköder eigentlich etwas überdimensioniert. Da in meinen befischten Gewässern eher kleinere bzw. mittlere Hechtgrößen zu erwarten waren, fischte ich überwiegend mit kleineren Kunstködern.

Später - als ich dann meine Sportex hatte - nutzte ich die Rute eigentlich nur noch zum Nacht- bzw. Grundangeln, etwa auf Aal.
Da fand ich diesen robusten "Besenstil" aus Glasfaser wieder ganz praktisch. Eigentlich könnte ich diese Rute mal wieder rauskramen und sie einsetzen.

Eine solche Rute hatte bzw. habe ich, jedoch leider mit Griff aus Duplon und nicht aus schickem Kork.

Anhang anzeigen 367059

Anhang anzeigen 367060

Quelle: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...gelrute-balzer-angelrolle/1668757350-230-7436

Ende der 80er, Anfang der 90er gab es die Rute. sie wurde als Spinnrute deklariert mit kraftvoller Aktion.
Es war ein Glasblank mit Kohlefaseranteil, Korkgriff, Garphiteschraubrollenhalter Stahlringen mit hastverchromten
Innenringen. Damalige Kosten 89,50DM
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Ende der 80er, Anfang der 90er gab es die Rute. sie wurde als Spinnrute deklariert mit kraftvoller Aktion.
Es war ein Glasblank mit Kohlefaseranteil, Korkgriff, Garphiteschraubrollenhalter Stahlringen mit hastverchromten
Innenringen. Damalige Kosten 89,50DM

Vielen Dank für deine Expertise! thumbsup

Dann lag ich ja gar nicht verkehrt, mit dem Einsatzzweck als Spinnrute. Die Aktion war in der Tat recht kraftvoll bzw. merkte ich erst an der später folgenden Sportex-Rute, dass sich der Köderlauf sehr wohl auch erspüren lässt und dass sich ein 65er Hechtlein ebenfalls einigermaßen ins Zeug legen kann.

Hartverchromte Innenringe, das kommt hin. Schließt sich geflochtene Schnur damit nicht aus? Ich habe mal gelesen, das geflochtene Schnur in solche Ringe einschneiden würde und dann für scharfe Kanten sorgt. Wobei ich die Rute bisher immer nur mit Mono gefischt habe.

Dass da schon etwas Kohlefaser im Blank gewesen ist, das hätte ich ja nicht gedacht. Wobei es zum damaligen Zeitpunkt schon erschwingliche Kohlefaserruten gab. Nur war mir als Kind und Anfänger der Unterschied zu Glasfaser natürlich noch nicht bewusst. Ich habe mir einfach die Angel gekauft, die in mein Taschengeld-Budget passte und mir noch Geld für Süßigkeiten ließ.
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Zum eher plumpen Grundangeln, etwa auf Aal, reicht mir diese Rute wiederum vollkommen aus.
Da ist es ja egal wie schwer die Rute im Rutenhalter liegt oder ob sie beim Reinkurbeln eines Aales eventuell etwas herumschwabbelt.
Das ist ja wirklich der Vorteil von so altem Material mit Glasfiber, wo man sich mit kaufbaren aktuell angebotenem Rutenmaterial eher schwer tut, besonders in der Nacht samt einigen Gefahren für die Rute, und noch mehr mit mehreren Leuten an einer Stelle! Dabei ging schon einiges kaputt, mir wurde auch gerne was zertreten.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member

Dr. Mabuse

Well-Known Member
Das eingeschrängte Budget sorgte damals als Angler der Jugendgruppe schon für eigenwillige Geräte-Kombinationen. Mein alter Angelfreund Jörg nutzte eine DAM Tegernsee ("güne Serie") mit einer ABU 505 Kapselrolle als Grundrute mit Sargblei auf Aale ! Damals hatte unser Vereinsgewässer noch den Charakter eines Baggerlochs mit Kiesbetrieb und wir waren mit derartigen Kombinationen von Gerätschaften recht erfolgreich. Wenn ich mir heute den ganzen Aufwand der betrieben wird so anschaue, fehlt mir die Verhältnismäßigkeit.

Es gab damals einen alten Mann, der seine Grundruten unkontrolliert raushämmerte und immer seine Karpfen in der Woche hatte. Keine Echolot, keine Boilies, kein Anfüttern, ... Köder war immer Kartoffel !

Früher war eben doch alles besser ..... : )

Gruß,

Dr. Mabuse
 
Zuletzt bearbeitet:

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Vielleicht fischt man auch daher so gerne mit älterem Gerät, eben weil es seinen Job in vielen Fällen noch immer genauso gut erledigt wie damals. Wobei es oft aber ja nicht dabei bleibt, einfach sein altes Gerät weiter zu fischen, sondern findet man immer noch etwas schönes Altes. Träume, die man sich als junger Angler nicht leisten konnte oder schlicht keinen Zugriff darauf hatte. Das Internet, mit seinen Verkaufsplattformen, hat da schon einiges erleichtert.

Ich finde älteres Angelgerät vor allem auch schön, eben weil es nicht so grell & laut ist, wie vieles von dem heutigen Zeug. Früher war Angeln einfach noch Angeln, heute muss es scheinbar auch cool sein, damit sich jüngere Leute dafür noch irgendwie interessieren. Ob Angeln cool ist, das habe ich mich als Jungangler nie gefragt. Warum auch?

Älteres Angelzeug strahlt eine gewisse Ruhe aus, denn mit ihm lassen sich noch immer wunderbar Fische fangen. Das die Qualität der damaligen Geräte und auch die Vielfalt der technischen Lösungen noch eine ganz andere war, dass reizt mich obendrein. Auch finde ich die vielen unterschiedlichen Geschichten und Herkunftsländer sehr spannend. Da gab es Franzosen, Engländer, Japaner, Deutsche und Schweden. Dabei macht das alte Zeug locker noch mal 30 Jahre und mehr mit, während vieles von dem aktuellen Zeug längst zerbröselt ist oder aber die Leute bereits dem nächsten - von der Industrie angeheizten - coolen Trend hinterherrennen.

Wobei es natürlich schon Bereiche gibt, wie etwas das Spinnfischen, da ist man schon froh um die modernen Errungenschaften. Wie ich finde aber nur bis zu einem gewissen technischen Entwicklungsstadium. Ein CFK-Youngtimer steht in vielen Fällen einer modernen Rute in nichts nach. Die Gewichtsunterschiede sind marginal und angebliche Superfasern oder Skelettgriffe sind lediglich etwas Glitzerstaub oder sogar alter Wein in neuen Schläuchen. Ich denke von einer intelligenten und gesunden Mischung, zwischen alt und neu, profitiert der eigene Angelspaß und die Freude am meisten. thumbsup
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Das ist schon vielfältig, einige Bereiche unterliegen einer hohen Innovation und da bringt es auch deutlich etwas, in anderen Bereichen aber nicht oder kaum.
Es ist sogar so, dass es alle Ausprägungen des Fortschrittes oder Rückschrittes gibt, das Neue kann ggü. dem Alten besser, gleichgut oder schlechter sein.
Letzlich hängt es dann alles wie immer vom individuellen Filter ab, was man wie und wie hoch bewertet.
Wenn neben den gut vergleichbaren physikalischen Fakten noch Emotionen reinspielen, dann wird es schwierig und für andere nicht immer nachvollziehbar.
Ich schätze, so hat jeder seine Marotten, und die werden mit der Zeit wahrlich nicht weniger :D

Ich mag meine alten und neuen Angelgeräte, je nachdem was ich damit anstellen will.
 

Skott

Well-Known Member
Vielleicht fischt man auch daher so gerne mit älterem Gerät, eben weil es seinen Job in vielen Fällen noch immer genauso gut erledigt wie damals. Wobei es oft aber ja nicht dabei bleibt, einfach sein altes Gerät weiter zu fischen, sondern findet man immer noch etwas schönes Altes. Träume, die man sich als junger Angler nicht leisten konnte oder schlicht keinen Zugriff darauf hatte. Das Internet, mit seinen Verkaufsplattformen, hat da schon einiges erleichtert.

Ich finde älteres Angelgerät vor allem auch schön, eben weil es nicht so grell & laut ist, wie vieles von dem heutigen Zeug. Früher war Angeln einfach noch Angeln, heute muss es scheinbar auch cool sein, damit sich jüngere Leute dafür noch irgendwie interessieren. Ob Angeln cool ist, das habe ich mich als Jungangler nie gefragt. Warum auch?

Älteres Angelzeug strahlt eine gewisse Ruhe aus, denn mit ihm lassen sich noch immer wunderbar Fische fangen. Das die Qualität der damaligen Geräte und auch die Vielfalt der technischen Lösungen noch eine ganz andere war, dass reizt mich obendrein. Auch finde ich die vielen unterschiedlichen Geschichten und Herkunftsländer sehr spannend. Da gab es Franzosen, Engländer, Japaner, Deutsche und Schweden. Dabei macht das alte Zeug locker noch mal 30 Jahre und mehr mit, während vieles von dem aktuellen Zeug längst zerbröselt ist oder aber die Leute bereits dem nächsten - von der Industrie angeheizten - coolen Trend hinterherrennen.

Wobei es natürlich schon Bereiche gibt, wie etwas das Spinnfischen, da ist man schon froh um die modernen Errungenschaften. Wie ich finde aber nur bis zu einem gewissen technischen Entwicklungsstadium. Ein CFK-Youngtimer steht in vielen Fällen einer modernen Rute in nichts nach. Die Gewichtsunterschiede sind marginal und angebliche Superfasern oder Skelettgriffe sind lediglich etwas Glitzerstaub oder sogar alter Wein in neuen Schläuchen. Ich denke von einer intelligenten und gesunden Mischung, zwischen alt und neu, profitiert der eigene Angelspaß und die Freude am meisten. thumbsup
Das hast du sehr schön gesagt, ich teile deine Meinung! thumbsup :love(Wie ist eigentlich dein Vorname? Ich finde es immer schön, wenn man sich anreden kann...)
 

eiszeit

Well-Known Member
Vielleicht fischt man auch daher so gerne mit älterem Gerät, eben weil es seinen Job in vielen Fällen noch immer genauso gut erledigt wie damals. Wobei es oft aber ja nicht dabei bleibt, einfach sein altes Gerät weiter zu fischen, sondern findet man immer noch etwas schönes Altes. Träume, die man sich als junger Angler nicht leisten konnte oder schlicht keinen Zugriff darauf hatte. Das Internet, mit seinen Verkaufsplattformen, hat da schon einiges erleichtert.

Ich finde älteres Angelgerät vor allem auch schön, eben weil es nicht so grell & laut ist, wie vieles von dem heutigen Zeug. Früher war Angeln einfach noch Angeln, heute muss es scheinbar auch cool sein, damit sich jüngere Leute dafür noch irgendwie interessieren. Ob Angeln cool ist, das habe ich mich als Jungangler nie gefragt. Warum auch?

Älteres Angelzeug strahlt eine gewisse Ruhe aus, denn mit ihm lassen sich noch immer wunderbar Fische fangen. Das die Qualität der damaligen Geräte und auch die Vielfalt der technischen Lösungen noch eine ganz andere war, dass reizt mich obendrein. Auch finde ich die vielen unterschiedlichen Geschichten und Herkunftsländer sehr spannend. Da gab es Franzosen, Engländer, Japaner, Deutsche und Schweden. Dabei macht das alte Zeug locker noch mal 30 Jahre und mehr mit, während vieles von dem aktuellen Zeug längst zerbröselt ist oder aber die Leute bereits dem nächsten - von der Industrie angeheizten - coolen Trend hinterherrennen.

Wobei es natürlich schon Bereiche gibt, wie etwas das Spinnfischen, da ist man schon froh um die modernen Errungenschaften. Wie ich finde aber nur bis zu einem gewissen technischen Entwicklungsstadium. Ein CFK-Youngtimer steht in vielen Fällen einer modernen Rute in nichts nach. Die Gewichtsunterschiede sind marginal und angebliche Superfasern oder Skelettgriffe sind lediglich etwas Glitzerstaub oder sogar alter Wein in neuen Schläuchen. Ich denke von einer intelligenten und gesunden Mischung, zwischen alt und neu, profitiert der eigene Angelspaß und die Freude am meisten. thumbsup
Von mir auch thumbsupthumbsupthumbsup
 
Zuletzt bearbeitet:

Dr. Mabuse

Well-Known Member
Ich habe damals mein Gerät ordentlich gepflegt und gewartet - vieles ist davon noch top in Schuss. Die Winterzeit wurde immer dazu genutzt, die kleinen Inspektionen an Rollen und Ruten durchzuführen. Wobbler, Blinker und Spinner wurden mit Hakenschutz (Kabelisolierungen) versehen. Deshalb fische ich noch heute gerne mit diesem alten Gerät. Auch hat mich damals und heute noch Ausführung / Qualität einer Mitchell oder einer ABU Cardinal (grün-weisse Serie) überzeugt und ich musste schon als Junge drauf sparen. Mag sein, dass mich mancher dafür im Verein belächelt !

Gruß,

Dr. Mabuse

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Bankside Dreamer

Well-Known Member
Mag sein, dass mich mancher dafür im Verein belächelt !

Anhang anzeigen 367187

Jemand der eine Mike Hailwood Replica Ducati in seiner Garage stehen hat, der wird ganz sicher nicht belächelt. Hinter dem alten Ford Gran Torino, auf welchen man den oben stehenden Ausspruch von Walt Kowalski alias Clint Eastwood wohl im Umkehrschluss beziehen kann, waren in dem Film schließlich auch alle her.

Vielleicht besitzen alte Dinge auch etwas mehr Seele als neue Sachen? Früher war eben vieles schwer und laut, dafür aber auch echt. Heute ist alles leise, leicht und wohlmöglich auch noch super umweltfreundlich aber der Spaß und der Spirit sind verloren gegangen. Es gibt keine vernünftige Hailwood Replica und auch ein Ford Gran Torino wird immer die pure Unvernunft sein. Daher sind solche Dinge nach wie vor begehrt und werden wohl auch immer begehrter, wenn man sich einmal anschaut wo die Reise aktuell hingeht. Von daher liegt Walt Kowalski mit den "Pussies" sicherlich gar nicht so verkehrt.

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, bezüglich eines schon alten aber dennoch konkurrenzfähigen Eisens, ist der folgende:


"Du erlebst mehr in 5 Minuten auf so einer Maschine bei Vollgas, als manche Menschen in ihrem ganzen Leben."
Burt Munro alias Anthony Hopkins

Ein absolut genialer und wohl auch wahrer Spruch. Gänsehaut war auch angesagt, als Burt Munro dort auf dem Bonneville Salzsee plötzlich dem im folgenden Auto der Schiedsrichter röhrend davonfährt und sie auf seiner alten Indian quasi stehen lässt. Echt genial und dazu eine wahre Geschichte. thumbsup
 

Dr. Mabuse

Well-Known Member
Burt Munro - natürlich kenne ich seine Geschichte und auch den Film; absolut sehenswert - nicht nur für Motorrad-Enthusiasten !!!

Neben den ganzen Motorrad-Themen begeistere ich mich aber auch für Super-Sportwagen. Anbei eine kleine Geschichte zu dem Thema - auch wenn es mal wieder vom eigentlichen Thema abweicht. Habe das mal vor einiger Zeit verfasst:

Porsche 930 Turbo

Für die einen waren sie Verrückte, für die anderen die letzten Helden.
Letztere bewunderten sie, wenn sie im Regen mit 240 km/h und mehr mit gigantischen Gischtfahnen vorbeizogen, die zollten ihnen Respekt, wenn sie in einer jener berüchtigten Autobahn-Peraltas (Peralta heißt eine Vollgaskurve auf dem GP-Kurs von Mexiko, in der schon so mancher Motor verglüht ist) mit querhängendem Heck vorbeisägten, die signalisierten Anerkennung, wenn sie mit qualmenden Scheiben hinter einem ausscherenden LKW am Berg ihre V-max schlagartig auf 50 km/h zusammenbremsten.

Die einen und die anderen saßen dann nämlich entweder in einer jener luxuriösen Pseudo-Sportlimousinen, die schon bei 250 km/h abregeln, in Komfort-orientierten Coupés oder Cabrios für Grufties mit Yuppie-Ambitionen oder gar in einem Kraftfahrzeug, das allrädig durch Aquaplaning-Seen seine Furchen zieht.

Und die Infizierten ?!
Sie saßen furchtlos im Porsche Turbo, auch 930 genannt. Und dieses Auto war ein wildes, bissiges Tier, gefährlich wie eine gereizte Wildschwein-Muttersau, unberechenbar wie eine Lotto-Maschine. Dieser Turbo lebt in Haßliebe zu seinem Herrn, versucht ihm immer wieder mit harten Lastwechselschlägen, leichter werdendem Bug oder gar kapitalen Drehern das Leben schwer zu machen und verleiht schon nach kurzer Zeit die einseitige-asymetrische Beinmuskulatur eines Gewichthebers (... bedingt durch die stramme Kupplung). Unbeschreiblich die akustischen Reflektionen der Autobahnleitplanke beim beim Öffnen des Bypass-Ventils. Autoradio rausgeschmissen Geld. Kurzum ein Auto für Männer, die Ravioli kalt und direkt aus der Dose essen.


Alles was dannach an Turbo-Modellen kam wurde im Vergleich lammfromm und berechenbarer. Freue mich schon auf das Frühjahr - der 930 scharrt schon mit den Hufen ....

Gruß,

Thomas alias Dr. Mabuse
 
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Minimax

Well-Known Member
Nabend,
liebe Rutenkenner, heut komm ich als Fragender. Ich habe vor einiger Zeit auf nem Flohmarkt für einen kleinen Groschen eine leichte Grundrute gekauft, laut Beschriftung eine:
'Silstar Tradition Quiver 285'
'Nr: 3868 285 Sec: 2 Lenght: 2.85m/9.6ft Action: Light'
20210222_225007.jpg

Die Rute ist sehr nett, sie sportet eine Schraubspitze, durchgehende Zweistegringe (9), ne Zapfenverbindung und Schieberollenhalter. Die Aktion ist parabolisch weich und Spitzenteil und Handteil arbeiten harmonisch miteinander, auch ist die Rute gut ausgewogen, auch schön leicht insgesamt, also eigentlich ziemlich geil.
20210222_224915.jpg

Ich habe das wegen dem Grossen Aber so betont:
ST und HT sind, obwohl passend und auch hinsichtlich der Ringgrössen -Typen und auch aktionssmässig sehr harmonisch, sehr unterschiedlich (u.links ST o. Rechts HT:
20210222_233138.jpg

Der HT Blank ist ganz Dunkel, die Wicklungen fast schwarzrot und Schmucklos.
Der ST Blank ist "zuckerstangen-Spiralig" von der Struktrur her, die Wicklungen deutlich weinrot und weisen sämtliche eine goldene Kante auf.
Darüber hinaus sind HT und ST unterschiedlich lang, zusammen ergeben sie aber 287 cm, davon gehen 2 cm auf den freien Zapfenteil.
Andererseits ist das so seltsam fremde Oberteil von Stil her mit anderen Silstar Youngtimern sehr vergleichbar.
Was meint ihr?
Herzlich
Euer
Minimax
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Zwar hat dieses Video nicht direkt etwas mit dem Angeln zu tun aber es geht um alte Dinge, die aufgrund ihrer damaligen Qualität auch heute noch bestens für Reparaturen und damit für ein langes Leben geeignet sind. Dinge die man nicht einfach wegwirft, eben weil man sich eventuell über die Jahre an sie gewöhnt hat. Ein sehr interessantes Video, zum Thema Vintage und den Stellenwert der Reparatur in unserer heutigen Gesellschaft. thumbsup

 

dawurzelsepp

2. Ükelchampion
Der Film spricht mir irgendwie aus der Seele.
Alleine wenn man sieht wieviel Angelgeräte in unseren Recyclinghöfen landen die noch gut sind.
DAM Quick 330N oder Mitchell 300/410 nur mal ein beispiel dafür was ich in den letzten Jahren bekommen hab.
Wenn ich dann noch sehe was an "Kunststoffmodellen" dazugekommen ist wo Bügel nur verbogen waren oder ein Kugellager ersetzt gehört fragt man sich warum wird das nicht einfach repariert. Das spiegelt der Film schön wider.
Tele Ruten wo entsorgt werden nur weil ein Teil gebrochen ist der Rest aber noch gut. Ringe und Teleteile kann man immer brauchen und in anderen Ruten z.T. auch verwenden....Biegekurve hin oder her!
Bei Steckruten ist es ebenfalls das selbe, einfach entsorgen weil veralteret oder ein Ring ausgebrochen.
Mit diesen vielen kleinen Sachen lassen sich immer mal wider schöne überarbeitete Sachen bauen.

Ein gutes Beispiel dafür ist auch unser @Dübel den ich dafür sehr schätze. Ein Neuaufbau/Reperatur einer gespließten schafft doch Nachhaltigkeit und auch eine bessere Bindung an solch einer Sache.

Ich werde daher weiterhin versuchen Sachen zu retten und mir aus alten defekten Sachen immer noch die wertvollen widerverwendbaren Teile sichern bevor sie in einem Müllkraftwerk der verbrennung zugeführt werden.
 
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