Vollbad

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

nachdem die Forellensaison ja meist schon zu Ende ist, mal eine Frage an die Fliegenfischerkollegen: wie oft habt ihr beim Fischen schon ein Vollbad genommen? Ich meine jetzt nicht mal kurz ausgerutscht, oder unfreiwillig hingesetzt oder mit einem Bein ins Wasser gekommen, also nur richtige "Vollbäder".
Ich schaffte da in 58 Jahren Fliegenfischen gerade mal zwei, hatte aber oft auch unverschämtes Glück, dass es nicht mehr geworden sind, hätten genauso gut das Zwei- bzw. das Dreifache sein können.

Petri Heil und immer trocken bleiben

Lajos
 

Andal

Teilzeitketzer
Einmal in der Tiroler Ache ... ca. 200 m Drift, dann war ich wieder am Ufer. Zur Nachahmung nicht empfohlen.
 

u-see fischer

Traurig ich bin
Da ich mangels Gewässer nicht mit der Fliegenrute unterwegs bin, keins beim Fliegenfischen.

Aber ein Vollbad mitten im November in der (arsch)kalten Ostsee. Beim slippen eines Keinboots am kiesigen Strand: Kollege versucht ohne Erfolg den Außenboarder zu starten, ich stehe mit Wathose im Wasser und versuche das Boot von den Felsen fern zu halten.
Dann kommt eine große Welle von schräg vorne und drückt das Boot zu mir, ich mache einen kleinen Schritt rückwärz und stolpere dabei über einen Stein. Das nächste was ich dann gesehen habe, war das Zusammenschlagen der Ostsee über meinem Kopf.
 

Lajos1

Well-Known Member
Einmal in der Tiroler Ache ... ca. 200 m Drift, dann war ich wieder am Ufer. Zur Nachahmung nicht empfohlen.
Hallo,

das glaube und weiss ich auch, eine "Drift" habe ich auch mal hingelegt, war allerdings etwa nur knapp die Hälfte von Deiner. Hat mich aber den Respekt vor 60-70 cm tiefem, schnellströmenden Wasser gelehrt:cry2.
Das zweite Vollbad dagegen war eine echte Lachnummer.

Petri Heil

Lajos
 

Andal

Teilzeitketzer
Ein weiteres Bad hat mit dem Fliegenfischen nix zu tun, aber war sehr publikumswirksam. Nur am Bug festgemachte Boote sollte man nicht an achtern mit kühnem Schritt entern...
 

Elmar Elfers

Moderator
Teammitglied
Ich zähle mich bis heute noch zu den glücklichen "Nicht-ins-Wasser-Faller". Allerdings war ich – dank meines schlechten Gleichgewichtssinnes – schon mehrmals davor, mir den Himmel durchs Nass anzuschauen. Besonders herumgeeiert bin ich an Bornholms Küstenabschnitten, wo die kleinen, runden Steine (die "Katzenköpfe") das Ufer säumen. Also, ich drücke mir weiter die Daumen smile01
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

bin mal morgens zu meinem Lieblingsplatz in der Flussmitte gewatet, dabei musste ich eine tiefere Rinne passieren, wo das Wasser bis knapp unter die Wathose gereicht hat.

Hab dann beim Angeln nicht gemerkt, dass der Wasserstand langsam angestiegen ist.

Beim Rückweg hab ich keine trockene Passage mehr gefunden, dann also einfach weitergewatet und die Wathose voll laufen lassen.

An Land dann Wasser abgelassen und mit Gequietsche und Gegluckse zurück zum Auto marschiert.
 

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
Weiß ich gar nicht mehr so richtig. Aber verhältnismäßig wenige. Würde jetzt mal auf 2 VOLLBÄDER tippen. Mehrmals wars gerade beim Huchenfischen sehr knapp und dann wärs dann dann auch dumm raus gegangen auf den rutschigen Felsen. Dagegen die Böschung hats mich schon zig mal richtig runter geschmissen.
 

fredolf

Kochtoppangler
Ich bisher zum Glück auch noch nicht......
Aber wie Elmar auch - Bornholm - da war es ganz dicht drann !
Wer meint, er hat schon wirklich alles beim Waten erlebt, der sollte mal im Abschnitt " Pissebecken" losziehen und dort mal einen schönen Stein so ca. 20m draussen zu erreichen.
Wer das schneller als in 10 bis 15min schafft - ohne zB. ein Vollbad oder sich die Beine zu brechen oder die Rute zu schrotten - Hut ab.....ich geh da nicht noch mal hin !
Na denn Petri Heil und schön trocken bleiben....
Fred
 

Andal

Teilzeitketzer
Watstöcke, oder entsprechende Kescherstäbe sind schon nicht vom G'raffl!
 

mikesch

Allrounder
Ein Vollbad im Fluss hatte ich glücklicherweise bis jetzt noch nicht, habe aber einmal ähnlich wie fishhawk geschöpft. Gott sei Dank "nur" mit Watstiefeln.
Watstöcke, oder entsprechende Kescherstäbe sind schon nicht vom G'raffl!
Habe dieses Jahr einen Kollegen beobachtet wie er ganz gemütlich mit der Fliegenrute im Bach wandert, plötzlich greift er an den Gürtel und schwingt ziemlich hektisch einen klappbaren Watstock heraus und verhindert so, dass er baden geht. Irgendwie hatte ihm der "Bach" den festen Boden unter den Füßen weg gezogen.
 

bombe20

Thomasianer
An Land dann Wasser abgelassen und mit Gequietsche und Gegluckse zurück zum Auto marschiert.
:sch_ot ich musste unweigerlich an diese szene denken. :XD
aber andals 200m drift ist schon enorm. als heranwachsende hatten wir zu himmelfahrt sturzbetrunken die dumme idee, in der selke mit klamotten badenzugehen. ab der hüfte abwärts waren wir grün und blau geschlagen und hatten unsere liebe not unbeschadet das gewässer zu verlassen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Watstock finde ich auch sehr nützlich, besonders bei Flussquerungen möchte ich nicht drauf verzichten.

Habe dieses Jahr einen Kollegen beobachtet
Dazu fällt mir auch ne Geschichte ein.

In einer Zeit, als es bei uns noch keine Kormorane aber viele Äschen gab, waren unsere reinen Salmonidenstrecken zwar ab 1. Oktober gesperrt, aber im Mischwasser konnte man bis 31.12. noch auf Äsche angeln.

Eines Nachmittags stand ich im Fluss, die Äschen zeigten sich steig- und beisswillig, als ich bemerkte, dass mich jemand vom Ufer aus längere Zeit beobachtete. War ganz froh, als er sich endlich trollte, denn sowas war mir damals schon unangenehm.

Am nächsten Wochenende war ich wieder am Start, angelte zuerst weiter stromab, dann lief ich gemütlich am Ufer entlang Richtung meiner Äschenstelle.

Plötzlich sah ich am anderen Ufer meinen "Beobachter" mit Wathose und Fliegenrute vom Parkplatz kommend in Richtung "meiner" Stelle laufen.

Als er mich sah, fiel er plötzlich von Schritt in Galopp. Scheinbar wollte er unbedingt vor mir am Platz sein. Sah irgendwie lustig aus, wie er so mit Gummibüxe und Fliegenweste am Ufer entlang rannte.

Am Wasser angekommen stieg er sofort in den Fluss und begann zügig Richtung Flussmitte zu waten.

Nach wenigen Schritten schaute dann plötzlich nur noch sein Kopf aus dem Wasser. An meinem Platz stand man zwar nur oberschenkeltief auf einer Sandbank, aber man musste den Weg dorthin kennen, denn es gab viele tiefe Rinnen und Löcher im Fluss.

Der Kollege kämpfte sich ziemlich hektisch zurück ans Ufer und suchte das Weite. Sah noch lustiger aus, so mit vollgelaufener Wathose.

Ich muss ehrlich zugegeben, dass sich mein Mitleid etwas in Grenzen hielt.

Später wurde die Strecke dann umgebaut, die schwarzen Vögel kamen und auf Äschen braucht man jetzt nicht mehr zu fischen.
 

Andal

Teilzeitketzer
aber andals 200m drift ist schon enorm.
Das geht schneller, als einem lieb ist und bis man sich sortiert hat, sind an solchen Stellen 200 m gleich passiert. Ich wollte nur eine tiefe Rinne mit dem Streamer anfischen, als der eine Stein nachgab... schon geschehen... und Wathosen eignen sich als Badehosen gleich gar nicht!

Hab die Strecke dann zu Hause mit Google ausgemessen, weil es mich sehr interessiert hat. Wenn es tief genug ist dauert es auch entsprechend, bis man mit voller Hose wieder Grund unter die Haxn bekommt und dann ist man noch lange nicht im Trockenen.
 

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

na, da will ich auch was Lustiges beitragen.
Mein zweites Vollbad, die weiter oben erwähnte "Lachnummer", gestaltete sich wie folgt: ich fischte, an einem etwa 8-10 Meter breiten Gewässer einen Zug/Gumpen von unten an. Dort wurde von mir und einem Bekannten eine größere Forelle (60 plus) ausgemacht. Ich fischte am, der vorbeiführenden Strasse gegenüberliegendem Ufer, etwa einem Meter von diesem entfernt, im Wasser stehend. Gleich zu Anfang ging mir eine, ca. 40er Forelle drauf. Obwohl mir diese den Zug etwas verpanschte, fischte ich weiter, da ich ja extra rübergewatet war. Mein Bekannter, welcher etwa 2 Kilometer weiter oben fischte, kam mit dem Auto runtergefahren und hielt bei mir an und wollte wissen, was mit der Großen sei. Da wir uns wegen einer Rausche schlecht verständigen konnten, bedeutete ich ihm durch Zeichen, dass ich zu ihm rüberkomme. Ich drehte mich um, zum Hinüberwaten, ich stand in etwa einem halben Meter tiefem Wasser. Durch die Drehbewegung rutschte ich mit dem einen Fuß ab und verkannte die Situation total, ich geriet leicht in Schräglage und fiel, halb rücklings, anfangs wohl im Zeitlupentempo, noch nicht begreifend, was geschah, der Länge nach in den Bach. Als ich mich wieder aufrappelte, ich pumpte wie ein Maikäfer, das Wasser war sch....kalt, sah ich meinen Bekannten, über der Motorhaube liegend mit einem Lachkrampf. Konnte ich schon verstehen. Aber, dass er mich fotografierte, wie ich dann zu ihm, patschnass hinlief, das Bild vergrößern und rahmen ließ und es in der Pension zwischen den Bildern mit den Kapitalen aufhing, das hätte es nicht gebraucht.:rolleyes::XD

Petri Heil

Lajos
 

Trickyfisher

Active Member
Hihi, geniale Gschichtln, ich hab da auch eine.
Ich war mit einen Kumpel in den Bergen an einen kleinen Stausee Fliegenfischen.
Da das Ufer dort ziemlich verwachsen war, wateten wir das Ufer entlang und fischten so vor uns hin.
Mein Kumpel, der vor mir war, drehte sich um zu mir und meinte, "pass auf, dort vorne kommt gleich ein Lo..." dann war er komplett weg, nur mehr sein Hut schwamm an der Oberfläche.
ein anderes mal, ich war mit einen anderen Kumpel im Spätherbst beim Hechtfischen vom Boot aus.
Gegen Abend kommen wir zurück zur Anlegestelle. Ich steige aus, er ergreift die Kleine Mauer vor sich, will hochsteigen, in dem Moment löst sich da Boot wieder und gleitet gaaaanz langsam zurück.
Er, die Hände auf der Mauer, die Füsse noch im Boot wird immer länger und länger, seinen wortlos-verzweifelten Blick werde ich nie vergessen, dann fliegt er kopfüber ins eiskalte Wasser, ich hab mich fast angebrunzt vor lachen bevor ich ihm schließlich rausgeholfen habe, ein Bild für Götter.
TL
Johannes
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

in dem Moment löst sich da Boot wieder und gleitet gaaaanz langsam zurück.
Und wie habt ihr das Boot dann gekriegt?

Ich war wegen einer ähnlicher Sache auch mal zu ner Badeeinlage gezwungen.

War nach einer mehrtägigen Session zurück zum Parkplatz gerudert, das vollbeladene Boot ans Ufer gezogen und dann die Sachen etappenweise zum Auto getragen. Dann schlug die Physik zu.

Boot wurde durch das Entladen leichter, ein kräftiger Windstoß als ich am Auto war und das Boot trieb zügig vom Ufer ab.

Also raus aus den Klamotten und hinterher geschwommen. Zum Glück hatte das Wasser noch 15° C .

Hatte aber mit Fliegenfischen nix zu tun

@Lajos1
das Bild vergrößern und rahmen ließ und es in der Pension zwischen den Bildern mit den Kapitalen aufhing
Du hast mir aber Freunde. Ohne dein Einverständnis wäre das wahrscheinlich sogar ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
 

Lajos1

Well-Known Member
@Lajos1


Du hast mir aber Freunde. Ohne dein Einverständnis wäre das wahrscheinlich sogar ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
Hallo,

da bin ich nicht so empfindlich. Der musste auch entsprechende Bemerkungen aushalten (natürlich erst hinterher), als er sich mal beim Vespern so in den Daumen geschnitten hatte, dass es sogar in Krankenhaus musste (Pfingstmontag).
Und wie Hanzz schon schrieb, ist schon etwas her, etwa 15 Jahre.

Petri Heil

Lajos
 
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