Vorfach zum Fliegenfischen auf Hecht – Kraftübertragung

Mr. Sprock

Ich mag Binden und Affen
Hallo zusammen,

ich hätte ebenfalls Bedenken, dass der Stahl die Monofile durch reibt, wie hier mitgeteilt:
Hi, nein, das ist bei einem nicht nylon-ummantelten Stahlvorfach nicht empfehlenswert, der Stahl ist viel härter als das Nylon und schneidet es ein. Am ehesten ginge noch eine Loop-to-Loop-Verbindung, ich persönlich würde der aber nicht 100%-ig trauen.
Wolfgang aus Ismaning
Beim Blinker wird folgender Knoten empfohlen:
Stahlvorfachknoten .jpg
https://www.blinker.de/angelmethoden/angeln-allgemein/angeltipps/stahlvorfachknoten/

Es sieht für mich aus wie ein normaler Schlagschnurknoten.
Die Kraftübertragung wäre jedenfalls, im Vergleich zu anderen Verbindungen optimal und das Vorfach würde an der Verbindungsstelle nicht weg knicken.
Bei Verwendung eines Pitzenbauerrings gibt es kaum die Möglichkeit einer Kraftübertragung, was im Frontbereich eines Forellenvorfachs allerdings nur eine kleine Rolle spielt, beim Hechtfliegenfischen aber m. M. eine große (Fliegengewicht).

Was den oben gezeigten „Stahlvorfachknoten“ betrifft, kann ich mir nur schwer vorstellen, wie man eine steife ca. 0,35er Mono um das dünne Stahlvorfach gewickelt bekommt. Bei Geflecht als mit dem Stahl zu verbindender Schnur kann ich mir den Knoten ganz gut vorstellen, aber da könnte man auch einen Wirbel verwenden (Spinnfischen).

Allerdings sehe ich die geposteten Meinungen erfahrenerer Hechtfliegenfischer in anderen Threads so, dass die Kraftübertragung trotz eines schweren Hechtstreamers, spezielles Beispiels wäre der vollgesogene Echtmaterialbunny, keine so große Rolle zu spielen scheint, wie man es sich eigentlich vorstellt.

Ich habe einen neuen Thread eröffnet, da der andere Thread-Titel nicht zielführend ist.

TL
 

Thomas E.

Member
Hallo,

ich verwende gern Iron Claw Authanic Wire.
Lässt sich gut mit Mono verknoten, übrigens stört ein Ringel die "Kraftübertragung" keineswegs.... warum auch.
 

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

ich fische nicht oft auf Hecht mit der Fliege, aber wenn, dann habe ich ein Mono-Vorfach mit so 2-2,5 Meter, da kommt ein Stahlvorfach mit 60 cm, wie ich es auch zum Spinnfischen verwende, dran und da den Hechtstreamer einhängen und das was dann.

Petri Heil

Lajos
 

Thomas E.

Member
Weil die Knoten auf dem Ring durchrutschen.
Passiert das, faltet sich das Vorfach an dieser Stelle zusammen.
Kein Vorfach "faltet" sich zusammen, höchstens durch Wurffehler, oder bewußt herbeigeführt.

Da scheint ein falsches Verständnis zu bestehen.
Es muß nichts "gebogen" werden.

In dem System Schnur- Vorfach wirken Zugkräfte. Die Gewichtsverteilung ist dabei aber wichtig.
Man könnte auch mehrere Ringe einbinden, das stört nicht.
Auch eine Gliederkette lässt sich aus der Hand werfen.

Gerade sehr weiche Vorfächer, wie Polyleader, oder Textilvorfächer ( Dyneema ) rollen sich aufgrund der höheren Masse sehr gut ab.
Es gibt spezielle Leader aus diesem Material für Hecht, die sehr gut funktionieren.
Steifes Material ist schlecht, im Extrem würde sich sogar die Schlaufe öffnen.
 
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Hallo zusammen! Ich fische seit Jahren nur mit Stahl an der Fliegenrute. Dabei fische ich ein etwa 1,5-2 Meter langes 0,35er Fluorocarbon-Vorfach an das ich mithilfe eines Rig-Rings(aus der Karpfenangelei) eine Stahlspitze quetsche. An das Ende der Stahlspitze kommt ein recht großer Einhänger. Ebenfalls per Quetschhülse. So ist mir an der Fliege bisher kein Hecht verloren gegangen, den ich erst einmal gehakt hatte! Ist nur meine persönliche Erfahrung. Und ich bin noch kein erfahrener Fliegenfischer. Ich betreibe es erst seit ca. 6 Jahren. Gruß Brachsenfan
 

fluefiske

Member
Hallo,
mein Hechtvorfach ist 2m lang.Die ersten 1.50m werden abgestuft wegen der Kraftübertragung in jeweils 50cm 60er,dann 50cm 50er und 50 cm 35er.Daran knote ich einen kleinen,aber kräftigen Wirbel.Es folgt ein 50 cm langes Stahlvorfach mit Wirbel.
Diese Kombi rollt ganz gut ab und durch die beiden Wirbel lässt sich sowohl das Vorfach,als auch ein neuer Streamer schnell wechseln.
Rute ist eine PacBay #9 und die Schnur Rio Outbound short #8 mit einer Keule von 9m und einem K - Gewicht von 22.5g.

Gruß Erich
 
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Colophonius

Angler
Der schwedische Hechtangler Niklaus Bauer erklärt hier seine Montage (allerdings aus dem Jahr 2014, vermutlich gibt es das aufgrund seines Erfolges mittlerweile alles perfekt zugeschnitten unter seinem Namen). Er nutzt grundsätzlich konische Vorfächer für Lachs in 15ft (4,5m), die er erheblich einkürzt. Er nimmt etwa 1,00-1,10m des hinteren Teils, wenn er mit schwimmenden/langsam sinkenden Schnüren fischt. Diese werden einfach mit der Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindung mit Fliegenschnur und Stahlvorfach verbunden. Dabei legt er besonderes Augenmerk auf die Verbindung mit dem Stahlvorfach, bei dem er die Schlaufe einmal "umklappt" vor dem zusammenziehen (etwa bei 2:48 im Video gezeigt). Insgesamt kommt sein Vorfach damit zusammen mit den Stahl auf etwa 1,5m.

Bei schnell sinkenden Schnüren nutzt er noch kürzere Vorfächer, damit die Fliege schnell sinkt. Dort sogar nur teilweise 30-50cm Vorfachmaterial + Stahl.

Alternativ wird etwa hier einfach ein 0,60er Fluo-Vorfach + Stahl empfohlen. Wichtig ist sowohl laut dem Video als auch dem Blog, dass man für das Abrollen wirklich steifes Material verwendet. Da haben die beiden wohl andere Erfahrungen gemacht als Thomas E.
Achtung: Die Methoe sollte man, wie Fluefiske einwendet, nicht mit jeder beliebigen Fliegenschnur verwenden, da diese dann reißen kann. Entsprechende Empfehlungen gibt es in dem Blog selbst.
 
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fluefiske

Member
0,60er Fluo-Vorfach + Stahl
60er Mono hat ca.23kg Tragkraft.Da wird es aber eng bei einem Hänger ,selbst bei einer 30er Dacronseele.
Bei meiner Methode ist die 35er die Sollbruchstelle - ist mir lieber als die Fliegenschnur zu zerreißen.
 

Thomas E.

Member
0,60er Fluo-Vorfach + Stahl
60er Mono hat ca.23kg Tragkraft.Da wird es aber eng bei einem Hänger ,selbst bei einer 30er Dacronseele.
Bei meiner Methode ist die 35er die Sollbruchstelle - ist mir lieber als die Fliegenschnur zu zerreißen.
Hallo,

sehe ich ähnlich und baue auch eine "Schwachstelle" ein.
Selbst, wenn spezielle Hechtschnüre eine besonders starke Seele haben sollten.

Wer an die Notwendigkeit von sehr steifen Material (und nicht an die Masseverteilung) für die Vorfach- Streckung glaubt, darf das gerne weiter tun.
Oder doch mal in der Praxis ausprobieren. ;)
 

Colophonius

Angler
Hallo,

0er Fluo-Vorfach + Stahl
60er Mono hat ca.23kg Tragkraft.Da wird es aber eng bei einem Hänger ,selbst bei einer 30er Dacronseele.
Guter Punkt! In dem Blog-Artikel wird explizit darauf eingegangen und sehr davor gewarnt, keine entsprechend darauf ausgelegte Fliegenschnur zu verwenden, weil genau dann das Problem eintritt. Der Autor ist der Auffassung, dass man mit einer starken Fliegenschnur + Vorfach den Haken aufbiegen oder zerbrechen kann, um dann die oft verwendeten Tube-Fliegen zu retten. Hätte ich aber vielleicht noch dazu schreiben sollen, statt nur den Link zu verwenden. Habe den Post noch mit der entsprechenden Warnung versehen, nicht dass jemand jetzt seine schöne Schnur zerreißt, weil er nicht weiter liest.


Wer an die Notwendigkeit von sehr steifen Material (und nicht an die Masseverteilung) für die Vorfach- Streckung glaubt, darf das gerne weiter tun.
Oder doch mal in der Praxis ausprobieren. ;)
Ehrliche Frage, da ich es selbst nur aus den Videos und Blogartikeln von Niklaus Bauer und Robert Hansson (beide viel bei Kanalgratis auf YT zu sehen): Was ist denn das genaue Problem deiner Meinung nach? Die beiden präsentieren jedenfalls in den Videos ihre Fliegen oft punktgenau. Dazu sollte man vielleicht noch erwähnen, dass dort oft 20cm+ Streamer + Gewicht verwendet werden, was mit der klassischen Fliegenpräsentation nicht so viel gemein hat. Soweit ich es verstanden habe, öffnet man ja sogar bewusst bei schweren Fliegen die Schlaufe etwas oder verwendet gleich einen anderne Wurfstil (Gebetsroither Wurfstil oder "Belgian Cast" im amerikanischen Raum) verwendet.
 
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Thomas E.

Member
Was ist denn das genaue Problem deiner Meinung nach?
Hallo,

Problem wäre übertrieben.
Man kann ja z.B. 60er FC, oder Nylon nehmen, mir ging es um die Steifheit des Materials, die nicht wichtig ist.
Wenn das Vorfach nur kurz ist und die "Fliege" Gewicht hat, wird das so gehen.

Generell werden sich aber Vorfächer, die mehr Masse haben und sogar weicher sind ( wie Polyleader, oder Textilvorfächer ( Dyneema- Moser )), besser abrollen.

Den "Gebetsroither" kann man eng, oder offen werfen, das hat mit dem Stil nichts zu tun.

Schnüre für Hecht bastel ich mir aus halber eingekürzter DT und Rl selbst, für diese wäre mir die Tragkraft von 60er Mono zu gefährlich.
 
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