Um Anglern im Vorfeld der Europawahl eine Orientierung zu fischereipolitischen Themen zu geben, hat der DAFV alle derzeit im Europäischen Parlament vertretenen deutschen Parteien angeschrieben und um Beantwortung der Wahlprüfsteine gebeten.
Für die Anglerinnen und Angler in Deutschland gewinnt die europäische Fischerei- und Umweltpolitik zunehmend an Bedeutung. Entscheidungen und Richtlinien der EU haben direkten Einfluss auf die Gesetzgebung in der Bundesrepublik. Über sechs Millionen Deutsche gehen mindestens einmal im Jahr angeln, das sind rund 7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Durch ihr direktes Engagement für den Gewässerschutz leisten insbesondere die organisierten Anglerinnen und Angler einen wichtigen ökologischen Beitrag. Ebenso hat die Angelfischerei mittlerweile eine hohe sozioökonomische Bedeutung.
Um allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld der Europawahl eine Orientierung zu fischereipolitischen Themen zu geben, haben wir alle derzeit im Europäischen Parlament vertretenen deutschen Parteien angeschrieben und um Beantwortung unserer Wahlprüfsteine gebeten.
Die Antworten wurden weder gekürzt noch redaktionell bearbeitet. Auf eine Bewertung der Antworten auf unsere Fragen haben wir bewusst verzichtet, um den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit zu geben, eine unabhängige Entscheidung aufgrund ihrer persönlichen Einschätzung zu treffen.
Wie sehen Sie dabei die Rolle der Angler und wie möchten Sie diese bei der Umsetzung der Verordnung einbinden?
Frage 2: Unsere Gewässer befinden sich in keinem guten biologischen Zustand, besonders in Hinblick auf den Erhalt/Wahrung der Biodiversität. Ursachen liegen hier auch mit im ungenügenden Prädatorenmanagement.
Welche Maßnahmen zum aktiven Schutz der Fischfauna erachten Sie in dieser Hinsicht als sinnvoll?
Frage 3: Europäische Vorgaben (bspw. COM(2022) 304) sehen eine Ausweitung von Schutzgebieten vor. In der nationalen Umsetzung Deutschlands resultierten daraus häufig Nullnutzungszonen.
Wie bewerten Sie die Effektivität von Nullnutzungszonen und welche Alternativen sehen Sie?
Frage 4: Für Aal, Dorsch und Lachs bestehen aktuell Fangverbote/Fangbegrenzungen für die Angelfischerei, obwohl der gegenwärtige Zustand der Bestände nachweislich andere Ursachen hat (bspw. Habitatverlust, Eutrophierung).
Halten Sie die momentanen Einschränkungen für einen effektiven Lösungsansatz?
Frage 5: Die Angelfischerei hat an Küstengebieten häufig eine höhere Bedeutung in der Wertschöpfung als die Berufsfischerei. In der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) wird sie bisher aber nicht gleichrangig behandelt.
Wie werden Sie sich für eine Gleichbehandlung der Freizeitfischerei einsetzen?
Frage 6: Angler haben bei der Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die aktive Naturschutzarbeit und die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten eine hohe Verantwortung.
Wie schätzen Sie den gesellschaftlichen Wert der Arbeit der organsierten Angelfischer ein?
Frage 7: Die Reduktion von Nährstoffeinträgen in die Ostsee ist dringend erforderlich, um das gefährdete Ökosystem und seine Bewohner zu schützen.
Welche strategischen Maßnahmen wird ihre Partei ergreifen, um die Ostsee zu schützen?
Frage 8: In DE gibt es ca. 7.300 Wasserkraftanlagen (WK). Der Anteil der Bruttostromerzeugung aus WK liegt bei ca. 3%. Die Kleine WK hat ein unverhältnismäßig hohes Schädigungspotential.
Was unternehmen Sie, um den Anteil der Kleinen WK zugunsten der Artenvielfalt und Gewässerentwicklung zu reduzieren?
-Pressemitteilung DAFV-
Für die Anglerinnen und Angler in Deutschland gewinnt die europäische Fischerei- und Umweltpolitik zunehmend an Bedeutung. Entscheidungen und Richtlinien der EU haben direkten Einfluss auf die Gesetzgebung in der Bundesrepublik. Über sechs Millionen Deutsche gehen mindestens einmal im Jahr angeln, das sind rund 7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Durch ihr direktes Engagement für den Gewässerschutz leisten insbesondere die organisierten Anglerinnen und Angler einen wichtigen ökologischen Beitrag. Ebenso hat die Angelfischerei mittlerweile eine hohe sozioökonomische Bedeutung.
Um allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld der Europawahl eine Orientierung zu fischereipolitischen Themen zu geben, haben wir alle derzeit im Europäischen Parlament vertretenen deutschen Parteien angeschrieben und um Beantwortung unserer Wahlprüfsteine gebeten.
Die Antworten wurden weder gekürzt noch redaktionell bearbeitet. Auf eine Bewertung der Antworten auf unsere Fragen haben wir bewusst verzichtet, um den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit zu geben, eine unabhängige Entscheidung aufgrund ihrer persönlichen Einschätzung zu treffen.
Die Fragen
Frage 1: Eine halbe Million organisierte Angler sind aktive Naturschützer an den deutschen Gewässern. Die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur wird zukünftig eine große Rolle spielen.Wie sehen Sie dabei die Rolle der Angler und wie möchten Sie diese bei der Umsetzung der Verordnung einbinden?
Frage 2: Unsere Gewässer befinden sich in keinem guten biologischen Zustand, besonders in Hinblick auf den Erhalt/Wahrung der Biodiversität. Ursachen liegen hier auch mit im ungenügenden Prädatorenmanagement.
Welche Maßnahmen zum aktiven Schutz der Fischfauna erachten Sie in dieser Hinsicht als sinnvoll?
Frage 3: Europäische Vorgaben (bspw. COM(2022) 304) sehen eine Ausweitung von Schutzgebieten vor. In der nationalen Umsetzung Deutschlands resultierten daraus häufig Nullnutzungszonen.
Wie bewerten Sie die Effektivität von Nullnutzungszonen und welche Alternativen sehen Sie?
Frage 4: Für Aal, Dorsch und Lachs bestehen aktuell Fangverbote/Fangbegrenzungen für die Angelfischerei, obwohl der gegenwärtige Zustand der Bestände nachweislich andere Ursachen hat (bspw. Habitatverlust, Eutrophierung).
Halten Sie die momentanen Einschränkungen für einen effektiven Lösungsansatz?
Frage 5: Die Angelfischerei hat an Küstengebieten häufig eine höhere Bedeutung in der Wertschöpfung als die Berufsfischerei. In der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) wird sie bisher aber nicht gleichrangig behandelt.
Wie werden Sie sich für eine Gleichbehandlung der Freizeitfischerei einsetzen?
Frage 6: Angler haben bei der Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die aktive Naturschutzarbeit und die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten eine hohe Verantwortung.
Wie schätzen Sie den gesellschaftlichen Wert der Arbeit der organsierten Angelfischer ein?
Frage 7: Die Reduktion von Nährstoffeinträgen in die Ostsee ist dringend erforderlich, um das gefährdete Ökosystem und seine Bewohner zu schützen.
Welche strategischen Maßnahmen wird ihre Partei ergreifen, um die Ostsee zu schützen?
Frage 8: In DE gibt es ca. 7.300 Wasserkraftanlagen (WK). Der Anteil der Bruttostromerzeugung aus WK liegt bei ca. 3%. Die Kleine WK hat ein unverhältnismäßig hohes Schädigungspotential.
Was unternehmen Sie, um den Anteil der Kleinen WK zugunsten der Artenvielfalt und Gewässerentwicklung zu reduzieren?
Die Antworten der Parteien findet Ihr hier: Klick mich!
-Pressemitteilung DAFV-

