Waller fangen mit Aal

zanderjan

Member
HalloIch habe jetzt in der Fisch und Fang einen Bericht gelesen über Waller im Spanischen Ebro-Delta.Darin wurde beschrieben das man dort die Waller auch mit Lebenden Aalen fängt ist das war?Hat jemand schon mal Erfahrung damit gemacht?
Gruß Zanderjan


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bitte macht kein Catch und Releas
 

Hummer

ein Angler
Ja, das ist wahr und ich halte es für eine Riesensauerei. Der Aal ist in seinem Bestand bedroht und wird als Köderfisch für eine reine Catch-and-Release Angelei mißbraucht
Petri!Hummer
 

Thomas9904

Well-Known Member
Für einen vernünftigen Angler ist es heute wohl undenkbar, mit lebenden Aalen zu angeln.
Muß mich allerdings outen, daß ich das vor Jahren auch schon mal gemacht habe. Ich ohoffe daß mir das unter "Jugendsünde" verziehen wird.
Aber abgesehen von ethischen/tierschützerischen Bedenken habe ich mich auch aus anglerischen Gründen von dieser Methode nach dem ersten Versuch schnell losgesagt:
Den Wels mit Kunstködern zu beangeln oder Fetzen(zopf) ist bei entsprechender Gewässerkenntis wahrscheinlich genauso erfolgreich und zumindest spannender.
Zu diesen fragwürdigen Methoden zähle ich übrigens auch die am Ebro oft verwendete "Bojenmonatge" mit vorwiegend lebenden Karpfen als Köder.
Selbstverständlich will jeder Angler in seinem gebuchten Urlaub auch den Traumfisch fangen, mir persönlich ist ein in meinen Hausgewässern auf Kunstköder gefangener 10 - Kilo - Wels lieber als ein im Ausland gefangener 50 - Kilo - Fisch mit den erwähnten fragwürdigen Methoden.


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MfG
Mitglied der I.G.A.
Mod Raubfisch und Forellen
 
F

Franky

Guest
Jepp - sehe ich genauso! Außerdem gehören Aale wenn schon, denn schon in die Räuchertonne!!!! Eine Sünde, sie als Köfi zu "mißbrauchen", auch wenn man andere Länder, andere Sitten "respektieren" sollte.
Gummiaale hingegen sind Top-Köder auf Zander, wenn man sie langsam an der Kante entlang schlängeln lässt.
Ich frage mich, wann die ersten gegen die Montage mit totem Hühnern auf die Barrikaden gehen...

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Immer ´nen Kescher voll
//-\ Franky //-\
 
Ja das stimmt obwohl es ungewöhnlich ist das am ebro Karpfen mit aal gefangen werden. Main Vater war vor zwei jahren dort und die haben mit 3 pfündigen Karpfen welse gefangen
bis dann
 

buggs

Member
Jo das ist richtig, aber man muß nicht erst zum Ebro um diesen Mißstand! zu sehen es genügt schon das Saarland hier ist das bei einigen Vereinen(Gewässer auch erlaubt. Wenn sie keine kleine Aale fangen nehmen sie sogar Forellen dafür!- Schwach Sinn!


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***>immer guten fang buggs < ######
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Schulti

Sexiest Man alive
Vor 15 Jahren hat es bei uns auch niemanden interessiert, wenn mit lebenden Köfis geangelt wurde. Ich traue mich wetten, das einige, die jetzt so auf "Tierschutz" aus sind, früher auch mit lebenden Köfi&acute;S angelten!!!!!

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Und ist der Berg auch noch so steil,
aa bissl wos geht allaweil
 

til

Spinnfischer C&amp;R
Am Po wird auch sehr viel mit Aalen auf Wels geangelt, hab ich gehört. Noch schlimmer finde ich aber die berufsmässige Glasaalfischerei, wo dann hunderte von Äälchen als Delikatesse in einer Sardinenbüchse landen.
Die Karpfen an den Ebrostauseen sind allerdings nicht gerade eine im Bestand bedrohte Spezies, im Gegenteil, sie sind regelrecht verbuttet und man sieht sie in dichten Schwärmen das Plankton(oder was auch immer) von der Oberfläche saugen.
Eigentlich finde ich aber die Unterscheidung Edelfisch oder nicht etwas merkwürdig, wenns um die Verwendung als Köderfisch geht. Etwas anderes ist es, wenns um bedrohte Bestände geht, aber wenn man sonst alle Schonmasse,-Mengen und -Zeiten einhält wärs ok.
Mein Ding ist das Fischen mit Köderfisch, ob tot oder lebendig, ohnehin nicht (mehr). Spinnfischen macht mir mehr Spass

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Mehr Fisch für Alle und natürliche Bestände.
Spinnfischen auf Raubfische
 

TommyD

Member
Hi
Am Ebro oder allgemein in Ländern wo das Wasser im Sommer längere Zeit auf über 20 C° bleibt kommen Karpfen im überfluss vor.
Die Aale aber leichen weit weg im meer und es gehen schon genug auf dem weg in die Flüsse drauf da muss man sie nicht auchnoch an die Angel hängen. Forellen esse ich auch lieber selber.
Als Köder nimmt man normalerweise eine in dem Gewässer "minderwertige" fischart also diejenigen die häfig vorkommen(auch verbuttete) und als Speißefisch nicht so geschäzt werden.Gruß:
_____TommyD
 

til

Spinnfischer C&amp;R
@Tommy:
Genau, der beste Köderfisch ist normalerweise der, den die Fische aus ihrer natürlichen Umgebung kennen. Am besten kennen sie natürlich die häufig vorkommenden Arten. Wenn Du allerdings Beispielsweise an einem See der mit Forellen tüchtig besetzt wird, auf Hecht Angeln möchtest,liegt es doch auch auf der Hand, eine Forelle als Köder zu nehmen, oder?
Ich denke es kommt immer ein bisschen auf die Verhältnisse am entsprechenden Gewässer an. Viele Leute stehen ja auch auf Barsche als Köder, die haben aber auch oft Schonmass und gut zum selberessen sind sie auch.


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anguilla

Active Member
ich finde es eine riesensauerei, aale als köderfische, und dazu noch lebend!!!, zu verwenden, zumal der aal akut bestandsgefährdet ist! leider weiß ich, das dies auch in italien üblich ist.
bei dieser gelegenheit muß ich mal eine lanze für den aal brechen. wie aus meinem nickname ja unschwer erkennbar, ist der aal mein absoluter lieblingsfisch. allerdings nicht, weil er so schön in die räuchertonne passt und dann auch noch gut schmeckt, sondern weil mich seine, größtenteils noch unerforschte, lebensweise fasziniert. ich versuche also nicht möglichst viele sondern eher kapitale aale zu fangen. alles andere rutscht mir einfach durch die finger...
trotz alledem bin ich für ein generelles fangverbot, vorallem der kommerziellen fischerei, in abwanderungsfähigen gewässern! ich weiß, das mag sehr drastisch klingen, aber es gibt wohl keine alternativen dazu. die an den küsten europas eintreffende glasaale tendieren gegen null!!! was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen. in einigen jahren, wird es nur noch wenige aale geben, oder wir kennen ihn nur noch aus der erinnerung. die einzige rettung scheint die künstliche reproduktion zu sein. ob dies allerdings gelingt, wage ich zu bezweifeln. unsere "geliebten" hauptkonsumenten des glasaals versuchen sich schon lange daran, ohne erfolg. eine lösung der übrigen bestandsbedrohenen probleme (zunehmende flußverbauung, überfischung, schwimmblasenwurm) erscheint auch nicht in sicht! also, es ist kurz vor zwölf!!! wenn nicht schon danach!petri!anguilla
 
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