Wanderfische weltweit stark unter Druck

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UN-Bericht: Wanderfische weltweit massiv bedroht – Bestände seit 1970 um bis zu 80 Prozent eingebrochen.

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Dramatischer Rückgang: Wandernde Süßwasserfische wie der Stör sind weltweit stark unter Druck. Bild @pixabay)

Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen zeigt ein dramatisches Bild: Wandernde Süßwasserfische sind weltweit massiv bedroht – deutlich stärker als bislang angenommen. Seit den 1970er-Jahren sind ihre Bestände um rund 80 Prozent zurückgegangen, bei großen Arten wie dem Hausen (Huso huso) sogar um bis zu 94 Prozent. Besonders kritisch ist die Lage in großen Flusssystemen wie Donau, Amazonas, Mekong, Nil, Ganges und Brahmaputra. Hauptursachen sind vom Menschen veränderte Flüsse durch Kraftwerke und Staustufen, Verschmutzung sowie die Folgen des Klimawandels. Wanderhindernisse verhindern, dass Fische ihre Laichgebiete erreichen – mit teils dramatischen Folgen für ganze Populationen.
Der Bericht fordert deutlich mehr Schutz: Neben den bislang 23 geschützten Arten müssten weltweit mindestens 325 weitere wandernde Süßwasserfische in Schutzprogramme aufgenommen werden. Allein in Europa gelten rund 50 Arten als dringend schutzbedürftig. Auch bekannte heimische Arten stehen unter Druck. Dazu zählen etwa Huchen (Hucho hucho), Nase (Chondrostoma nasus) und Bachneunauge (Lampetra planeri). Sie gelten als sogenannte „prioritäre Arten“, für die rasch Maßnahmen nötig sind.
Neben ökologischen Folgen hat der Rückgang auch wirtschaftliche Auswirkungen: Wanderfische sind in vielen Regionen eine wichtige Grundlage für die Fischerei. Hoffnung gibt es durch internationale Projekte wie „LIFE-Boat 4 Sturgeon“, das sich der Wiederansiedlung von Stören in der Donau widmet. Klar ist laut UN-Bericht aber: Ohne grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird sich der Abwärtstrend kaum stoppen lassen.




Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000313869/wanderfische-geraten-immer-mehr-unter-druck
 
Der Bericht fordert deutlich mehr Schutz: Neben den bislang 23 geschützten Arten müssten weltweit mindestens 325 weitere wandernde Süßwasserfische in Schutzprogramme aufgenommen werden.

Falscher Ansatz!
Auch "geschützte" Arten sterben aus wenn die Rahmenbedingungen nicht passen.
Man sollte die Renaturierung der Gewässer fordern. Nur dann kann es etwas werden mit dem Fortbestand der Arten.
 
Das passt gut zur Aal-Besatz-Diskussion, die hier gerade im anderen Thread geführt wird. Das Problem sind die Verbauungen, die Verbauungen dienen der Stromproduktion, die Politik sieht Wasserkraft als nachhaltig an und fördert in Deutschland ausdrücklich den Ausbau. Parallel werden Besatzmaßnahmen zur Stützung der Bestände finanziell unterstützt. Finde den Fehler.

Deutschland plant die Vervierfachung der Rechenzentrumskapazität für KI: https://youtu.be/Zbgrs5t3UCA?is=A6882k_Uf0taZEqx
Das bedeutet, um die 15GW erhöhter Strombedarf. Gleichzeitig lehnt Deutschland Kernkraft ab, schließt Kohlekraftwerke und Gas ist zu teuer. Ich habe vorige Woche einen CSU-Politiker auf dieses Problem angesprochen. Antwort: "... und auch bei der Wasserkraft gibt es noch einiges Potential."
 
.....diese zu verhindern
Ich hatte Gelegenheit, mich mit Biologen, die nahe an den Ministerien arbeiten, dazu auszutauschen. Klare Botschaft: Wer sich gegen Wasserkraft stellt, bekommt Zeitverträge nicht verlängert, wird gleich bei Einstellungsgesprächen aussortiert bzw. bekommt "Druck von oben". Der Druck müsste von außen kommen, was aber nicht passiert. Den Angelvereinen sind auch die Hände gebunden, da viele Wasserkraftwerke den Verpächtern gehören. Wer sich da einmischt, geht bei der nächsten Pachtverhandlung leer aus. Ein Flussbesitzer hier in der Nähe plant gerade den Ausbau mit weiteren Turbinen und will dazu über mehrere Monate den Wasserstand drastisch absenken. Das Projekt wird vom Bund gefördert, weil es "einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung leistet".
 
Ich hatte Gelegenheit, mich mit Biologen, die nahe an den Ministerien arbeiten, dazu auszutauschen. Klare Botschaft: Wer sich gegen Wasserkraft stellt, bekommt Zeitverträge nicht verlängert, wird gleich bei Einstellungsgesprächen aussortiert bzw. bekommt "Druck von oben". Der Druck müsste von außen kommen, was aber nicht passiert. Den Angelvereinen sind auch die Hände gebunden, da viele Wasserkraftwerke den Verpächtern gehören. Wer sich da einmischt, geht bei der nächsten Pachtverhandlung leer aus. Ein Flussbesitzer hier in der Nähe plant gerade den Ausbau mit weiteren Turbinen und will dazu über mehrere Monate den Wasserstand drastisch absenken. Das Projekt wird vom Bund gefördert, weil es "einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung leistet".
Idiocracy Germany.
 
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