Gestern war ich im Raum Eckernförde an der Küste zum Meerforellenangeln. Gegen Abend habe ich einen anderen Watangler getroffen, der mich darauf aufmerksam machte, dass ein Teil einer großen Meerforelle im Spülsaum liegt. Ich bin zur beschriebenen Stelle gegangen und habe mir die Fischreste angeschaut. Eine Meerforelle war es nicht. Eher ein Teil von einem Karpfen oder Giebel. Was meint Ihr, wie dieser in die Ostsee kam? Ich vermute, dass ein Seeadler seine Beute aus einem der in der Nähe gelegenen Seen hier verlor. Habt Ihr andere Ideen? Und kann jemand den Fisch bestimmen?

Beste Grüße
Jesco

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Niklas32

Well-Known Member
Meiner Meinung nach handelt es sich um einen Giebel. Dafür sprechen die gleich großen ovalen Schuppen und die farbliche Zweiteilung unter den Schuppen. Karpfen haben meines Erachtens nach größere Schuppen und die Brustflosse wäre etwas kräftiger und meist auch dunkler gefärbt.

Die Theorie, dass der Fisch dort von einem Räuber hingeschleppt wurde, klingt für mich auf jeden Fall plausibel. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass der Räuber eher ein Fuchs oder ein anderer Landräuber war. Für mich sehen die Ränder eher "sauber" abgebissen aus als mit einem Schnabel zerrupft.
 
Vieleicht kommt er ja auch von Menschen. Am Strand hatten Vater und Sohn ein Lagerfeuer gemacht. Eventuell wollten sie den Fisch essen, hatten aber gemerkt, dass dieser nicht schmeckt und die Reste weggeworfenab72
 

Professor Tinca

1. Ükel Champion
Teammitglied
Tot am Ufer gefunden, natürlich nicht selbst gefangen :D

Fleisch und Kiemen sehen noch recht frisch aus.
Son gefundener Fisch, der erst dahin getragen wurde, würde vmtl. nicht so aussehen und welcher Fuchs schleppt so Appetithäppchen kilometerweit?

Ich halte die Vogeltheorie für am wahrscheinlichsten.
Menschen könnten den auch mitgebraucht haben aber Giebel als Speisefisch?
 

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Da haben die lieben Redaktionskollegen ihrem Jesco Peschutter aber einen schönen Streich gespielt. :laugh2

Auch ich habe einmal einen toten Karpfen in der Steinpackung der Außenseite eines Nordseedeiches gefunden. Auf der inneren Seite des Deiches lag allerdings ein größeres Süß- bzw. Brackwasserreservoir. Von daher schätze ich, dass der Fisch damals ebenfalls per Luftpost in diese für ihn eher ungewöhnliche Lage geraten ist. Vielleicht war es aber auch ein Seehund oder ausgewilderter Puma?
 

Orothred

Well-Known Member

Mefospezialist

Angelbekloppter
Wenn ich richtig informiert bin aber weit im Osten bei Estland, wo der Salzgehalt deutlich geringer ist als bei uns.
Ich weiß auch nicht wie so etwas geht aber ich hatte auch zwei komische Fänge in all den Jahren:

1. Habe vor Jahren mal einen dicken Flussbarsch im Fehmarnsund (Landseite) gefangen und habe auch ungläubig auf den Fisch gestarrt als der an Land kam.
Der nahm einen Mefoblinker im flachen Wasser.
Wo der her kam und wie er das überlebt hat frage ich mich noch heute.

2. Und einen Weißfisch habe ich vor Flügge beim Brandungsangeln gefangen. Es war zwar nur der eine in den fast 30Jahren, die ich nun schon auf die Insel fahre aber es gibt so etwas durchaus.
 

nobbi1962

Moin Moin Leute
Gestern war ich im Raum Eckernförde an der Küste zum Meerforellenangeln. Gegen Abend habe ich einen anderen Watangler getroffen, der mich darauf aufmerksam machte, dass ein Teil einer großen Meerforelle im Spülsaum liegt. Ich bin zur beschriebenen Stelle gegangen und habe mir die Fischreste angeschaut. Eine Meerforelle war es nicht. Eher ein Teil von einem Karpfen oder Giebel. Was meint Ihr, wie dieser in die Ostsee kam? Ich vermute, dass ein Seeadler seine Beute aus einem der in der Nähe gelegenen Seen hier verlor. Habt Ihr andere Ideen? Und kann jemand den Fisch bestimmen?

Beste Grüße
Jesco

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Meeräsche
 
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