„Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Christian.Siegler

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Der Präsident des Fischereiverbands Saar (FVS), Andreas Schneiderlöchner, greift den Deutschen Angelfischerverband (DAFV) scharf an. Er wirft dem Verband fehlende Initiative und falsche Personalpolitik vor. Nun hat der FVS seinen Austritt aus dem Dachverband beschlossen, die Kündigung wird 2019 wirksam. Andreas Schneiderlöchner sprach mit Georg Baumann über die Hintergründe.




Der Präsident des Fischereiverbands Saar (FVS), Andreas Schneiderlöchner mit Hecht


GB: Der Fischereiverband Saar hatte ja bereits 2015 zunächst den Austritt beschlossen, das neu gewählte Präsidium wollte es dann aber doch noch mal mit dem DAFV versuchen. Jetzt erfolgt der endgültige Abschied. Was ist passiert?
AS: Das Problem ist, dass eben nichts oder zu wenig passiert ist. Die von uns geforderten strukturellen und personellen Reformen haben nicht stattgefunden. Damals wurden zwar Reformen angekündigt. Denen wollten wir eine Chance geben. Inhaltlich herrscht aber Stillstand und auch die Öffentlichkeitsarbeit kommt nicht voran. Von einer modernen, schlanken und transparenten Verbandsstruktur, also einer schlagkräftigen Aktionsplattform mit großen Gestaltungsmöglichkeiten für die Mitgliedsverbände, kann keine Rede sein. Der von mir gemachte Vorschlag, die Satzung des DAFV dahingehend zu ändern, dass sich das Gesamtpräsidium aus den Präsidenten der Mitgliedsverbänden und dem durch die Hauptversammlung des DAFV zu wählenden geschäftsführenden Präsidium zusammensetzt, wurde nicht aufgegriffen, obwohl derart gewährleistet wäre, dass die Mitgliedsverbände über die Grenzen der von mir ebenfalls vorgeschlagenen, die interne Entscheidungsfindung vorbereitenden Fachgruppen hinweg die Außendarstellung und die Interessenvertretung des DAFV aktiv mitgestalten würden. Insgesamt fühlen wir uns nicht gut vertreten, deswegen nun der endgültige Austritt.



GB: Eine Kehrtwende wie damals ist nicht in Sicht?
AS: Nein. Die Beschlüsse stehen. Wir sind definitiv raus aus dem DAFV.



GB: Was kritisieren Sie denn inhaltlich?
AS: Ich verstehe ja, dass es in den Bundesländern verschiedene rechtliche Bedingungen und Interessen gibt. Da ist es nicht immer leicht für einen Dachverband, gemeinsame Positionen zu finden. Aber es kann doch nicht sein, dass ein Bundesverband stets nur den allerkleinsten gemeinsamen Nenner vertritt und nicht aktiv Zeichen im Sinne der Angler setzt. Beim Kampf gegen die PETA wurden wir alleine gelassen. Von Seiten der Verbandsspitze hieß es immer, man wolle denen keine Plattform bieten. Statt aktiv zu handeln, sucht man Ausflüchte, indem man nach Möglichkeiten sucht, der Tierrechtlerorganisation irgendwann einmal die Anerkennung der steuerlichen Gemeinnützigkeit streitig machen zu können. Aber wenn man sich aktuell nicht wehrt und nicht vom Verteidigungs- in den Angriffsmodus wechselt, nicht effektive Strategien entwickelt und „Spielzüge“ plant, geht man unter und wird zum Spielball. Das und das Fehlen einer geistigen Führung, von Visionen und Zielen hat uns sehr enttäuscht. Darüber hinaus mangelt es massiv an einer guten Öffentlichkeitsarbeit. Aus dem Präsidium heraus hat man mir zwar angeboten, in einem sogenannten „Zukunftsteam“ mitzuarbeiten, jedoch sehe ich keine wirkliche Bereitschaft, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege zu gehen.


GB: Aber der DAFV hat Anfang letzten Jahres doch extra einen Pressereferenten eingestellt.
AS: Das ist zwar richtig, aber anstatt eines echten Medienprofis wurde ein IT-Experte eingestellt. Der ist in der Presselandschaft nicht richtig vernetzt und muss sich in den Job erst einarbeiten. Ob diesem der Aufbau eines effektiven politischen und medienwirksamen Netzwerkes gelingt, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls handelt es sich dabei um einen langfristigen Vorgang, wofür die notwendige Zeit fehlt, da wir längst handlungsfähig sein müssten. Ähnliches gilt übrigens für den Geschäftsführer – auch er ist ein Neuling in seinem Aufgabenfeld und muss sich erst einfinden. Das ist übrigens auch den beiden gegenüber unfair, denn es werden Erwartungen an sie herangetragen, die sie so schnell gar nicht erfüllen können. Wenn man schnell professionell arbeiten will, muss man halt auch erfahrene Profis einstellen. Das kostet zwar Geld, wäre aus meiner Sicht aber gut angelegt.



GB: Was würden Sie sich denn von der Öffentlichkeitsarbeit wünschen?
AS: Wir brauchen Kampagnen, die das Angeln ins rechte Licht setzen. Sowohl als Kulturgut als auch als tierschutzgerechteste Form der Gewinnung des gesunden Nahrungsmittels „Fisch“. Die Zusammenarbeit mit anderen Nutzerverbänden muss aufgenommen und gefördert werden. Ein regelmäßiger Dialog mit anderen Natur- und Tierschutzverbänden muss auch auf Bundesebene geführt werden, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und Vorbehalte abzubauen. Ziel muss es sein, die Angler als wichtigste Ansprechpartner in Fragen der Fischerei- und Gewässerbewirtschaftung im politischen Raum zu etablieren, so wie wir das auf Landesebene geschafft haben. Aggressive öffentliche Reaktion (auch mit negativ besetzten Schlagworten) in den sozialen Netzwerken darf nicht ausgeschlossen sein, wenn diese notwendig und erfolgversprechend ist. Da der Mensch nur verteidigt, was er kennt, müssen Menschen das Angeln kennen lernen, z.B. in Schnupperkursen für alle Altersstufen und Angelarbeitsgemeinschaften in Schulen. Aber auch die wirtschaftliche Bedeutung des Angelns sollte herausgestellt werden. Wenn wir das in die Köpfe der Menschen bekommen, haben es die militanten Tierrechtsaktivisten mit ihren infamen Angriffen deutlich schwerer.



GB: Aber ist es nicht ein großer Nachteil, auf Bundesebene keine Vertretung mehr zu haben? Schließlich werden dort wichtige Rahmenentscheidungen getroffen.
AS: Wenn die Große Koalition kommt, haben wir wahrscheinlich bessere Kontakte in die Bundesregierung als der DAFV. Auch im Saarland haben wir eine große Koalition. Der designierte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), die designierte Generalsekretärin der CDU Annegret Kamp-Karrenbauer, der designierte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stammen aus dem Saarland. Das Bundesumweltministerium wird im Falle einer großen Koalition von der SPD besetzt, ebenso das Außenministerium, sodass wir über unseren Umweltminister im Saarland Reinhold Jost (SPD) auch weiterhin nach dort gute Verbindungen haben würden. Unsere Interessen können wir also ganz gut selber vertreten.



GB: Aber wäre ein Dachverband mit seinen vielen Mitgliedern auf Bundes- und Europaebene nicht deutlich schlagkräftiger?
AS: Doch. Aber dafür müsste er halt auch effektiv arbeiten. Ich kann auch nicht ansatzweise erkennen, dass sich der DAFV in die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD eingebracht hat. Stattdessen sorgt der DAFV mit seiner Präsidentin auf der verbandseigenen Homepage aktuell wieder mit politisch gefärbten Kommentierungen im Zusammenhang mit dem Umweltgift Glyphosat für eine Zementierung des bereits schlechten Kommunikationsklimas mit dem SPD geführten Bundesumweltministerium, obwohl die SPD gerade ihre Mitglieder über den Eintritt in eine große Koalition abstimmen lässt. Was sich in Zukunft entwickelt, kann ich nicht sagen. Eventuell wird sich ja der wesentlich effektiver arbeitende Deutsche Fischereiverband zu einem solchen Dach entwickeln, wenn denn der DAFV einer Satzungsänderung des Deutschen Fischereiverbandes zustimmt oder gar selbst dort als Mitglied austritt. Dann könnten die Landesverbände dort nämlich direktes Mitglied werden. Aber für Spekulationen ist es noch zu früh. Für gute Lösungen im Sinne der Angler sind wir offen.



GB: Herzlichen Dank für das Gespräch
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Danke für den Beitrag. Hoffentlich ein weiterer Sargnagel für diesen unsäglich schlechten Verband. Besserung ist nicht in Sicht.

Interessenvertretung sieht anders aus. Aber das wurde ja in der Vergangenheit bereits durch Thomas intensiv unter die Lupe genommen.
 

Kochtopf

Chub Niggurath
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Danke für den Beitrag! Hat hier irgendwer einen Überblick wer alles schon den Austritt beschlossen hat, wer wackelt und wer in nibelungentreue dem Mutterschiff verbunden ist?
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Schöner Beitrag!

Was mir nur wieder etwas sauer aufstößt:

AS: Wir brauchen Kampagnen, die das Angeln ins rechte Licht setzen. Sowohl als Kulturgut als auch als tierschutzgerechteste Form der Gewinnung des gesunden Nahrungsmittels „Fisch“.
Alte Zöpfe? Könnte man nicht langsam beginnen Angeln losgelöst vom "eat what you catch" zu betrachten. Die Leute haben auch Gärten, ohne Obst anzubauen.

Seine Kritikpunkte sind absolut richtig und stimmig, gegenüber der Darstellung des DAFV in der Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt. Ich habe ja auch bald eine Vereinssitzung und dort wird das Thema Natura2000 wieder angeschlagen.

Ich bin gespannt, in welchem Rahmen der DAFV genannt wird, ob er denn überhaupt irgendeine relevante Rolle übernimmt....
 

Rotbart

Fortes Fortuna Adiuvat!
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Erfrischend andere Berichterstattung, die den Leser in die Lage versetzt, selbst eine Meinung zu bilden. Weiter so.
 

sprogoe

-Privatier- sponsert by DRV
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Wenn das die Peta mitbekommt....
das Foto mit dem baumelnden Hecht an der Angel meine ich.:(
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Wenn das die Peta mitbekommt....
das Foto mit dem baumelnden Hecht an der Angel meine ich.:(
Dann postest du einen Hund aus ihren Hauseigenen (Edit Mod: Ausdruck gelöscht, bitte auf Ausdrucksweise achten) Einrichtungen in den USA und weist darauf hin, was ein wirklicher Verstoß gegen die Rechte von Tieren ist.
 

Damyl

Alte Schule
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Wenn das die Peta mitbekommt....
das Foto mit dem baumelnden Hecht an der Angel meine ich.:(
Das nennt man "Angeln" #:
Irgendwie schleicht sich bei mir das Gefühl ein, das wir Angler bald an Paranoia leiden :q ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

August

Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

ha ha ha die Rache des Schneidelöchners weil er dort nichts zu sagen hat mehr nicht und weniger auch nicht, nicht aus Überzeugung oder aus Prinzip nur aus reiner Rachelust und um zu Schaden. Was solls habe für den DAFV sowieso nichts übrig genauso wie für Schneidelöchner wäre also egal auch wenn beide Verschwinden und ich von keinen der beidem mehr etwas Lesen muss :D
 

keepfishing

Active Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Die Kritik an unserem Dachverband nimmt weiter zu... Sicherlich berechtigt und durch diesen Bericht wird jeder einzelne Angler weiter animiert sich ein Bild zu der Lage zu machen. Einschneidende Veränderungen innerhalb des DAFV sind notwendig. Ich persönlich bezweifel, dass der Dachverband diese Veränderungen überhaupt angehen möchte...Deshalb sind die Austritte der Landesverbände m.E. als letztes Mittel (leider) erforderlich.
PS: Öffentlichkeitsarbeit ist wichtiger denn je. Wie schon im vorherigeren Beitrag erwähnt, sollte sich ein Angler grundsätzlich an die Spielregeln halten und sich zudem nicht so fotografieren lassen.
 

Kochtopf

Chub Niggurath
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Wenn es denn unser Dachverband wäre aber es ist nur ein inkompetenter Haufen...
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

ha ha ha die Rache des Schneidelöchners weil er dort nichts zu sagen hat mehr nicht und weniger auch nicht, nicht aus Überzeugung oder aus Prinzip nur aus reiner Rachelust und um zu Schaden. Was solls habe für den DAFV sowieso nichts übrig genauso wie für Schneidelöchner wäre also egal auch wenn beide Verschwinden und ich von keinen der beidem mehr etwas Lesen muss :D
Den Gedanken hatte ich auch, wenn ich an Thomas seine Ausführungen im letzten Jahr denke.
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Über den Austritt (auch anderer LVs 2018) wurde hier im AB bereits im Januar berichtet.
Wo geht's hin beim DAFV? Weitere Kündigungen - Neuer Verband auf Bundesebene?

Natürlich ist jeder noch so kleine Verband, der den Katastrophen-Bundesverband verlässt, ein Schritt in die richtige Richtung,
damit hoffentlich etwas Neues, eine wirklich schlagkräftige und vor allem "anglerorientierte" Interessenvertretung entstehen kann.
Sie wird dringend gebraucht.

Aber bei manchen Aussagen Schneiderlöchners muss ich auch bitter lachen.

1. All die Kritikpunkte, die er nennt, haben Kritiker hier im AB (und auch anderswo) schon seit Jahren angeführt, teilweise schon im Vorfeld der Fusion VDSF & DAV zum DAFV.

Es ist schließlich nicht nur das Fehlen von Reformen, sondern die Struktur als solches lässt gar keine Reformen zu.

Da schließt sich als Beispiel nahtlos die Kritik am GF Seggelke an. Das Problem dieser Stelle ist nicht die Einarbeitungszeit und auch nur wenig die Person, die zu wenig Erfahrung mitbringt,
sondern der GF hat schlichtweg gar keine einer solchen Position entsprechenden Kompetenzen/Entscheidungsbefugnis.
Diese liegt ganz beim übermächtigen Präsidium, bzw. der Präsidentin.
Das Stellenprofil des GF-Postens entspricht der eines Sachbearbeiters, nicht mehr.
Wie sollte man da denn etwas anderes erwarten können, selbst auf längere Sicht?

Der Öffentlichkeitsarbeiter Olaf Lindner hat zuvor als Ehrenamtler in BaWü gar keinen so schlechten Job gemacht, auch wenn er "nur" IT-Experte ist.
Er ist vielen hier bestimmt noch als Boardie tibulski bekannt.

Warum kommt da nun konkret seit zig Monaten nix? Auch in BaWü hatte er nicht wirklich was Positives zu verkaufen, aber er hat sich trotzdem kräftig ins Zeug gelegt um Sch*** als Gold darzustellen.
Sind diese Fähigkeiten etwa beim Wechsel zum DAFV verschwunden?
Braucht er Monate (fast ein Jahr bald) zur Einarbeitung?
Unsinn! Man lässt ihn nicht!

Schneiderlöchners Analyse zieht hier nicht wirklich die richtigen Schlüsse.

2. Ausgerechnet Schneiderlöchner

Auch dass der DAFV schlichtweg nicht arbeitet, haben wir (die alte Redaktion und viele Boardies) seit Jahren gesagt ...und auch meistens belegt.
Und was sind wir von den Verbandlers -auch von Schneiderlöchner- dafür beschimpft worden!

Nun führt er auf einmal
-bzw. nach der 2017 vergeigten Bewerbung um den Präsi-Thron-
genau dieselben Argumente an?

Wo war denn seine Kritik im DAFV?
Welche *** Entscheidungen hat er denn alles mitgetragen in den vergangenen 3 Jahren?

Der Saarprinz ist, seitdem er die Kühlerfigur seines Landesverbandes wurde, nun nicht gerade als Bundesverbands-Kritiker, gar -Reformer oder -Rebell aufgefallen; ganz im Gegenteil.

Es war sein Vorgänger Becker, der 2015 im DAFV kündigen wollte und eben Schneiderlöchner hat dann nach der Abwahl als neuer Präsi die Rolle rückwärts zum DAFV vollzogen.
Bedeutet 2 Jahre sinnfrei verbrannte Mitgliedsbeiträge.

Müsste man, da man auf den Vorgänger Becker nicht hören wollte, nicht eigentlich die Verantwortung dafür übernehmen und selbst seinen Hut nehmen?

Auf seinen Draht in die potentiell neue Bundesregierung kann ich übrigens gut verzichten.
Schließlich ist es gerade Schneiderlöchner gewesen, der öffentlich in der Presse verkündigte, "er sei stolz darauf", ein C&R-Verbot zusammen mit Umweltminister Jost ins Landesfischereigesetz geschrieben zu haben!
Ohne jede Not wurde durch diese Regelung die bereits anglerfeindliche Auslegung des TierSchG im LFG zementiert und damit Spinnern wie denen von P€ta erst das richtige Handwerkszeug geliefert.

Sollte so jemand in unserem Sinne mit Hendricks telefonieren?

3. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen (1. Johannes 2, 1-6)

Nun mag der Austritt (den übrigens die Mitgliederversammlung beschließt, nicht der LFV-Präsi) vielleicht eine erste gute Tat sein.
Um seine Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen, bzw. überhaupt erst mal zu beweisen, müssen aber zwingend weitere folgen.

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.



PS: schenkt dem Mann um Gottes Willen einen Kescher.
 
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AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Erfrischend andere Berichterstattung, die den Leser in die Lage versetzt, selbst eine Meinung zu bilden. Weiter so.
100% Zustimmung. Endlich scheint hier die Sachlichkeit und Neutralität einzukehren, an der es hier zumeist mangelte. #6

Ob und wieweit die gescheiterte DAFV-Kandidatur mit dem "Sinneswandel" von Schneiderlöchner zusammenhängt, kann man als Außenstehender nach jetzigem Stand nicht beurteilen.
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Hat hier irgendwer einen Überblick wer alles schon den Austritt beschlossen hat, wer wackelt und wer in nibelungentreue dem Mutterschiff verbunden ist?
Nicht vollständig.
Nie drin gewesen, raus oder gekündigt:
Bayern
Niedersachsen (AVN)
Sachsen
Schleswig-Holstein
Saarland
Rheinland-Pfalz
Hessen
DSAV
Rheinischer (will aber wohl wieder zurück ziehen)
Hamburg (ASVHH)
Polizei-Sportfischer
...
Hab bestimmt noch welche vergessen und so viele Kleinere hab ich nicht so auf dem Schirm, da müsste man mal ganz neu recherchieren.
Der DAFV vertritt offiziell nun, nach knapp 5 Jahren Bestend, grad noch etwas mehr als die Hälfte der Angler, die es zur Fusion waren.
Eine Geschichte des vollständigen Scheiterns, wenn man dann auch noch die "Leistung" miteinbezieht.

Niebelungentreu bis zum Endsieg sind so einige:
Weser-Ems, Westfalen-Lippe, MeckPom.
(bei manchen Ostverbänden blick ich auch nicht ganz durch, wer da grad wie tickt)
 

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

Ich lese aber sehr wohl heraus, dass der Interviewer Austritte eher nicht so toll findet.
Woran machst du deine Feststellung fest?

Ich finde die Art der Berichterstattung angenehm. Man hat ja jederzeit die Möglichkeit sich weitere Betrachtungen des Themas anzusehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

kati48268

nicht mehr heimatlos
AW: „Wir sind definitiv raus aus dem DAFV“

... dass der Interviewer Austritte eher nicht so toll findet.
Georg war selbst mal Verbandsmensch im Jagdbereich (GF, wenn ich mich nicht irre), da mag er von Haus aus eine Verve für solche Organisationen haben, was ich natürlich finden würde.
In einem stimme ich ihm auch 100%ig zu:
Wir brauchen verdammt dringend eine Interessenvertretung in Bund & EU!
Aber eben eine funktionierende.

Und da kann man halt sehr verschiedener Meinung sein,
der Präsi meines LVs meint, man kann immer noch so etwas aus der Ruine DAFV machen,
ich sage, so schnell wie möglich die Abrissbirne her,
damit überhaupt erst mal Platz für eine andere, funktionierende Organisation entsteht.


Für mich auch seeeehr überraschend, spricht Schneiderlöchner die Alternative DFV an.
Auch darüber sprechen wir hier schon seit Jahren...
und Holger Ortl hat immer wieder seine Bereitschaft dazu gezeigt + immer wieder mal gezeigt, dass der DFV es besser kann.
Nur freiwillig wird der DAFV aber niemals diese Möglichkeit eröffnen und seinen Platz räumen.
 
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