Wurfweite mit der Fliegenrute

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Man darf vor allem die Zahl der Aussteiger nicht verharmlosen. Was meint ihr was auf 30m noch an Druck auf euren Haken kommt. Von Spannung halten kann da nicht mehr wirklich die Rede sein.
Ich wechsel dann lieber den Platz, bleibe längere Zeit ruhig auf der Stelle stehen, so dass die Fische sich an den "Fremdkörper" im Wasser gewöhnen und fange dann meine Fische und ich bin mir sicher, dass das an der Küste auch funktioniert.
Außerdem ist es wesentlich entspannender als jedes mal die komplette Rolle runter zu werfen.
 

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

Ich denke aber, dass man mit 40 Metern Wurfweite sehr viel Zeit mit Werfen verbringt, da ein 40m Wurf bestimmt mehr als doppelt so lange dauert, wie ein 20m Wurf.
@laichzeit

Theorie oder schon mal selber probiert?

Kann ich aus meinen bescheidenen Erfahrungen heraus nicht bestätigen.

Ich würde trotzdem lieber näher ranwaten, wenn es die Situation zulässt.
Aber gerade in tropischen Meeren, wo Fische oft schnell umherziehen, wäre ein schneller Wurf die bessere Lösung.

Könnte mir vorstellen, das es beim Fischen auf MeeFo ähnliche Situationen gibt.

muss ich eben zum Auto gehen und die Sbirorute holen.
Kann man machen, muss es aber nicht.

Aber Fliegenfischen ist nunmal die wohl eleganteste Art, sich den Fischfang unnötig schwer zu machen.

Wie Lajos schon sagte, man kann nicht jeden Fisch kriegen.
Und vor allem oft nicht so, wie man will.
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hat die hohe Anzahl der nötigen Leerwürfe eine große Scheuchwirkung?

Ist 2x 20m werfen und abfischen nicht deutlich schneller als 1x 40m?
Hallo allerseits,

manche haben Vorstellungen...#d

Schaut Euch doch nur mal die letzten Ergebnisse des Tallinn Indoor Cup an, Disziplin Seatrout Distance :
http://tallinncasting2017.voog.com/

Weitester Wurf 40.07m, das aber unter Wettkampfbedingungen von Wettkampfwerfern und mit 27 Gramm Schußkopf- Gewicht !

Um die 20m ist für den normalen FF an der Ostseeküste bei günstigen Bedingungen über den Tag gut und ausreichend, sehr gute Techniker schaffen so 25...bei günstigen Rückenwind mal 30m.;)

Leerwürfe sollte man minimieren,
ich nehme die letzten Meter Schnur mit den Rollwurf auf und dann sollten 1- 2 Rückwürfe aber genügen.:)
 

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

ein passender link auf Englisch:

http://globalflyfisher.com/fish-better/the-measure-tape

Fazit:

Ein guter Werfer schafft die komplette WF-Leine.
Mit Schusskopf sind 30+m ne anständige Weite.
Nur wenige Werfer schaffen 40+m und dann sieht das nicht gut aus und die Fliege landet meist nicht an vorderster Stelle.
Die meisten Fische werden in Distanzbereichen bis 15m oder bis 20m gefangen.
 

Stulle

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Wenn die MeFos wirklich soweit draußen stehen, dass ich mit der Fliegenrute keine Chance habe, muss ich eben zum Auto gehen und die Sbirorute holen... ;)

Oder noch 5 m weiter ins Wasser waten und hoffen, dass die nächste Welle nicht in der Hose landet ^^
Wenn irgend möglich bleib Ben Meter vom Wasser weck, mefos beißen mitunter bei 3m vom Ufer. Alles über 30m halte ich für Blödsinn aber das geht mir mit fliegenfischen generell so.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Alles über 30m halte ich für Blödsinn aber das geht mir mit fliegenfischen generell so.
Hallo,

da kommen die meisten FF sowieso nicht hin, nicht einmal auf der Wiese. |bla:

Immer wieder gut zu sehen auf unseren HH- Wurftagen, wo wir auch eine abgesteckte 40m Bahn haben.
Viele Fischer versuchen es erst garnicht, wenn, dann sind sie über die geringere Weite erstaunt.
Denn wer misst schon genau nach ?

Viele auch namhafte Leute waren über die Jahre dort und sind an den 30m gescheitert.

Wind aus der richtigen Richtung spielt dabei eine gr. Rolle, leichter konstanter Rückenwind hilft natürlich enorm !

An der Ostsee im Wasser stehend bei ungünstigen Wind sieht das noch ganz anders aus. :q
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

da kommen die meisten FF sowieso nicht hin, nicht einmal auf der Wiese. |bla:

Immer wieder gut zu sehen auf unseren HH- Wurftagen, wo wir auch eine abgesteckte 40m Bahn haben.
Viele Fischer versuchen es erst garnicht, wenn, dann sind sie über die geringere Weite erstaunt.
Denn wer misst schon genau nach ?

Viele auch namhafte Leute waren über die Jahre dort und sind an den 30m gescheitert.


Hallo,

das ist richtig, wie schon gesagt/geschrieben: die gefühlte und die tatsächliche Weite liegen meist weit auseinander.|rolleyes

Petri Heil

Lajos
 

Stulle

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Was ich auch schon gesehen habe ist das leute nicht nur mitten in der biss zone stehen sondern auch um ein paar Meter mehr zu werfen 3-4mal die Spitze aufs Wasser ditschen.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
 

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

da kommen die meisten FF sowieso nicht hin, nicht einmal auf der Wiese.
Caster schon, musste ich in meiner Jugend ja auch machen.

Und wenn ich die 40m nicht geschafft hätte, häts wohl keine Angelkarte gegeben.

Als Kampfrichter hab ich Fliege-Einhand-Weit Würfe bis weit über 60m abgemessen. Der Weltrekord dürfte momentan bei ca. 72m liegen. Aber natürlich mit Turniergerät.

Mit Angelgerät sieht das natürlich ganz anders aus. War zwar noch nie mit Meerforellen-Tackle unterwegs, aber beim Bonefish-Angeln dürfte man wohl ähnliches Gerät verwenden.

Und da wären solche Weiten für mich illusorisch gewesen.
 

Maifliege

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Einigkeit sollte darüber bestehen das Weite jedenfalls nicht schadet, wenn schon nur angeblich begrenzter Nutzen!
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,



Caster schon, musste ich in meiner Jugend ja auch machen.

Und wenn ich die 40m nicht geschafft hätte, häts wohl keine Angelkarte gegeben.

Als Kampfrichter hab ich Fliege-Einhand-Weit Würfe bis weit über 60m abgemessen. Der Weltrekord dürfte momentan bei ca. 72m liegen. Aber natürlich mit Turniergerät.

Mit Angelgerät sieht das natürlich ganz anders aus. War zwar noch nie mit Meerforellen-Tackle unterwegs, aber beim Bonefish-Angeln dürfte man wohl ähnliches Gerät verwenden.
Hallo,

es ging bei der Eingangsfrage um Weiten beim Fliegenfischen auf Meerforellen ! ;)
Auch meine Aussagen zu Wurfweiten hier beziehen sich auf Ausrüstung zum Fliegenfischen.

Beim "echten" Casting Sport (ICSF) wird für "Fliege Weit Einhand" sehr schweres Gerät verwendet, mit dem man nicht Fischen könnte.
Meine Erfahrung in Vereinen und bei vielen Veranstaltungen ist, das so manche Caster mit Gerät für das FF eher nicht so gut umgehen können.

Wer verlangt Wurfweiten von 40m mit der Fliegenrute für eine Angelerlaubnis...haha, das gibt es nicht.#q
 
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Wild Experience

Roughneck
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Ich finde das Thema Wurfweite gerade als Anfänger extrem interessant. Ich übe z.Z. nur auf dem Sportplatz und wenn ich meinen Wurf mal abgehe, liege ich bei ca 20 großen schritten. Mal etwas mehr, mal weniger. Allerdings schaffe ich es einfach noch nicht, oder nur selten, die Schnur mal sauber und gerade abzulegen.. Wenn das mal funktionieren würde, würden evtl. noch 1 - 2 m mehr herausspringen.

Ich gehe also mal davon aus, das ich ungefähr 20 m schaffe. Mein Instruktor sagte mir: Anfänger 15-20m und geübte schaffen dann vll auch 30, wenn sie gut sind auch mal 35 m.
Nur eine handvoll FF auf der Welt werfen ü 40 m.
Da mir selbst die Erfahrung fehlt, nehm ich das mal so als gegeben hin. Das Würfe über 45 m mit Tackle zum fischen, nicht Wettkampf, möglich sind, ist aber sicher. Denn er hat mir an dem Tag meines Kurses gezeigt, das dies geht. Allerdings sagte er auch, das 20 - 30m Meter zum Mefofischen mehr als ausreichend sind.
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Nur eine handvoll FF auf der Welt werfen ü 40 m.

Das Würfe über 45 m mit Tackle zum fischen, nicht Wettkampf, möglich sind, ist aber sicher. Denn er hat mir an dem Tag meines Kurses gezeigt,
Hallo Wild Experience,

etwas über 40m sind auf Wettkämpfen schon (selten) geworfen worden...es müssen aber zusätzlich auch ganz bestimmte Bedingungen vorhanden sein, z.B. zügiger Rückenwind.
Voraussetzung ist auch u.a. eine Schnur mit sehr langer Keule.

Mein weitester Wurf z.B. war mal 39,40m mit 6er Ausrüstung bei Rückenwind, ein Glückswurf.

Man kann sich Gerät für einen 45m Wurf zusammenstellen, womit das möglich ist, z.B. sehr langer SK in höherer Schnurklasse mit dünner/ leichter Running line, kräftige Rute.
Hat aber eher wenig praktischen Nutzen.:)

Oftmals wir zuviel Wert auf max. Weite gelegt, obwohl andere Würfe zum Fischen weit wichtiger siind. ;)
 
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Maifliege

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

40m sind auf einer Wettkampfbahn nicht so schlimm, aber im Wasser fehlt da ja schon mal nen Meter Höhe über Normal. 30m sind dort sehr sehr gut, aber auch machbar (bisl Wind halt). :)
 
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Sehr interessant, was man hier so mitbekommt^^

Auf die Idee mich mit Castingsportlern mal zu "vergleichen" bin ich auch nicht gekommen.

Ich war am Wochenende (wieder einmal) auf Fehmarn mit der Fliege unterwegs und habe mein Glück versucht.
Ich kann jetzt aus eigener Erfahrung bestätigen, was viele meiner Vorredner hier schon sagten. Die MeFos stehen oftmals dichter an einem dran, als man erwartet!
Bei mir blieb es leider bei einem vorsichtigen Biss, den ich nicht verwerten konnte, aber jetzt hab ich wieder etwas mehr Blut geleckt um meiner ersten MeFo auf Fliege näher zu kommen. Es kribbelt schon in den Fingern :)

P.s. Der Biss kam ca. 5m neben mir im ungefähr 60cm tiefen Wasser.
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Sehr interessant, was man hier so mitbekommt^^

Auf die Idee mich mit Castingsportlern mal zu "vergleichen" bin ich auch nicht gekommen.. Es kribbelt schon in den Fingern :)

Hallo,

bei uns ging das damals, Anfang bis Mitte der 1960er Jahre (mit dem Casting und dem eigentlichen Angeln), Hand in Hand.
In der Jugendarbeit war ausschließlich Casting angesagt.
Allerdings gab es damals, zumindest bei den Jugendlichen die sogenannte "Gebrauchsgeräteklasse", das hieß, man trat beim Casting mit den Ruten (Spinn-und Fliegenruten) an, mit denen auch gefischt wurde. Dadurch wurden wir früh für das Spinn- und Fliegenfischen begeistert.
Zu den Weiten; ein Freund von mir warf 1963 Bayerischen Rekord (Jugend) mit 33 Metern. Wie üblich, auf einem Podest stehend und mit einer 6er DT- Schnur. Das war aber der einzige von uns, der damals die 30 Meter-Grenze schaffte.
25 Meter schafften aber viele und die 20 Meter fast alle und wer die 20 Meter (noch) nicht schaffte, durfte nicht mit zu den Turnieren, eine Einschränkung für das Angeln hatte man dadurch aber nicht. Unser Trainer war zwar ziemlich konsequent, hatte aber auch die Einsicht, dass nicht jeder ein Spitzenwerfer sein konnte.

Gruß

Lajos
 

Wild Experience

Roughneck
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Die MeFos stehen oftmals dichter an einem dran, als man erwartet!
Bei mir blieb es leider bei einem vorsichtigen Biss, den ich nicht verwerten konnte, aber jetzt hab ich wieder etwas mehr Blut geleckt um meiner ersten MeFo auf Fliege näher zu kommen. Es kribbelt schon in den Fingern :)

P.s. Der Biss kam ca. 5m neben mir im ungefähr 60cm tiefen Wasser.
Wo hast du denn eine ruhige Ecke gefunden, das war doch schon fast stürmisch, laut Windfinder 6-7 in Böe sogar teilweise 8 bfo. Bei den Verhältnissen ist es dann ohne vernünftige Deckung sogar ablandig zuviel? Zumindest stell ich mir das vor, da im Moment oft ne kleine Böe auf dem Sportplatz meine Schnur zusammenbrechen läst|kopfkrat

Wahrscheinlich ist das mit der Wurfweite auch eher etwas psychisches, physisch braucht man das gar nicht um einen Fisch zu bekommen, aber man fühlt scih besser, wenn man weit werfen kann.

30m yearrrr:vik:
 
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fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

In der Jugendarbeit war ausschließlich Casting angesagt.
War bei mir genauso.

Wer verlangt Wurfweiten von 40m mit der Fliegenrute für eine Angelerlaubnis...haha, das gibt es nicht
Brauchst es nicht zu glauben, war bei mir aber so.

Ich musste erstmal ein Jahr Casting machen. Wenn ich ne Angelkarte wollte hieß es immer "lern erstmal richtig werfen".

Im zweiten Jahr konnte ich schon recht ordentlich Dreikampf werfen, dann hieß es "lern erstmal richtig mit der Fliege zu werfen".

Alles learning by watching und learning by doing, allerdings mit Turniergerät vom Verein.

Im Juli konnte ich dann auch ganz ordentlich Fliege-Kombi werfen, auch über 40m weit, dann bekam ich endlich die ersehnte Angelkarte.

Musste dann aber die nächsten drei Jahre jedesmal erst zeigen, dass ich Casting werfen kann, bevor es ne Angelkarte gab. Bis ich 18 war durfte ich dann mit 1 Rute unter Aufsicht eines Erwachsenen fischen. Ob der werfen konnte und vom Fischen ne Ahnung hatte war uninteressant.

Als Erwachsener musste ich dann die nächsten Jahre meine Arbeitsdienste als Kampfrichter beim Casting ableisten. Als die Casting-Abteilung dann aufgelöst wurde, habe ich allerdings keine Träne vergossen.

Mit Fliegenfischergerät hab ich natürlich auch nie außergewöhnliche Weiten erzielt. Hab trotzdem viele schöne Fische gefangen.

Beim "echten" Casting Sport (ICSF) wird für "Fliege Weit Einhand" sehr schweres Gerät verwendet, mit dem man nicht Fischen könnte.
Also ich hab mit der Fliege-Kombination-Ausrüstung schon auf Königslachs gefischt. Das ging nichtmal schlecht und die Schussköpfe gingen trotz starker Strömung auch rasant auf Tiefe.

Ist aber natürlich nichts für nen ganzen Tag, höchsten für wenige Stunden. Hab mir dann ne Spey-Rute zugelegt, da geht das wesentlich entspannter.

Natürlich gab es gute Caster, die am Wasser nichts gerissen haben. Tim Rajeff und Theo Matschewsky z.B. waren aber nicht nur Rekordcaster, sondern können auch sehr gut mit der Fliegenrute umgehen.
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Auf die Idee mich mit Castingsportlern mal zu "vergleichen" bin ich auch nicht gekommen.
Hi Alex,

das solltest Du eben nicht, denn Casting Sport ist in jeder Beziehung anders. |rolleyes

Über die realen Weiten für uns Fischer habe ich ja bereits ausführlich geschrieben. :)

Wenn Du optimales Gerät hast, kannst Du Dich aber immer noch in der Technik verbessern...wenn Du willst. ;)
 
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Wie heißt es so schön; Übung macht den Meister!

Ich nehme von (fast) jedem Ausflug ans Wasser wieder etwas mit nach Hause, womit ich mich stetig verbessere. Etwas mehr Präzission, etwas mehr Weite, etwas angepasste Technik bei der Köderführung....und in der Summe machne die ganzen Feinheiten dann auch mal einen Fisch im Kescher aus ;)

@Wild Experience: Freitag und Samstag konntest du mit der Fliegenrute vergessen, da gebe ich dir Recht. Aber am So Morgen (6:00) an der Ostseite Fehmarns, mit der Steilküste im Rücken ging es dann schon.
 
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