Wurfweite mit der Fliegenrute

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

Wenn Du optimales Gerät hast, kannst Du Dich aber immer noch in der Technik verbessern
Da hast Du wohl recht.

Wenn ich damals nicht zum Zwangscasting mit Turniergerät verdonnert worden wäre, noch dazu ohne richtige Anleitung, sondern irgendwann einen Fliegenfischerkurs bei einem Certified Instructor oder zumindest gutem Lehrer mit gutem Fliegenfischergerät gemacht hätte, könnte ich heute wahrscheinlich besser werfen.

Leider hab ich mir beim Autodidaktcasting einige Fehler antrainiert, die ich so leicht nicht wieder los werde.

Es reicht trotzdem, um mit der Fliegenrute schöne Fische zu fangen, und Spaß macht es mir auch, besonders dann, wenn mir keiner zuschaut.:)

Für die Instructorenprüfung ist der 30m+ Wurf eine der Prüfungsaufgaben soweit ich weiß.

Aber natürlich gibt nicht jeder gute Werfer auch nen guten Lehrer ab.
 

Andal

Teilzeitketzer
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Mit einer Zweihandrute würde ich auch gerne mal wieder einen Versuch machen. Ist halt leider für mal eben etwas sportlich im Preis. ;)
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

nennt sich zwar "Seatrout Distance", hat aber mit dem praktischen Fischen an der Ostsee auch nichts zu tun.
(Aber schöner Sport.;))

Ein SK von 27 Gramm in einer Länge, die man am Meer und dazu bei Wind nicht händeln könnte.

Darum kann man diese Weiten als Fischer nicht als Maßstab nehmen. ;)

Sven Kalmar (N) war mal auf Fehmarn und warf eine auf 22m gekürzte DT7F mit angeknoteten Flat Beam als Shooting Line...an die 50m. :)
Besenstiel- Rute und Rückenwind !

16-19 Gramm Keulen-/ SK Gewicht auf 10- 11m verteilt passen zum Mefo- Fischen ideal. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

Mit einer Zweihandrute würde ich auch gerne mal wieder einen Versuch machen. Ist halt leider für mal eben etwas sportlich im Preis.
Kommt wie immer drauf an.

Ne Shakespeare Oracle kostet weniger als viele Spinnruten, ist aber ein absolut solides Gebrauchsgerät fürs Zweihandfischen.

Seitdem die in B.C. aber mit ihrem "canadian only" Geäffel so rumzicken, steht meine leider ungenutzt im Hobbyraum.

Zweihandfischen auf Atlantiklachs erschien mir bisher zu "elitär".
Vielleicht tue ich den Spey-Jungs aber unrecht, und die würden nicht über mein Tackle und meine "Wurfkünste" lachen. Who knows???
 

torstenhtr

Active Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

Ihr schreibt zu viel Off-Topic; es war ursprünglich überhaupt nicht von Interesse ob man weite Würfe zum Fischfang benötigt oder nicht. Ich will versuchen die Fragen zu beantworten:

Zum Setup; Rute ist 10ft #9 und meine Schnur ist eine #9 WF intermediate.
Schreibe bitte noch die Rutenmarke, Schnurmarke dazu (welche Keulenlänge etc.).

Jetzt habe ich schon etliche Videos gesehen, wo man sieht, dass die komplette Schnur sowie 10-15m Backing geworfen werden.
Das ist prinzipiell keine präzise Aussage; Fliegenschnüre besitzen unterschiedliche Gesamtlängen. Ebenfalls ist es wenig hilfreich wenn zwar die gesamte Schnur geworfen wurde, aber das Vorfach nicht richtig ausläuft.

Wenn du das selbst testen möchtest, geh auf eine Wiese, verwende ein Startmarkierung (die du nicht übertreten darfst) und messe bis zum Auftreffpunkt der Fliege. Zur Übung genügt auch ein Wollbüschel als Fliege.

Mit einer Fliegenrute der Klasse 8 / 9 und einer Intermediate Schnur sollten bei leichtem Rückenwind ca. 27-30m machbar sein bzw. das solltest du anstreben.

Jetzt meine Frage, bin ich nur so ein schlechter Werfer oder liegt es an meinem Setup?
Das Setup ist es selten; oft sind es subtile Wurffehler.

Gibt es Tricks und Tipps, wie ich auf mehr Wurfweite kommen kann?
Grundsätzlich: Je weniger Wurffehler vorhanden sind desto höher die mögliche Wurfweite.

Einige Tipps:

* Schnur möglichst geradlinig in der Luft führen
* Warten, bis die Schnur fast vollständig ausgerollt ist, bevor man den Vorwärts-/Rückwärtswurf beginnt
* Für weite Würfe möglichst viel Schur sauber in der Luft halten
* Rute möglichst spät rotieren (zu frühes Rotieren ist ein Fehler den ich bei fast jedem Anfänger beobachtet habe)
* Progressive Beschleunigung, langsam beginnen, höchste Beschleunigung kurz vor dem "Stop"

--

Es macht nur Sinn absolute Distanzen zu vergleichen wenn man das Gerät kennt und die Umgebungsbedingungen bekannt sind. Für den Castingsport nach ICSF-Regeln wird ein schnellsinkender, oranger Schusskopf mit 38g Gewicht und ca. 13,5 - 15m Länge verwendet. Die besten Werfer erreichen ohne Wind bis zu 55m, mit (starkem) Wind werden über 70m geworfen.

Das ist jedoch überhaupt nicht vergleichbar mit Normalgerät, ich hatte einigen unserer Castingsportler eine #5 Rute in die Hand gegeben, die hatten mit der leichten Schnur ernsthafte Probleme.

Sehr gut in den leichten Schnurklassen ab #5, kein/wenig Wind sind Würfe zwischen 30-35m, höher als AFTMA 8 auch ein paar Meter weiter.

@Wild Experience:
45m finde ich insbesondere gegenüber einem Anfänger gegenüber schon fast als unseriöse Aussage, welcher Instruktor war das denn?
 
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Schreibe bitte noch die Rutenmarke, Schnurmarke dazu (welche Keulenlänge etc.).
Meine Rute ist eine Shimano Nexave 10' #7/9
Edit: Da hat sich bei mir der Fehlerteufel beim Erstellen des Threads eingeschlichen. Dort hatte ich geschrieben, dass es eine #9 ist.

Bei der Schnur muss ich dich leider enttäuschen. Da habe ich weder eine Marke noch sonstige Infos darüber. Ich hatte mir beim Kauf keine Gedanken über Keulenlänge, -Gewicht etc gemacht |rolleyes
Das einzige was ich sicher sagen kann ist, dass diese eine WF7 interm. mit einer Länge von 27m ist.


Das ist prinzipiell keine präzise Aussage; Fliegenschnüre besitzen unterschiedliche Gesamtlängen. Ebenfalls ist es wenig hilfreich wenn zwar die gesamte Schnur geworfen wurde, aber das Vorfach nicht richtig ausläuft.
Wie schon geschrieben, hatte ich mir ein paar Videos angesehen um vielleicht noch den einen oder anderen Tipp zu erhaschen und da habe ich auch einige gesehen, wo so viel Schnur in der Luft war. Das war der ausschlaggebende Punkt, wo ich an meinen Wurfkünsten gezweifelt habe.


Das Setup ist es selten; oft sind es subtile Wurffehler.


Grundsätzlich: Je weniger Wurffehler vorhanden sind desto höher die mögliche Wurfweite.
Ich habe mich gestern mal beim Werfen auf dem Sportplatz filmen lassen und danach eine Auswertung der Würfe gemacht....
Das ablegen der Schnur ist recht sauber, das Vorfach ist gestreckt, aber beim eigentlichen Werfen wird meine Schlaufe der Schnur recht groß und das drehen der Rute ist auch nicht optimal.



Einige Tipps:

* Schnur möglichst geradlinig in der Luft führen
* Warten, bis die Schnur fast vollständig ausgerollt ist, bevor man den Vorwärts-/Rückwärtswurf beginnt
* Für weite Würfe möglichst viel Schur sauber in der Luft halten
* Rute möglichst spät rotieren (zu frühes Rotieren ist ein Fehler den ich bei fast jedem Anfänger beobachtet habe)
* Progressive Beschleunigung, langsam beginnen, höchste Beschleunigung kurz vor dem "Stop"
Danke dafür, das sind die klassichen Fehler auf den Punkt gebracht#6
 

Wild Experience

Roughneck
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

@Wild Experience:
45m finde ich insbesondere gegenüber einem Anfänger gegenüber schon fast als unseriöse Aussage, welcher Instruktor war das denn?
Das spielt keine Rolle. Ich habe gesehen, das er das kann! Es war also nicht nur eine Aussage ;)
Von daher find ich es auch nicht unseriös, ganz im Gegenteil. Für mich ist es ein Ansporn, weil ich weiß, das da mehr geht.
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo Wild Experience,

na dann beschreibe doch mal das Gerät für über 45m Wurf :
Rute- Klasse, Schnur, welche Bedingungen (Wind) ?

Mit 5er Gerät mit Sicherheit nicht. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Wild Experience

Roughneck
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

@ Thomas E.

Wie ich hier ja schon schrieb, bin ich Anfänger!!!
Ich kann dir sagen, das wir auf dem Sportplatz zum Zeitpunkt meines Kurses max. 3 Bfo hatten.

Der dir auch bekannte Instractor (Haben wir durch persönliche PN ja festgestellt!!!) hatte 2 KLasse 6 Ruten dabei und das ist auch schon alles was ich dir sagen kann, denn ich hatte zum erstenmal überhaupt eine Fliegenrute in der Hand und überhaupt keine Ahnung was ich da mache, oder was der unterschied zwischen den Schnüren ist. Die Erklärung zum Tackle fiel ohnehin eher dürftig aus. Es war ein reiner Wurfkurs, ohne viel Theorie über das Material.

Wenn du also so eine Frage stellst, dann doch bitte an den Instractor selbst. Ich bin sicher, das er dir das gerne beantwortet. Du weißt ja, bei wem ich war ;)
 

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Welche Wurfweite ist mit einer 2 Handrute Klasse 5/6 oder 8/9 und einem Spey Wurf, am Wasser möglich?
Da müsstest Du ggf. mal Geir Hansen fragen.|supergri

Im Ernst, im Angelmodus hängt das von so vielen Faktoren ab, das man da kaum pauschale Aussagen machen kann.

Idealerweise mit ner schwimmenden Speyline und kurzem Vorfach sollte man jedenfalls weiter kommen, als mit ner vergleichbaren Einhandrute.
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Welche Wurfweite ist mit einer 2 Handrute Klasse 5/6 oder 8/9 und einem Spey Wurf, am Wasser möglich?
Hallo,

wie fishhawk schon schrieb hängt das von vielen Faktoren ab.
Werferische Fähigkeiten, Gerätezusammenstellung, Wind, etc. .
Für einen halbwegs talentierten "Normalwerfer" sollten 30 Meter schon drin sein (mir ist bekannt, dass ein echter Könner darüber nur lächelt). Der Vorteil legt halt hauptsächlich darin, dass das Werfen auf größere Distanzen nicht so anstrengend ist.

Petri Heil

Lajos
 

jflyfish

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Frohes Neues Thomas und alle Mitleser,
danke, dass deine Wurfsequenz mit meiner Bambus-Zweihand nochmal als Demo zum Einsatz kommt. In dieser Sequenz kann man die Wurfweite nur grob schätzen -- Schusskopf (12m) + Runningline (etwa ebenfalls 12m) + 4m Vorfach -- Rutenlänge 11.5ft #7/8. Das ist als Wurfweite für mittelgroße Flüsse voll ausreichend (z.B. Skjern, Mandal....)
Petri, JF
 

fishhawk

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

Der Vorteil legt halt hauptsächlich darin, dass das Werfen auf größere Distanzen nicht so anstrengend ist.
Vor allem wenn man den ganzen Tag fischt. Deshalb hab ich beim Steelheadfischen auch schnell auf Speyrod umgesattelt.

Zweiter Vorteil, dass man diese Distanzen auch ohne viel Platz für nen Rückschwung erreichen kann.

30m Rollwurf oder Switchcast mit ner Einhandrute ginge jedenfalls deutlich über meine werferische Fähigkeiten.
 

Thomas E.

Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

30m Rollwurf oder Switchcast mit ner Einhandrute ginge jedenfalls deutlich über meine werferische Fähigkeiten.
Hallo,

30m rollen geht mit der Einhand schonmal garnicht, bis gut 20m ist das aber möglich.

Switch- Cast mit Zugunterstützung sind schon gut 27m geworfen worden.


Frohes Neues JF !
So habe ich das in Erinnerung, etwa um die 28m könnten es gewesen sein. :)
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Wurfweite mit der Fliegenrute

Hallo,

30m rollen geht mit der Einhand schonmal garnicht, bis gut 20m ist das aber möglich.

Hallo,

20 Meter beim Rollwurf mit der Einhand ist schon ne Hausnummer |uhoh:, muss bei Gelegenheit mal nachmessen, glaube aber nicht, dass ich da rankomme.

Petri Heil

Lajos
 
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