Zander am Rhein

Eigentlich sehe ich da auch eine gute Tendenz, jedenfalls aus anglerischer Sicht.
Einige Stressfaktoren sind eher weniger geworden, Schifffahrt, Abwassereinleitungen, Warmwassereinspeisung z.B.
Wenn ich mir ansehen wie schon die Zander von 40-50cm mittlerweile aussehen dank Grundelmast, die wiegen doppelt so viel wie früher.
Als sehr negativ schätze ich die Wasserstandsschwankungen ein, die nicht mehr einer halbwegs saisonalen Ordnung folgen.
Als ich Ende der 80er mit dem Angeln am Rhein begonnen habe war eigentlich immer klar, von Anfang März bis weit in den April ist Hochwasser, meist eher moderat steigend durch Niederschläge im Normbereich und regelmäßige Schneeschmelze.
Mittlerweile spielt die kaum noch eine Rolle, das Wasser steigt bei starken Regenfälle rasant da die knochenharten Böden oft den ersten Regen seit Wochen kaum aufnehmen können. Ist der Sturzregen dann vorbei fällt das Wasser oft genauso schnell, je nach Jahreszeit recht fatal für Zander mit ufernahen Nestern und den Barschlaich der dann trocken fällt.
Das läuft alles viel schneller und unkontrollierter als früher ab und hat natürlich auch für Fischnährtiere Folgen.
 
Eigentlich sehe ich da auch eine gute Tendenz, jedenfalls aus anglerischer Sicht.
Einige Stressfaktoren sind eher weniger geworden, Schifffahrt, Abwassereinleitungen, Warmwassereinspeisung z.B.
Wenn ich mir ansehen wie schon die Zander von 40-50cm mittlerweile aussehen dank Grundelmast, die wiegen doppelt so viel wie früher.
Als sehr negativ schätze ich die Wasserstandsschwankungen ein, die nicht mehr einer halbwegs saisonalen Ordnung folgen.
Als ich Ende der 80er mit dem Angeln am Rhein begonnen habe war eigentlich immer klar, von Anfang März bis weit in den April ist Hochwasser, meist eher moderat steigend durch Niederschläge im Normbereich und regelmäßige Schneeschmelze.
Mittlerweile spielt die kaum noch eine Rolle, das Wasser steigt bei starken Regenfälle rasant da die knochenharten Böden oft den ersten Regen seit Wochen kaum aufnehmen können. Ist der Sturzregen dann vorbei fällt das Wasser oft genauso schnell, je nach Jahreszeit recht fatal für Zander mit ufernahen Nestern und den Barschlaich der dann trocken fällt.
Das läuft alles viel schneller und unkontrollierter als früher ab und hat natürlich auch für Fischnährtiere Folgen.
Das ist leider zu 100% richtig.
 
Als sehr negativ schätze ich die Wasserstandsschwankungen ein, die nicht mehr einer halbwegs saisonalen Ordnung folgen.
Als ich Ende der 80er mit dem Angeln am Rhein begonnen habe war eigentlich immer klar, von Anfang März bis weit in den April ist Hochwasser, meist eher moderat steigend durch Niederschläge im Normbereich und regelmäßige Schneeschmelze.
Mittlerweile spielt die kaum noch eine Rolle, das Wasser steigt bei starken Regenfälle rasant da die knochenharten Böden oft den ersten Regen seit Wochen kaum aufnehmen können. Ist der Sturzregen dann vorbei fällt das Wasser oft genauso schnell, je nach Jahreszeit recht fatal für Zander mit ufernahen Nestern und den Barschlaich der dann trocken fällt.
Das läuft alles viel schneller und unkontrollierter als früher ab und hat natürlich auch für Fischnährtiere Folgen.
Genauso läuft das hier auch ab. Bis vor ca. 10 Jahren hatte man im Frühjahr ein normales Hochwasser durch Schneeschmelze und zusätzlich Regenfälle. Da konnte man sich auch ganz gut drauf verlassen. Dieses Jahr hatten wir im MÄRZ schon absolute Mindestpegel wie sie normalerweise nur im Hochsommer vorkommen.
Dann gab es früher auch mal einen schönen gleichmäßigen Landregen, wo das Wasser genügend Zeit hatte sich im Boden zu verteilen.
Heutzutage gibt es nur noch Gewitter mit Starkregen und Sturzfluten.
 
Na, das mit der Artenvielfalt war eigentlich schon immer so, man hat sie nur sehr viel seltener gefangen, weil Brasse, Aland und Rotaugen einfach schneller waren.
Was wirklich hinzugekommen ist sind Rapfen und Grundeln, alles andere war, wenn auch nur in geringen Stückzahlen, auch vorher schon da.
Aktuell sehe ich den Rhein im Aufwind, bin aber mal gespannt ob der Kormoran noch zurück kommt.. .
 
Sehe ich auch so, aber nicht ganz. Die Artenzahl ist auf jeden Fall gestiegen. Neben den von Dir genannten neuen Arten kommen auch noch Meerforelle, Flussneunauge, Flunder und natürlich der Lachs dazu. Leider auch der Wels, den ich gar nicht so gerne im Fluss haben möchte. Insgesamt aber eine sehr erfreuliche Entwicklung, auch wenn die Bestandsdichte einiger Allerweltsarten abgenommen hat.
 
Ich kann nur für den Abschnitt von Duisburg bis Köln sprechen, aber dort gab es die genannten Arten auch schon vor 40 Jahren, nur halt deutlich weniger.
Die Meerforelle war z.B. nie weg im Gegensatz zum Lachs.
Beim Wels sehe ich generell kein Problem, da wurde hier um 1990 schon gute Fische um die 20kg gefangen....wüsste nicht wo der schaden sollte.
 
Ich kann nur für den Abschnitt von Duisburg bis Köln sprechen, aber dort gab es die genannten Arten auch schon vor 40 Jahren, nur halt deutlich weniger.
Die Meerforelle war z.B. nie weg im Gegensatz zum Lachs.
Beim Wels sehe ich generell kein Problem, da wurde hier um 1990 schon gute Fische um die 20kg gefangen....wüsste nicht wo der schaden sollte.
Na ja, der Wels ist halt eine invasive Art, die das biologische Gleichgewicht durch sein Auftauchen in neuen Habitaten verändert. Seine Lieblingsbeute ist der Aal, dessen Bestände seit den 80iger Jahren um 95 % eingebrochen sind (auch im Rhein). Klar, der Hauptgrund dafür sind die Turbinen der Stauwerke, Abfischen der Glasaale besonders in Frankreich und Spanien sowie parasitierende Nematoden (kleine Würmer) in der Schwimmblase der Aale. Aber jetzt kommt noch der Wels dazu…..
 
Sehe ich auch so, aber nicht ganz. Die Artenzahl ist auf jeden Fall gestiegen. Neben den von Dir genannten neuen Arten kommen auch noch Meerforelle, Flussneunauge, Flunder und natürlich der Lachs dazu. Leider auch der Wels, den ich gar nicht so gerne im Fluss haben möchte. Insgesamt aber eine sehr erfreuliche Entwicklung, auch wenn die Bestandsdichte einiger Allerweltsarten abgenommen hat.
Ne Du, die waren immer schon da, der Lachs war halt ausgerottet.
Auch Waller gibt es schon lange, mein Großvater hat in den 1920er Jahren drei oder vier gefangen, aber das waren Ausnahmen.
Genau wie Zander; die waren auch ziemlich selten, bis die Niederlande Besatzmaßnamen durchgeführt haben.
Es gibt sogar Meerneunaugen im Rhein, jedenfalls habe ich mal ein Totes gefunden.
 
Ich meine der Wels lässt sich paar hundert Jahre im Rhein zurückverfolgen, nicht?
Eher nicht. Wenn man sich historische Fotos anschaut, dann sieht man am Rhein immer Fischer mit Lachsen oder Stören oder auch mit Maifischen (die habe ich bei den wieder vorkommenden Arten noch vergessen), nie aber mit einem Wels. Wollte man früher einen fangen, dann muss man an die Naab oder den Regen in Bayern fahren. Das waren die beiden berühmten Welsflüsse in Deutschland. Alles andere waren Zufallsfänge.
 
Also als der Mensch Fotos machen konnte war er schon ne Weile auf der Welt tätig.
Es soll tatsächlich selbst im Mündungsbereich historische Funde geben die auf kurz nach der letzten Eiszeit datiert wurden.
Wirtschaftliche Nutzung angeblich seit der Antike.
Unwahrscheinlich, dass da erst 1970 die ersten davon ins Rheinsystem gelangten.
 
Gibt verschiedene Ansichten, es gibt wohl Forscher die meinen der Wels wäre im Oberrhein schon früher heimisch gewesen, ist aber auch wurscht, der Rhein-Main-Donau-Kanal hat endgültig dafür gesorgt, dass es die klare Trennung zwischen Donausystem und Rhein nicht mehr gibt.
Erst hieß es der Zander verdrängt den Hecht, dann wurde sich beschwert die Rapfen würden die Lauben ausrotten, dann machte die Mär vom Laichräuber Grundel die Runde, und jetzt haben alle Angst vorm Killerwels.
Zwischendurch durften dann Kormoran, Wollhandkrabbe und Goldzahnkormoran herhalten, Feindbilder braucht`s anscheinend.
Und dabei wird vollkommen vergessen, dass der Rhein kein Fluss mehr ist sondern eine Wasserstraße, an der so ziemlich alles unnatürlich ist was nur geht, vom Bodensubstrat, Uferbefestigung, Wasserstandschwankungen, Wasserqualität bis hin zu Mikroplastik.

Und die breite Masse glaubt durch 100 entnommene Grundeln oder ein paar entnommene Zentnerwelse zur Gewässergüte beizutragen.....ohne Worte.
Man sollte lieber staunen welche anglerischen Möglichkeiten man an diesem Fluss trotz allem noch hat, zig Fischarten auf vielen Kilometern für alberne 40,- im Jahr, einfach mal drüber freuen.
 
Wenn jemand mal erahnen möchte wie ein einigermaßen naturbelassenes Flusssystem aussehen könnte sollte sich diese Seite bzw. das Gebiet mal in Echt ansehen. So oder ähnlich könnte es an jedem größeren oder kleineren Fluss ausgesehen haben.


 
Na ja, wie gesagt, mein Großvater.
..
Und zum Kormoran; als der Ende der 90er mit dem Bereich zwischen Meerbusch und Duisburg fertig war, gab es keine Fische mehr. Garnix!
Das sind ja nicht bloß meine Beobachtungen , und ich habe damals direkt an der Promenade in Uerdingen gewohnt, sonder auch das vollständige Ausbleiben der Fänge bei allen anderen Anglern. Da haben hier die Angelgeschäfte zugemacht.
 
Es soll tatsächlich selbst im Mündungsbereich historische Funde geben die auf kurz nach der letzten Eiszeit datiert wurden.
IMG_20201029_125757_214.jpg

Das sind Fischwirbel, von einem römischen Abfallhaufen, gesehen bei einer Fischereiausstellung 2022 in Neuss.
IMG_20201029_125759_850.jpg


Die Info vom schon vor 10000 Jahren im Rheinstrom vorkommenden Wels, wurde dort ebenfalls bestätigt!

Jürgen
 
Ich hole den Thread mal wieder hoch.

Zum Saisonstart am Rhein bei Krefeld konnte ich direkt meinen ersten Zander landen.

Da ich den Rhein hier nicht kenne, habe ich mir vorab ein paar potenzielle Strecken ergoogelt (einige Tipps kamen auch aus diesem Thread) und anschließend per Google Maps eine interessante Stelle ausgesucht.

Vor Ort war das Wasser sehr flach. Ein anderer Angler hatte mit Gummifischen bereits die ersten Abrisse kassiert, daher habe ich mich spontan gegen Gummi und für einen Wobbler entschieden.

Die Entscheidung war goldrichtig: Der Zetti hat auf ordentliche Distanz eingeschlagen.

Nach der langen Angelpause war das schon ein ziemlich geiles Gefühl!

Cheers,
Lukas
 

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