Zeitungsausschnitt: Petriglück

Diesen Zeitungsauschnitt hab ich heute im Internet endeckt

Petriglück: Ein Waller mit 1,90 Metern Länge

Gerhard Kohlhuber
Geisenfeld (kog) Über so einen kapitalen Fang konnte sich wohl schon seit ewigen Zeiten kein Petrijünger im Landkreis Pfaffenhofen mehr freuen: Dem Geisenfelder Robert Ewert gelang es jetzt am "Weber-Weiher" bei Ernsgaden, einen 1,90 Meter langen und 45 Kilogramm schweren Waller an Land zu ziehen · nach 20-minütigem "harten Kampf", wie er erzählt.


Es war gegen 21.30 Uhr, als sich die Angelschnur des 39-jährigen Geisenfelders so spannte wie noch nie in seiner 28-jährigen Mitgliedschaft beim Geisenfelder Fischerring. "Da ist was ganz Kapitales dran", ahnte der Fernmeldetechniker auf Grund seiner langjährigen Fischererfahrung sofort. Und die war es wohl auch, die die Angelschnur nicht reißen und ihn den Kampf gegen den Raubfisch-Riesen letztendlich gewinnen ließ. "Immer wieder nachgeben und anziehen" · so lange, bis der Fisch allmählich müde wurde, lautete das Erfolgsrezept. Die letzte Herausforderung für den Geisenfelder war es dabei, den Waller an Land zu holen, war dieser doch für den Kescher viel zu groß. Dank eines in der Ausbildung gelernten speziellen "Waller-Griffs" gelang dem Geisenfelder auch dies schließlich. Dabei wird dem Fisch mit vier Fingern in ein Weichteil unter dem Maul und mit dem Daumen ins Maul selbst gefasst. Als Robert Ewert den Fisch schließlich in seiner ganzen Länge vor sich liegen sah, wurde ihm erst klar, welch äußerst seltenes Anglerglück ihm da zuteil geworden war. Zumindest aus seinem eigenen Verein hat noch nie jemand einen größeren Fang landen können, ist es doch eine absolute Ausnahme, dass Waller in unseren Gewässern zu solchen "Riesen" heranwachsen. "Schon früher wurde bei uns gemunkelt, dass im Weber-Weiher solche Geräte drin sind, aber ähnlich wie beim Loch-Ness-Monster hatte noch nie jemand einen Waller in dieser Größe zu Gesicht bekommen", schmunzelt der Geisenfelder, der den Kopf des etwa 35 bis 40 Jahre alten Raubfisches als Andenken präparieren lassen will. Den großen Rest seines Fangs hat Robert Ewert mittlerweile von Haut und Fettschichten befreit und portionsweise eingefroren. Der Fischnachschub aus der Gefriertruhe wird ihm in nächster Zeit somit nicht ausgehen.


(Quelle: Donaukurier)
 
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