Zum wankelnden Ükel - Der Stammtisch für Friedfischangler

feederbrassen

immer wieder neu
Eine Frage an das Ükelschwarmwissen, ich habe hier zwei Feederspitzen bei denen die Farbe schon ziemlich ausgebleicht ist. Wenn ich die nun nachlackieren will, muss ich da einen speziellen Lack oder eine spezielle Farbe verwenden (zb Modellbau)
Da kenn ich mich überhaupt nicht aus, ich denke mir eine normale Farbe fängt da an zu bröckeln oder platzt ab, die Feederspitze ist ja doch sehr in Bewegung.
Ich nehme aus dem Autozubehör dieLackstifte.
Sind zwar Fläschchen mit Pinsel aber funzt.
Keine Ahnung warum die Lackstifte heißen. :)
 

kuttenkarl

Well-Known Member
Friedfischrute,

also sind wir uns einig, das es die universelle Friedfischrute für alles nicht gibt. Bedeutet: wir brauchen unseren Rutenwald und mehr. Hoffe das diese Aussagen auch meine Frau überzeugen (du hast doch schon soviele Ruten).

Lack,
es gibt auch bei Tackle 24 Fluo Garn zum anwickeln an der Spitze, sollte man die Spitze aber auch vorher weiß lackieren. Für den Hausgebrauch ist Nagellack glaube ich die einfachste Lösung.

Gruß Gerd
 

rutilus69

Well-Known Member
Erst mal ein kräftiges Petri Heil an alle!
Nach einer fast angelfreien ers ten Urlaubswoche habe ich es heute endlich mal wieder ans Wasser geschafft. Am Vormittag habe ich einen anderen Kanal ausprobiert. Die Stelle ist zwar nicht sehr romantisch, aber sehr praktisch zu erreichen wenn es mal schnell gehen soll.
Und für ein, zwei Stunden is t der Charme eines Hafens auch zu ertragen. iAlso schnell die Matche zusammengebaut ein Maiskorn an den Haken un d ab damit ins Wasser. Keine 10 Minuten später zieht die Pose zur Seite weg, Anhieb und die Bremse fängt direkt an zu singen. Langsame aber kraftvolle Fluchten lassen mich vermuten, dass das ein Karpfen war. Warum vermuten? Weil nach ein paar Fluchten mir die Montage um die Ohren geflogen ist. Nein, kein Schnurbruch,sondern der Haken scheint sich gelöst zu haben. Einmal tief durchatmen und weiter geht es. Allerdings war nach dem Trubel erstmal Ruhe. Zwei Plötzen und ein Brassen ließen sich aber doch noch überreden. Irgendwann wurde mir die Sonne aber zu viel und ich bin weitergezogen.
An meiner Lieblingsstelle war nicht viel los. Nicht mit Mais und auch nicht mit Made. Bis auf einmal ein Trupp fischartiger Schatten direkt unter der Wasseroberfläche zu sehen war.Es waren sieben Schatten, die ich zuerst für Plötzen hielt. Was soll schon schief gehen dachte ich mir und beförderte die Montage direkt in die Gruppe. Ein kurzer Schwall und die Rute war krumm. Nach einen kurzen Drill konnte ich sagen, dass ich mich getäuscht hatte. Es waren Döbel Alande (Danke @Professor Tinca für die Korrektur):)

IMG_20200916_132023_copy.jpg


Danach war natürlich wieder erstmal Funkstille und zwei Brassen später habe ich meinen Kram zusammen gepackt.
Es war zwar nicht der erfolgreichste Tag, aber dafür einer, den ich nicht so schnell vergessen werde.
Morgen früh werde ich wohl mal schauen ob ich den Karpfen doch noch überlisten kann ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Andal

Teilzeitketzer
In meiner Anfagszeit habe ich die finger- bis kinderhandlangen Bürschlinge für eine eigene Art gehalten, denn mit den 3 Pfund schweren Flussbarschen aus der Angelzeitung konnten die Gierschlunde ja nichts gemein haben. ;)
 

geomas

Swing is mein Ding
Das war ein seltsamer Angelabend.

Bin schon vor der Dämmerung wieder zurück, weil ich den Wind unterschätzt hatte und die letzte Stunde noch mehr gezittert habe als die Bibberspitze. Der warme Hoodie lag zu Hause.
Die Stelle von gestern war durch einen „Raubi” besetzt und ich bin etwa 40 Meter weiter gegangen. Da war Platz in Hülle und Fülle und ich hätte anstelle des Stativs sogar einen einfachen Bankstick nehmen können (echter Boden, keine Steine oder Schutt oder Beton).
Habe wie üblich lose einen Pelletmix und etwas Dosenmais gefüttert und mußte beim Auspacken der Rute feststellen, daß die Feedertip gebrochen war. Mist! Muß beim Zusammenpacken in der Dunkelheit gestern Abend passiert sein.


die erste Feedertip, die mir je gebrochen ist
Das Stückchen vorne wird abgeknipst und dann mal sehen.

Zum Glück konnte ich durch 0800-FEEDERTIPNOTRUF schnell an die beiden anderen mitgelieferten Bibberspitzen kommen.
Geknackt war die rote mittlere Spitze, es blieben noch die weiche weiße Glasspitze oder die harte grüne aus Carbon.
Der Wind pustete zunehmend und die Kohlefaser-Spitze wurde montiert.

Wieder das Phlegma-Rig: mit nem Grinner wurde ein winzigster Microwirbel an die Hauptschnur gebunden, an das überstehende Ende (etwa 15cm) kam ein DS-Blei (habe von etwa 2,5g auf 7g gewechselt, weil sich damit die Schnur beim Ablegen schneller straffen läßt).
In den Microwirbel wurde eine etwa 45cm langes Vorfach eingeschlauft. Mit nem 10er Fine Feeder war die Bißausbeute gefühlt höher als mit einem probehalber gefischten 12er barbless Silverfish Pellet (dieses moderne Drennan-Modell ist von der Form her auch gut für Mais).

Gab sofort nach dem ersten Wurf den ersten Fisch - ein Plötz von umme 20cm. Ihm folgten einige weitere Artgenossen. Einige in perfektem Zustand, andere mit schwarzen Punkten übersät. Den traurigen Rekordhalter diesbezüglich landete ich auch - noch nie habe ich einen so bedauernswert „räudigen Fisch” gesehen.

Für ne Weile gab es Biß auf Biß und leider auch etliche Tüdel und einen Hänger. Eine Möwe packte sich einen relativ großen Fisch und einen Moment dachte ich an den Metazerkarien-Plötz. Eine Taube mit gebrochenem Flügel sah meinen Angelversuchen neugierig zu, ohne allerdings wie die dreisten Stockenten meine Köder ins Visier zu nehmen.
Eine Flut an Standup-Paddlern und sitzenden Paddelbootkapitänen und Sportrudereren bevölkerte den Fluß vor meiner Angelstelle - also die Angelei etwas weiter draußen geht wohl nur in der kälteren Jahreszeit.
Dann hörte ich in der Luft ein seltsam brummendes Geräusch - keine Drohne, sondern ein Drachen, der von einem Rollifahrer gebändigt wurde. Sein Begleiter assistierte beim Drachenstart und kletterte einmal zur Bergung des Fluggeräts sogar hoch in einen Baum.
Das insgesamt war die schönste „menschliche Aktion”, die ich seit ner ganzen Weile erleben durfte.

Morgen hab ich keine Zeit zum Angeln, vielleicht klappts am Freitag.
 

Andal

Teilzeitketzer
In meiner Anfagszeit habe ich die finger- bis kinderhandlangen Bürschlinge für eine eigene Art gehalten, denn mit den 3 Pfund schweren Flussbarschen aus der Angelzeitung konnten die Gierschlunde ja nichts gemein haben. ;)
Und dann noch die ewigen Debatten mit meinem alten Herrn, der darauf bestand, dass man auf bezahnte Fische immer ein Stahlvorfach nehmen muss. Nur sind taubblinde Barsche und Zander mit sonst noch allen kognitiven Schäden recht selten und schwimmen um grün plastikummantelten Blumendraht einen weiten Bogen.

Sometimes living was fuxxing hard, out there in the countryside. ;)
 

Jason

Well-Known Member
Ohhh, das sieht aber gut aus, lieber @Tobias85 !
Hoffentlich findest Du einen Weg auf die Kiesbank.
Und möge die Schürfung zügig abheilen.

@Jason - mit „Griff” an der Wand meinte ich das komplette Ensemble aus „EVA-Vordergriff”, Rutenhalter, Kork und EVA-Schaumstoffstück.
Diese Kombination sieht bei meiner modernen Wand eben recht billig aus.

Und genau diese recht häßliche Rute werde ich wohl gleich zum Fluß nebenan tragen. In der Hoffnung, daß die Fische Mitleid mit mir haben...
Ja, bei dir ist es der Schaumstoff und bei mir der geriffelte Kunststoff.



Das sieht auch nicht so pralle aus. Aber unsere Ruten fangen Fische. Und das ist doch das wichtigste.

Gruß Jason
 
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