Zum wankelnden Ükel - Der Stammtisch für Friedfischangler

Tobias85

Well-Known Member
Das hört sich ein bisschen nach nem unerkannten Aland an?
Ich finde es (grade mit Bezug auf heute erwähnte App) erschreckend, wie viele Leute Rotauge, Aland und Döbel nicht unterscheiden können, selbst wenn es Musterexemplare ihrer Spezies sind. Der Junge aus Jasons Bericht hat aber tatsächlich ein Monsterrotauge gefangen. Allerdings aus nem Forellensee mit Stören, Karpfen etc., da wird sicher auch gut gefüttert.

Edit: Ah, hast es ja schon gefunden

ich hab mal ne allgemeine Frage. Wie voll macht ihr eure Rollen bei feiner Schnur? (0.18 und 0,16) Ich habe in letzter Zeit öfter mal Probleme wenn sie wirklich randvoll sind unabhängig von Rolle oder Schnurmarke.
Meine Daiwa Ninja mach ich mit 15er Schnur "randvoll" und hab da keine Probleme mit. Ist ne eher weiche Schnur würd ich sagen.

umfunktionierte Forellenrute, 2000er Rolle, 20er Mono
Spricht nix gegen, solange die Schnur gut durch die Ringe gleitet. So eine Stickpose hat ja nicht den größten Wasserwiderstand und muss daher schon recht widerstandsfrei Schnur ziehen können.
 

TobBok

Well-Known Member
Spricht nix gegen, solange die Schnur gut durch die Ringe gleitet. So eine Stickpose hat ja nicht den größten Wasserwiderstand und muss daher schon recht widerstandsfrei Schnur ziehen können.
Denke das sollte kein Thema sein, die Forellenrute, die ich andenke hat gute Ringe, oder ich greife mir eine meiner 11ft Shimano Mini Float Ruten.
Die Shimanos sind wie eine Match-Rute beringt, da läuft alles sauber ab.
Sollte also nicht das Problem sein, Freigabe beim Angeln in der Strömung mache ich ohnehin immer mit der Hand nach und nach....

Die Sache mit der Aland, Rotfeder, Rotauge, Döbel Identifizierung verblüfft mich übrigens auch immer.
Vor allem beim Döbel...da wird übers Schuppenkleid und Ähliches philosophiert. An das offensichtliche mit der Afterflosse denkt niemand.
Zugegeben, wenn ich nen Aland und eine kapitale Rotfeder nebeneinander legen würde, hätte ich vllt auch spontan meine Probleme, aber wenn man genauer hinschaut, findet man schon die Unterschiede.
 

geomas

Swing is mein Ding
Ich habe den lieben Mit-Ükels auch schon mal einen besonders farbenprächtigen Plötz als Rotfeder untergejubelt.
Aber allgemein bin ich mittlerweile recht sicher beim ersten Blick. Das bezieht sich in erster Linie auf die Fisch-Stämme in meiner Umgebung.
Die Elb-Fische bei Tangermünde waren farblich ganz anders als die Rostocker Warnow-Fische.
Speziell den dunklen äußeren Rand an den Flossen fand ich teilweise richtig attraktiv ;-)
 

rhinefisher

Wellknown Member
Na ja - der Captain_H00k hatte kürzlich ja auch 2 ca. 40er Rotaugen.
Auf dem Handybild habe ich erstens 40cm für 50 gehalten und konnte zweitens die Fische auch nicht richtig erkennen.
Dadurch dass ich 50cm statt 40 gelesen habe, waren das für mich ganz klar Alande..ab51
So kanns gehen..:laugh
Auch hatte ich letztes Jahr nen Aland, der war dermaßen deformiert, das ich mir überhaupt nicht sicher war, was ich da gefangen hatte - und diese Arten kann ich eigentlich sicher unterscheiden.. .
 

rustaweli

Well-Known Member
Schön daß wir in den letzten Tagen wieder ab und an dem Rotauge Ehre erweisen. Mein PB war bisher ein 32er Rotauge. Leider nicht gezielt und dann noch auf einer 2,5lbs Karpfenrute. Hoffe das ich irgendwann wieder solch ein Exemplar oder gar größer fange. Dann aber bitte an zartester Gerte mit feinstem Poil.
Zur Rotaugenkunst:
Wie steht Ihr zum Thema Trotten um gezielt den Rotaugen nachzustellen, specimenmässig? Am häufigsten liest man von Matchruten, Pole, Picker, Feeder. Bei Rotaugensuche meint man meist Platzwechsel oder Grund und Mittelwasser absuchen. Trotten kommt selten vor. Was denkt Ihr, weniger effektiv?
 

Tobias85

Well-Known Member
Das bezieht sich in erster Linie auf die Fisch-Stämme in meiner Umgebung.
Das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Meinen Hasel letztes Jahr aus der Wümme hab ich auch nach dreifachem hingucken nicht sicher von kleinen Döbeln abgrenzen können*, da musste mir Stephan helfen. An die Flossenform hab ich im Eifer des Gefechts nicht gedacht, denn meine heimischen Hasel erkennt ich eben auf den ersten Blick, daher achte ich da nie drauf.

#speciementrotting
Ich glaube im Fluss und grade beim Trotten, wo Köder und Anfutter ja eher aktiv durch die Gegend wirbeln, ist es einfach schwieriger, die großen Fische zu selektieren. Dort, wo große Fische stehen, stehen dann immer auch kleine Exemplare und die sind im Zweifel schneller am Köder. Heißt ja nicht, dass man nicht auch mal was großes an den Haken bekommt. Aber gezielt auf die Großen geht im Fluss wahrscheinlich nur dann, wenn du den Standplatz der ganz großen Rotaugen genau kennst.
 

geomas

Swing is mein Ding
Mögen Rotaugen eigentlich Sonnenblumenkerne?
Bzw. wie kann man Die fischereilich nutzen?
Ich kann mich irren, meine aber, daß etwas wie „Presskuchen” von Sonnenblumenkernen erwähnt wurde. Aber Irrtum - es ging um Kürbiskerne.
Sorry. Zu den Sonnenblumenkernen: schwimmen die da ölhaltig? Das würde die Angelei damit schwierig machen.
Falls Du leidenschaftliche Angler mit russischen Wurzeln kennst könntest Du die fragen. Das ist jetzt keinesfalls abwertend gemeint, aber beim Thema Sonnenblumenkerne denke ich an Meisenknödel und Russen.

#trotting
Da bin ich ja keinesfalls Experte, aber zum gezielten Angeln auf große Rotaugen halte ich Grundmontagen jedweder Art für passender.
Aal- oder Karpfenangler diskret nach entsprechenden Beifängen zu fragen mag sich für Specimenhunter immer lohnen. Generell versuchen, Muster zu erkennen von bekannten vielversprechenden Fängen (zum Beispiel späte Abenddämmerung als Beißphase oder Hochwasserlage oder oder).
Und dann entsprechend „angreifen”.
 
Zuletzt bearbeitet:

rustaweli

Well-Known Member
Jetzt rein auf das Trotten bezogen, oder Grundmontagen allgemein? Sprich, auch dem stationären Posenfischen vorgezogen?
Wenn wir schon dabei sind, würde ich gern wiederholt das Thema Bread Punches aufwärmen. Habt Ihr schon probiert diese vorzubereiten? Ein Dutzend ausstoßen und in eine kleine luftdichte Verpackung. Bei Anköderung rausnehmen, kurz leicht zusammendrücken und aufziehen. Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen?
 

TobBok

Well-Known Member
Beim Treibposenangeln auf Rotaugen hat sich das klassische Trotting für mich als nicht sonderlich effektiv herausgestellt.
Die größeren Rotaugen fahren eher darauf ab, wenn der Köder langsam über den Boden schleift, teilweise sogar mit der Pose voraus, Köder dahinter, so hatte ich die besten Ergebnisse. Dabei konnte ich regelmäßig 25+cm Plötzen erwischen, die für den kleinen Graben, in dem ich angelte, schon zu den kaptitalen Weißfischen gehören.
 
Zuletzt bearbeitet:

rhinefisher

Wellknown Member
Rotaugen bringe ich grundsätzlich mit der Matchrute in Verbindung - das ist für mich der Klassiker.
Tatsächlich habe ich die meisten Kapitalen aber wohl gepickert.. .
Und ich bin mir ziehmlich sicher, dass alle wirklich Großen, Zufallsfänge waren.
In den 70/80er Jahren war der Rhein voll mit wirklich großen Rotaugen, das hat aber mit Sandoz ganz plötzlich fast aufgehört.
Heute sind Ü-40er richtig selten.
 

rustaweli

Well-Known Member
Rotaugen bringe ich grundsätzlich mit der Matchrute in Verbindung - das ist für mich der Klassiker.
Tatsächlich habe ich die meisten Kapitalen aber wohl gepickert.. .
Und ich bin mir ziehmlich sicher, dass alle wirklich Großen, Zufallsfänge waren.
In den 70/80er Jahren war der Rhein voll mit wirklich großen Rotaugen, das hat aber mit Sandoz ganz plötzlich fast aufgehört.
Heute sind Ü-40er richtig selten.
Warum gehst Du da von Zufallsfängen aus und bist Dir dessen so sicher?
 

rhinefisher

Wellknown Member
Na ja - wenn ich ganz eff 3 Maden aufspieße und mit nem Tellerblei einfach irgendwo hin werfe, würde ich das Zufall nennen.
Einige richtig Grosse habe ich auch auf Wurm gefangen... .
Wenn ich gezielt mit der Picker/Match auf kleinere Weißfische geangelt habe, waren die Fische kleiner als beim Feedern auf Brassen, wo auch öfter mal Grössere eingestiegen sind. Ich habe, einfach weil es viele gab, viele sehr große Rotaugen gefangen, wüsste aber echt nicht wie ich das hier im Rhein gezielt bewerkstelligen sollte...
ab51
 

hester

Well-Known Member
Meine größten Rotaugen-federn habe ich an einem großen Baggersee gefangen, und zwar bei meinen ersten Versuchen mit 8er Pellets an der Matchrute. Da sind die drauf wie nix. Größe waren alle zwischen 30 und 40cm, ich wußte gar nicht, das es die in dieser Größe da gibt. In dem Verein bin ich aber nur noch passives Mitglied, zuviel Hundeproblematik. Müßte ich mal wieder ausprobieren. Bilder habe ich leider keine, da gabs noch kein Smartphone.
 

Racklinger

Well-Known Member
Sooo jetzt steuere ich meinen kleinen Angelbericht vom Karfreitag noch bei. Waren nur knappe 2 Stunden, aber besser als gar nix :XD
Am Vorabend schon das Futter angefeuchtet und alles auf den Fahrradanhänger gepackt. Sollte zwar schön werden mit viel Sonne, aber auch mit starkem böigem Wind. Da ich mich nicht über die schlechte Bisserkennung ärgern wollte, packte ich nur die Ruten zum Method-Feedern ein.
Am Freitag nach dem Mittagessen bin ich los und 12:45 Uhr war ich am Altwasser. Kurzen Plausch mit einem Vereinskollegen gehalten, der sein Lager neben meinem geplanten Spot aufgeschlagen hatte. Ging nichts anscheinend, er hatte nicht einen Zupfer, auch andere Angler vom Vormittag hätten nix erwischt. Aber dass konnte meine Vorfreude nicht dämpfen.
Also ausgepackt, Pellets eingeweicht und das ganze Gerödel aufgebaut. Irgendwie schaffe ich es aber nicht, dass mein Platz aufgeräumt ausschaut :whistling
IMG_20210402_130926-1.jpg

IMG_20210402_130914-1.jpg

IMG_20210402_130918-1.jpg

Es war bei weitem nicht so windstill, wie es auf den Bildern aussieht, die Ruten haben schon teilweise heftig gewackelt auf den Ablagen.
Es hat so ca. eine halbe Stunde gedauert, da ging die Spitze der linken Rute (Daiwa Ninja X) krumm, Rute hochgenommen und eingekurbelt, Große Gegenwehr gab es nicht und kurz darauf war ein Brassen mit 28cm im Kescher.
IMG_20210402_133025-1.jpg

Gefangen auf Brotflocke, was mich erstaunt hat, da ich dass einfach mal testen wollte ob es am Method funktioniert. Über den ersten Fisch 2021 hab ich mich natürlich tierisch gefreut.
Dann tat sich erstmal wieder nix, habe mehrere Köder ausprobiert aber die Fische wollten einfach nicht.
Nach einer weiteren Stunde fing dann die rechte Rute an zu wackeln (Cormoran Tele Carp). Eingeholt und den zweiten Brassen mit 26 cm gekeschert.
IMG_20210402_140054-11.jpg

Gefangen auf einen weissen Krill-Dumbel. Anscheinend war die Farbe weiss bei den Ködern ausschlaggebend.
Beide waren auch ganz vorne an der Lippe gehackt, sie bissen anscheinend auch sehr spitz.
Dann war mein Angelfenster auch schon wieder um und fröhlich pfeifend packte ich meine Kram wieder ein und machte mich auf den Heimweg zu Kaffee und Kuchen :laugh2

Bin mal gespannt wie sich dass Wetter entwickelt und wohin es mich dass nächste mal verschlägt (Altwasser, Neben-Altwasser oder Bachlauf, die Qual der Wahl)
 

geomas

Swing is mein Ding
Erstmal ein herzliches Danke an Racklinger für den sehr schönen Bericht und Petri zu den Brassen!

Auf Pellets habe ich an einigen Gewässern schon ne bunte Mischung an Cypriniden fangen können. 10mm-Pellets sind für 20cm-Plötz oder Karauschen überhaupt kein Problem. Mit den deutlich kleineren Match-Dumbells oder wie die Dinger alle heißen lief es nie so gut wie mit den steinharten Pellets von Pelzer (Sushi und Halibut). An anderen Gewässern hingegen wurden natürliche Köder oder auch Breadpunch sehr viel besser angenommen.

#breadpunch
Gelegentlich stanze ich nicht nur die gerade benötigte „Scheibe” aus, sondern ein Dutzend und hebe die in ner Plastiktüte oder einer kleinen Klip-Lok-Box bis zur Nutzung auf. Oder auch griffbereit in der offenen Köderdose oder dergleichen, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig ist. Für eine ganze Angelsession würde ich so aber nicht verfahren, dann lieber frischere Punches.
 

rustaweli

Well-Known Member
Also steht dem Grundgedanken nichts entgegen, auf die Qualität bezogen. Sehr schön! Für nen ganzen Tag vorzustanzen war auch nicht von mir gedacht. Aber eine Scheibe vorbereiten und wenn die Punches fast aufgebraucht sind wieder kleinen Vorrat anlegen, hilft schon sehr. Jedes Mal Scheibe raus, stanzen, Scheibe weg - ist schon zeitintensiv und ab der halben Scheibe rede ich mir qualitative Mängel der Restscheibe ein.
Interessante Aussage zur unterschiedlichen Köderbevorzugung an Deinen Gewässern. Bei Paul Garner stieß ich auf eine ähnliche Aussage. Für ihn sind River,- und Stillwater Plötzen völlig verschieden und mit verschiedenen Taktiken anzugehen.
Auch bei Dir Rhinie lese ich eine oft notierte Aussage heraus - Big Roach gleich Big Baits! Wahrscheinlich fischtest Du weniger fein beim Feedern denn beim Pickern, von Ködern her. Kann das sein?
 
Oben