Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Blauzahn

Muldenfischer
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

In einem heute geführten Gespräch mit Präsident Peter Weineck, hat er mich darüber aufgeklärt, das bei mir (und ich füge hinzu bei dem einen oder anderen auch), ein falscher Eindruck entstanden ist ob seiner Äußerung, dass er für sich Konsequenzen zieht und dies mit einem Rücktritt gleichgesetzt habe. Dies ist eine eindeutige Fehlinterpretation seiner Worte.

Sehr gern und erleichtert habe ich diese erklärenden Worte entgegengenommen und stelle richtig:

Präsident Peter Weineck ist weiterhin im Amt und gewillt dem LAV mit ganzer Kraft bis zur Neuwahl im März 2012 vorzustehen.

Sollte durch meine Information des Rücktritts von Peter Weineck, ein Schaden für das Amt des Präsidenten oder Peter Weineck selbst entstanden sein, so möchte ich mich hier in aller Form dafür entschuldigen.

Uwe Bernert
Vorsitzender
AV Kelbra e. V.
Hallo Uwe,
was hat Weineck denn genau in seinem Schlußwort gesagt, dass man es hätte so missverstehen müssen/können ?

Darüber hinaus hat auch schon eure abgestimmte Ablehnung zur Fusion (in vorgelegter Form) dafür gesorgt, dass auch andernorts reagiert wird/wurde.

Nun wartet alles gespannt auf die VDSF Zusammenkunft. |wavey:
Wann war die nochmal?

Meine bescheidene Meinung:
Die Sache geht so aus wie Anfang diesen Jahres....

René
 
K

kxxxkfxx

Guest
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Folgende Passage aus dem Kurzbericht bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt:

Zitat:
"Weiterhin stellte er heraus, dass in den Vereinen viel über den Zusammenschluss der beiden Verbände diskutiert wird und für viele Mitglieder und Vorstände der Zusammenschluss „problembehaftet“ zu sein scheint. Dies resultiert auch aus der unterschiedlichen gesellschaftlichen Entwicklung in Ost und West.
Aber die Probleme für uns Angler werden in Zukunft nicht geringer. Man denke nur an die Wasserkraftwerke, die Kormoranproblematik, die EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie an die Herausforderungen des Naturschutzes und des Tierschutzes."

Man muss nur die Wahlergebnisse der Grünen in Ost und West und die Mitgliederzahlen in Natur- und Tierschutzverbänden (prozentual an der Bevölkerung gemessen) anschauen, dann weiß man, wo u.a. die Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten herrühren.

Meine Meinung: Beide Verbände sollten weiterhin parallel existieren. Hier prallen sonst Welten aufeinander und es gibt nix außer jeder Menge Ärger.
 
D

def

Guest
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Vorabveröffentlichung Magazin Dezember

Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich
DAV-Landesverbandspräsident angeblich zurückgetreten

Irgendwann beginnt jedes Samenkorn zu keimen, irgendwann reisst auch dem geduldigsten Angler der Faden.

Während bisher sowohl in VDSF wie DAV die Fusion genannte Übernahme ohne Beteiligung oder Diskussion der Basis versucht wurde durchzuziehen, scheint es jetzt so, als ob die ersten Angler nicht nur aufwachen, sondern auch tätig werden.

Auf der Seite des Angelvereines Kelbra ist zur am Samstag stattgefundenen Mitgliederversammlung des Landesanglerverbandes in Sachsen-Anhalt wirklich Interessantes zu lesen:
http://www.angelverein-kelbra.de/news/index.php?rubrik=1&news=150783&typ=1

Aus den Reihen der Mitglieder wurde der Antrag gestellt, sowohl den vorliegenden Entwurf zur Satzung wie auch zum Verschmelzungsvertrag als Landesverband abzulehnen.

Da dies mehrheitlich so angenommen wurde, trat augenscheinlich der Landesverbandspräsident Weineck dann mit sofortiger Wirkung zurück.

Liebe Angelfreunde von Kelbra!

Wenn ein Schreiben kommt, in dem eine Positionierung des Vereines gefordert, oder besser gesagt, darum gebeten wird, so ist es der falsche Weg, einen Herrn Jarozsch mit einer Rede zu beauftragen, die beleidigend und Verleumdend ist. In dem genannten Schreiben wurden um Vorschläge gebeten, die in die Fusionsverhandlungen mit einfließen sollten. Um mehr ging es nicht. In diesem Fall einen Antrag zu stellen, der die gesamte vorangegangene Arbeit in Frage stellt, scheint mir der falsche Weg. Wären Eure Gedanken, wozu ich sagen muß, es war nicht alles Mist, was ihr bemängelt habt, als Antrag auf Änderung der Verträge formuliert worden, dann hättet ihr 100 % der Stimmen bekommen. Das heißt im Umkehrschluß, ihr tragt derzeit dazu bei, Funktionäre zu beleidigen, Unwahrheiten zu verbreiten und falsche Behauptungen in den Raum zu stellen.
Eure Position ist nicht falsch. Aber der Weg dahin, alles für die Einzelmitglieder zu tun, kann nicht der richtige sein.
Und jetzt findet ein absolutes zurückrudern durch Euch statt. Eins kann ich mit Gewissheit sagen: Der Präsident des LAV Sachsen Anhalt hat Euch gebeten, ihm eure Meinung mitzuteilen und Ihr nehmt es als Anlass, Euch zu profilieren und über den oben genannten Menschen zu vertreten. Leute, geht den richtigen Weg. Die Vereinigung der Dachverbände wird kommen. Ob mit oder ohne Sachsen Anhalt. Mit dieser Einstellung stellt ihr uns auf die viel zitierte Insel. Und eins steht fest, die Nachteile die dann entstehen würden, die will nicht ein Einzelmitglied im Landesverband. Seien es die vergünstigten Karten für Brandenburg oder oder oder. Wenn es Euer Wille ist, Einzelgänger zu werden, so ist es nicht der Wille von 90% der Angler.
Wie gesagt, ich gebe Euch in einigen Dingen Recht. Aber sollten wir nicht den Auftrag erteilen, dies in unseren Sinne zu ändern?
Denkt mal über diese Worte nach.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Die Vereinigung der Dachverbände wird kommen.
Noch st Polen nicht verloren..

Momentan sieht es eher so aus, als ob es noch einen dritten Verband geben wird, wenn Bayern, Thüringen, Brandenburg und Meckpomm ernst machen werden..

Was unterm Strich für die Angler besser ist als eine Übernahme des DAV in den VDSF.

Und nachdem was bisher passiert ist, kann man ja wohl nicht ansatzweise von dem reden, was versprochen wurde:
Gleichberechtigte Fusion auf Augenhöhe ohne Zeitdruck und unter festschreiben angelpolitischer Punkte..
 

leopard_afrika

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

sehr geehrter def,
" Der Präsident bat die Mitgliederversammlung, durch ihr Votum dem vorliegenden Satzungsentwurf und dem Verschmelzungsvertrag zuzustimmen."
wenn diese zustimmung wirklich gegeben worden wäre, dann wäre das ein freibrief, eben nicht mehr unbedingt bessern zu müssen. ich war nicht dabei, aber ich, wie viele andere angler in s a sicher auch, sehe das so. und wenn man von beleidigung und verleumdung spricht, dann sollte man das wirklich belegen können, da es ansonsten selber verleumdend ist!
und das es nicht so war, daß erst die mitglieder beteiligt wurden, pro und kontras, vorschläge und inhalte zusammen getragen wurden und erst dann daraus eine satzung und ein vereinigungsentwurf als essenz daraus erarbeitet wurden, das kann ja wohl kaum jemand noch bestreiten. und da es nicht so gehandhabt wurde, bringt eben den faden beigeschmack des gefühles auf scheinbar antidemokratische verfahrensweisen.
und auch andere posts in die richtung, daß viele die zusammenhänge nicht sehen würden, zeigt zumindest mir 2 alternativen, entweder, man hält die "niederen" fußvölker für ja sowieso zu blöd, zusammenhänge zu begreifen oder aber es wurde einfach nicht genug publiziert/ kommuniziert, daß zusammenhänge klar wurden/werden. ( auch das eine form der nichtbeachtung basisorientierter demokratie ) |kopfkrat

was bitte schön hätten sich funktionäre für nen zacken aus der krone gebrochen, wenn man von anfang an gesagt hätte: jungs und mädels, wir wollen einen starken, gemeinsamen verband. welche dinge sollten eurer meinung nach in eine satzung, welche ziele sollten verfolgt werden, welche formen sollte der verband haben... macht vorschläge, wir tragen zusammen und werden euch dann das ergebnis vorlegen zur entscheidung.
aber nein, man beschließt ohne beteiligung der basis, "verhandelt" und schmeißt der basis dann etwas hin, was man als "ergebnis" versucht zu verkaufen und schnell, schnell durchzupeitschen.
so was kann ich bei der gründung eines kleinen bowlingvereines bringen, aber doch nicht bei der schaffung eines dachverbandes für 750.000 angler!!!
 
D

def

Guest
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

@leopard_afrika
Ich behaupte nicht, dass die Entwürfe keinerlei bearbeitung mehr bedürfen. Wie schon erwähnt, sind diese beiden Entwürfe an die Vereine gesandt worden, um eventuelle Änderungen aus Sicht der Basis zu erkennen. Ich schrieb schon einmal, dass einige der geforderten Erläuterungen und Nachbesserungen richtig und wichtig sind. Aber eins steht fest, dass der Weg dorthin nicht sein kann, sich hinzustellen und dem Präsidium vorzuwerfen, dass es vorsätzlich Informationen nicht an die Vereine weitergibt. Dies ist nicht so. Bisher sind alle Unterlagen, die dem Präsidium zur Verfügung standen, auch an die Vereine weitergeleitet worden. Und zwar immer mit der Bitte um Zuarbeit und Meinungen aus den Vereinen. Und da ich bei der MV zugegen war, kann ich mit Sicherheit sagen, dass hier Verleumdung und Beleidigungen ausgesprochen worden. Eins steht fest, das Präsidium des LAV hat meiner Meinung nach stets den Kontakt zur Basis gesucht. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch in Gesprächen gerne anmerkungen entgegen genommen wurden. Es ist trotz aller Bedenken, der falsche Weg, den gesamten Entwurf abzulehnen. Warum wurde nicht der Antrag gestellt, oder besser gesagt, dem Präsidium der Auftrag erteilt, die genannten Änderungen in den Entwürfen durchzusetzen?
Das hätte für alle, auch für die ewigen Zweifler, der richtige Weg bedeuten können.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Bisher sind alle Unterlagen, die dem Präsidium zur Verfügung standen, auch an die Vereine weitergeleitet worden.
Das stimmt schlicht nicht - vielleicht an die Verbandsgliederungen, aber kaum an die Vereine.
Dieses Manko ist aber weder alleine ein Manko des Verbands in S-A noch des DAV, das ist im VDSF meist noch schlimmer.

Und genau das ist das Grundübel dieser Fusion genannten Übernahme des DAV in den VDSF:
Niemand konnte (oder wollte) bisher den Anglern erklären, was das den Anglern bringen soll und warum es eine Übernahme statt einer wirklichen Fusion sein muss..

Zumal das (Schein)Argument mit dem Naturschutzverband eh nicht zieht, da bei einer Satzungsänderung eh diese dem Bundesumweltamt vorgelegt werden muss und mit dem bis jetzt vorliegende Satzungsentwurf kaum eine Chance hat, da anerkannt zu werden (Jedermannsrecht, Möglichkeit der Mitbestimmung und Mitwirkung der Einzelmitglieder nur als Stichworte).

Warum die Funktionäre des DAV das dann alles dennoch kritiklos vom VDSF schlucken und sich ebenfall kritiklos vom VDSF schlucken lassen wollen, wird sich mir nie erschliessen, vor allem im Lichte dessen, was einmal den Anglen versprochen wurde:
Eine gleichberchtigte Fusion ohne Zeitdruck unter festschreiben der wichtigen angelpolitischen Punkte und Ziele...

Wenn dies alles schon nicht mehr gilt, stellt sich dann doch nur die Frage, wo und wann werden die Angler wieder von DAV-Funktionären verraten (nachdem der VDSF und dessen Funktionäre die Angler schon seit Jahrzehnten verrät)?

Welche öffentlich gegebenen Versprechen werden auch nicht gehalten?

Welche wichtigen angelpolitischen Punkte werden noch aufgegeben?

Und das alles wofür?

Was hat der einzelne Angler davon?

In diesem Lichte betrachet ist die Reaktion der Delegierten in S-A die einzig ehrenhafte und für auch Angler nachvollziehbare......

Das bisherige Handeln des DAV-Bund sowie der Landesverbände und deren Funktionäre dagegen ist in meinen Augen für die Angler nicht tragbar.
 

wolkenkrieger

Dumm und Sand in den Augen :/
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

wenn man von anfang an gesagt hätte: jungs und mädels, wir wollen einen starken, gemeinsamen verband. welche dinge sollten eurer meinung nach in eine satzung, welche ziele sollten verfolgt werden, welche formen sollte der verband haben... macht vorschläge, wir tragen zusammen und werden euch dann das ergebnis vorlegen zur entscheidung.
Mach doch mal einen praktischen - also einen wirklich praktikablen - Vorschlag, wie sowas bei mehreren Tausend Vereinen funkionieren soll!

Oder anders herum: zeig mir doch mal ähnlich starke Verbände (NABU und BUND haben in etwa jeweils 400.000 bis 450.000 Mitglieder, Gewerkschaften liegen in etwa bei dem Mitgliederaufkommen, ...), bei denen genau DAS praktiziert wird, was nicht nur von dir gefordert wird.

Oder sind die alle nicht demokratisch?

Labert doch nicht einfach alle nur rum, sondern macht doch mal wirklich konkrete Vorschläge!

Und nein, ich weis keinen praktikablen Weg - meine Überlegungen scheitern alle an der fehlenden Vernetzung, an den teilweise zutiefst unterschiedlichen Interessen und an ganz simplen technischen Hürden.

Von der benötigten Manpower mal ganz zuschweigen!

Aber ich bin ja auch nicht das Maß aller Dinge ... vielleicht bin ich wirklich nur dumm, verblendet und mit Sand in den Augen geschlagen ... wer weis?
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Mach doch mal einen praktischen - also einen wirklich praktikablen - Vorschlag, wie sowas bei mehreren Tausend Vereinen funkionieren soll!
Da dies von den Funktionären und Verbandsgliederungen (DAV wie VDSF) nicht gewollt ist, die Angler mit einzubeziehen, brauchts dazu auch keine Vorschläge.

Selbstverständlich ist sowas möglich.

Und das muss sich ja auch nicht auf jede Kleinigkeit beziehen, aber zumindest auf die große Linie bei einer so existentiell wichtigen Sache wie der Übernahme des einen Verbandes in den anderen..

Selbst die FDP muss das machen, weil sie wenigstens satzungsgemäß die Möglichkeit dazu bietet.

Auch wenn da deren Parteiführung mit Sicherheit nicht glücklich darüber ist, dass jetzt die Mitglieder eine Abstimmung zum Verhalten in Europa erzwungen haben...


Muss man aber Funktionäre glücklich machen?

Oder sollten die Funktionäe nicht vielleicht in unseren Verbänden endlich anfangen, Angler glücklich zu machen?
 

Brotfisch

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Nach Kräften wird hier gestritten, ob eine Einzelinitiative gut war oder nicht. On top wird dann auch noch gleich einem Antragsteller vorgeworfen, er würde einen ganzen Landesverband isolieren. Das, mit Verlaub, können nur die anderen Landes- und Dachverbände tun - und wenn sie sich nicht entblödeten, das zu tun, dann würden sie die Angler in Haftung nehmen für "unbotmäßiges" Verhalten eines LV-Gremiums. Na, schönen Dank. Und wenn man kritisch sein darf, aber seine Kritik nicht äußern soll, schon gleich keine eigenen Mehrheiten suchen und finden darf, dann ist das in meinen Augen ziemlich pervers. Umgekehrt wird ein Watstiefel draus: Die Dachverbände wollen mit der Fusion eine wesentliche Veränderung des Status quo. Dafür haben sie zunächst kein Mandat. Also müssen sie sich Mehrheiten besorgen. Dafür müssen Sie informieren, argumentieren und überzeugen. Das genau tun sie nicht. Es wird schlicht behauptet, alles wird gut respektive "nicht schlechter", also stimmt gefälligst zu. So wird das nicht länger funktionieren, da hat sich auch unsere Welt geändert. Die Dachverbände sind jetzt vorleistungspflichtig, sonst bleibt alles unfusioniert wie es ist - und damit basta. Die Zeit der Blankoschecks ist vorbei, zu viel Vertrauensvorschuss verspielt. Niemand ist hier gezwungen, für etwas seine Hand zu heben, das er mit guten fachlichen Argumenten ablehnt. Und wenn deswegen zwanzig Präsidenten zurücktreten oder nicht zurücktreten, ist das auch egal.

Der Diskussion offenbar überdrüssig ruft Wolkenkrieger nach konkreten Vorschlägen. Recht so! Ich mache mal einen kleinen Anfang: Wir sollten einen Internet-Angelverein gründen, der beiden Verbänden beitritt und dann den Marsch durch die Institutionen beginnen. Ich freue mich bereits auf das erste eVoting.

Mach doch mal einen praktischen - also einen wirklich praktikablen - Vorschlag, wie sowas bei mehreren Tausend Vereinen funkionieren soll!

Oder anders herum: zeig mir doch mal ähnlich starke Verbände (NABU und BUND haben in etwa jeweils 400.000 bis 450.000 Mitglieder, Gewerkschaften liegen in etwa bei dem Mitgliederaufkommen, ...), bei denen genau DAS praktiziert wird, was nicht nur von dir gefordert wird.

Oder sind die alle nicht demokratisch?

Labert doch nicht einfach alle nur rum, sondern macht doch mal wirklich konkrete Vorschläge!

Und nein, ich weis keinen praktikablen Weg - meine Überlegungen scheitern alle an der fehlenden Vernetzung, an den teilweise zutiefst unterschiedlichen Interessen und an ganz simplen technischen Hürden.

Von der benötigten Manpower mal ganz zuschweigen!

Aber ich bin ja auch nicht das Maß aller Dinge ... vielleicht bin ich wirklich nur dumm, verblendet und mit Sand in den Augen geschlagen ... wer weis?
 

leopard_afrika

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

praktikabel? weiß ich nicht, aber zumindest möglich:
man hätte vor langer zeit eine broschüre erstellen können ( ohne hochglanz, ohne chi-chi, einfach nur auf recyclingpapier) mit einer umfrage. " wir wollen einen bundeseinheitlichen verband gründen, der uns organisierte und auch unorganisierte angler nach aussen hin vertritt, sowohl auf bundes- wie auch auf europaebene. hierzu ist es uns wichtig, eure meinung dazu zu hören und die interessen/ziele/ansichten der mehrheit unserer mitglieder zu erkennen und in den bildungsprozess des neuen verbandes einfließen zu lassen. " dann fragen zu gewässerpools, umgang mit beiträgen, funktionären, stimmenverteilungen, umweltschutzmaßnahmen, hegeplänen, mitbestimmungsrechten beim besatz... ,ner rubrik: eigene vorschläge und zum schluß die bitte, sich rege zu beteiligen. das ganze in hoher stückzahl an alle vereine und an tackledealer, um auch unorganisierte angler und abtrünnige wie mich zu erreichen. 3-6 monate ausfüllzeit und dann auswertung durch z.b. studenten im rahmen einer studienarbeit. ( statistik, demografie, demokratie im alltag, um nur stichpunkte zu nennen) dazu brauche ich kein "netzwerk", das größer ist oder anders ist als das, was es bei verbandswahlen sowieso schon gibt! dazu brauche ich ne druckerei, das ganz normale verteilernetz von zeitschriften, verbandsmitteilungen u.ä. und ein paar, die das ganze sammeln und mit dem selben verteilernetz zurücksenden! ( kein wkw, kein faxenbook, kein anglerboard, kein headset :) ) (zumal ich angler kenne, die kennen rute, rolle, sehne usw., wissen, daß die fische an einen haken beißen und nicht an eine hacke :) , die aber keine ahnung von computer haben!) und wer sich dann nicht beteiligt, ist selber schuld. aber ich kenne eben sehr, sehr viele organisierte mitglieder, die haben von satzungsentwurf u.ä. nie was erfahren, hatten aushänge nur wenige h vor mitgliederversammlungen und hatten vor allem eines nicht; meinungs- oder gar mitbestimmungsrechte! #q
 
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Brotfisch

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AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

@leopard_afrika
Ich behaupte nicht, dass die Entwürfe keinerlei bearbeitung mehr bedürfen. Wie schon erwähnt, sind diese beiden Entwürfe an die Vereine gesandt worden, um eventuelle Änderungen aus Sicht der Basis zu erkennen. Ich schrieb schon einmal, dass einige der geforderten Erläuterungen und Nachbesserungen richtig und wichtig sind. Aber eins steht fest, dass der Weg dorthin nicht sein kann, sich hinzustellen und dem Präsidium vorzuwerfen, dass es vorsätzlich Informationen nicht an die Vereine weitergibt. Dies ist nicht so. Bisher sind alle Unterlagen, die dem Präsidium zur Verfügung standen, auch an die Vereine weitergeleitet worden. Und zwar immer mit der Bitte um Zuarbeit und Meinungen aus den Vereinen. Und da ich bei der MV zugegen war, kann ich mit Sicherheit sagen, dass hier Verleumdung und Beleidigungen ausgesprochen worden. Eins steht fest, das Präsidium des LAV hat meiner Meinung nach stets den Kontakt zur Basis gesucht. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch in Gesprächen gerne anmerkungen entgegen genommen wurden. Es ist trotz aller Bedenken, der falsche Weg, den gesamten Entwurf abzulehnen. Warum wurde nicht der Antrag gestellt, oder besser gesagt, dem Präsidium der Auftrag erteilt, die genannten Änderungen in den Entwürfen durchzusetzen?
Das hätte für alle, auch für die ewigen Zweifler, der richtige Weg bedeuten können.
Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen: Satzung und Verschmelzungsvertrag stehen fertig vor den Gremien, die Zeitfenster für Verbesserungsvorschläge sind so extrem gering bemessen, dass das fachlich nicht zu bearbeiten ist, ein Signal, dass auf Bundesebene weiter an der Verbesserung der Dokumente gearbeitet wird oder auch nur ein geordnetes Verfahren dafür existiert nicht, aber in knapp einem Jahr soll der Fusionspräsident gewählt werden. Statt Information gibt es Propaganda. Das ist in meinen Augen nicht der Moment der Kritik an denjenigen, die die Verträge mangelhaft finden und Nachbesserungen wünschen, zumal die Fristen dafür abgelaufen sind.
Du selbst hälst die Verträge für "bearbeitungsbedürftig". Sie sind es, weil von Grund auf ein überlebtes System einfach unverändert fortgeschrieben werden soll. Aber in welchem Verfahren, bitteschön, sollen denn die Änderungen, wenn sie dann eingearbeitet würden, zur Abstimmung in den Verbänden und Vereinen gestellt werden? Wann soll das passieren? Möchtest Du von Dezember bis zum nächsten Spätsommer Sonderhauptversammlungen durchführen? Warum ist Deiner Meinung nach die Verhandlungskommission aufgelöst worden, deren Aufgaben sich die Präsidenten als Chefsache "an Land gezogen" haben? Vielleicht bist Du der Auffassung, dass sie das taten, damit die Fusion nicht mehr so viel Arbeit macht - und da kannst Du sogar Recht haben. Aber eine Fusion muss, wenn etwas Gutes dabei rauskommen soll, Arbeit machen! Den Murx, den wir haben, brauchen wir nicht nochmal zu wählen!
 

Brotfisch

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

praktikabel? weiß ich nicht, aber zumindest möglich:
man hätte vor langer zeit eine broschüre erstellen können ( ohne hochglanz, ohne chi-chi, einfach nur auf recyclingpapier) mit einer umfrage. " wir wollen einen bundeseinheitlichen verband gründen, der uns organisierte und auch unorganisierte angler nach aussen hin vertritt, sowohl auf bundes- wie auch auf europaebene. hierzu ist es uns wichtig, eure meinung dazu zu hören und die interessen/ziele/ansichten der mehrheit unserer mitglieder zu erkennen und in den bildungsprozess des neuen verbandes einfließen zu lassen. " dann fragen zu gewässerpools, umgang mit beiträgen, funktionären, stimmenverteilungen, umweltschutzmaßnahmen, hegeplänen, mitbestimmungsrechten beim besatz... ,ner rubrik: eigene vorschläge und zum schluß die bitte, sich rege zu beteiligen. das ganze in hoher stückzahl an alle vereine und an tackledealer, um auch unorganisierte angler und abtrünnige wie mich zu erreichen. 3-6 monate ausfüllzeit und dann auswertung durch z.b. studenten im rahmen einer studienarbeit. ( statistik, demografie, demokratie im alltag, um nur stichpunkte zu nennen) dazu brauche ich kein "netzwerk", das größer ist oder anders ist als das, was es bei verbandswahlen sowieso schon gibt! dazu brauche ich ne druckerei, das ganz normale verteilernetz von zeitschriften, verbandsmitteilungen u.ä. und ein paar, die das ganze sammeln und mit dem selben verteilernetz zurücksenden! ( kein wkw, kein faxenbook, kein anglerboard, kein headset :) ) (zumal ich angler kenne, die kennen rute, rolle, sehne usw., wissen, daß die fische an einen haken beißen und nicht an eine hacke :) , die aber keine ahnung von computer haben!) und wer sich dann nicht beteiligt, ist selber schuld. aber ich kenne eben sehr, sehr viele organisierte mitglieder, die haben von satzungsentwurf u.ä. nie was erfahren, hatten aushänge nur wenige h vor mitgliederversammlungen und hatten vor allem eines nicht; meinungs- oder gar mitbestimmungsrechte! #q
Prinzipiell ein guter Vorschlag. Wäre schön gewesen, wenn man den Fusionsprozess so oder ähnlich begonnen hätte, aber man wäre ja schon froh, wenn Vergleichbares langsam mal nachgeholt würde.
Der Hinweis auf die Angler, die einfach nur angeln wollen, ist allerdings nicht neu. Es gibt überall Leute, die gehen zu keiner Wahl. Das ist normal. Die sind aber weder dafür noch dagegen - und vielleicht kann man den einen oder anderen aktivieren. Wichtig ist nur, dass sich Mehrheiten bilden - und Sachsen-Anhalt hat gezeigt, dass sich auch Mehrheiten gegen den verordneten Mainstream des Präsidialwillens bilden lassen.

Eins noch: Alle Mitglieder haben Meinungs- und Mitbestimmungsrechte. Eine andere Frage ist, ob sie sie nutzen. Schlecht oder nicht informierte Mitglieder neigen dazu, ihre Rechte nicht zu nutzen. Deswegen besteht eine Pflicht zur Information durch die Verbände und Vereine. Wer die vorsätzlich verletzt, setzt darauf, dass die Basis ihre Rechte schon nicht wahrnehmen wird.
 

leopard_afrika

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

ich meinte nicht die angler, die nur angeln wollen, ich meinte angler, die ihren verein sehr wohl kennen, die im gegensatz zu manchem funktionär an jedem arbeitseinsatz teilnehmen, die aber keinen computer haben und noch nichts von einem "netzwerk" gehört haben!!!
ansonsten sollte es dann vlt. doch noch einen 4. dachverband geben, den computerangelnetzwerkverband. ;-)
 
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Brotfisch

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

ich meinte nicht die angler, die nur angeln wollen, ich meinte angler, die ihren verein sehr wohl kennen, die im gegensatz zu manchem funktionär an jedem arbeitseinsatz teilnehmen, die aber keinen computer haben und noch nichts von einem "netzwerk" gehört haben!!!
ansonsten sollte es dann vlt. doch noch einen 4. dachverband geben, den computerangelnetzwerkverband. ;-)
Hast ja Recht. Mein Vater wählt die Piratenpartei deswegen nicht, weil sein Internetzugang nicht funktioniert ;-) Deswegen müssen wir auch über das Netz hinaus sichtbar werden. Es gibt aber auch ein Faktor Zeit: Die Netzlosen werden immer älter, passiver und weniger - und damit wirkungsloser. Auch unter Anglern gehört die Zukunft zwangsläufig den Vernetzten.

Deine Forderung nach einem Computerangelnetzwerkverband unterstütze ich deswegen sehr. Und habe dafür auch schon einige Ideen.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Gerade kam in den Nachrichten, dass Monti die neue italienische Regierung nur mit Fachleuten, ohne einen einzigen Politiker, besetzt hat.

Ist das nicht ein reizvoller Gedanke, in den Verbänden die Funktionäre auszuschalten und durch Fachleute zu ersetzen??..

Wenns die große Politik schon vormacht............
 

ivo

Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Die Anhaltiner haben das einzig richtige gemacht. Sie haben die Notbremse gezogen!

Was wäre denn mit den Vorschlägen passiert? Nichts. Man hätte das meiste Achselzuckend abgetan. Nach dem Motto, dafür gibt es keinen Konsens und wir müssen Zugeständnisse machen, sonst keine Fusion. Gerade da liegt aber die Gefahr. Die Präsidien haben sich nie die Mühe gemacht sich richtig einzusetzen. Jetzt ist zumindest Sachsen-Anhalt gezwungen etwas zu liefern was den Wünschen und Erwartungen der Basis entspricht. Das heißt natürlich man wird bei den Verhandlungen unbequem. Es ist schon schlimm wenn versucht wird diejenigen zu diskreditieren die Vorbehalte haben, nur um einer "Fusion" den Weg zu ebenen.

Da def sich ja dafür einzusetzen scheint sollte er auch erklären können warum den diese Übernahme sein muss. Aber bitte nicht wieder die alte Leier von der einen Stimme. Das Märchen glauben auch nur die, die keine Ahnung haben. Wo ist den die Liste mit den Vorteilen eines Bundesverbandes? Wo die klar definierten Ziele und wie man sie erreichen will? Es fehlt an allem. Nun def ich bin gespannt auf die Antworten.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Wo ist den die Liste mit den Vorteilen eines Bundesverbandes? Wo die klar definierten Ziele und wie man sie erreichen will? Es fehlt an allem.
Ach Gottchen, darauf warten wir Angler doch schon seit Jahren - woher sollen da jetzt die Antworten kommen?

Wie oft wurde deswegen schon gefragt...

Und dann kam immer "Übernahme, weil nur so der VDSF den Status als Naturschutzverband behält"..

Was faktisch einfach falsch ist, da nach einer Satzungsänderung dieser Status auch erst wieder vom Bundesumweltamt bestätigt werden muss und nicht automatisch weiter gilt - auch nicht nach einer Übernahme des DAV und mit dann neuem Namen.

Und es nach den Geboten für Naturschutzverbände aus Brüssel des Jedermannrechtes sowie der zwangsweise vorgeschriebenen Beteiligungsmöglichkeit der einzelnen Leute in so einem Verband das eher unwahrscheinlich ist, dass dies mit dem vorliegenden Satzungsentwurf möglich ist.

Nicht wegen Naturschutzgründen!!

Sondern weil diese Satzung den zwingend notwendigen Möglichkeiten zur Einzelmitgliedschaft und der demokratischen Beteiligung des Einzelnen nicht ausreichend Rechnung trägt.

Vielsagend in meinen Augen.....
 

norge_klaus

Active Member
AW: Zur Fusion: Angler in Sachsen Anhalt wehren sich

Mit großem Interesse verfolge ich die Diskussion. Als Mitglied des DAV (Eintritt 1980 / 11 Lebensjahr) konnte ich die Entwicklung im KAV Wittenberg (Sa.-Anh.) über viele Jahre hinweg verfolgen.
Selbst in meinem kleinen Ortsverein, hat sich vieles so entwickelt, wie es in den VDSF Vereinen üblich ist. Kleinstaaterei ! Deshalb habe ich mich, natürlich auch mit dem Umzug in 2005 nach Hessen verbunden, langsam aus dem Vereinsleben und der Angelei in unseren heimischen Seen und Flüssen zurückgezogen.
Norwegen und Big-Game sind für mich jetzt spannender als die überregulierte Angelei in Deutschland.
Tight Lines
Norge_Klaus
 
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