Zustand unserer heimischen Gewässer

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Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wer im Jahr 2018 noch nicht erkannt hat, dass Natura-2000 eine Bedrohung für Angler darstellt, hat vermutlich die letzten Monate auf einem Baum geschlafen...
 

Purist

Spinner alter Schule
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Die Biomasse war zu Zeiten der dreckigen Flüsse, als wesentlich mehr gedüngt wurde, doch höher.
Ist der Artenreichtum heute geringer?
Bei den Fischen nicht, meine ich.
Bei all dem Kleingetier, Insekten & so... mag es durchaus sein.
Als Angler solltest du zumindest wissen, dass sich auch bei den Fischarten einige auf dem Rückzug befinden, wenn sie aus bestimmten Gewässern nicht schon vollständig verschwunden sind.

Das mit der Biomasse stimmt, allerdings ist kommen da andere Fragen auf: Was gelangte früher vermehrt in die Flüsse, was dort heute nicht mehr zu finden ist? Waren z.B. die Fische damals gesünder, als noch Waschmittel- und Industrieschaum auf den Flüssen lag und manche Abwasserklärung nicht erfolgte? Oder waren ihre Populationen von Fischen nur deswegen so groß, weil sie keiner essen wollte?

Was man heute sieht ist klar: Gülle, Gülle und noch mehr Gülle (bedingt alleine schon dadurch, dass hier Schweinezüchter mit Massentierhaltung den Weltmarkt bedienen, hinzu kommt die Rinderhaltung) = Nitrat, Kunstdünger, Herbizide/Pestizide, Medikamentenrückstände und Mikroplastik im geklärtem Abwasser.
Nur weil man den Mist im Gegensatz zu früher nicht mehr sofort sieht, ist die Verschmutzung nicht verschwunden.

Wenn man hier saubere Flüsse will, muss man renaturieren (was immer auch dem Hochwasserschutz dient) und die Einträge zurückfahren. Politisch gewollt ist das von dieser Bundesregierung jedoch bestimmt nicht.
 

Wegberger

aus dem Westen
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Hallo,

das ist doch wieder komplette Veräppelung.

Und der kleine Angler fängt an, an seinen Boillie`s zu zweifeln und die Industrie, mit Lobby und Politik in einem Bett liegend lacht sich dämlich.

Ich nehme dann "gute" Boillies und die Fabrik pump weiter den Scheiss in den Fluss ... oder häckselt die Fische.

Durchgängigkeit der Flüsse ... hier bei uns wurde von den Gemeinden klar gemacht .... nur wenn die Bauern freiwillig mit machen. Ich lach mich schlapp.

Ich müsste Brüssel mal richtig durchgreifen.

Wir Angler sind schon richtig verblödet.
 
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Laichzeit

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wer im Jahr 2018 noch nicht erkannt hat, dass Natura-2000 eine Bedrohung für Angler darstellt, hat vermutlich die letzten Monate auf einem Baum geschlafen...
Ich sage ja nicht, es sei keine Bedrohung, sondern in BW gibt es keine Grundlage für pauschale Angelverbote. Das ist gut zu wissen, wenn man selbst Gewässer in solchen Gebieten befischt oder bewirtschaftet. Für ein deutschlandweites Angeln-Untergangs-Szenario taugt Natura2000 nicht und um so weniger, je mehr man der Sache bedacht und unvoreingenommen entgegengeht.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Ich sage ja nicht, es sei keine Bedrohung, sondern in BW gibt es keine Grundlage für pauschale Angelverbote. Das ist gut zu wissen, wenn man selbst Gewässer in solchen Gebieten befischt oder bewirtschaftet.
Dann nenne uns doch bitte schnell noch die Grundlage für das Angelverbot im Fehmarnbelt, das BMUB konnte das bis heute ja noch nicht. Vielen Dank im Voraus, ich bin jetzt nämlich echt gespannt...

Man kann bei Natura-2000 auch weggucken und alles schön reden. Aber wer Nachtangelverbote geil findet...#q
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Dann nenne uns doch bitte schnell noch die Grundlage für das Angelverbot im Fehmarnbelt, das BMUB konnte das bis heute ja noch nicht. Vielen Dank im Voraus, ich bin jetzt nämlich echt gespannt...
Liegt der Fehmarnbelt in Baden-Württemberg? Hier hat sogar der LFVBW erfolgreich Angelverbote in der Planfeststellungsphase verhindern können und ich geh ab dem 15. Mai gemütlich angeln innerhalb eines Natura2000 Gebietes. Davon schreibe ich, da die Empfehlungen und Umsetzung Ländersache ist. Von der Ostsee oder Niedersachsen auf ein wahnsinniges Übel in ganz Deutschland zu schließen halte ich für Panikmache.

Man kann bei Natura-2000 auch weggucken und alles schön reden. Aber wer Nachtangelverbote geil findet...#q
Wer sagt etwas von weggucken und für das Zweite fällt mir auch keine Quelle ein.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Als Angler solltest du zumindest wissen, dass sich auch bei den Fischarten einige auf dem Rückzug befinden, wenn sie aus bestimmten Gewässern nicht schon vollständig verschwunden sind.

Das mit der Biomasse stimmt, allerdings ist kommen da andere Fragen auf: Was gelangte früher vermehrt in die Flüsse, was dort heute nicht mehr zu finden ist? Waren z.B. die Fische damals gesünder, als noch Waschmittel- und Industrieschaum auf den Flüssen lag und manche Abwasserklärung nicht erfolgte? Oder waren ihre Populationen von Fischen nur deswegen so groß, weil sie keiner essen wollte?

Was man heute sieht ist klar: Gülle, Gülle und noch mehr Gülle (bedingt alleine schon dadurch, dass hier Schweinezüchter mit Massentierhaltung den Weltmarkt bedienen, hinzu kommt die Rinderhaltung) = Nitrat, Kunstdünger, Herbizide/Pestizide, Medikamentenrückstände und Mikroplastik im geklärtem Abwasser.
Nur weil man den Mist im Gegensatz zu früher nicht mehr sofort sieht, ist die Verschmutzung nicht verschwunden.

Wenn man hier saubere Flüsse will, muss man renaturieren (was immer auch dem Hochwasserschutz dient) und die Einträge zurückfahren. Politisch gewollt ist das von dieser Bundesregierung jedoch bestimmt nicht.
Ein gedüngtes Gewässer wird dennoch nicht viele Algen vorweisen, wenn der Herbizidgehalt im Wasser zu hoch ist.

Zudem werden immer mehr Biozide gegen Algen und Flechten eingesetzt, die sind alle als hochgradig fischgiftig gekennzeichnet und die sind in jeder neuen gedämmten Fassade enthalten und werden auf Unmengen Terrassen, Hofflächen usw. eingesetzt.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Liegt der Fehmarnbelt in Baden-Württemberg? Hier hat sogar der LFVBW erfolgreich Angelverbote in der Planfeststellungsphase verhindern können und ich geh ab dem 15. Mai gemütlich angeln innerhalb eines Natura2000 Gebietes. Davon schreibe ich, da die Empfehlungen und Umsetzung Ländersache ist. Von der Ostsee oder Niedersachsen auf ein wahnsinniges Übel in ganz Deutschland zu schließen halte ich für Panikmache.
Wie ich schon schrieb- weggucken und schönreden!

Im Fehmarnbelt gibt es auch keine Grundlage für ein Angelverbot und trotzdem gibt es das Angelverbot. Will sagen es geht auch ohne Grundlage! Warum gehst Du denn erst ab dem 15.Mai in dem Natura-2000 Gebiet angeln? Ich habe sogar letzte Woche in einem Natura-2000 Gebiet gefischt, sogar nach Sonnenuntergang #6.

Sitze ruhig in BW und warte bis es Euch erwischt- wir werden in der Zeit für Angler kämpfen. Wir haben verstanden, dass wir Angler ausgesperrt werden sollen.

Aber eventuell bekommt Ihr ja bald auch ein Tagesangelverbot. Dann dürft Ihr auch nicht mehr angeln, aber Du hast dann zumindest recht, dass es nicht an Natura-2000 liegt |rolleyes

Wenn ich Deine Beiträge lese, denke ich, dass Du dem Verband in BW sehr nahe stehst. Deine Äußerungen sind so etwas von typisch für Verbandler- nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, frei nach den 3 Affen "Ich darf ja noch (wenn auch stark eingeschränkt) angeln, wo ist also das Problem?"#q#q
 

Wegberger

aus dem Westen
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Hallo Lars,

lass es ... es ist Hopfen und Malz verloren.

Selbst wenn ihre Enkel fragen was das den für Stecken im Keller sind - werden sie noch sagen .... das sind Angeln und zum Glück wurden wir bekehrt uns nur noch Gewässer anzuschauen.
 

Grünknochen

Natur schützender Angler
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Im Jahre 2017 feierte Natura 2000 sein 25jähriges Bestehen...


Hopfen und Malz ist übrigens auch bei so manchen Anglern verloren.
 
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Tate

Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Habe einen ähnlichen(gleichen?) Artikel bei n.tv gelesen. Was die Ursachen für den Zustand der Gewässer betrifft so wurden diese ziemlich genau benannt, Flussverbauungen und Überdüngung. Was aber nicht genannt wurde warum es dazu kommt. Meiner Meinung nach ist dies zum grossen Teil der grünen Energiewende zu verschulden. So wird der Maisanbau massiv forciert nur um daraus Energie zu gewinnen. Da Mais gut Nitrat aufnimmt wird tonnenweise Gülle auf die Felder gekarrt. Das sich dadurch das Grundwasser und Oberflächengewässer verseucht werden ist vollkommen egal. Man sollte also die wahren Ursachen bekämpfen und nicht nur die Sympthome aber dazu fehlt den Berliner Verb... der Schneid.
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Warum gehst Du denn erst ab dem 15.Mai in dem Natura-2000 Gebiet angeln? Ich habe sogar letzte Woche in einem Natura-2000 Gebiet gefischt, sogar nach Sonnenuntergang #6
Ende der Hechtschonzeit.

Sitze ruhig in BW und warte bis es Euch erwischt- wir werden in der Zeit für Angler kämpfen. Wir haben verstanden, dass wir Angler ausgesperrt werden sollen.
Glaub ja nicht, dass ich dein Engagement und das der Anglerdemo nicht ernst nehme oder wertschätze. Für mich geht es gegen sinnlose Verbote, hier im Forum ist es oft der Kampf gegen Naturschutz oder Natura2000 an sich und da halte ich dagegen, da wir in den Gebieten problemlos und ohne Einschränkungen fischen, ohne die "Schutzgüter" zu gefährden und im selben Zug von der Wiederbelebung der Gewässer, sowie der belebten Umgebung profitieren könnten. Dasselbe zur Umsetzung der WRRL, wobei diese uns in puncto Verbote nicht so hart treffen kann.

In unseren Gewässern werden die ehemaligen Massenfische, wie Barsch, Rotauge und Brassen zusehend seltener, an deren Stelle müssen die Flussfische und andere spezialisierte Arten wieder übernehmen. Das gelingt nur wenn ihr Lebensraum wieder passt, ansonsten bleiben die Plätze leer. Dazu brauchen wir Naturschutz, Gewässerrandstreifen und mehr Platz für die natürliche Entwicklung der Flüsse. Momentan funktioniert das nicht, die Brasse verschwindet, Barbe und Nase kommen wegen Staustufen, Dreck, fehlendem Kies und Kormoran nicht hoch, da an den Flüssen viel zu wenig gemacht wurde. Wenn ich in Zukunft angeln will, ist das genau so wichtig, wie die Angelverbote. Deshalb Angelverbote verhindern ohne Naturschutz zu verhindern.

Wenn ich Deine Beiträge lese, denke ich, dass Du dem Verband in BW sehr nahe stehst.
|rolleyes Keine Sorge, ich hab mal deren Stand auf einer Messe besucht und das wars soweit.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Habe einen ähnlichen(gleichen?) Artikel bei n.tv gelesen. Was die Ursachen für den Zustand der Gewässer betrifft so wurden diese ziemlich genau benannt, Flussverbauungen und Überdüngung. Was aber nicht genannt wurde warum es dazu kommt. Meiner Meinung nach ist dies zum grossen Teil der grünen Energiewende zu verschulden. So wird der Maisanbau massiv forciert nur um daraus Energie zu gewinnen. Da Mais gut Nitrat aufnimmt wird tonnenweise Gülle auf die Felder gekarrt. Das sich dadurch das Grundwasser und Oberflächengewässer verseucht werden ist vollkommen egal. Man sollte also die wahren Ursachen bekämpfen und nicht nur die Sympthome aber dazu fehlt den Berliner Verb... der Schneid.
Wenn das stimmen würde, würde ich erwarten, das gerade der Bestand an Brassen zunehmen müsste. Die mögen entschleunigte eutrophierte Gewässer, aber so wie ich das sehe, nimmt die Trübung überwiegend ab. Ich vermute das Problem ist komplexer.
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Die Eutrophierung geht zurück, da der Phosphateintrag sinkt und der hohe Nitratgehalt das nicht kompensieren kann, da zum Wachstum beide Nährstoffe benötigt werden.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Deshalb Angelverbote verhindern ohne Naturschutz zu verhindern.
Mein reden, jedoch zeigt uns die Realität, dass andere böse Mächte das in der Praxis anders sehen und im Ergebnis Angelverbote stehen! Ich verstehe nicht, wie Du Dir für Dein Bundesland so sicher sein kannst ;+.

Wir waren uns an der Küste auch sicher und werden hier von Angelverboten förmlich überrollt. Gleiches gilt sicherlich für die Menschen an der Elbe.

Für die Küste haben wir mit Helcom und dem Vermächtnis von Ex- Ministerin Hendricks eine neue Gefahr für unser Hobby. Zur Zeit noch weit weg, jedoch wird es uns sicherlich treffen.

Angler stehen laut BfN als Störwirkung im Fehmarnbelt an siebter und letzter Stelle, doch wir wurden ausgesperrt! Das kann niemand schönreden und niemand sollte sich sicher sein. So werden wir Angler beim "Blauen Band" explizit erwähnt. Ich halte bereits die Erwähnung für eine Gefahr. Angler entnehmen nun einmal Fische und sind somit erst einmal eine Gefährdung für die Erhaltungsziele der Gebiete. So wird es von Seiten der Naturschutzverbände und auch Teilen der Politik gesehen. Setzen sich also diese Stimmen durch, wird es relativ schnell eng für uns werden. Ich verstehe nicht, wie man so blind sein kann und diese Gefahr als nicht existent darstellen kann.

Mal gucken, wann es auf Gewässerebene detaillierte Untersuchungen zu den Fischbeständen geben wird und neue (ganzjährige) Schonzeiten für bestimmte Fischarten kommen werden. Dann ist eben nicht explizit Natura-2000, jedoch Angelverbote zum Erhalt der Bestände. Siehe doch den Aal- Angler sind sicherlich das kleinste Übel, doch im Fokus der Überlegungen zur Rettung der Bestände. Nicht die wirklichen Ursachen werden bekämpft, sondern erst einmal pauschal etwas beschlossen, was für die Öffentlichkeit zumindest wir (blinder) Aktionismus darstellt. "Wir haben etwas getan" ist das Motto, ob zielführend oder nicht. Ich möchte jetzt nicht den Diesel ins Spiel bringen, jedoch ein gutes Beispiel für die kranken Überlegungen der Umweltschützer und der Politik!

Ich schreibe ja auch nicht, dass das Angeln an diesen Gebieten morgen verboten sein wird, jedoch die Gefahr für mittelfristige Verbote ist gegeben. Da sich niemand für uns erkennbar einsetzt, ist es doch ein leichtes uns auszusperren.

Wir Angler werden uns keinen vernünftigen Konzepten zum Naturschutz verschliessen, jedoch sollten wir uns frühzeitig gegen überzogenen und falsch verstandenen Naturschutz wehren. Solange jedoch Angler öffentlich Verständnis für sämtliche Naturschutzprojekte äußern, wird die Politik diese Vorlagen immer gerne aufnehmen. In diesem Fall vermisse ich jedoch Veröffentlichungen von den Anglerverbänden. Wann kommen die? Warum nehmen die Verbände diese Vorlage nicht auf und zeigen der Öffentlichkeit was Angler leisten? Das wäre die einzig passende Antwort. Diese hätte jedoch bereits in den hier verlinkten Veröffentlichungen von Spiegel, Tagesschau etc. enthalten sein müssen. Das wäre mal sinnvolle ÖA für unser Hobby gewesen. Ich vermute jedoch, dass viele in den Verbänden mir Projekten wie "Blaues Band" oder "Grüne Infrastruktur" wenig bis gar nichts anfangen können. Wie soll man also überhaupt hier ÖA leisten können?

|rolleyes Keine Sorge, ich hab mal deren Stand auf einer Messe besucht und das wars soweit.
Du warst definitiv zu lange am Stand ;)

Dienstag 07.30 Uhr und mein Blutdruck ist bereits so hoch, dass ich hier im Büro schon wieder das Fenster geöffnet habe, um die Frischluftzufuhr zu erhöhen. Ich höre die Vögel zwitschern, es gibt also noch Leben da draussen.
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Mal Abseits der Sache im Norden mit Ostsee und den FFH Gebieten.... was mich bei dem Artikel über die Wasserqualität stutzig macht: Wurde früher nicht noch mehr gegen Ungeziefer vorgegangen als heute? Mit Teils wesentlich höheren Dosen oder gar inzwischen verboteten Mitteln? Komischerweise waren damals die Bestände und auch die Artenvielfalt weitaus größer. Nitrat und Phospat Eintrag waren da sicherlich die größten Posten - aber laut dem Bericht scheint es da ja noch genug zu geben?! Sehe ich mir den Rhein an (das Beispiel passt hier sehr gut) - so erkenne ich in den letzten 15 Jahren einen krassen Wandel. Sauberes, klareres Wasser heisst in der Praxis aber nicht, dass mehr Stückzahlen von den "angepassteren" Arten nachkommen. Theoretisch müssten (als Bsp) die Brassen massiv zuruck gegangen sein (was fakt ist) und dadurch Barben und Nasen diese Niesche bestezt haben. In der Realität fängt man heute sogar weniger Barben und Nasen als vor 15 Jahren. Ich bin zwar nicht mehr ganz so in der Feeder-Szene drinnen wie vor paar Jahren, weiss aber das selbst unsere Teamangler usw. teils mit riesen Aufwand mal 2 Barben fangen oder sogar diese ganz schneidern.....
 
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Weiss nicht ob man so komplexe Systeme nach so einfachen Regeln beurteilen kann. Ich schätze mal es sind sehr viele kleine Rädchen die ineinander greifen und die "Gesamtkonfiguration" aus Wasserqualität, Beschaffenheit des Lebensraumes und wie die einzelnen Arten darin zurecht kommen etc machen es letztlich aus - Und das sehr langsam und in vielen "Aufs" und "Abs". Je weiter ich zurückblicke desto gravierender fallen mir die Unterschiede auf. Wie viele Insekten es damals im Garten gab, dass wir Stichlinge in winzigen Rinnsalen fingen. Und heute haben wir Mindestmaße auf Plötze und besetzen Barsche weil sich die Bestände der anspruchlosesten Fische scheinbar nicht halten ;+
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Siehst Du- viele Ursachen sind ungeklärt. Also beseitigt man bekannte, erkennbare Ursachen. Angler entnehmen Fisch ==> wenig Fische ==> Angelverbot. So einfach funktioniert Politik in Deutschland. Deshalb kann das auch jeder... Zumindest habe ich bisher niemals Einstellungsvoraussetzungen gefunden.
 

Leech

Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wenn ein Gewässer sauberer wird, nimmt die Biomasse automatisch ab.
Weniger Nährstoffe in der Nahrungskette usw.
Wenn früher das Wasser dreckiger war, war die Biomasse zwar größer, aber die Biodiversität eine völlig andere.
Das heißt, dass tendenziell bei saubererem Wasser die Biomasse abnehmen muss, bezüglich der Artenvielfalt kommt es dann auf den Zustand des Gewässers an.
Basis Ökologie Klasse 10 Biologie.
 

marlowe

Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

was mich bei dem Artikel über die Wasserqualität stutzig macht: Wurde früher nicht noch mehr gegen Ungeziefer vorgegangen als heute? Mit Teils wesentlich höheren Dosen oder gar inzwischen verboteten Mitteln? Komischerweise waren damals die Bestände und auch die Artenvielfalt weitaus größer. Nitrat und Phospat Eintrag waren da sicherlich die größten Posten - aber laut dem Bericht scheint es da ja noch genug zu geben?! Sehe ich mir den Rhein an (das Beispiel passt hier sehr gut) - so erkenne ich in den letzten 15 Jahren einen krassen Wandel. Sauberes, klareres Wasser heisst in der Praxis aber nicht, dass mehr Stückzahlen von den "angepassteren" Arten nachkommen. Theoretisch müssten (als Bsp) die Brassen massiv zuruck gegangen sein (was fakt ist) und dadurch Barben und Nasen diese Niesche bestezt haben. In der Realität fängt man heute sogar weniger Barben und Nasen als vor 15 Jahren. Ich bin zwar nicht mehr ganz so in der Feeder-Szene drinnen wie vor paar Jahren, weiss aber das selbst unsere Teamangler usw. teils mit riesen Aufwand mal 2 Barben fangen oder sogar diese ganz schneidern.....
Die Intensivierung der Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten immer weiter zugenommen, u.a. durch den Anbau von Energiepflanzen. DDT ist zwar verboten - das heisst aber nicht, dass die anderen Chemikalien harmlos sind. Ein Großteil der Fließgewässer ist hochgradig kontaminiert und es fehlt an Kleinstlebewesen - damit auch an Fischfutter.
Empfindliche Fischarten wie Nasen, Barben und Äschen verschwinden.
Von den Anglern/Verbänden hört man diesbezüglich herzlich wenig. Dort beschränkt sich der Naturschutz meist auf das Einfordern von Kormoranabschüssen.
 
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