Zustand unserer heimischen Gewässer

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wie absurd diese Diskussion doch ist.

Es werden ernsthaft Verbesserungen abgelehnt, da man den besseren Zustand als Argument für Aussperrung nutzen könnte?

Das ist eure Logik?

Wenn jemand wider der Ratio ein Verbot durchzieht, wie es in den AWZ geschehen ist, ist doch der Beweis gegeben, das es nicht um Argumente geht sondern um Stimmungen. Und gegen die schützten nichts.

An der öffentlichen Wahrnehmung muss man arbeiten und da ist Natur- und Artenschutz unter anderem ein positiv bewertetes Handeln. Dies freiwillig anderen zu überlassen ist fahrlässig und naiv.
 
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smithie

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Zur Klärung der Gewässer ist vielleicht noch anzumerken, was heißt denn eigentlich natürlich und wer weiß das so genau?
Das habe ich so auf Seite 1 oder 2 auch mal versucht zu fragen |wavey:

Was ist der SOLL Zustand?
Der Zustand vor 30 oder 40 Jahren?
Das was "jemand" jetzt festlegt? Auf welcher Grundlage?

Wenn der Rhein ein naturnaher Gebirgsbach werden soll, ist ja noch etwas Arbeit zu tun...
 

smithie

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wenn jemand wider der Ratio ein Verbot durchzieht, wie es inicht den AWZ geschehen ist, ist doch der Beweis gegeben, das es nicht um Argumente geht sondern um Stimmungen. Und gegen die schützten nichts.

An der öffentlichen Wahrnehmung muss man arbeiten und da ist Natur- und Artenschutz unter anderem ein positiv bewertetes Handeln. Dies freiwillig anderen zu überlassen ist fahrlässig und naiv.
Wie willst Du mit "Stimmungen" ein wider Ratio durchgesetztes Verbot wieder wegbekommen bzw. verhindern?

Du betreibst Naturschutz indem Du in der AWZ angelst?
 
R

Ronald Reagan

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß, Frank. :)

Warum die leidigen Umstände am Salzwasser, wo es keine Verbauung gibt und der zu hohe oder zu niedrige Nährstoffeintrag kaum Thema ist, immer wieder als Omen für das Süßwasser herhalten müssen, verstehe wer will.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wie willst Du mit "Stimmungen" ein wider Ratio durchgesetztes Verbot wieder wegbekommen bzw. verhindern?

Du betreibst Naturschutz indem Du in der AWZ angelst?
Hab ich das geschrieben? Ein Verbot weg zu bekommen ist ein ganz anderes Thema, als eines im Vorfeld abzuwenden.

@Ronald Reagan: Der Nährstoffeintrag ist in der Ostsee ein großes Problem, viele Bäche und Flüsse sammeln hier die Wasser, die durch eine intensiv landwirtschaftlich genutzte stark belastet sind, mit Nährstoffen, wie auch Spritzmitteln.
 
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G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Warum die leidigen Umstände am Salzwasser, wo es keine Verbauung gibt und der zu hohe oder zu niedrige Nährstoffeintrag kaum Thema ist, immer wieder als Omen für das Süßwasser herhalten müssen, verstehe wer will.
Man kann auch einfach die Realität ignorieren und mit "Weiter so" warten, bis wir nicht mehr angeln dürfen, also quasi alle Probleme aussitzen. Wohin uns dieser Weg in den letzten 30 oder gar 40 Jahren geführt hat, erleben viele Angler täglich.

Das die Politik nicht von Angelverboten, sondern von "geeigneten Maßnahmen" in diesem Zusammenhang schreibt, ist doch logisch. Wir warten jetzt einfach mal ab, wie sich im Süßwasser dann die "geeigneten Maßnahmen" darstellen.

Hand in Hand zum Untergang...
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Warum die leidigen Umstände am Salzwasser, wo es keine Verbauung gibt und der zu hohe oder zu niedrige Nährstoffeintrag kaum Thema ist, immer wieder als Omen für das Süßwasser herhalten müssen, verstehe wer will.
Weil das Prinzip dasselbe ist, das ist doch nicht schwer zu verstehen.

Beispiel: einer der Ems-Altarme vor meiner Tür.
Früher hab ich da als Jugendlicher ständig geangelt, der Eisvogel saß oft auf den Ruten und hat von da aus gejagt.
All die verschiedenen Vögel kannte ich quasi per Vornamen, wusste wo ihre Nester sind, wieviele Junge sie jedes jahr groß zogen,...

Dann wurde ein Angelverbot in der Vogelbrutzeit (15.3-15.7.) ausgesprochen, weil wir Angler die Vögel ja so fürchterlich stören.

Konsequenzen:
die Toten Arme sind in dieser Zeit das Eldorado für Partymacher, Kormorane und auch für ein paar Schwarzangler, weil kein Angler vor Ort auftaucht.
Ich fahr jedes Jahr nach dem 15.7. dort hin und räum einen Anhänger voll Müll weg; Bierpullen, Fässer, Grills & Grillverpackungen ohne Ende, Luftmatratzen, zerfetzte Campingstühle,...

Der Landwirt (unser Verpächter) ist -zu Recht- angepisst, schüttelt auch nur den Kopf über solchen Behördenblödsinn.
Die Aufseher genervt, weil sie lange Wege durch die Pampas fahren sollen, obwohl dort gar keiner angeln darf und selbst wenn sie jemanden dort "Picknick" machen sehen, der darf das ja und "der Müll stammt natürlich nicht von ihm, sondern lag schon da".
Angler gehen auch außerhalb der Sperrzeit kaum noch hin, weil der Tümpel Kormoranbedingt ziemlich fischleer ist.
Der Vogelbestand hat gegenüber früher definitiv drastisch abgenommen!
Die Untere Naturschutzbehörde findet das Angelverbot nach wie vor richtig und wichtig.
Der Staatssekretär des Umweltministeriums erzählt mir was von "leider mangelnden Kontrollmöglichkeiten durch die Untere Naturschutzbehörde"...

Es bleibt auf jeden Fall wie es ist,
obwohl es einfach nur Sch*** ist,
aber alle "Schützer" haben eine weiße Weste , haben doch das ihnen Mögliche gemacht.
Und auf irgendeinem Zettel steht, dass man was für den Naturschutz getan hat.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
R

Ronald Reagan

Guest
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wer ignoriert denn hier die Realität?

Zu dieser Realität gehört aber nunmal auch, daß an den Küsten grundsätzlich andere Gewässervoraussetzungen bestehen, als im Binnenland.

Daß saubere, unverbaute und renaturierte Gewässer dem Fischbestand dienen, ist doch unstrittig. Daß das eine Grundvoraussetzung für langfristig erfolgreiche Fischwaid auf andere Fischarten als Brassen und Rotaugen ist, hoffentlich auch.

Zu DK: Dort wird seit geraumer Zeit wegen hoher Dioxinbelastungen vor dem Verzehr der Ostseelachse gewarnt, zwischenzeitlich war die Entnahme sogar verboten, wenn ich mich recht erinnere. Meckert dort jemand?

Man muß sich irgendwann schon entscheiden, was man eigentlich will. Denn das Argument des Raubbaus durch die Fischfangflotten bei gleichzeitigem Baglimit für den Freizeitangler zieht nicht im Binnenland. Dort ist die Abknüppelmentalität nunmal ein Faktor, der sich nicht ausblenden läßt. Angeln muß sich schließlich auch im Landesinneren lohnen, weshalb der Feind schon deshalb in den eigenen Reihen sitzt.

@kati
Früher hatte ich mal ne Kneipe, die hervorragend lief, dann holte den neuen Betreiber die Realität ein, indem keiner mehr hinging, weil auf einmal niemand mehr in solche Kneipen ging.

Früher saß man am Wasser und hatte tolle Erlebnisse, bis einen die Realität einholte. Sie hieß in dem Falle aber Volkssport Angeln, sich unbedingt lohnen Müssen und plötzlich in Mengen Mentalitäten am Wasser, die am liebsten mit Dynamit fischen würden.

Das ist doch nicht schwer zu verstehen.
 

smithie

Well-Known Member
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Tut mir leid, ich finde den Kausalzusammenhang nicht.
Du schreibst vom "Verbot wider Ratio, es geht nicht um Argument, sondern um Stimmungen" und "An der öffentlichen Wahrnehmung muss man arbeiten und da ist Natur- und Artenschutz unter anderem ein positiv bewertetes Handeln."

Wie willst Du das nun in dem von Dir genannten Fall AWZ machen?
Dass Du Naturschutz betreibst indem Du in der AWZ angeln gehst?
Dass Du Artenschutz betreibst, wenn Du in der AWZ angeln gehst?

Das ist ein ganz schmaler Grat mit "Angeln ist positiv, weil (u.a.) Natur- und Artenschutz".
Dieser Natur- und Artenschutz geht mit etwas Kohle viel besser ohne Angler. Und dass im Naturschutzsektor genügend Geld vorhanden ist, will glaube ich niemand bezweifeln.

Angeln ist positiv, aber im Wesentlichen aufgrund anderer Dinge.
Dass nebenbei auch Natur- und Artenschutz betrieben wird, ist - überspitzt ausgedrückt - nett.
 

Sten Hagelvoll

Konserviererin
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

Wenn wir über Angelpolitik reden, müssen wir darüber reden:

Inwiefern müssen wir das?


http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesregierung-zu-wenig-leben-in-deutschen-fluessen-und-baechen-a-1200865.html



Es ist gut und richtig, dass sich Angelverbände dieses Themas annehmen...
Bei solchen Veröffentlichungen muß man in erster Linie einmal darüber reden, dass sehr vielen einschlägigen Publikationen nicht zu trauen ist.
Es wird allenthalben ein unglaublicher Alarmismus betrieben und niedergeschrieben, man kann fast nichts mehr glauben, was irgendwo veröffentlich wird, ohne sich das dahinter agierende Netzwerk anzusehen und einzuschätzen, welche "Wertschöpfungskette" damit gefüttert werden soll.

Allein der Informationsgehalt dieses Artikel tendiert gegen null!

Zitat:

"Um den Zustand der Gewässer zu ermitteln, vergleichen Wissenschaftler die im Wasser lebenden Organismen mit dem Bestand, der natürlicherweise dort vorhanden sein sollte."

Hier darf man als erstes die Frage stellen, was genau "der Bestand" sein soll und was "natürlicherweise" bedeutet. #q
 

zokker

Mecklenburger Seenplatte
AW: Zustand unserer heimischen Gewässer

...
Es wird allenthalben ein unglaublicher Alarmismus betrieben und niedergeschrieben, man kann fast nichts mehr glauben, was irgendwo veröffentlich wird ...
...Allein der Informationsgehalt dieses Artikel tendiert gegen null!
Das gehört sich in einer " postfaktischen Affekt-Gesellschaft so.
 
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