Anfütterung Aal

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Wir haben beim Stippen auch auf Wettbewerben viele (kleine) Aale als Beifang gehabt, wo jede Menge an Maden und Pinkies ins Wasser gekommen sind. Das waren aber alles mehr oder minder Zufälle, zwischen den gefühlten tausenden Weißfischen. Ich gehe davon aus, das Aale wie jeder andere Fische auf eine Quelle von Nahrung reagieren, aber Chancenlos im Konkurrenzkampf sind. Zwischen großen Brassen, Karpfen, Schleien, Alanden oder "Weiß Gott" hast du es als Aal nicht einfach und diese Fischarten sind quasi in jedem Aal-Gewässer.

Ich denke, das Anfüttern auf Aale ist deswegen Uninteressant, weil die Bestände zu Dünn sind. Ferner hast du Krabben/Krebse, die sich dem Aas der Gewässer schnell bemächtigen. Die Fließgewässer könnten auch mit einem Anstieg an Welsen das Problem in diese Richtung drehen. Klar fängt irgendwo, irgendwer mal einen Aal auf einem Fischfetzenfutterteppich. Irgendwo anders fängt aber auch jemand seinen Aal in der weiten Wüste der großen See mit einem Wurm.

Das feine Näschen und der richtige Köder sind für mich die klevere Strategie.
 

Rannebert

coin operated boy
Hier bei uns am Kanal gibt es auch genug Aalangler, die stumpf nur mit Maden anfüttern und damit Erfolg haben.
 

Fischer45

Active Member
Dann versuche ich es mal mit Maden. Das Wetter wird jetzt herbstlich, da müssten die Aale ja wieder laufen!
In dem Fluß Ems, Leda wo ich immer auf Aal fische, wurde heute leider eine Verzehrwarnung heraus gegeben, Dioxin usw.
Ich könnte ko.... N
Gruß Klaus
 

Purist

Spinner alter Schule
Das ist das Problem hier. Wurm pur kannst tagelang ins Wasser halten, ohne Fischkontakt zu bekommen.
Deswegen meine Überlegung mit Anfüttern. Das ist mit den Karpfen auch so. Man sieht keine und fängt auf gut Glück auch keine, obwohl hier 30 Pfünder herum schwimmen. Mit Anfütterung klappt es aber wunderbar.
Meiner Erfahrung nach kannst du dir das Anfüttern ersparen.
Wenn es bei euch Aale in einem Gewässer gibt, finden die auch jeden Köfi, Tau- oder Mistwurm. Beschädigungen, z.B. ein abgerissenes Endstück beim Wurm, sind von Vorteil. Warum? Aale riechen ihr Futter, dabei evtl. vorhandene Pumpströmungen beachten.
Was bei euch dort oben gute Aalstellen sind, kannst du relativ zügig herausfinden: Wenn in der späten Dämmerung und in der ersten Stunde nach Sonnenuntergang kein Aalbiss kommt, taugt die Stelle einfach nichts. An richtig guten Stellen beisst bei passender Witterung auch heute noch alle 10-20min ein Schlängler.

Wenn du in einem abgeschlossenen Gewässer Aale mästen willst, ist Anfüttern durchaus eine Möglichkeit um sich Monster heranzuziehen. Das hat John Sidley getan und ist dann wirklich die volle Nummer wie beim modernen Karpfenangeln. Aber ich glaube nicht, dass das deine Absicht ist.
 

Fischer45

Active Member
Dann sind die Kanäle bei uns im Moment tot!
Bin fast jeden Tag unterwegs, es ist tote Hose. Deswegen dachte ich, vielleicht einmal Anfüttern. Ich glaube ich mache mal 2 Wochen Pause!
 

daci7

Grobrhetoriker
Der Aal ist aber dieses Jahr auch eine interessante Angelegenheit. Schon im Januar hatte der letzte verbliebene Aalschocker hier in der Gegend die ersten größeren Fänge zu vermelden. Ab März lief der Aal dann auch klassisch mit der Rute so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr - Wir hatten zwei Nächte im zweistelligen Fangbereich und ein Bekannter hat in einer (!) Nacht alleine (!) 21 Aale gefangen. Die Krönung war letztens ein Feedern wo ich tagsüber 4 dicke Schlangen ü70 angeln konnte.
Jetzt hab ich mich am Freitag extra auf Aal an die gleiche Stelle gesetzt und was soll ich sagen? Gornüscht. Kumpel hat zwei Schnürsenkel gefangen und ich auf Aal geschneidert. Steckste manchmal nicht drin ;)
Die Stelle ist allerdings das A und O wie vorher schon geschrieben wurde. Angefüttert haben wir nicht. Obwohl der 1a Aalspezi hier im Board ja anfüttert ...
 

Kochtopf

Chub Niggurath
Hier ist Aal wie verhext dies Jahr. Nur Schnürsenkel und der einzig anständige Aal wurde von @Minimax bei seiner Stippvisite gefangen. Verschiedene Stellen, Köder, mit anfüttern ohne anfüttern...
 

knutwuchtig

Active Member
Was definitiv funktioniert, sind Maden. Exzessiv viele Maden. Selber erlebt am Shannon, dort wo er in den Lough Derg mündet. Dort wurde von englischen Matchfischern tagsüber trainiert, als sie der heimischen Closed Season flohen. Gegen Abend, wenn sie abbrachen, freuten sich erst die Hechte an den Massen von Rotaugen, die sie teilweise etwas angeschlagen frei ließen und dann die Aale an den Massen von Maden, die noch am Grund lagen. Dann herrschte im Wasser beinahe eine Feeding Frenzy. Das das kein Einzelfall war, belegten die Aale selber. Sie hatten von den roten Maden schon selber pinkfarbenes Fleisch bekommen. Da vergeht einem dann der Appetit.

ein freund von mir füttert auch breit gestreut den futterplatz mit maden an . er meint ,das die aale danach regelrecht auf die suche gehen .

die annahme bestätigt sich auch beim ausnehmen

das aale sich manchmal jahreszeitlich auf bestimmte futtertiere einschießen dürfte bekannt sein .

im frühjahr ist es der/die Asellus Auaticus
ein grund warum auch maden sehr gut gehen

es schließt sich anschließend fischlaich an
dann jungbrut und jungfisch
weißfisch bzw barsche in etwa gleichen anteilen

zwischendurch wenn das wasser etwas wärmer wird gehen sie in den kanälen dort wo vorhanden auf süßwassergarnelen
die gibt es zeitweise massenhaft im kanal .
kaum einer entdeckt sie auf anhieb , weil sie sehr klein und fast durchsichtig sind

grundeln sind ja jetzt mittlerweile auch auf dem speisezettel

kennt man den speiseplan , fängt man auch fisch
 

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Purist

Spinner alter Schule
Dann sind die Kanäle bei uns im Moment tot!
Alle bestimmt nicht, auch das ist so eine Erfahrung. Schon Anfang der 90er, von denen alte Hasen immer erzählen, dass damals noch Massenfänge völlig normal waren, konnte man an den falschen Stellen bei euch auf Aal gut vorbei angeln. Zwischen 0-1 Exemplaren pro Nacht und 2-10 Stück lagen nur wenige Kilometer Abstand im selben Kanal.
Inzwischen sind solche Stellen eher noch wichtiger geworden. Was knutwuchtig beschreibt spielt dabei auch eine erhebliche Rolle, man sollte schon wissen wo Aale bei welcher Witterung viel natürliches Futter finden.

Wie schlimm ist's eigentlich mit der Dürre dieses Jahr? Vor Ort war ich nämlich (noch) nicht...
 

Michael.S

”Und eines Tages kommt hoffent
Massenfänge kenne ich noch aus den 70iger Jahren , Aale gab es überall selbst im kleinsten Wiesenbach , unter 20 Aalen ging man selten nach Hause , das Problem waren nur die Stichlinge die zur gleichen Zeit wie die Aale hier in die Gewässer zum Laichen zogen , an denen muste man erstmal vorbei , sonnst wären es noch weit mehr Aale gewesen damals , jetzt sind auch die Stichlinge verschwunden
 

Fischer45

Active Member
Purist, hier ist es ziemlich trocken. Es hatte über mehrere Wochen nicht geregnet. Mittlerweile regnet es ab und zu wieder.
Letztes Jahr ist es mit der Trockenheit weit schlimmer gewesen. Nächste Woche soll es schon fast herbstlich werden.
Gruß Klaus
 

thanatos

Well-Known Member
aus meinen jungen Jahren , würde heute hier nicht mehr funktionieren weil kaum noch Krebse hier sind .
Man nehme einen Stein,lege ihn in einen stabilen Karton ,lege die Schlachtabfälle von einem Huhn ,Karnickel oder ähnlichem dazu , dann schließe man den
Karton wickle ihn in gutes Packpapier und schnüre es mit Papierstrippe zu.Mit einer Ahle ( mit h ) pieke man nun jede Menge Löchlein in die Kiste
und versenke sie an dem Platz den man auserkoren hat .Nun hat man für einige Tage einen super Fangplatz ,aber große Haken und Köder verwenden
sonst erwischt man die ganzen Lütten .Auf Tauwurm gute Brassen,Schleie und Aale ,auf Köfi Barsche und Aale und das sogar am Vormittag.Funkt nun nicht mehr
es gibt nicht soviel Krebse und die werden eigentlich angelockt ,und auf Die haben es die Fische abgesehen .Bei guter Verpackung hat es bis zu
sechs Tagen geklappt
 
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