Habt ihr euch beim Angeln schon mal (schwer) verletzt?

also wenn ich so lese was ihr wegen ein paar Fischen so veranstaltet , bin irgend wie
auch nicht besser - normale Angler sitzen eben am Forellensee - schön bequem und sicher
- ich glaube wer anders als die ist - hat irgendwie ne Schraube locker -
und bevor hier dumme Fragen kommen ( gibt es gar nicht nur dumme Antworten )
es gibt keine Heilung . Jott sei Dank .
 
Hier habe ich leider auch ein paar Dinge beizutragen. Da war ein lauer Juliabend am Bach, warm, sonnig und ich wollte mal schauen ob ich ein paar Aale oder Barsche bekomme. Baue meine Sachen auf, 2 Ruten vormontiert, Rutenhalter in die Erde, Köder raus, Kescher bereit, Rucksack an die Wiesenkante und schön daneben gesetzt. Die Erdwespen, bis dahin von mir unbemerkt, waren so überhaupt nicht angetan, dass ich meinen Hintern auf ihr Nest gesetzt hatte und ließen mich das deutlich spüren. Ich erstmal gelaufen und dann als sie sich beruhigt hatten erstmal mein Zeug geholt. Die Radtour ca 15km nach Hause war kein Vergnügen!

Nachtangeln mit Freunden, unsere Eltern haben uns bei herrlichem Sonnenschein an den Bach gefahren und wollten uns am nächsten Morgen gegen 8 abholen kommen, Abenteuer pur und wir hatten uns sogar für jeden eine Dose Alster organisiert, wollten wir bei der Gelegenheit mal probieren. Jungs halt... Wir unseren Platz eingerichtet, von meinem Vater das Handy bekommen für Notfälle, eines der ersten von Siemens und dann waren wir alleine dort. Ein paar Barsche, etwas zu essen und das Alster, ein toller Abend. Bis es gegen Mitternacht anfing so richtig heftig zu Gewittern! Erst wollten wir es abwarten, Jacken an und klein machen, hört bestimmt bald wieder auf. Tat es aber nicht! Wir kauerten unter unseren dünnen Jacken um nicht völlig ungeschützt dem Unwetter ausgeliefert zu sein, weit abseits von allen Ortschaften im Busch. Gegen 3 lies es langsam nach, aber es regnete noch immer stark. Handyempfang war nicht zu bekommen. Also das Zeug gepackt und auf den Weg in die nächste Ortschaft, gut 1,5km und dort beim Bäcker geklopft, unsere Lage geschildert und gefragt ob wir mal telefonieren könnten, damit unsere Eltern uns abholen können. Wir durften telefonieren, und uns in der Backstube aufwärmen, bekamen Tee und Gebäck und ich etwas später eine ausgewachsene Lungenentzündung, die mich 3 Wochen lang geplagt hat. Also nur indirekt verletzt.

Forellensee, ja auch da kann man sich verletzt! Mein Nachbar hatte einen Hänger im Baum gegenüber, er zieht und zärt mit der Rute an der Schnur und im nächsten Moment trifft mich was an der Stirn, es läuft Blut von meiner Stirn das Gesicht runter und ich habe eine ordentliche Platzwunde. Er holte seinen Verbandskasten versorgte mich erstmal notdürftig und entschuldigte sich 100x bei mir. Ich war ihm nicht böse und wollte mir den Tag davon nicht versauen lassen, er wollte es trotzdem wieder gut machen zahlte meine Angelkarte plus das Geld für noch ein weiteres Mal angeln. Habe ich gerne angenommen, wäre aber nicht nötig gewesen.

Brandungsangeln Kalifornien
Ich stehe auf der Mole und versuche ein paar Platten zu fangen, rutsche aus und mit dem Rücken schramme ich an einem der Steine entlang, es brennt und das Wasser um mich verfärbte sich deutlich. Ich also möglichst schnell raus aus dem Wasser. Mein Tshirt ließ böses ahnen, darüber wie mein Rücken wohl aussehen würde, es war ziemlich zerfetzt! Habe ein paar Narben davon zurück behalten.

Und zuletzt, wo ich mir am Mittelmeer beim zurückstecken des Filitiermessers in die Scheide in die Hand gestochen hatte, weil die Klinge zwischen Plastikeinsatz und Leder kam und da glatt durch ging! Zum Glück nur ein kleiner Stich und nichts ernstes
 
War heute das erste Mal mit nem Kumpel an seiner bezaubernden Hechtstrecke. Er schwärmt schon ewig davon - glasklares Wasser, Struktur ohne Ende, da muss einfach was gehen ...

Naja, gegangen ist erstmal was anderes.
Beim Werfen hat er wohl nicht ganz nach hinten geschaut - zack - ich hatte den dicken Haken sauber in der Nase.

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Immerhin, das Problem hat er fachmännisch gelöst - Widerhaken zusammengedrückt und das Ding wieder rausgezogen. Nicht schön, aber effektiv ... :roflmao

Aber! Nach einem ganzen Tag Werferei wurde ich dann doch noch mit einem schönen 70er Hecht belohnt :laugh2

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War heute das erste Mal mit nem Kumpel an seiner bezaubernden Hechtstrecke. Er schwärmt schon ewig davon - glasklares Wasser, Struktur ohne Ende, da muss einfach was gehen ...

Naja, gegangen ist erstmal was anderes.
Beim Werfen hat er wohl nicht ganz nach hinten geschaut - zack - ich hatte den dicken Haken sauber in der Nase.

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Immerhin, das Problem hat er fachmännisch gelöst - Widerhaken zusammengedrückt und das Ding wieder rausgezogen. Nicht schön, aber effektiv ... :roflmao

Aber! Nach einem ganzen Tag Werferei wurde ich dann doch noch mit einem schönen 70er Hecht belohnt :laugh2

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Gelassen Gemeistert, weiter so.
Das Revier ist absolut top anzusehen.
 
Na das ist aber perfekt getroffen, wo normalerweise der Ochse den Nasenring hat :roflmao
Hab mir auch schon gedacht, dass ich damit entweder perfekt in irgendeine schräge Alternativszene passen würde oder direkt als afrikanischer Stammeskrieger durchgehen könnte :roflmao
Gelassen Gemeistert, weiter so.
Das Revier ist absolut top anzusehen.
Mein erster Gedanke war, hoffentlich werden wir jetzt nich mit dem Angeln aufhören müssen :roflmao
 
Und ehrlich gesagt hatte ich richtig Glück - hätte deutlich schlimmer ausgehen können. Wenn der Drilling in die Wange, die Lippe oder durch den Knorpel in der Nase gegangen wär ... von den Augen ganz zu schweigen ... Ich trage zwar immer eine Brille - nicht nur fürs bessere Sehen im Wasser, sondern auch als Schutz.
 
War heute das erste Mal mit nem Kumpel an seiner bezaubernden Hechtstrecke. Er schwärmt schon ewig davon - glasklares Wasser, Struktur ohne Ende, da muss einfach was gehen ...

Naja, gegangen ist erstmal was anderes.
Beim Werfen hat er wohl nicht ganz nach hinten geschaut - zack - ich hatte den dicken Haken sauber in der Nase.

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Immerhin, das Problem hat er fachmännisch gelöst - Widerhaken zusammengedrückt und das Ding wieder rausgezogen. Nicht schön, aber effektiv ... :roflmao

Aber! Nach einem ganzen Tag Werferei wurde ich dann doch noch mit einem schönen 70er Hecht belohnt :laugh2

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Alle Achtung, lieber Bilch ! Ich sehe du hast den Schock und die Nachsorge mannhaft und munter überwunden. Ich glaub ich wär in Ohnmacht gefallen.
Aber halt die Perforation doch sauber und offen, denn Piercing der Nasenscheidewand ist schmerzhaft und Teuer, und so kannst Du bei bedarf noch Schmuckstücke anbringen.

Gute Besserung und beide Daumen hoch: Ist in meinen Top 5 der coolen Angelverletzungen!!

Schmerzensreich Mini
 
Mein erster Gedanke war, hoffentlich werden wir jetzt nich mit dem Angeln aufhören müssen
Ja kenn ich auch. Hatte mir mal großen Gufihaken durch den Daumen gejagt, die Spitze davon war unter dem Daumennagel deutlich zu sehen. Der erste Gedanke war, wenn du den jetzt raus bekommst musste nicht ins Krankenhaus und kannst GsD weiter angeln- gedacht, gemacht und weiter ging's. Und da war der Widerhaken nicht angedrückt,wie auch....
 
Ich habe auch mal einen Kollegen penetriert, glücklicherweise aber nur einen Fetzen Stoff aus der Jacke gerissen, an der Schulter aber recht nahe am Hals.
Damals hatte ich den Jungen mit zum Angeln genommen, peinlich war das ich ihm zuvor noch einen Vortrag gehalten hatte, dass man beim Wurf gefälligst auch den Partner im Auge halten sollte?

Bilch, tolles Bild, kannst du dir einrahmen und dann gehört das ins Angelzimmer oder die Geräteecke.

Jürgen
 
War heute das erste Mal mit nem Kumpel an seiner bezaubernden Hechtstrecke. Er schwärmt schon ewig davon - glasklares Wasser, Struktur ohne Ende, da muss einfach was gehen ...

Naja, gegangen ist erstmal was anderes.
Beim Werfen hat er wohl nicht ganz nach hinten geschaut - zack - ich hatte den dicken Haken sauber in der Nase.

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Immerhin, das Problem hat er fachmännisch gelöst - Widerhaken zusammengedrückt und das Ding wieder rausgezogen. Nicht schön, aber effektiv ... :roflmao

Aber! Nach einem ganzen Tag Werferei wurde ich dann doch noch mit einem schönen 70er Hecht belohnt :laugh2

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Aua!

Gute Besserung und Gruß

Lajos
 
Hatte mal beim Hegenenfischen im Boot heftigen Gegenwind und als ich die Hegene hochhob, plötzlich einen Haken in der Zunge. Mein Mitfahrer hatte aber eine Arterienklemme und entfernte das Teil. Er hatte auch einen Schluck Whiskey dabei (natürlich zu rein medizinischen Zwecken) und nebenbei erwähnte er noch eine Rettungssanitäterausbildung zu haben. Das war nun optimal Ersthilfe, keine "schwere Verletzung". Aber als ich mir mal in der Garage einen über den Rand einer Kiste mit Angelzeugs hängenden Drilling eines Magnum-Wobblers in die untere Wade rammte, ging es nicht gut aus. Im Krankenhaus wurde der Haken zwar fachgerecht entfernt, aber es stellte sich drei Tage später eine Infektion ein, die sich als schwere Phlegmone herausstellte (Bakterien, Streptokokken/Staphylokokken-Infektion). Ich blieb zehn Tage im Krankenhaus, man probierte verschiedene Antibiotika aus. Der ganze Fuß war wochenlang dick, Ich bekam fast ein halbes Jahr Lymphdrainage, mein Knöchel zeichnete sich erst nach Monaten wieder unter der Haut ab, ein Stück Knochen war weg.
Später stellte sich heraus, dass ich wohl nur knapp einer Operation oder sogar Amputation entgangen war ... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
 

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Hatte mal beim Hegenenfischen im Boot heftigen Gegenwind und als ich die Hegene hochhob, plötzlich einen Haken in der Zunge. Mein Mitfahrer hatte aber eine Arterienklemme und entfernte das Teil. Er hatte auch einen Schluck Whiskey dabei (natürlich zu rein medizinischen Zwecken) und nebenbei erwähnte er noch eine Rettungssanitäterausbildung zu haben. Das war nun optimal Ersthilfe, keine "schwere Verletzung". Aber als ich mir mal in der Garage einen über den Rand einer Kiste mit Angelzeugs hängenden Drilling eines Magnum-Wobblers in die untere Wade rammte, ging es nicht gut aus. Im Krankenhaus wurde der Haken zwar fachgerecht entfernt, aber es stellte sich drei Tage später eine Infektion ein, die sich als schwere Phlegmone herausstellte (Bakterien, Streptokokken/Staphylokokken-Infektion). Ich blieb zehn Tage im Krankenhaus, man probierte verschiedene Antibiotika aus. Der ganze Fuß war wochenlang dick, Ich bekam fast ein halbes Jahr Lymphdrainage, mein Knöchel zeichnete sich erst nach Monaten wieder unter der Haut ab, ein Stück Knochen war weg.
Später stellte sich heraus, dass ich wohl nur knapp einer Operation oder sogar Amputation entgangen war ... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Krasse Geschichte :(

Ich beschäftige mich beruflich tatsächlich mit solchen Sachen - und genau solche penetrierenden, tiefen Verletzungen sind aus infektiologischer Sicht richtig tückisch. Vor allem dann, wenn die Wunde tiefer geht und alle drei Hautschichten durchdrungen sind.

Das Problem ist weniger die äußere Wunde, sondern dass Keime tief ins Gewebe eingebracht werden und dort dann richtig Ärger machen können. Klassisches Beispiel sind übrigens Katzenbisse, sehen oft harmlos aus, sind aber aus dieser Sicht deutlich problematischer als Hundebisse, weil die Zähne so fein und spitz sind und die Bakterien tief einschleusen. Phlegmonen haben wir da auch schon mehrfach gesehen (ich könnte euch da auch ein paar richtig "schöne" Bilder nach Nekrektomien bei Katzenbissen zeigen, aber ich glaube, das erspare ich euch lieber :roflmao) Und erst kürzlich hatte ich noch einen Fall von einer Dame, die von einem Hahn erwischt wurde (ob gepickt oder gekratzt, weiß ich jetzt nicht mehr genau).

Ein sehr vorsichtiger Arzt würde bei so einer Angelhakenverletzung unter Umständen sogar frühzeitig ein Antibiotikum geben, aber im Alltag wird das bei vermeintlich "kleinen" Verletzungen meist nicht routinemäßig gemacht.

Dein Fall zeigt leider ziemlich eindrücklich, wie schnell das kippen kann ...
 
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