Hechte im Forellensee

kopyto55

Member
Hallo zusammen

Ich angle vermehrt an einem grösseren See, der mit Regenbogenforellen besetzt wird. Die meisten Angler angeln auf die Forellen.
Nun hat der See aber einen guten Hechtbestand, die Hechte schlagen sich den Bauch mit den Forellen voll. Die Einheimischen schleppen viel auf Hechte.
Ich habe mir nun überlegt, einen toten Köderfisch, allenfalls sogar auf Grund anzubieten.
Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Methode ?
und wie genau sieht eine gute Montage aus ?
Vielen Dank für Eure Inputs
Gruss Kopyto
 

Hecht100+

Moderator
Teammitglied
Wenn der See Unterwasserkanten hat, lohnt sich auf jeden Fall ein Köderfisch an einer Pose. Auch die Nähe der Forellen- Einsatzstelle ist eine gute Hechtstelle, kommt drauf an wie oft besetzt wird. Ansonsten ist dein Ansatz mit dem aufliegenden Köderfisch auch sehr erfolgreich, da die Hechte sich gerne von abgerissenen und verendeten Forellen ernähren, da sie das dort gewohnt sein können. Manchmal ist dann aber auch das totale Gegenteil der Erfolgsbringer, z. B. ein kleines Rotauge. Ansonsten die bekannten Hechtstellen wie Seerosen, Baumschatten, Kanten, Unterwasserberge.
 

kopyto55

Member
Danke Hecht100+; der See wird regelmässig und mit grossen Mengen Regenbogenforellen in Fanggrösse besetzt. Neben Barschen gibt es auch Renken und wenige Schleien. Ein grosser Weissfischbestand hat es wohl nicht, ich denke wirklich, dass die Forellen ein wichtiger Teil des Hechtfutters sind. Bis wie tief würdest du den Köder anbieten ? Der See ist bis 60m tief, zum Teil sind die Ufer sehr steil abfallend.
 

Hecht100+

Moderator
Teammitglied
Frage, wie groß ist dein See. Bei 60 mtr Tiefe wird das ja kein kleiner sein. Und Schleppen die anderen vom Ufer aus oder vom Boot. Ich bin jetzt vom Ufer aus gegangen, da kann man mit der Pose höher als die halbe Wassertiefe nehmen, da der Hecht seine Augen ja oben auf dem Kopf hat. Und tiefer als ungefähr 3 bis 4 mtr. wuerde ich einen Koederfisch an der Pose nicht anbieten.
 

kopyto55

Member
der See hat 2 km2. Die Einheimischen schleppen quer durch den See auf Freiwasserhechte. Aber auch beim Spinnfischen vom Ufer werden (seltener) Hechte gefangen...
 

Andal

Teilzeitketzer
Nimm eine Forelle, schön mit 2-3 scharfen Drillingen (Sofortanschlag) und schleppe sie unter einer Schleppose so bei 3-4 m Tiefeneinstellung über die Kanten. Schön langesam... lieber zu langsam, als zu schnell. Köderforellen gibt es beim Lebensmittelhändler als TK-Ware. Vom Boot geht das natürlich besser, als vom Ufer. Da tut sich um die Jahreszeit garantiert mehr, als auf Grund. Das kannst du dann ab Ende November probieren.
 

Hecht100+

Moderator
Teammitglied
Gut, an die Freiwasserhechte wirst du vom Ufer kaum eine Chance haben, was aber nicht heißt, daß auch große Hechte am Rand stehen. Und ansonsten, wie @Andal schon geschrieben hat. Savage Gear oder Castaic-Trouts zum Werfen würde ich dir sonst noch empfehlen, sind etwas haltbarer als echte Forellen.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Ich würde auch eine TK-Refo als Köfi bevorzugen - jedoch vorher ermitteln, ob Forellen an dem Gewässer als Köfis genutzt werden dürfen.

Und Erkundigungen / Ermittlungen zur Sprungschicht anstellen, der See ist potenziell groß und tief genug für eine solche.

Falls vorhanden, macht Grundangeln darunter wohl weniger bis keinen Sinn. Das wird dann - wie von Andal angesprochen - nach Auflösung der Sprungschicht in der kalten Jahreszeit wieder interessant.

Da wäre es angesichts der großen Tiefen für einen gezielten Angriff mit möglichst guter Stellenwahl dann IMO sinnvoll, vorher Tiefenkarten mit Kantenverlauf etc. anzugucken (was ohnehin auch fürs Sommerangeln großen Sinn macht). Und auch evtl. Hänger-Felder (Felsen, Baumstumpf-Areale etc.) vorab zu identifizieren.

Ein evtl. vorhandenes Boot mit Echolot erleichtert solche Analysen natürlich sehr.

Ansonsten (wie schon erwähnt) jetzt im Sommer größere Gummis/Swimbaits 20 cm+ mit Refo-Dekor werfen bzw. schleppen.
 
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