Neues Gewässer / Lost Place

Grommei

Member
Moin zusammen ,

Wie der Titel schon verspricht habe ich ein neues Gewässer welches ich beangeln darf.
Kurze Zusammenfassung der Eckdaten

- Altarm eines Flusses welcher nur bei Hochwasser einen Frischwasserzulauf besitzt
- Ca 1Km langer "Schlauch" , Tiefe ca 2-3m im Durchschnitt
- Extrem viel Kraut bis an die Oberfläche
- Gewässer ist kaum zugänglich, da Wildnis rings herum
- Es gibt kaum weitere Angler an diesem Gewässer (vllt 1 oder 2)

Klingt eigentlich ja nicht schlecht.
ABER: Dadurch das dass Gewässer in einem Naturschutzgebiet liegt wird es nicht bewirtschaftet. Bedeutet, das überall Bäume im Wasser liegen (klar sind dies Hotspots aber es sind a) zu viele und b) sind nur die wenigsten überhaut zu erreichen)
Fische konnte ich schon beobachten. Erste Versuche diese zu beangeln blieben allerdings erfolglos.

Wie würdet ihr an so ein neues Gewässer ran gehen?!
Muss man die Fische erst an Futter gewöhnen?(Ich bin mir ziemlich sicher das die Fische dort noch nie einen Boilie oder bspw. Mais gesehen haben)
Wie kann ich Spots selektieren auch wenn ich nicht direkt ran kann um Fische zu beobachten?

Bis jetzt habe ich mich dort wo ich durch kam, durch das Unterholz geschlagen. Wenn ich Fisch gesehen habe gestalkt... Wenn ich weiter so vorgehe brauche ich gefühlt aber noch Jahre :-D

Ich bin gespannt wie Ihr vorgehen würdet und ob ich mich noch weiter verbessern kann

Gruß Grommei
 

blablabla

Member
Glückwunsch erstmal, so was ist immer cool...
Ich würde einfach da anfangen zu fischen wo ich Karpfen gesehen habe. Wenn das in zu dichten Kraut oder direkt an den Bäumen ist, dann halt mit ein paar Meter Abstand. Karpfen fressen auch dann Mais oder Boilies wenn sie noch nie welche gesehen haben. Am Beginn würde ich aber immer mit Grundfutter oder Forellenpellets u ä dazu füttern. Mann kann mit so Wurfhaken und Sicheln an langen Kescherstielen auch Stellen krautfrei machen, das habe ich aber noch nicht selbst gemacht. Ich würde lieber die vorhanden Lücken im Kraut nutzen und dort mit Chod Rigs oder PVA Beuteln eine halbwegs gute Köderpräsentation versuchen. Die Angelstellen am Ufer würde ich nicht großräumig ausschneiden und freimachen, das kann Naturschützer, andere Angler oder andere ungebetene Gäste anlocken. Lieber nicht so viel Gepäck mit rum ziehen.
 
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Drehrumbum

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Hallo,

ich würde das ganze nicht an die große Glocke hängen,sondern einfach (vielleicht mit alten Kumpels aus Jugendtagen) mein Ding machen. Vor allem würde ich mir das Gewässer nicht mit neumodischen Futterrotz versauen,sondern mit Zwieback oder alten Brötchen als Schwimmbrot oder Teig loslegen.
 

Andal

Teilzeitketzer
Irgendwann stößt so ein Fisch immer auf den ersten Boilie seines Lebens. Dann untersucht er ihn und zwar mit seinem Maul, denn groß andere Möglichkeiten hat er nicht. Wenn du Angler dann gut montiert hast, wird er hängen.

Ich würde da eher mit feinen Pellets eine kleine Fläche, oder kurze Bahnen präparieren. Weniger um dort eine Feeding Frenzy einzuleiten, als eine Aromawolke zu setzen. Als Köder dann einen dickeren Pellet, ca. 15 mm, garniert mit einem Maiskorn aus Gummi als Sichtmarke für den Fisch - denn Fische sind auch sehr neugierig. Vor allem in Gewässern, wo sich sonst nicht viel tut.

Bei viel Botanik ist zu derlei Stalking natürlich auch etwas solideres Tackle Pflicht, wenn man davon ausgehen muss, dass der Drill in ein Hit & Hold ausarten wird. Wenn erlaubt, b.z.w. nicht direkt verboten, oder du die Chuzpe hast, dann kannst du dir auch eine kleine Fläche, von 2 x 2 m etwas harken... das macht die Fischlein sehr aktiv. Heute rührst du mit einem langen Stecken "gut um", morgen fütterst du dezent zwei, drei Hände voll an und übermorgen kommst du mit deiner Angel und ein klein wenig Futter. So etwa in der Art. Dezent und ohne viel Aufwand und Gewalt.

In vielen englischen Youtube Clipps wird das recht eindrücklich gezeigt, wie man an solchen "Pfuhlen" vorgehen kann.
 
Kann ich mich hier ebenfalls mit einklinken.. und zwar geht es mir genauso wie dem TS. Ich möchte ein neues Gewässer bei uns befischen. Da der See vor mehreren Jahren mehrfach umgekippt ist, ist das Wasser sehr trüb. Zusätzlich im See wurde eine Wasser Umwälzanlage installiert. Es fischt selten jemand an dem See bzw. habe ich noch nie einen Karpfenangler dort gesichtet. Zudem ist das füttern auch komplett untersagt. Einen Vorteil habe ich jedoch und zwar gibt es keine Tiefenkarte. Was meint ihr in welchem Bereich es Sees sollte ich es mal probieren? Ich würde sagen der Flachwasserbereich unten links sieht mir ziemlich gut aus, gerade im Übergang zum tieferen Wasser..
 

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Stulle

Well-Known Member
Kann ich mich hier ebenfalls mit einklinken.. und zwar geht es mir genauso wie dem TS. Ich möchte ein neues Gewässer bei uns befischen. Da der See vor mehreren Jahren mehrfach umgekippt ist, ist das Wasser sehr trüb. Zusätzlich im See wurde eine Wasser Umwälzanlage installiert. Es fischt selten jemand an dem See bzw. habe ich noch nie einen Karpfenangler dort gesichtet. Zudem ist das füttern auch komplett untersagt. Einen Vorteil habe ich jedoch und zwar gibt es keine Tiefenkarte. Was meint ihr in welchem Bereich es Sees sollte ich es mal probieren? Ich würde sagen der Flachwasserbereich unten links sieht mir ziemlich gut aus, gerade im Übergang zum tieferen Wasser..
Wäre auch meine erste Idee der Hügel gegenüber oder die Bucht im Norden. Entscheidend wäre dann natürlich der Untergrund in den Bereichen.
 
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