Spinrute für Raubfische und aktives Angeln auf Forellen. Brauche Hilfe

edbrown

New Member
Hallo zusammen :) Ich bin neu hier im Forum und auch neu in der Anglerwelt. Habe meine Fischereiprüfung kürzlich bestanden und möchte gerne bald meine „ersten Gehversuche“ unternehmen. Ich besitze bereits eine Rute (Daiwa Legalis / 3,30 Meter / 10-50 g) die ich für die Angelei auf Pose benutzen möchte. Ich zerbreche mir seit ein paar Tagen den Kopf über das „optimale Setup“ für eine Spinrute für die Raubfischangelei (Hecht, Zander, Barsch), die ich allerdings auch am Forellenpuff bspw. mit Powerbait nutzen will. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir als Greenhorn eure Einschätzung zu meinem angedachten Setup mitteilen könnt. Ich möchte ungern „falsch kaufen“ oder wenn meine Überlegungen völliger Käse sind, würde ich mir eine andere Lösung überlegen.... Folgendes Setup habe ich mir überlegt: https://www.nordfishing77.at/daiwa-ballistic-x-spinning-240cm-30-70g-4524 https://www.nordfishing77.at/daiwa-fuego-lt-2500-d-7948 Das ganze natürlich mit einer Ersatzrolle bzw. unterschiedlicher Schnurstärke. Ich weiß, dass das für die Forellenangelei nicht optimal ist (hohes Wurfgewicht). Mir wäre eine Einschätzung wichtig, ob man trotzdem halbwegs sinnvoll aktiv auf Forellen damit angeln kann? Würde mich für den Anfang nur ungern mit einem halben Dutzend Ruten eindecken, sondern möchte erst mal gern mit zwei „vernünftigen„ Setups, auch wenn es nur Kompromislösungen sind, ein wenig Erfahrung sammeln bevor ich mehr in die Tiefe gehe.... Ich wäre euch über ein paar Meinungen / Gedanken dazu sehr dankbar Lieben Gruß Andreas
 

Andal

Teilzeitketzer
Der Spagat von Hecht bis Forellen (aus'm Buff) ist schwer mit einer Rute zu schaffen. Die Ausgesuchte wäre wohl etwas für Hecht und Zander, ist aber für Barsche und Forellen ein zu derber Knüppel. Entweder begrenzt du deine Gelüste, oder du arrangierst dich mit einer dritten, deutlich leichteren Kombo für die Barsche und Forellen. Da würde ICH dann auch zu etwas mehr Länge (270 cm) und maximal 30 gr. WG tendieren.

Klar hat man das Anno Asbach auch alles mit einer 3 m Telerute hinbekommen, aber optimal war das auch nicht.
 

Hecht100+

Moderator
Teammitglied
Für den gewerblichen Forellenteich wäre noch entscheidend, wie groß ist das Gewässer. Fürs Schleppen mit Spirolino und langem Vorfach erscheint mir deine Legalis doch ziemlich passend, kommt natürlich auch auf die See- bzw. Teichgröße an. Dein Vorschlag mit Daiwa 2,40 mtr. wäre mir für lange Vorfächer zu kurz, außerdem ich sie für Forellen auch zu stark. Fisc he werden auch mit solchen Ruten gefangen, ist aber nicht optimal. Aber es werden bestimmt noch Vorschläge kommen.
 

Toni_1962

freidenkend
Die Rute ist für Hecht, die Rolle für Forelle + Barsch; zusammen ergibt das keine Kombo; zudem welche Schnur willst du denn nehmen auf Forelle, Barsch, Zander, Hecht? Da liegt tatsächlich für mich wegen der Forelle keine in einem Konpromissbereich!

Kompromisskombi für Barsch bis Hecht, also ohne Forelle wg Schnur, ginge eine Rute mit WG 40 Gramm.
Das WG der Rute ist mir auf Hecht zu gering, aber das sehen andere sicherlich anders, als Rolle nimm jedoch die 4000 Größe wg deines Zielfisches Hecht, die Rolle ist stabiler, bietet mehr Wurfweite und hat eine größere Schnurfassung.
Als Schnur nimm eine geflochtene 0,16 Kairiki, die fällt sehr sehr dünn aus und ist für mich der Kompromiss zwischen beiden Zielfischen.
 

edbrown

New Member
Die Rute ist für Hecht, die Rolle für Forelle + Barsch; zusammen ergibt das keine Kombo; zudem welche Schnur willst du denn nehmen auf Forelle, Barsch, Zander, Hecht? Da liegt tatsächlich für mich wegen der Forelle keine in einem Konpromissbereich!

Kompromisskombi für Barsch bis Hecht, also ohne Forelle wg Schnur, ginge eine Rute mit WG 40 Gramm.
Das WG der Rute ist mir auf Hecht zu gering, aber das sehen andere sicherlich anders, als Rolle nimm jedoch die 4000 Größe wg deines Zielfisches Hecht, die Rolle ist stabiler, bietet mehr Wurfweite und hat eine größere Schnurfassung.
Als Schnur nimm eine geflochtene 0,16 Kairiki, die fällt sehr sehr dünn aus und ist für mich der Kompromiss zwischen beiden Zielfischen.
Bzgl. der Rolle wollte ich mit zwei Spulen arbeiten. Am Teich auf Forellen mit dünner Schnur und auf einer zweiten Spule auf Hecht mit starker Schnur. Aber ich schau mal nach einer 4000er, wenn die 2500er unterdimensioniert ist
 

Andal

Teilzeitketzer
In Sachen Rollengröße bin ich auch voll bei @Toni_1962 . Lieber etwas größer, denn zu klein. Die paar Gramm mehr machen das Kraut nicht fett, bringen aber in der Praxis viele Vorteil - wie genannt.

Auch was die Rutenlänge angeht. Im Wohnzimmer wirken 270 cm furchtbar lang. Im Angelladen werden sie schon kürzer und am Wasser stellt man plötzlich fest... "Öha... passt ja, wie Arsch auf Eimer!" ;)
 

Mescalero

Well-Known Member
Wenn du ohnehin in zwei Rollen investierst, kannst du auch gleich noch eine zweite Rute mit einkaufen, die macht das Kraut nicht fett und bewahrt dich vor halbgaren Kompromisslösungen, die nur „so halbwegs“ funktionieren aber keinen längerfristigen Angelspaß ermöglichen.
Am Ende wirst du sowieso aufrüsten wollen.
 

Andal

Teilzeitketzer
Wenn du ohnehin in zwei Rollen investierst, kannst du auch gleich noch eine zweite Rute mit einkaufen, die macht das Kraut nicht fett und bewahrt dich vor halbgaren Kompromisslösungen, die nur „so halbwegs“ funktionieren aber keinen längerfristigen Angelspaß ermöglichen.
Am Ende wirst du sowieso aufrüsten wollen.
Forelle bis einigermaßen Zander kriegt man noch, mit gutem Zeug, so hin. Aber wenn dann noch der Hecht als echter Zielfisch hinzukommen soll, beisst es endgültig aus. Da sind dann die notwendigen Köder einfach zu unterschiedlich und verlangen nach angemessenen Ruten, Rollen und Schnüren. Sicher mag so eine universellere Barschkomob auch mal einen guten Hecht packen, aber gezielt ist da nix zu wollen. Umgekehrt auch nicht, weil dann das Zeug einfach "zu taub" ist.
 

Mescalero

Well-Known Member
Übrigens muss das nicht mit einem Offenbarungseid oder der Scheidung enden! :roflmao

Natürlich sind Highend-JDM-Ruten wahrscheinlich supergeil aber definitiv nicht zwingend erforderlich, um jede Menge Spaß am Wasser zu haben. Daiwa u.a. bieten durchaus solide Geräte zu sehr bezahlbaren Preisen.
 

magi

Active Member
High end ist ja am Ende des Tages sicherlich Definitionsfrage und auch nicht zwingend erforderlich. Allerdings ist meine Erfahrung, dass diese Budgetruten aus dem Daiwa- Shimano- oder dem Programm anderer Hersteller in der Regel Ruten sind, die kommen, um auch sehr schnell wieder zu gehen. Gerade wenn man quasi die gesamte Palette der heimischen Räuber nur mit einer Rute abfrühstücken will.... Bin da also bei Andal und co, meine Empfehlung wäre auch was "vernüftiges" mit einer guten Rückmeldung zu kaufen und alles von Barsch, über Forelle bis Zander - mehr oder weniger gut - abzudecken. Hecht sollte ne separate Baustelle bleiben, sonst ist der Spass bei Barschen und Forellen dahin. Meine Rute für solche Fälle ist eine HR ZF H in 6-26 g (alte Version). Die kann Barsch- bis leichtes Zanderfischen im Stillwasser. Gibt aber sicherlich auch Alternativen.
 
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