Stammspieler in der Fliegenbox - Auf diese Muster setzt Elmar Elfers

Elmar Elfers

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Jeder Fliegenfischer hat seine Lieblinge für Hecht, Forelle & Co. Sie sind immer am Start und genießen vollstes Vertrauen. Elmar Elfers öffnet für Euch seine Boxen.


Kupfer-Flash: Brachte mir bisher die meisten Fische

Bei meinen Hechtfliegen #2/0 bis 5/0 halte ich es einfach. Am liebsten fische ich Muster mit Krauthaken – aber natürlich auch ohne Schutz – und Flash oder ähnlichem Kunstmaterial. Das lege ich in eine Dubbing-Schlaufe und wickle es um den Schenkel. Hinter dem Öhr abbinden, vielleicht noch Augen drauf und fertig. Das Material nimmt wenig Wasser auf und lässt sich so leicht werfen. Außerdem liebe ich das Spiel unter Wasser.


Bunte Box für Räuber

Bei den Farben wähle ich in erster Linie Kupfer, Weiß und Grün. Ob ich mit großen XXL-Mustern mehr fangen würde? Vielleicht, aber so lange meine Hechthappen Fische bringen, denke ich da nicht weiter drüber nach. In meinen befischten Gewässern (schmale Auen, Flüsse und flache Seen mit großen Seerosenfeldern, Laichkraut und anderem Grün) sind die Happen eine echte Bank und lassen sich mit wenigen Handgriffen auf Vorrat binden.




Eine Rehhaar-Sedge brachte die Forelle vor einem Busch im Wasser zum Steigen

Sedges gehen immer, finde ich. Egal, welche Art des Bindens, die gut schwimmenden Oberflächenmuster bringen mir (fast) immer Fisch. Ich erlebte schon spannende Stunden am Forellensee, wenn an lauen Sommerabenden die Fische an die Wasseroberfläche kamen, meine Fliege mit Bugwellen verfolgten – und zuschlugen! Aber auch an diversen Salmonidenbächen trumpfen die Muster auf. Ob in der Dead Drift oder aktiv übers Wasser furchen lassen, ich stehe total auf die meist mit Rehhaar gebundenen Muster in #14 bis 18.


Man weiß ja nie, auf welche die Fische stehen

In meinen Boxen warten sie in verschiedenen Varianten und Farben auf ihren Einsatz auf Äsche & Co. Dabei fällt mir immer ein Satz meines schwedischen Freundes Jesper ein, wenn die Fische an vermeintlichen Hotspots nur sporadisch oder gar nicht steigen: „Make your own hatch!“ Frei übersetzt: Mache Dir Deinen eigenen Schlupf. Immer wieder die Fliege über denselben Platz treiben lassen. Manchmal funktioniert es und die Fische denken: „Das Essen ist angerichtet.“





Hier war ein Lilakopf der Schlüssel zum Erfolg

Fluonymphen sehen nicht nur schick aus, die Teile kommen auch bei den Flossenträgern super an. In Nordschweden brachten sie mir vor zwei Jahren traumhafte Saiblinge ans Band. Aber auch an Forellenseen und meinen norddeutschen Bächen fische ich sie gerne.


Die Körper sind dezent gehalten

Neben Ausführungen mit grünen, gelben und roten Köpfen hatte ich auch schon gute Erfolge mit dezenten Köpfen in Lila oder Blau. Die Körper sind meist in Schwarz, Braun oder Dunkelgrün gehalten. Ich fische die Nymphen aktiv oder lasse sie klassisch abtreiben. Die Größen variieren und liegen meist zwischen 8 und 14.




Nicht schick, aber (manchmal) sehr fängig

Für den Forellensee habe ich unter anderem Eigenkreationen in der Fliegendose. Sie bestehen aus einem Haken #8 bis 10, auf den eine Perle geschoben wird. Als Schwänzchen nehme ich Fasanenfibern oder ähnliches mit zwei, drei Flash-Streifen oder was sonst noch reflektiert. Der Körper besteht zum Beispiel aus Bodyglass. Dann folgen nur noch ein wenig Chenille und eine Hechel und fertig ist mein P&T-Happen. Orange brachte bisher die meisten Fische, aber auch Schwarz, Braun oder Dunkelgrün sind top. Gefischt werden sie wie Streamer in kurzen Zügen. Die weiche Hechel spielt dabei schön verführerisch.
Hier gibt es noch einen Bindeclip. Nicht oscarverdächtig, aber nachvollziehbar ;-)

Schöne Zeit am Wasser wünscht Euch, Elmar

 

ralle

Leichtangler
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Wer kann der kann - Lust das zu probieren hätte ich schon - allein mir fehlt der Lehrer !
 

Elmar Elfers

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Dann legen wir beim nächsten Treffen zusammen los#6
 
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