Zander - KöFi Angeln am Rhein

Rhein+See

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Servus zusammen,
ich habe ein paar Fragen zum Ansitzangeln auf Zander. Vorab sei erwähnt, dass ich beim KöFi Angeln auf Zander absoluter Anfänger bin.
Zum einen ist hierbei die Stelle ja wichtig. Beigefügte Bilder habe ich mal hochgeladen, ich denke das müsste ein wirklich guter Spot sein (ist der Auslauf aus nem Kraftwerk)?
Zum anderen wollte ich euch fragen was ihr für Wurfgewichte nutzt (als Bleie). Habe mit 20 und 40g gefischt (gestern) und das wurde leider ab und zu abgetrieben.
Außerdem wurde mein KöFi Rotauge nach der halben Stunde komplett von Krebsen dahingehend vernichtet, als dass keine Innereien mehr drin waren. Kann ich den Köfi dann dennoch weiter nutzen?
Die letzte Frage ist wie ihr den Köfi am Einzelhaken befestigt? Habe zwar auch Drillingssets (zwei Stück verbunden, wie man es vom Hecht kennt), das ist aber wohl etwas viel Metall, wie ich gelesen habe. Der Einzelhaken ist mir gestern ständig in den Fisch gerutscht. Die Schlaufe um die Schwanzflosse habe ich nicht hinbekommen, wie sie in Videos häufig gezeigt wird.
ALs "Freilauf" habe ich einen Gummi um den Blank und hier die Schnur eingeklemmt, Rollenbügel war offen. Bissanzeiger waren an auf Licht, aber nicht Ton.
Ihr könnt mir gerne auch ein paar Tipps von euren Erfahrungen geben :)


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Taxidermist

Well-Known Member
Zum einen ist hierbei die Stelle ja wichtig. Beigefügte Bilder habe ich mal hochgeladen, ich denke das müsste ein wirklich guter Spot sein (ist der Auslauf aus nem Kraftwerk)?
Konkrete Tipps kann ich dir leider nur wenige geben, denn wenn ich dort am Kraftwerksauslauf geangelt habe, dann war ich da mit der Spinnrute.
Zunächst mal zu der Stelle, früher als dort noch große Mengen an Warmwasser kamen, hast du da vor allem im Winter häufig keinen freien Platz mehr bekommen.
Geangelt wird ohnehin nur auf der rechten Seite von der Brücke gesehen, die andere Seite ist komplett voller Steine und sehr hängerträchtig.
Jetzt wo das Kraftwerk abgeschaltet ist, kommt dort nur noch wenig Wasser, welches sicher auch nicht mehr so warm ist wie zuvor.
Du kannst diese Stelle jetzt also als Einbuchtung betrachten und weil mit wenig Strömung, besonders bei ansteigendem Wasser sicher noch attraktiv für die Fische.
Zu den Köfis, die meisten Einheimischen holen sich diese am Altrhein, zum Teil mit der Daubel, andere Stippen dort.
Du kannst es aber auch direkt am Auslauf versuchen, ich würde dort entweder mit Tirolerhölzl oder tatsächlich mit der Pose Angeln/Stippen.
Ich habe Köfis früher immer mit großem Einzelhaken in Unterkiefer und Nasenloch gehakt angeboten, so hast du auch nicht das Problem das sich der Köfi auf dem Vorfach zusammenschiebt.
Allerdings immer gesichert, heißt mit einem Stückchen Gummi (Ex Fahrradschlauch) bis über den Widerhaken geschoben.
Aber damit habe ich auch fast nur im Stillwasser geangelt, bin also hierbei am Strom nicht gerade der Experte.
Gegen die Krebse kannst du deinen Köfi etwas über Grund (30cm) anbieten, da macht sich eine Mini U Pose auf dem Vorfach gut.

Jürgen
 
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Rhein+See

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Konkrete Tipps kann ich dir leider nur wenige geben, denn wenn ich dort am Kraftwerksauslauf geangelt habe, dann war ich dort mit der Spinnrute.
Zunächst mal zu der Stelle, früher als dort noch große Mengen an Warmwasser kamen, hast du dort vor allem im Winter häufig keinen freien Platz mehr bekommen.
Geangelt wird ohnehin nur auf der rechten Seite von der Brücke gesehen, die andere Seite ist komplett voller Steine und sehr hängerträchtig.
Jetzt wo das Kraftwerk abgeschaltet ist, kommt dort nur noch wenig Wasser, welches sicher auch nicht mehr so warm ist wie zuvor.
Du kannst diese Stelle jetzt also als Einbuchtung betrachten und weil mit wenig Strömung, besonders bei ansteigendem Wasser sicher noch attraktiv für die Fische.
Zu den Köfis, die meisten Einheimischen holen sich diese am Altrhein, zum Teil mit der Daubel, andere stippen diese dort.
Du kannst es aber auch direkt am Auslauf versuchen, ich würde dort entweder mit Tirolerhölzl oder tatsächlich mit der Pose Angeln/Stippen.
Ich habe Köfis früher immer mit großem Einzelhaken in Unterkiefer und Nasenloch gehakt angeboten, so hast du auch nicht das Problem das sich der Köfi auf dem Vorfach zusammenschiebt, allerdings immer gesichert, heißt mit einem Stückchen Gummi (Ex Fahradschlauch) bis über den Widerhaken geschoben.
Aber damit habe ich auch fast nur im Stillwasser geangelt, bin also hierbei am Strom nicht gerade der Experte.
Gegen die Krebse kannst du deinen Köfi etwas über Grund (30cm) anbieten, da macht sich eine Mini U Pose auf dem Vorfach gut.

Jürgen
Super, danke dir.
 

Sir. Toby

Well-Known Member
Vom Rhein kann ich leider wenig berichten, sehr wohl aber von unseren Fließgewässern hier.

Wenn du in der Strömung fischt, dann sind die Zander oft überhaupt nicht zimperlich.
Wir fischen hier dann auch mal mit 120g Blei (manchmal auch mehr) und aufgestellter Rute, teils auch mit Selbsthakmontage!
Eine widerstandslose Montage ist in der Strömung teils schwer umsetzbar und auch nicht nötig, oder gewünscht.

Wichtig ist es jedoch, dass dann das Hakenmanagement am Köfi passt.
Kleine Köfis bekommen bei mir im Fluss einfach eine Lippenköderung.

Ab ca 12cm werden die per Ködernadel aufgezogen entweder mit einem Zwillings- oder auch Drillingshaken
Eingestochen wird am Waidloch und das Vorfach kommt am Maul wieder raus.

Ist der Köfi dann sehr bullig oder noch etwas größer kommt ein System mit zwei Haken zum Einsatz, entweder Einzelhaken und Drilling oder ein System mit zwei Drillingen, das ist relativ egal.
Der obere Haken wird immer in den Lippen befestigt und der untere irgendwo in der Flanke oder SchwanzBereich vom Köfi.

In allen drei fällen kann man sofort anschlagen bzw. hakt sich der Fisch so selbst, entweder weil eine Selbsthakmontage gefischt wird, oder durch den Widerstand von aufgestellter Rute und Blei.

Wenn viele Krebse da sind, kannst du entweder versuchen den Köfi auftreibend anzubieten, entweder den Köfi mit etwas Kork füllen,
oder mit so einem Balsaholz Stick, wobei gerade beim Holz der Köfi recht steif wird und das unter Umständen zu Fehlbissen führen kann, da der Köfi schlechter eingesaugt werden kann.

Man kann es auch mit einer U-Pose oder einem Stück Kork, kurz vor dem Köderfisch, auf dem Vorfach versuchen.

Ebenfalls möglich ist eine Paternoster Montage mit Endblei. Entweder mit Pose an der Oberfläch, U-Pose, oder ganz ohne Pose…

Da muss man einfach versuchen, was am jeweiligen Spot möglich ist und mit was man selbst am besten zurecht kommt.

Habe zufällig noch ein Set von Grey’s zuhause und dir zur Verdeutlichung zwei Bilder gemacht.
Die Pose kann man auch je nach Entfernung, Strömung, Rutenstellung usw. weg lassen.

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Wichtig ist es, sehr nah an den Ruten zu sein und beim ersten Zuppler anhauen;)
 
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Rhein+See

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Vom Rhein kann ich leider wenig berichten, sehr wohl aber von unseren Fließgewässern hier.

Wenn du in der Strömung fischt, dann sind die Zander oft überhaupt nicht zimperlich.
Wir fischen hier dann auch mal mit 120g Blei (manchmal auch mehr) und aufgestellter Rute, teils auch mit Selbsthakmontage!
Eine widerstandslose Montage ist in der Strömung teils schwer umsetzbar und auch nicht nötig, oder gewünscht.

Wichtig ist es jedoch, dass dann das Hakenmanagement am Köfi passt.
Kleine Köfis bekommen bei mir im Fluss einfach eine Lippenköderung.

Ab ca 12cm werden die per Ködernadel aufgezogen entweder mit einem Zwillings- oder auch Drillingshaken
Eingestochen wird am Waidloch und das Vorfach kommt am Maul wieder raus.

Ist der Köfi dann sehr bullig oder noch etwas größer kommt ein System mit zwei Haken zum Einsatz, entweder Einzelhaken und Drilling oder ein System mit zwei Drillingen, das ist relativ egal.
Der obere Haken wird immer in den Lippen befestigt und der untere irgendwo in der Flanke oder SchwanzBereich vom Köfi.

In allen drei fällen kann man sofort anschlagen bzw. hakt sich der Fisch so selbst, entweder weil eine Selbsthakmontage gefischt wird, oder durch den Widerstand von aufgestellter Rute und Blei.

Wenn viele Krebse da sind, kannst du entweder versuchen den Köfi auftreibend anzubieten, entweder den Köfi mit etwas Kork füllen,
oder mit so einem Balsaholz Stick, wobei gerade beim Holz der Köfi recht steif wird und das unter Umständen zu Fehlbissen führen kann, da der Köfi schlechter eingesaugt werden kann.

Man kann es auch mit einer U-Pose oder einem Stück Kork, kurz vor dem Köderfisch, auf dem Vorfach versuchen.

Ebenfalls möglich ist eine Paternoster Montage mit Endblei. Entweder mit Pose an der Oberfläch, U-Pose, oder ganz ohne Pose…

Da muss man einfach versuchen, was am jeweiligen Spot möglich ist und mit was man selbst am besten zurecht kommt.

Habe zufällig noch ein Set von Grey’s zuhause und dir zur Verdeutlichung zwei Bilder gemacht.
Die Pose kann man auch je nach Entfernung, Strömung, Rutenstellung usw. weg lassen.

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Wichtig ist es, sehr nah an den Ruten zu sein und beim ersten Zuppler anhauen;)
Servus,
danke dir schonmal für deine ausführliche Antwort!
Das heißt du fischst eher im Strom mit harter Montage und schlägst direkt an?
 

Los 2

Tapferes Schneiderlein
Also ich kenne das so, dass die Fische in der Strömung nicht die Zeit haben mit dem Köder rum zu spielen. Da braucht man nicht zu warten um anzuschlagen.
 

Los 2

Tapferes Schneiderlein
Ich finde die Sache viel zu kompliziert, du brauchst in dem Fluß, in der Strömung keine 2 Drillinge um einen Köderfische anzubieten. Du nimmst einen Ryderhaken stichst den Köderfische vom Kopf her mit der Ködernadel ein und kommst an der Schwanzflosse wieder raus. Und dann raus mit dem Ding. In der Strömung gibt es nur der Fisch will oder nicht, es gibt kein vielleicht.
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Moin, ich bevorzuge gerade bei Strömung die "erweiterte" Lippenköderung mit 2/0er Karpfen Haken.

Der Sitz des Hakens geht dabei durch's Robuste Nasenloch des Toten!!! Köder- Fisches.

Mit einer Made /Gummistückchen kann gut zusätzlich abgesichert werden.

Bei der Köderung is der Vorteil, wie Jürgen schon beschrieb, dass der Köder Fisch sich nicht verformt, sondern länglich der Strömung anpasst.

Zum optischen Pimpen kann man(n) noch die Kiemendeckel per Schere abtrennen, die leuchtend roten Kiemen liegen so frei.
Auch kann man(n) dem Köfie die Schwimmblase durchstechen und oder die Flanken perforieren/einritzen.

Auf Zander waren größere Lauben sehr gut...

Petri,

R. S. coffeegirl
 

Rhein+See

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Ich finde die Sache viel zu kompliziert, du brauchst in dem Fluß, in der Strömung keine 2 Drillinge um einen Köderfische anzubieten. Du nimmst einen Ryderhaken stichst den Köderfische vom Kopf her mit der Ködernadel ein und kommst an der Schwanzflosse wieder raus. Und dann raus mit dem Ding. In der Strömung gibt es nur der Fisch will oder nicht, es gibt kein vielleicht.
Moin, ich bevorzuge gerade bei Strömung die "erweiterte" Lippenköderung mit 2/0er Karpfen Haken.

Der Sitz des Hakens geht dabei durch's Robuste Nasenloch des Toten!!! Köder- Fisches.

Mit einer Made /Gummistückchen kann gut zusätzlich abgesichert werden.

Bei der Köderung is der Vorteil, wie Jürgen schon beschrieb, dass der Köder Fisch sich nicht verformt, sondern länglich der Strömung anpasst.

Zum optischen Pimpen kann man(n) noch die Kiemendeckel per Schere abtrennen, die leuchtend roten Kiemen liegen so frei.
Auch kann man(n) dem Köfie die Schwimmblase durchstechen und oder die Flanken perforieren/einritzen.

Auf Zander waren größere Lauben sehr gut...

Petri,

R. S. coffeegirl
Bitte aktuell keine Drillinge einsetzen. Am Rhein sind sehr viele kleine Zander unterwegs.
Danke für eure Antworten.
 
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