Zanderansitz- Zickig sind sie dieses Jahr

Hallo,

Nach diversen Schneidertagen muss ich hier doch mal um Rat fragen.
Ich habe leider meinen ersten und einzigen in diesem Jahr gefangenen Zander einem Angelfreund geschenkt, da er mich aufdringlich drum geben hatte...
Anscheinend habe ich mit dadurch den Zorn des Zandergottes eingehandelt. :cry
Seit dem geht nichts mehr, 15-20 Ansitze evtl. Ein Biss den ich nicht verwerten konnte, ein 50iger Döbel ist mir auf meine Köfimontage reingefallen, das wars.


Solangsam stelle ich alles in Frage, Ein Auftriebskörper aus Balsa von Behr wurde mal schön angeknabbert, seitdem lasse ich allen schnickschnack Wie 2ten drilling weg, habe den Eindruck sie sind vorsichtiger geworden.

Habe es auch inzwischen an 3 weiteren Stellen versucht, nix.

2 konkrete Fragen:

Ich nutze nur gefrorene Köderfische, am liebsten schon mit Vorfach eingefroren, wie sind eure Erfahrungen? Nutze meist auch 2 größen, ca. 8cm und 10-11cm Rotaugen.

Unweit eines Platzes den ich derzeit anfahre ist im Fluss ein tiefstelle im Fluss, die sich über ca. einen Kilometer erstreckt aber auch erst in einem Kilometer anfängt.
Dort geht es auf über 10 Meter runter, ist auch ein Wels Hotspot, zumindest gewesen.
Könnte es sein das in meinem Bereich, am anderen Ufer einfach keine Zander unterwegs sind?
Da sie auch stark von den Welsen der Nachbarschaft dezimiert/ vertrieben werden?
In dem ganzen Bereich, mache ich auch jedes mal 10-20 Würfe mit meiner Wels-Spinn, auch nichts.
Erste Gehversuche mit Gummifisch mache ich dort auch, da keine Hänger, aber nichts..

Ja ich weiss.. alles vage, aber wenn man abends in völliger Ruhe auf Ansitz ist und nichts geht, kommt Mann schon auf seltsame Gedanken..
Habe es auch mit früher ans Wasser gehen versucht, so ab 15.00Uhr... hat auch nichts gebracht..

Ich befische diesen Abschnitt seit 4Jahren per Ansitz und Köfi, sowas wie dieses Jahr habe ich noch nicht gehabt.. oder ist einfach alles raus..

Gruss
Thomas
 

Andal

Teilzeitketzer
Wo stehen denn bei euch noch die Futterfische? Ich vermute mal, noch in den flacheren Bereichen!? Wo es nichts zu kauen gibt, wird auch kein Zander beissen!
 
Wie der Name schon sagt, die Saar..

Da ich meine Köfies gefroren nutze kann ich nicht so sagen wo derzeit die Köderfische stehen..
Laut deeper ist schon was in dem Bereich im Wasser..
Ich warte aber noch auf ne neue Halterung, dann werd ich den Boden in der neuen Ecke mal auslooten.
Ich habe es jetzt aber schon auf meiner alten und 2 weiteren Stellen versucht. Immer eine Rute ufernah, eine weiter raus.. nix, der eine Döbel und ein 40iger Wels...
 

Zmann

Tick,Tick,Tock!
Jep,da wo Futterfisch ist kommt früher oder später der Zander vorbei...nun kommt dieses
Jahr die extrem niedrigen Wasserstände dazu...ich denke mal auch in deinem Gewässer...
und schon hast du die komplette Veränderung.
Such dir eine flache stelle mit kehrströmung unweit von tiefen Wasser,wenn dort noch Futterfisch ist sollte es klappen!
 

Andal

Teilzeitketzer
Mach dich auch mal nicht so abhängig von der Technik. Das geht auch ohne Echo.... und für die Barschartigen sind frischtote Köder besser. Auf Hecht ist es da anders. Aber Zander lieben frische "Ware"!
 

Kauli11

Well-Known Member
Ich teile die Meinung von Andal. Frische Ware ist immer besser. Die Fische aus dem Froster nehmen einen speziellen Geruch nach längerem Einfrieren an.
Riech mal dran, dann wirst du feststellen was ich meine.
 
Naja passt alles nicht richtig..

Die letzten 3 Jahre konnte ich mit meinen eingefrorenen auch gut fangen.
Wasserstand ist auf den letzten 10 km vor der Staustufe max. 10cm unter normal.
Wie ich heute erfahren habe, fangen wohl derzeit auch die Alteingesessenen Rentner mit „Zombies“ auch nicht viel mehr als ich mit meiner TK Ware.
Nächste mal nehme ich Spritzen mit, mir wurde Lufteinpusten empfohlen, habe ich noch nie versucht da ich nicht wirkich daran glaube dass die Luft drinn bleibt.

Ist wohl derzeit Flaute bei uns.. Wasser ist im Moment aber auch recht klar.

Vom Geruch her, ist mir kein Unterschied aufgefallen, Finger stinken einmal so wie es andermal..

Gruss

Thomas
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Ist nicht nur bei euch Flaute...dieses Jahr ist auch für mich am MLK mit weitem Abstand eines der schlechtesten was Ansitz auf Zander angeht.
Von Ende Juli bis jetzt kein einziger Zander, trotz variabler Spot-, Köder- und Präsentationswahl. Auch ein mögliches Beißfenster war nicht auszumachen, habe x Tage sowohl früh, wie mittag, nachmittag und in der Nacht probiert.
In 4 Monaten kam dabei nur ein lausiger Biss raus, den ich dann auch noch nichtmal verwerten konnte.
Bei Aalen sah es hier ähnlich aus, bis Mitte Juni gings noch, dann war überall Sense.

Dieses Jahr ist einfach ein Extremjahr, dauerhaft zu warm und quasi null Niederschlag.
Das seh ich aktuell auch an der Quappenzeit, die hier eigentlich schon voll in Gange wäre...nur dafür führt mein kleiner Fluss viel zu wenig Wasser und ich habe ernsthafte Zweifel, das dieses Jahr überhaupt noch was geht auf Quappe. Kann nur hoffen das durch die lange Dürre hierzulande überhaupt was überlebt hat, der Fluss hatte monatelang keine 20cm Wassertiefe.
 

Öcherjung

New Member
Guten Morgen, dass dieses Jahr ein schlechtes zanderjahr ist kann ich nicht unterschreiben. Ich würde fast so weit gehen, dass dieses Jahr eines meiner besten am Rhein ist. Ich gehe selten unter 2 Fischen nach Hause. Nur die hot Spots haben sich verändert und man muss jeden Tag aufs neue die fischr suchen. Glaube da sind die Ansitzangler hart im Nachteil dieses Jahr. Ich Angel nachts mit wobbler und es klappt fantastisch. Viele Grüße
 

alexpp

Well-Known Member
Dann hatte ich vielleicht doch nicht allzu viel falsch gemacht. War am Rhein 5 oder 6 Mal mit reichlich Köderfisch unterwegs, war nichts zu machen, danach hatte ich aufgegeben.
Beim Spinnfischen lief und läuft es wesentlich besser. Im Durchschnitt brauche ich zwar je Zander 2 - 3 Stunden, in den letzten paar Wochen sogar 3 gute von 66, 68 und 71cm gefangen.
 

hecht99

3x99cm, noch keinen Meter
Bei deiner geschilderten Angelei würde ich nicht bei der Montage bzw. den Köfis ansetzen, sondern bei den Grundlagen.
1. Je aktiver der Zander, desto flacher kommt er zum Rauben (tiefster Winter mal ausgeklammert)
Mögen die Zander auch in Ruhephasen tiefer stehen, zum Rauben kommen sie ins Flache! Ich habe schon 70er Zander im 30cm tiefen Wasser gefangen! Man muss weg vom Irrglauben, dass das tiefste Loch des Gewässers Fische bringt!
2. Finde den Futterfisch
Durch den warmen Sommer brauchten viele Futterfische eine extra Portion Sauerstoff. Flache Stellen mit mehr Strömung (Fließgewässer) sowie vom Wind gut durchmischte Bereiche (Stillwasser) sorgten im Sommer für etwas mehr Sauerstoff. Der Zander folgt den Köfis!
3. Weg von dem Gedanken der Zander ist ein Grundfisch. Das mag zu Ruhezeiten vielleicht noch stimmen, wenn er auf Raubzug ist bringt ein höher angebotener Köderfisch wesentlich mehr Bisse (evtl. Stellfischrute im Fluss)
4. Die eigene Uferkante nie vernachlässigen! Ein Köderfisch, ganz nah am Ufer präsentiert, wird von flach ziehenden Zandern gerne mitgenommen
5. Köderfische: Ich bevorzuge wenn verfügbar auch frische Köderfische, muss aber ehrlich sagen, dass ich mit gefrorenen unterm Strich nicht wirklich schlechter fange!
6. Tageszeit: Ist das Wasser klar, sind die Abendstunden die produktivsten. Sollte aber dein Gewässer ne richtige Brühe sein, so sind der späte Vormittag und der frühe Nachmittag die besseren Fangzeiten!
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Wenn aus irgendwelchen Gründen mal überhaupt gar nix gehen sollte mit "Futterfisch-Lokalisierung" beim Ansitz, kann man auch versuchen, die Kleinfische mittels etwas ausgebrachten Grundfutters an den Platz zu locken.

Die Räuber merken das und rücken dann an.

Also einfach rund um die Köfi-Montage ne Ladung Friedfisch-Futter verteilen (je nach Wurfweite ggf. Schleuder verwenden).

Funzt aber natürlich nur wirklich praktikabel bei recht schwacher bis gar keiner Strömung, sonst füttert man sich ggf. zu Tode (weil alles sofort abgetrieben wird).
 
Bei deiner geschilderten Angelei würde ich nicht bei der Montage bzw. den Köfis ansetzen, sondern bei den Grundlagen.
1. Je aktiver der Zander, desto flacher kommt er zum Rauben (tiefster Winter mal ausgeklammert)
2. Finde den Futterfisch
3. Weg von dem Gedanken der Zander ist ein Grundfisch. (evtl. Stellfischrute im Fluss)
4. Die eigene Uferkante nie vernachlässigen! Ein Köderfisch, ganz nah am Ufer präsentiert, wird von flach ziehenden Zandern gerne mitgenommen
5. Köderfische:
6. Tageszeit:
Hi Hecht,

Ziehe gleich wieder los,

1+3 werde die Stellfisch auf Zander ummontieren und überbleien, steht auch noch auf meiner todo Liste, die war schon mal mit am Wasser.
2 die treiben sich in dem bereich rumm, sehe sie auf dem echo und an der Oberfläche, gehe aber nicht noch stippen..
4 setze wieder eine mit auftriebholz näher ans Ufer
5+6 Tageszeit, gehe normalerweise nicht Vormittags, da arbeit, ansonsten halt von... bis 19.00uhr zur zeit. Ansonsten bleibe ich bei TK ist sonst zu aufwendig.


Mache Meldung,
Solange die meisten Zanderkönige bei uns auch so viel fangen wie ich, bin ich eigentlich zufrieden... von der Flaute habe ich aber erst gestern erfahren.
Werde die derzeitige Stelle noch 2 mal anfahren und dann mal wieder nen neuen Spot suchen.
Die Nachbarschaft zum Welshotspot scheint ja von euch niemand zu stören, das waren meine grösseren bedenken..

Gruss

Thomas
 
Meine bisher grösste Grundel ist es geworden, 10cm..

Habs aber erst beim Einpacken gemerkt, hatte nicht abgezogen.

War die Rute mit 6cm Köfi an Tiroler Hölzl.


Gruss
Thomas
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