Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Thomas9904

Well-Known Member
Vorabveröffentlichung Magazin 12/10

Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Nachfolgend die an unsere Redaktion gesandte Antwort.
______________________________________________________________


Sehr geehrter Herr Finkbeiner,
es ist wichtig, in Anglerkreisen diskutierte Fragen aufzugreifen und Antworten zu suchen, denn die mögliche Vereinigung der deutschen Anglerschaft ist greifbar, längst überfällig aber tatsächlich auch emotionsgeladen. Wir verstehen die Problematik und sind gern bereit, uns Fragen zu stellen, wenn es hilft, Klarheit zu schaffen und Ängste abzubauen. Man sollte aber keine Widersprüche suchen, die es bei genauer Betrachtungsweise bei den von Ihnen angeführten Punkten nicht gibt. Auch der angestrebte gemeinsame Verband muss sich, wie es die jetzigen Verbände DAV und VDSF bisher gehandhabt haben, an gesetzliche Vorgaben und an seine Satzung halten.

Nun zu Ihren Feststellungen bzw. Fragen:

1.
Während Herr Markstein für den DAV sowohl in seiner Antwort jetzt wie auch in vorherigen Veröffentlichungen klar darstellt, dass er in seiner Verbandsarbeit die Interessen aller Angler - auch nichtorganisierter - soweit als möglich berücksichtigen will, macht Herr Mohnert für den VdSF klar, dass er es sogar für rechtswidrig hält, Wünsche oder Anregungen nichtorganisierter Angler auch mit einzubeziehen.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Es ist klar, wenn der Verband sich für die Interessen seiner organisierten Angler vielfältig einsetzt, profitieren davon auch die nichtorganisierten Angler. Das betrifft Fragen zur Erleichterungen des Zugangs zum Angeln für alle Altersgruppen, das sind den Gegebenheiten und den wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasste gesetzliche Vorschriften für die Ausübung des Angelns (Mindestmaße, Schonzeiten, Nachtangeln, Gebrauch des Setzkeschers u.v.a.), das sind aber auch solche Probleme wie das Kormoran- und Aalmanagement, die Schadensverhütung bei bürokratischen Entscheidungen diverser Institutionen, insbesondere der in Brüssel.
Wenn Herr Markstein sagt „soweit als möglich“, bezieht er diese Bemerkung auf die Satzung und gesetzliche Regelungen, denn ein Dachverband hat satzungsgemäß die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten. In diesem Sinne sind auch die Bemerkungen von Herrn Mohnert zu verstehen. Wir stimmen in der Auffassung überein, dass es besser wäre, wenn die zur Zeit nichtorganisierten Angler zur Erhöhung der Schlagkraft eines Verbandes sich für eine Mitgliedschaft in diesem Verband entscheiden würden, statt sich nach hinten zu lehnen und ohne Aufwand die Früchte des Verbandes zu genießen.


2.
Während Herr Markstein für den DAV betont, dass sich ein gemeinsamer Bundesverband auch dafür einsetzen sollte, dass in allen Ländern der Zugang zum Angeln erleichtert wird, sagt Herr Mohnert für den VdSF, dass dies ausschließlich Sache der Landesverbände sei. Und seitens des Bundesverbandes höchstens bei Nachfrage der Landesverbände reagiert werden sollte.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Wie im ersten Punkt bereits erläutert, sichert der Verband die Interessen seiner Angler bundes- und europaweit. Was er nicht kann, ist, sich in die Ländergesetzgebung direkt einzumischen. Das ist tatsächlich ureigenste Angelegenheit der Landesverbände. Der Dachverband wird seine Landesverbände jedoch unterstützen, wenn diese es möchten.
Selbstverständlich wird der Verband für die Angler positive oder auch negative Entscheidungen einzelner Ländergesetzgebungen in den Medien kommentieren, auf länderübergreifenden Beratungen des Verbandes diskutieren und durch gezielte Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungsträgern mögliche Veränderungen im Interesse der Angler vorbereiten. Wir widersprechen uns da nicht. Das wird auch im möglichen Deutschen AngelFischer Verband so sein.


3.
Das selbe gilt für weitere restriktive Regelungen in den Ländern (Setzkescher, Rückwurfverbot, Nachtangeln etc.), bei denen sich Herr Mohnert für den VdSF nicht einmischen will, sondern das den jeweiligen Landesverbänden überlässt.
Herr Markstein dagegen sagt für den DAV, dass es auch Aufgabe des zukünftigen Bundesverbandes sein soll, zu helfen, solche restriktiven Gesetze in den Ländern rückgängig zu machen.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Siehe Beantwortung Punkt 2

4.
Stimmt folgende Information:
Die gemeinsam entworfene neue Satzung und der Verschmelzungsvertrag, in dem auch das neue gemeinsame Präsidium mit zur Abstimmung gestellt wird, werden nach Beratungen in den jeweiligen Landesverbänden zeitgleich auf Versammlungen von beiden Bundesverbänden abgestimmt und bei Annahme ist dann die Fusion vollzogen?
Falls nein, wie soll die Fusion dann in der Praxis ablaufen?

Richtig. Eine Fusion wird erst dann möglich, wenn die obersten Gremien beider Verbände, die Hauptversammlungen, jeweils einen Beschluss darüber fassen. Bestandteil des Beschlusses wird nicht nur ein Verschmelzungsvertrag sein, der die Zusammensetzung des neuen Präsidiums enthält, sondern auch eine neue Satzung mit ganz klaren Leitlinien für den gemeinsamen Verband.

5.
Würden Sie uns nach Fertigstellung der Satzung und des Verschmelzungsvertrages noch vor der eigentlichen Abstimmung diese zur Information der Angler zum Veröffentlichen zukommen lassen?
Immerhin sind ca. 70% unserer Mitglieder organisierte Angler, die man auf diese Weise dann einfach und verbandsübergreifend informieren könnte.

Die Satzung und der Verschmelzungsvertrag sind ist bis zur Bestätigung durch die Mitgliederversammlungen Entwürfe. Sie stehen allen im VDSF und DAV organisierten Anglern bis zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung.

6.
Ist auf Grund der Unterschiede in Intention und praktischer Auslegung dieser obigen grundsätzlichen Fragen (1 - 3) eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt im angedachten Zeitplan überhaupt noch realistisch umzusetzen?

Da es keine wesentlichen Unterschiede in den beiden Dachverbänden hinsichtlich Intention und praktischer Auslegung der Fragen 1-3 gibt, sehen wir, was diese Punkte betrifft, den Zeitplan nicht in Gefahr.

Sehr geehrter Herr Finkbeiner, wir hoffen, mit der Beantwortung Ihrer Fragen Missdeutungen geklärt und etwas Zuversicht vermittelt zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Mohnert (Präsident Verband Deutscher Sportfischer e.V.) und Günter Markstein (Präsident Deutscher Anglerverband e.V.)
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Nein.
Aber natürlich die Möglichkeit offen geleassen.

Es ist ja schon mal erfreulich, dass es scheinbar noch zumindest marginale Gemeinsamkeiten gibt....

Wenngleich das dann in wachsweiche, interpretierbare Formulierungen ohne klare, eindeutige Aussagen mündet wie hier..

Daher arbeiten wir an den nächsten Nachfragen, bis wir endlich einmal konkrete, belastbare Aussagen für die Angler bekommen.
 

ivo

Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Schön Wachsweich geschrieben.|uhoh:

Der Verschmelzungsvertrag liegt den Mitgliedern nicht vor (zumindest in meinem Landesverband nicht, da man von Seiten des Präsidiums der Meinung ist das dieser noch nicht vorlagereif ist).

Eine Fusion wird erst möglich wenn die Mitglieder zustimmen! Die Delegierten haben sich danach zu richten!

Der Zeitplan kann schon aus diesem Grund nicht mehr gehalten werden, es sei den der DAV schwenkt voll und ganz auf VDSF-Linie ein. Selbst dann ist es sehr knapp, da die Verhandlungsergebnisse in den Landesverbänden diskutiert werden sollen. Es sei denn man möchte die Mitglieder "überfahren".
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Es kann auch nichts vorliegen, da weder der Verschmelzungsvertrag noch die zukünftige Satzung von beiden Bundesverbänden bisher gemeinsam genehmigt wurde..

Dazu gibt es bisher verschiedene Papiere und Ansätze (Satzung wie Verschmelzungsvertrag), die ja auch überall kursieren, aber eben KEINE! von den Gremien BEIDER Verbände abgestimmte GEMEINSAME Vorlage.

Daher ist es ja für mich so unverständlich, dass die 12er-Kommission abgesetzt wurde...

Aber auch dazu später mehr..

Siehe dazu auch:
http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=203089
 
H

Hanns Peter

Guest
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Wir stimmen in der Auffassung überein, dass es besser wäre, wenn die zur Zeit nichtorganisierten Angler zur Erhöhung der Schlagkraft eines Verbandes sich für eine Mitgliedschaft in diesem Verband entscheiden würden, statt sich nach hinten zu lehnen und ohne Aufwand die Früchte des Verbandes zu genießen.
HaHaHa, wie soll das denn im VDSF funktionieren? Oder sollen alle Angler in bestehende Vereine eintreten?

In fast allen LV des VDSF und einigen des DAV können Angler kein Einzelmitglied werden.

Die Antwort ist in keinster Weise auch nur im Ansatz informativ. M.M.n. besteht sie nur aus politischem BlaBla ohne greifbare Aussagen.

@Thomas: Auch auf Deine Nachfragen wirst Du nichts anderes bekommen. Aber besser immer wieder nachgebohrt wie Vogelstrauß spielen.
 

Jose

Active Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Wir stimmen in der Auffassung überein, dass es besser wäre, wenn die zur Zeit nichtorganisierten Angler zur Erhöhung der Schlagkraft eines Verbandes sich für eine Mitgliedschaft in diesem Verband entscheiden würden, statt sich nach hinten zu lehnen und ohne Aufwand die Früchte des Verbandes zu genießen.
ich verbitte mir diese dreiste selbstzufriedene unverschämtheit.

ich lehne mich nicht zurück.

die früchte des verbandes kenne ich namentlich.

und die früchte der arbeit des verbandes, da kauen viele dran: war da nicht was mit nachtangelverbot etc.?

schneewittchen läßt grüßen!

"schlagkraft erhöhen" - für welche ziele?

bislang finde ich mich da nicht wieder
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralle 24

User
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Wir stimmen in der Auffassung überein, dass es besser wäre, wenn die zur Zeit nichtorganisierten Angler zur Erhöhung der Schlagkraft eines Verbandes sich für eine Mitgliedschaft in diesem Verband entscheiden würden, statt sich nach hinten zu lehnen und ohne Aufwand die Früchte des Verbandes zu genießen.


Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«


Da kam das Mädel und kostet die Birn,
verzog das Gesicht und krauste die Stirn,
Bitter und grauslich schmeckte die Frucht
wahrlich keine edle Krone der Zucht
Sie sprach, gerissen aus süßem Traum,
"Herr von Ribbeck, bitte wechsle den Baum."




( Ich bitte Herrn Fontane für die Vergewaltigung seines berühmten Gedichtes posthum um Entschuldigung)
 

Jose

Active Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

ralle, du bist ja ein pöt :)
 

Blauzahn

Muldenfischer
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Wenn ich hier so manchen Beitrag lese, verstehe ich langsam, warum es ist wie es scheint zu sein, bzw. wohl tatsächlich ist.
Nicht falsch verstehen...
ich lerne noch die Schärfe einiger VDSF-Gegner zu verstehen,
ich lerne zu verstehen warum man sich nicht organisiert...
ich begreife aber nicht, von den "Organisierten" im "gebrauchten" VDSF nichts zu lesen...

Zum Inhalt das "gemeinsamen" Antwortschreibens fällt mir das Verhalten zweier, in Koalitionsverhandlung befindlicher Parteien ein. Mehr nicht...

Das brauch ich nicht, dafür habe ich nicht vor 21 Jahren meinen Kopp hingehalten.

Achtung. Bevor nun wieder die ganz Schlauen kommen:
Ich habe meinen Kopp für freies Denken, für freies Handeln und für mich hingehalten... nicht für euch #h

Abendgruß,
René
 

Ralle 24

User
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

ich lerne noch die Schärfe einiger VDSF-Gegner zu verstehen,
ich lerne zu verstehen warum man sich nicht organisiert...
ich begreife aber nicht, von den "Organisierten" im "gebrauchten" VDSF nichts zu lesen...
1.) Ich gebe zu, die Schärfe ist nur schwer verstehen wenn man die VdSF "Arbeit" der 90er Jahre nicht selbst miterlebt hat. Die Ausrichtung hat sich bis heute nicht verändert, sie ist nur etwas leiser, heimlicher geworden. Gebranntes Kind scheut Feuer, insbesondere, wenn zu befürchten ist, dass die Feuerwehr mit den Zündlern fusioniert.

2.) Dazu müsstest Du z.B. in NRW wohnen. Um organisiert zu sein, muss man einem Verein beitreten. Dazu braucht man ziemlich viel überzähliges Geld, oder man schließt sich billig ( mit ca. 100 € Jahresbeitrag für einen 1ha Tümpel) einem Dorfverein an. Oder man nimmt Anfahrtwege bis ca. 50 Km zum Gewässer in Kauf. Ist sicher nicht in allen Regionen der Fall, aber überwiegend doch. Trotzdem, Recht hast Du ! Das sollte es den Anglern Wert sein.

3.) Abgestumpft, Ergeben, Verschlissen, Desinteressiert usw.
Nicht alle, aber viele. Hat sehr viel mit Punkt 1 zu tun.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Gerade Punkt 3 ärgert mich am meisten...

Bestünde die Möglichkeit, dass die Angler nicht über ihre Vereine zwangsorganisiert wären in Verbänden, sondern man den Verbänden nur als einzelnes Mitglied beitreten könnte, würden sowohl beim VDSF wie beim DAV die Mitgliederzahl mit Sicherheit um mindestens 95% sinken..

Oder glaubt jemand, dass Angler freiwillig einem Verband beitreten würden, der nicht gegen sinnlose gesetzliche Restriktionen arbeitet, sondern diese auch noch unterstützt (Nachtangelverbot, Rückwurfverbote, Setzkescher, und, und, und....)?

Und dafür auch noch Geld bezahlt?

Da es den meisten Anglern aber schlicht um die Nutzung der Vereinsgewässer geht und sie die Funktionäre in Vereine und Verband halt "machen lassen", solange es sie nicht direkt betrifft, können die Verbände eben auch vollkommen zu Recht sagen, ihr Vorgehen wäre demokratisch legitimiert. Das ist halt so in einer repräsentativen Demokratie..
 
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Vorabveröffentlichung Magazin 12/10

Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Nachfolgend die an unsere Redaktion gesandte Antwort.
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Sehr geehrter Herr Finkbeiner,
es ist wichtig, in Anglerkreisen diskutierte Fragen aufzugreifen und Antworten zu suchen, denn die mögliche Vereinigung der deutschen Anglerschaft ist greifbar, längst überfällig aber tatsächlich auch emotionsgeladen. Wir verstehen die Problematik und sind gern bereit, uns Fragen zu stellen, wenn es hilft, Klarheit zu schaffen und Ängste abzubauen. Man sollte aber keine Widersprüche suchen, die es bei genauer Betrachtungsweise bei den von Ihnen angeführten Punkten nicht gibt. Auch der angestrebte gemeinsame Verband muss sich, wie es die jetzigen Verbände DAV und VDSF bisher gehandhabt haben, an gesetzliche Vorgaben und an seine Satzung halten.

Nun zu Ihren Feststellungen bzw. Fragen:

1.
Während Herr Markstein für den DAV sowohl in seiner Antwort jetzt wie auch in vorherigen Veröffentlichungen klar darstellt, dass er in seiner Verbandsarbeit die Interessen aller Angler - auch nichtorganisierter - soweit als möglich berücksichtigen will, macht Herr Mohnert für den VdSF klar, dass er es sogar für rechtswidrig hält, Wünsche oder Anregungen nichtorganisierter Angler auch mit einzubeziehen.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Es ist klar, wenn der Verband sich für die Interessen seiner organisierten Angler vielfältig einsetzt, profitieren davon auch die nichtorganisierten Angler. Das betrifft Fragen zur Erleichterungen des Zugangs zum Angeln für alle Altersgruppen, das sind den Gegebenheiten und den wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasste gesetzliche Vorschriften für die Ausübung des Angelns (Mindestmaße, Schonzeiten, Nachtangeln, Gebrauch des Setzkeschers u.v.a.), das sind aber auch solche Probleme wie das Kormoran- und Aalmanagement, die Schadensverhütung bei bürokratischen Entscheidungen diverser Institutionen, insbesondere der in Brüssel.
Wenn Herr Markstein sagt „soweit als möglich“, bezieht er diese Bemerkung auf die Satzung und gesetzliche Regelungen, denn ein Dachverband hat satzungsgemäß die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten. In diesem Sinne sind auch die Bemerkungen von Herrn Mohnert zu verstehen. Wir stimmen in der Auffassung überein, dass es besser wäre, wenn die zur Zeit nichtorganisierten Angler zur Erhöhung der Schlagkraft eines Verbandes sich für eine Mitgliedschaft in diesem Verband entscheiden würden, statt sich nach hinten zu lehnen und ohne Aufwand die Früchte des Verbandes zu genießen.

2.
Während Herr Markstein für den DAV betont, dass sich ein gemeinsamer Bundesverband auch dafür einsetzen sollte, dass in allen Ländern der Zugang zum Angeln erleichtert wird, sagt Herr Mohnert für den VdSF, dass dies ausschließlich Sache der Landesverbände sei. Und seitens des Bundesverbandes höchstens bei Nachfrage der Landesverbände reagiert werden sollte.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Wie im ersten Punkt bereits erläutert, sichert der Verband die Interessen seiner Angler bundes- und europaweit. Was er nicht kann, ist, sich in die Ländergesetzgebung direkt einzumischen. Das ist tatsächlich ureigenste Angelegenheit der Landesverbände. Der Dachverband wird seine Landesverbände jedoch unterstützen, wenn diese es möchten.
Selbstverständlich wird der Verband für die Angler positive oder auch negative Entscheidungen einzelner Ländergesetzgebungen in den Medien kommentieren, auf länderübergreifenden Beratungen des Verbandes diskutieren und durch gezielte Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungsträgern mögliche Veränderungen im Interesse der Angler vorbereiten. Wir widersprechen uns da nicht. Das wird auch im möglichen Deutschen AngelFischer Verband so sein.

3.
Das selbe gilt für weitere restriktive Regelungen in den Ländern (Setzkescher, Rückwurfverbot, Nachtangeln etc.), bei denen sich Herr Mohnert für den VdSF nicht einmischen will, sondern das den jeweiligen Landesverbänden überlässt.
Herr Markstein dagegen sagt für den DAV, dass es auch Aufgabe des zukünftigen Bundesverbandes sein soll, zu helfen, solche restriktiven Gesetze in den Ländern rückgängig zu machen.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinsamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?

Siehe Beantwortung Punkt 2

4.
Stimmt folgende Information:
Die gemeinsam entworfene neue Satzung und der Verschmelzungsvertrag, in dem auch das neue gemeinsame Präsidium mit zur Abstimmung gestellt wird, werden nach Beratungen in den jeweiligen Landesverbänden zeitgleich auf Versammlungen von beiden Bundesverbänden abgestimmt und bei Annahme ist dann die Fusion vollzogen?
Falls nein, wie soll die Fusion dann in der Praxis ablaufen?

Richtig. Eine Fusion wird erst dann möglich, wenn die obersten Gremien beider Verbände, die Hauptversammlungen, jeweils einen Beschluss darüber fassen. Bestandteil des Beschlusses wird nicht nur ein Verschmelzungsvertrag sein, der die Zusammensetzung des neuen Präsidiums enthält, sondern auch eine neue Satzung mit ganz klaren Leitlinien für den gemeinsamen Verband.

5.
Würden Sie uns nach Fertigstellung der Satzung und des Verschmelzungsvertrages noch vor der eigentlichen Abstimmung diese zur Information der Angler zum Veröffentlichen zukommen lassen?
Immerhin sind ca. 70% unserer Mitglieder organisierte Angler, die man auf diese Weise dann einfach und verbandsübergreifend informieren könnte.

Die Satzung und der Verschmelzungsvertrag sind ist bis zur Bestätigung durch die Mitgliederversammlungen Entwürfe. Sie stehen allen im VDSF und DAV organisierten Anglern bis zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung.

6.
Ist auf Grund der Unterschiede in Intention und praktischer Auslegung dieser obigen grundsätzlichen Fragen (1 - 3) eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt im angedachten Zeitplan überhaupt noch realistisch umzusetzen?

Da es keine wesentlichen Unterschiede in den beiden Dachverbänden hinsichtlich Intention und praktischer Auslegung der Fragen 1-3 gibt, sehen wir, was diese Punkte betrifft, den Zeitplan nicht in Gefahr.

Sehr geehrter Herr Finkbeiner, wir hoffen, mit der Beantwortung Ihrer Fragen Missdeutungen geklärt und etwas Zuversicht vermittelt zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Mohnert (Präsident Verband Deutscher Sportfischer e.V.) und Günter Markstein (Präsident Deutscher Anglerverband e.V.)
Wer hat diese Antwort denn geschrieben?
Der Antwortende schreibt ja als Außenstehender von "Herr Mohnert" und "Herr Markstein". Ergo ist der Brief/Mail nicht persönlich von eben diesen geschrieben.
Am Ende allerdings heißt es dann
Mit freundlichen Grüßen

Peter Mohnert (Präsident Verband Deutscher Sportfischer e.V.) und Günter Markstein (Präsident Deutscher Anglerverband e.V.)
;+ Was denn nun? Ich vermute nicht, dass sich Herr Mohnert und Herr Markstein zusammengesetzt haben, um eine Antwort für eine Anfrage eines Anglerforum zusammenzubasteln.

Ich erinner mich dunkel, dass vorher in diesem Thread stand, dass die Antwort vom DAV-Pressesprecher oder DAV-Geschäftsführer kommt. Da irre ich mich aber vllt. auch. Um diese Antwort überhaupt bewerten zu können, wäre es hilfreich zu wissen, wer sie geschrieben hat.
Also wer ...?

mfg
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Was denn nun? Ich vermute nicht, dass sich Herr Mohnert und Herr Markstein zusammengesetzt haben, um eine Antwort für eine Anfrage eines Anglerforum zusammenzubasteln.
Doch, genau das war der Fall..
In Berlin..
Mitt ihren entsprechenden Mitarbeitern, davon gehe ich aus..
 
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Doch, genau das war der Fall..
In Berlin..
Mitt ihren entsprechenden Mitarbeitern, davon gehe ich aus..
Ich hake da mal nach, um Klarheit zu schaffen. "Davon auszugehen" befriedigt mich noch nicht.
Also der "unkommunikative" Herr Mohnert fährt extra nach Berlin, um ne Antwort für das Anglerboard zu schreiben.

Das finde ich toll! Da muss man ja doch nicht schwarz sehen für einen gemeinsamen Verband, wenn die sich so gut verstehen und Herr Mohnert extra zum DAV kommt wegen einer Forum-Antwort, einigen die sich bestimmt auch bei den derzeitigen Streitpunkten!

mfg, demo[wieder optimistischer für einen gemeinsamen verband]
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Die Antworten auf unsere Nachfragen zur Fusion

Keine Ahnung, ob Herr Mohnert extra gefahren ist oder sowieso ein Termin vereinbart war..

einigen die sich bestimmt auch bei den derzeitigen Streitpunkten!
Kannst Du nach allen bis jetzt vorliegenden Infos bei uns (aus verschiedensten Quellen, sowohl VDSF wie DAV), die wir gerade am aufarbeiten sind, schlicht vergessen...
 
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