Fluorocarbon an geflochtene knoten

gambinho

Member
Moin,

Erstmal muss ich zugeben, dass ich beim spinnfischen so gut wie nie fluorocarbon benutze, da ich oft zu faul war es anzuknoten.

Nun habe ich gestern doch mal getan und 0,30er Fc an meine 0,13er Pp geknotet mit dem doppelten Uni-Knoten.
Hatte dann irgendwann einen unlösbaren Hänger und beim abreißen riss leider der Verbindungsknoten der Schnüre, und nicht der Knoten vorne am Snap.

Hat jemand evtl eine Idee wie ich das umgehen kann?
 

Rannebert

coin operated boy
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Den doppelten Uni/Grinner hab ich bisher dafür noch nicht verwendet. Scheint aber tragkrafttechnisch nicht zwingend der beste zu sein.
Lange Zeit den verbesserten Albright genutzt, der mir nie gerissen ist. Mit Ausnahme von diversen Würfen, bei denen er sich noch in den Ringen verabschiedet hat, wenn die zu klein sind, dann ist der Knoten fehl am Platz.

Seit anderthalb Jahren nutze ich daher nur noch den FG-Knot für Verbindung von Fluo/Mono zu Geflecht. Der ist mit seiner Grösse ideal für kleine und kleinste Ringe und bis heute hab ich es nicht geschafft den Knoten zu sprengen.
Nach der Anleitung aus diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=pjzUb5QRKuk auch sehr einfach und schnell zu binden.
Vorsicht jedoch bei der Menge der Wickelungen, zu wenig und er hält nicht ordentlich, zuviele, und er hält erst recht nicht vernünftig, da sich das Geflecht nicht ordentlich in Fluo/Mono 'einschneidet'. 20-22, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und dann sollte das auch bei Hängern in Zukunft an anderen Stellen reissen.
 

Angler9999

nicht nur Angler
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Die Schnur reißt immer am schwächsten Punkt. Entweder am Snap oder am Knoten der Hauptschnur. Absichtliche schwächen kannst du nur per "schlechten Knoten erreichen ( Also unter Verwendung unterschiedlicher Qualität) . Siehe http://www.angelknotenpage.de/ mit Video

Ich mache es nicht, ein Vorfach ist schnell angebunden. Noch schneller geht das mit den Notknots Verbindern.
 

Stoney0066

Active Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Das muss nicht unbedingt am Knoten liegen, eine 0.13er geflochtene kann eine ähnliche oder auch niedrigere reelle Tragkraft haben wie ein 0,30er Carbon. Ich fische meist Geflochtene in 0.10 - 0.13 und 30er Carbon, mir reißt in der Regel immer der Knoten an der Geflochtenen, egal welcher Knoten!
 

GandRalf

Well-Known Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Hallo, bezüglich Verbindung des Vorfachs an Geflochtene. Wie sieht's mit dem "Schlaufe in Schlaufe"-Knoten aus?

erstes gefundenes Video: https://www.youtube.com/watch?v=Lo9ujS8LPZE

Wie sieht es mit der Tragkraft aus (bei Doppelschlaufen)?
Welche Nachteile gibt es? Spürt man Bisse schlechter?
Weshalb wird der Knoten ursprünglich beim Fliegenfischen genommen?

Den Vorteil den ich sehe: Direkte Verbindung der Schnüre (ohne Metall), trotzdem können die Schnüre (ohne Verschleiss mit etwas Druck schnell wieder getrennt werden und ein neues bzw. anderes Vorfach "eingeschlauft" werden.

Wo ist der Denkfehler?
 

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Aufgrund der Schneidwirkung von Braid wäre mir Einschlaufen zu gruselig. Wobei ich mehrfaches Lösen und Wieder-Einschlaufen da noch als zusätzlich schwächend erachte (da die Mono schon beim allerersten Einschlaufen u. U. mies vorgeknickt wird - dann noch ein paar Wüsthänger dazu...).

Ein Wirbelöhr einschlaufen, ok - das kann aber von Geflecht nicht geschwächt bzw. durchgesägt werden.

Für Mono an Geflecht verwende ich inzwischen dank Anregung durch Boardie JKC den Mahin-Knoten.

Der ist nicht sonderlich kompliziert und hält absolut bombig, die Schnurenden stehen wurfoptimiert in dieselbe Richtung ab. Zudem fällt der relativ schlank aus.
 
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ATRiot01

Freie Werbefläche
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Hallo, bezüglich Verbindung des Vorfachs an Geflochtene. Wie sieht's mit dem "Schlaufe in Schlaufe"-Knoten aus?

erstes gefundenes Video: https://www.youtube.com/watch?v=Lo9ujS8LPZE

Wie sieht es mit der Tragkraft aus (bei Doppelschlaufen)?
Welche Nachteile gibt es? Spürt man Bisse schlechter?
Weshalb wird der Knoten ursprünglich beim Fliegenfischen genommen?

Den Vorteil den ich sehe: Direkte Verbindung der Schnüre (ohne Metall), trotzdem können die Schnüre (ohne Verschleiss mit etwas Druck schnell wieder getrennt werden und ein neues bzw. anderes Vorfach "eingeschlauft" werden.

Wo ist der Denkfehler?
So ein Getüdel wird bei Braid nicht wirklich halten, der Knoten wird sich zusammenziehen und dann sich selbst oder das Fluo zerschneiden...oder einfach *platzen*.
Die Tragkraftwerte dürften ohnehin unterirdisch sein bei der Verbindung.
Schlaufe in Schlaufe benutze ich eigentlich nur zum KöFi-Stippen. Ansonsten seit 3 Jahren nur den FG wenns um Braid/Fluo geht, oder den verbesserten Clinchknoten bei Mono/Wirbelverbindung.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Genau das denke ich auch - effektiver als mit dem Mono-Braid-Geschlaufe kann man die Tragkraft bzw. Knotenfestigkeit des Systems wohl nicht mehr reduzieren.

Das ist IMO eine der schlechtesten "Verbindungsmöglichkeiten" überhaupt - eben durch den eingebauten "Cutter".
 

Rheinangler

Active Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Nimm Dir die Zeit und übe den FG Knot zu binden.

Der ist, sauber gebunden, unfassbar stabil. Ich habe den (leider) erst vor Kurzem kennengelernt, aber bisher noch nie Probleme damit gehabt. Mir ist bisher bei Hängern oder zuklappenden Rollenbügeln immer die 30er Fluo durchgeknallt - nie aber am Knoten.

Da er sehr schlank ist, kannst Du den Knoten ohne bedenken auch durch die Ringe ziehen und ganz normal auswerfen, ohne ein verhaken befürchten zu müssen.

Gruss

Stefan
 

Ørret

Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

So isses...Hab schon viele Knoten probiert, der FG hat mich am meisten überzeugt#6
 

Tarentino

Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

Der FG-Knoten ist (neben dem PR-Knoten, der aber ein spezielles Werkzeug erfordert) der zweifellos beste Knoten, um eine geflochtene Hauptschnur mit einer FC- oder Monoschlagschnur zu verbinden. Konventionelle Knoten sind erheblich schlechter und halten weit weniger lange. Ein gut gebundener FC-Knoten hält, wenn die Schnur sonst nicht beschädigt ist, ohne weiteres über Monate.

Hier ein Link auf die allersimpelste Form des FG-Knotens, die für leichtere Kunstköder (unter 100g) ausreicht:

http://www.youtube.com/watch?v=4R3_znSAPz8

Kein Knoten (außer dem oben erwähnten PR-Knoten) flutscht beim Wurf besser durch die Ringe. Ich verwende sowohl den FG- als auch den PR-Knoten schon seit mehreren Jahren an Bigbait-Gerät mit Ködergewichten um die 300g. Gerissen ist mir noch nie einer - ganz im Gegensatz zum Albright-Knoten, den ich früher bevorzugte, was zu einigen Köderverlusten führte. Denn bei diesem (und ähnlichen) Knoten schneidet sich die Geflochte sehr schnell in die monofile Schlagschnur ein, oft schon nach kurzer Zeit, was den Knoten Zug um Zug immer mehr schwächt, bis es zum Abriss kommt.

Der Vollständigkeit halber noch einen Link auf einen Clip, der den PR-Knoten zeigt. Für übliche Süßwasseranwendungen muss er allerdings nicht so lang gemacht werden:

http://www.youtube.com/watch?v=u99KSrXdpu4

Das im Clip gezeigte Werkzeug (Bobbin) ist den Fliegenfischern hier sicherlich bekannt. Allerdings handelt es sich um eine beschwerte Ausführung. Das ist nötig, damit die Wicklungen fest genug sitzen. Den hier gezeigten Abschlussknoten kann man übrigens auch beim FG-Knoten verwenden. Er schaut solider und sauberer aus und hält mindestens so gut wie die im Zusammenhang mit dem FG-Knoten sonst gezeigten Überhandknoten, wenn nicht besser.

Der PR-Knoten ist der ältere von beiden Knoten, aber das Prinzip ist das gleiche. Die Meisten ziehen allerdings den FG-Knoten vor, weil er leichter und ohne Werkzeug zu binden ist.
 
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Tarentino

Member
AW: Fluorocarbon an geflochtene knoten

PS: Zum Mahin-Knoten noch: Aufgrund des Überhandknotens in der Monofilen ist er an dieser Stelle deutlich dicker (2 x Schlagschnurdurchmesser) als ein FG-Knoten.

Das ist bei relativ dünnen FC-Schnüren nicht dramatisch. Aber wenn man mit schweren Ködergewichten und entsprechend dickem FC arbeitet, macht sich das höchst unangenehm bemerkbar. Der Knoten schrabbt dann beim Wurf laut und vernehmlich durch die Ringe, und das bekommt ihm nicht allzu lange gut. Auch mit dem Mahin hatte ich ein paar (teure) Köderverluste zu beklagen.

Man kann's vielleicht so sagen: Bei dünnen Schnüren und leichten Ködergewichten kann man mit einigen Knoten zum Verbinden von Geflochtener und FC glücklich werden. Aber je dicker die Schnüre und je schwerer die Köder, desto mehr kommen der FG- oder der PR-Knoten in Betracht. Und ab einem gewissen Format der Montage eigentlich nur noch die.
 
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