LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

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Honeyball

endlich EX-Mod
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Toni, aber mal ganz abgesehen von Deinem Einwurf hier.

Wie siehst Du denn, gerade aus Deiner neutralen Sicht, den Sinn und Zweck einer Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen, die in vielerlei Hinsicht in der Vergangenheit uns Anglern das Leben schwer gemacht haben und es sicherlich auch in der Zukunft versuchen werden?

Ich persönlich halte es für mehr als bedenklich, wenn ein Verbandspressesprecher solche Stellungnahmen abgibt.

Was Du über das anglerforum-sh sagst, dass es für Dich keine Quelle ist, so finde ich das tatsächlich überdenkenswert. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass deren Forum als "offizielles" Forum auf der offiziellen Seite des LSFV-SH auch "offizielle" Meinungen verkündet oder vertritt.
So, wie Du es darstellst und anzweifelst, könntest Du allerdings recht haben und es ist lediglich die persönliche Meinung des Pressesprechers, die von seinem Verband überhaupt nicht gedeckelt ist. Dann wundert es mich zwar, dass z.B. von Herrn Vollborn kein Dementi kommt, aber umgekehrt würde ich es keinem Verbandsgeschäftsführer verübeln, wenn bei all dem, was derzeit in S-H los ist, er einfach noch nicht dazu gekommen ist, sich um so einen internen Nebenkriegsschauplatz zu kümmern.

Letztlich, und den unterschwelligen Vorwurf von Dir akzeptiere ich gerne, haben wir in unserer Argumentation ja lediglich den nahe liegenden Schluss gezogen, dass ein Landesverband, dessen übergeordneter Bundesverband den Natur- und damit auch den Tierschutz als wichtigstes Ziel in seiner Satzung definiert, quasi per ordere mufti genauso handelt, wie vorgegeben. Vielleicht ist das der falsche Gedankenansatz und die denken und handeln tatsächlich vernünftig und im Sinne der Angler und können es nur nicht so sehr publik machen, weil sei entsprechende Einmischungen des Bundesverbandes fürchten müssen.
Es ist tatsächlich Vieles sehr interpretierbar. Als ich die Stellungnahme des LSFV-SH zum ersten Mal gelesen habe, war ich offen gestanden sehr erfreut darüber, dass von dieser Seite quasi initiativ versucht wird, das zukünftige Landesfischereigesetz abzuspecken und den Tierschutzparagraphen dort auszulassen, da er ja bereits durch übergeordnetes Bundesrecht zu genüge geregelt ist.

Mit Ausnahme des Beharrens auf der Prüfung finde ich die Stellungnahme des LSFV-SH auch persönlich sehr gelungen.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Mit Ausnahme des Beharrens auf der Prüfung finde ich die Stellungnahme des LSFV-SH auch persönlich sehr gelungen.
Ich auch, haben wir ja auch extra lobend so erwähnt..

Noch besser ist natürlich der ebenfalls bei uns veröffentlichte DAV-Entwurf, der duchgehend anglerfreundlich ist....

Und vor allem den grundsätzlichen Unterschied nicht vergessen, laut der Schreiben der Verbände:
Für den DAV sind Angler zuerstmal was positives, für den VDSF zuerstmal eine mögliche Gefahr..
 

Ralle 24

User
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Thomas und für die mitlesende Öffentlichkeit zur deutlichen Klarstellung:

Nochmals: In keiner Diskussion über Verbände habe ich im AB versäumt, darauf hinzuweisen, dass ich das absolut neutral sagen kann, da ich nichts mit dem Verband am Hut habe.

Ich habe Thomas persönlich z.B. im Oktober gemailt (weitere mails mail/PNs an Thomas in diesem Stile Verbands ablehnend meinerseits liegen noch vor):

"Ich habe in dem Verein, in dem ich im Vorstand bin, bereits bei der letzten Jahreshauptversammlung am Anfang des Jahres die Grundlagen zur Kündigung des Verbandes gelegt (also bereits vor diesen AB-Diskussionen) und vor 1 Woche Vorstände zweier befreundeten Vereinen beim Freundschaftsfischen zum Gedanken Kündigung bewogen.
Ob man dann dem neuen DAFV 2011 beitritt wird sich zeigen".

Deine mir bezügliche leichtfertig Tatsachen verdrehende Aussage zeigt aber, dass eine unvoreingenomme Diskussion basierend auf Tatsachen/Fakten deinerseits - hoffentlich derzeit nur- nicht möglich ist.
Toni, mir war das schon noch im Bewusstsein.
Ich habe aber bis heute nicht verstanden ( auch nicht nachgefragt) was Dich zu dem Schritt auszutreten, bewogen hat.

Das müssen ja schon erheblich unterschiedliche Ansichten sein, die Dich dazu gebracht haben. Das hast Du vielleicht auch schonmal gepostet, ist mir aber nicht in Erinnerung und musst Du auch nicht erneut aufführen.

Ich frag mich allerdings, warum man aus einem Verband austritt, anstatt zu kämpfen. Durch den Austritt überlässt man doch nur denen das Feld, deren Ansichten man nicht teilt. Also doch eher ein Zeichen der Resignation ?

Dann versteh ich aber wieder nicht, warum man sich dann gegen die stark macht, die gegen diejenigen angehen wegen denen man selbst aus dem Verband ausgetreten ist.

Kann dann ja nur sein, dass Du auf einem völlig anderen Kurs bist als der VdSF, DAV oder wir hier.

Dann wiederum wäre es interessant zu wissen, wie Dein Kurs aussieht, vielleicht gibt es ja Parallelen ?
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Und vor allem den grundsätzlichen Unterschied nicht vergessen, laut der Schreiben der Verbände:
Für den DAV sind Angler zuerstmal was positives, für den VDSF zuerstmal eine mögliche Gefahr..
Ja, auf Bundesebene kommt das genauso rüber.

Aber ich finde es tatsächlich nachdenkenswert, nicht zuletzt angeregt durch die tolle Stellungnahme des VDSF Landesverbandes LFV Westfalen und Lippe, ob wir nicht allein schon aus diesem Wissen und der Schlussfolgerung heraus, dazu beitragen, die einzelnen VDSF-Landesverbände zu sehr in die Schublade der treuen Bundesverbandshörigkeit zu stecken.

Denn so nehmen wir ihnen ja zumindest hier im AB jede Entfaltungsmöglichkeit und zwingen sie auf ihre eigenen, in der Größenordnung was Öffentlichkeitswirksamkeit betrifft eher bescheidenen elektronischen Kommunikationswege, um Dinge zu publizieren, die nicht so ganz der Bundesverbandsvordenke entsprechen.

So, wie ich Tonis Postings verstanden habe, geht es ihm ja nicht darum, den VDSF in ein positives Licht zu rücken, sondern er möchte lediglich, dass auch der DAV und seine Landesverbände genauso kritisch an unseren Grundpositionen gemessen werden. Dass wir das tun, ist für uns so selbstverständlich, dass wir es nach außen hin nicht immer deutlich genug darstellen. Deshalb möchte ich das hier nochmals ganz gezielt betonen:
Es geht ausschließlich darum, dass die Interessen der Mehrheit der Angler, unabhängig von Verbands-/Vereinszugehörigkeiten und egal ob organisiert oder nicht, zukünftig in den Fokus jeder politischen Entscheidungen zu Angelthemen gerückt werden und wir von den offiziell tätigen Vertretern dieser Interessen erwarten, dass sie diese vorrangig vor anderen Gesichtspunkten berücksichtigen und vertreten.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Honeyball schrieb:
Aber ich finde es tatsächlich nachdenkenswert, nicht zuletzt angeregt durch die tolle Stellungnahme des VDSF Landesverbandes LFV Westfalen und Lippe, ob wir nicht allein schon aus diesem Wissen und der Schlussfolgerung heraus, dazu beitragen, die einzelnen VDSF-Landesverbände zu sehr in die Schublade der treuen Bundesverbandshörigkeit zu stecken.

Denn so nehmen wir ihnen ja zumindest hier im AB jede Entfaltungsmöglichkeit und zwingen sie auf ihre eigenen, in der Größenordnung was Öffentlichkeitswirksamkeit betrifft eher bescheidenen elektronischen Kommunikationswege, um Dinge zu publizieren, die nicht so ganz der Bundesverbandsvordenke entsprechen.

@ Honeyball:
Wir loben ja immer alles, was unseren angelpolitischen Leitlinien entspricht (http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=201367 ) - beim LSFV-SH genauso wie jetzt auch beim LFV Westfalen und Lippe.

Auch und gerade also bei VDSF-Verbänden (wir können ja nix dafür, wenns insgesamt so wenig zu loben gibt)!

Dennoch muss da endlich gerade von solchen Verbänden deutlich Stellung bezogen werden.

Das haben - laut Infos auf der VDSF-Bund - Seite - ja alle Landesevrbände auch getan:
Der Präsident wurde einstimmig (also auch mit den Stimmen dieser Verbände) wiedergewählt - und genau der vertritt heute noch energisch die falsche Grundrichtung des VDSF.

Nichts wäre uns lieber, als vermelden zu können, dass sich da endlich Widerstand rührt, dass einzelne Verbände wie der in NRW endlich gegen die falschen Grundsätze angehen oder andere - wie der LSFV-SH bezüglich Setzkescher etc. zumindest partiell gegen die vom Bundesverband vorgebenen falschen Richtlinien arbeitet.

Aber da muss mehr kommen, man muss abrücken davon, die Angler zuerst als Gefahr zu sehen.

Solange kann es nur eine zielführende Maßnahme geben:
Alle Angler, Vereine und Verbände innerhalb des VDSF, die nicht zu diesen falschen angelpolitischen Grundsätzen des Bundesverbandes stehen, die uns von Setzkescherverbot über Rückwurfverbote bis hin zum Nachtangelverbot nur Nachteile gebracht haben - All diejenigen müssen entweder wirklich offensiv innerhalb des VDSF was ändern wollen (dann kann es aber keine einstimmigen Abstimmungsergebnisse geben) oder sie müssen dann zwangsweise zum DAV übertreten.

Ansonsten machen sie sich nicht glaubwürdiger...

Auch und gerade was die von Toni angesprochene Fusion angeht - auch da muss der VDSF zuerst Angler und Angeln als Chance und positiv für Gewässer-, Natur- und Tierschutz sehen und nicht zuerst als mögliche Gefahr- sonst kann das nie funktionieren..

So wies momentan (noch) aussieht, wäre eh die für Angler beste Fusion, wenn alle zum DAV übertreten würden..
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Auch und gerade was die von Toni angesprochene Fusion angeht - auch da muss der VDSF zuerst Angler und Angeln als Chance und positiv für Gewässer-, Natur- und Terschutz sehen und nicht zuerst als mögliche Gefahr- sonst kann das nie funktionieren..

So wies momentan (noch) aussieht, wäre eh die für Angler beste Fusion, wenn alle zum DAV übertreten würden..
...oder die Landesverbände, auch und gerade die des VDSF, müssen dafür eintreten, dass im neuen fusionierten Verband künftig eine andere (eben DAV-nahe) Politik betrieben wird:m

Ich suche ja schon verzweifelt nach dem geeigneten Elefantenfriedhof für Mohnert und Konsorten, wo man die alle irgendwie parken kann, ohne dass sie groß Schaden anrichten können...:m
 

ivo

Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Wenn ich als Landesverbandssprecher oder wie auch immer geartetes Mitglied der Führungsmannschaft des Landesverbandes ein solches Statement gebe fällt das immer auf den Verband zurück. Da ist es egal ob ich 5x privat dazu schreibe. Das sollte auch jeder Vertreter wissen.

Ich gehe davon aus, nach den Ausführungen, dass der LV-S-H mit dem Tierschutzbund in dieser Sache zusammen arbeiten möchte. Sonst hätte der Verbandssprecher das so nicht erwähnt.



Toni hatte ich mal gebeten, die Informationen die der VDSF zu den Verhandlungen heraus gibt mit mir zu teilen. Ich wollte einfach mal die andere Seite sehen. Die Abfuhr sagen wir mal, war brüsk, so viel dazu...
 

Gemini

no more mr. duck pond
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Ich suche ja schon verzweifelt nach dem geeigneten Elefantenfriedhof für Mohnert und Konsorten, wo man die alle irgendwie parken kann, ohne dass sie groß Schaden anrichten können...:m
Wie wäre es als Gnadenbrot mit einem Altersruhesitz in der Blumberger Mühle?

http://blumberger-muehle.nabu.de/
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

ivo, bei dem Eindruck und faden Beigeschmack, den die Person des Pressesprechers angesichts gewisser persönlicher Äußerungen im Verbandsforum hinterlässt, kann und will ich das nicht so ganz glauben. Denn wegen einer Person eine ganze Verbandsführung in Frage zu stellen, halte ich für unfair, auch angesichts einiger positiver Ansätze, die den LSFV-SH sehr gut dastehen lassen gegenüber so manch anderem Landesverband. #c

Aber auch da ist es ja ein Problem, dass es die gesamte Führung schwächen würde, wenn Personaldebatten offiziell und öffentlich geführt würden.
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

@Gemini:
Danke für den Link! Ich dachte erst schon, dies sei sowas wie ein Gnadenhof für Esel :q:q:q
 
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Moin

Wenn sie mal gehen:
In den USA kann man seine Hunde Katzen Goldfisch Asche in Beton kippen lassen,und daraus wird ein Künstliches Riff gegossen.Das wird dann im Atlantik versenkt für Fische.......Gibs das auch für Menschen???

Wenn ja,und sie wünschten sich das,sind sie zum ersten mal der Fischwelt so nah wie noch nie in ihrem Leben,und können neue erfahrungen Sammeln.


Ps: Wir sollen doch höfflich bleiben........also bitte.
|wavey:
 
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Ralle 24

User
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Die Sache mit den Funktionären muss man differenziert betrachten.

In der Regel wird sowas nicht über die Qualifikation entschieden, sondern zuerst einmal, über die Bereitschaft so ein Amt zu übernehmen.

Dann gibt es garantiert Personen, die zwar grundsätzlich bereit wären, auch bereit, Änderungen herbeizuführen, aber in den verkrusteten Strukturen des VdSF keine Chance sehen Ihre Ziele zu verwirklichen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass anglerfreundliche Funktionäre in Reihen des VdSF zunächst einmal Einzelkämpfer ohne Soldaten sind.

Ähnliches gilt auch für viele Vereine.

Und wir können das drehen und wenden wie wir wollen, wenn die Basis, also die Angler selbst, nicht auf die Barrikaden gehen und den reformierungswilligen den Rücken stärken, dann wird sich nichts ändern.

Dazu ist der erste Schritt, lautstark seinen Unmut über die bestehende Situation zu äußern.

Solange aber immer noch sehr viele Angler meinen, das alles gehe sie nix an, man mache sowieso was man will, egal was die da oben beschließen, solange bleiben nur ein paar Rufer in der Wüste.

Und mir persönlich gibt es keine Genugtuung in ein paar Jahren sagen zu können: "Ätsch, das habt ihr nun davon "
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Ich hab mal den Offtopickram um die Bevölkerungstruktur in NRW gelöscht.

Es ist vollkommen wurscvht, welche und wie viele Memnschen in einem Bundesland unterwegs sind und das ist keinerlei Grund für eine Prüfung - sondern eher für endlich vernünftige Kontrollen.

Jeder hat sich an Gesetze zu halten, egal wie viele Einwohner sein Bundesland hat.
 

Zoddl

Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

Hier hat der Holzhammer ganz schön kräftig zugeschlagen! ;)
Und zum direkten vergleichen haben wir hier in der Diskussion um die Prüfung/Tourischein ja die Aussagen beider Verbände (siehe erste Seite), welche sie so in die parlamentarische Diskussion einbringen:
Der DAV betont den Nutzen der Angler für Natur-; Gewässer- und Tierschutz und dass man nicht früh genug mit Angeln anfangen kann und verweist auf die guten Erfahrungen in anderen (europäischen) Ländern und anderen Bundesländern mit einem unkomplizierten und möglichst frühen Zugang zum Angeln..

Der VDSF schreibt, dass diese für die Gewässer und Tiere "gefährlichen" Angler unbedingt geprüft gehören und Kurse absolvieren müssen, bevor man sie überhaupt ans Wasser lassen kann - auch und gerade um die Vollzeitstelle beim VDSF-Landesverband zu erhalten. Da ja kein "ungeprüfter" Mensch in der Lage sei, das Tierschutzgesetz zu beachten (siehe oben, beim angeln gehts da nur um abkloppen und abstechen bzw. schnell vom Haken lösen und zurücksetzen..)
Soso... der DAV findet also uns Angler nützlich für den Tierschutzgedanken (abkloppen, abstechen --> verwerten)???? Ein zweiter, heimlicher VDSF?|kopfkrat

Und nützlich sind wir auch für Natur- und Gewässerschutz? Wie denn bitteschön?
Welche verschiedene Nutzen haben wir für Natur- als auch für den Gewässerschutz?

Meine Antwort auf die Frage kenne ich bereits, auf Thomas Aussage (gern ausführlicher) wäre ich jetzt gespannt!:q


PS: Eine gesunde Diskussion aus neutraler Haltung, wie von Toni angesprochen, ist sehr oft eine gesunde Ausgangslage für eine Problemfindung!
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

@ Zoddl:
Auch hier wird wieder einmal der grundsätzliche Unterschied zwischen den beiden Dachverbänden klar sichtbar.
Daher ein großes Danke für Deine Frage!

Der Nutzen des Angelns/der Angler für den Natur- und Tierschutz besteht darin, Menschen möglichst früh und unkompliziert ans Wasser zu bringen, damit sie gerade aus eigener Anschauung und Erfahrung lernen können, vernünftig mit der Kreatur und der Natur umzugehen. Je mehr Menschen das (je früher) machen und begreifen, desto eher kann man positives sowohl für Umwelt und Gewässer wie auch für Angler erreichen.

Irgendwelche Angler sind ständig irgendwo am Wasser, daher oft die ersten, welche Verschmutzungen etc. melden und daher für Natur- und Gewässerschutz unentbehrlich.

Oder wie im aktuellen Fall in NRW als unbequeme Frager beim Minister, welche nicht locker lassen wegen der Gifteinleitungen.

Oder bei Schongebieten, Müllaktionen, Hege der Bestände etc.. - aus reinem Eigennutz (und ohne weitere moralische Überhöhung) sind also Angler und Angeln wichtig für Gewässer- und Naturschutz...

Nur so als ganz kurzer Abriss..

Dieses speziele Thema sind wir eh noch am aufarbeiten, da wir der Meinung sind, dass Angler insgesamt gesehn mehr positives als negatives für Gewässer und Natur bringen wie der DAV auch - Und nicht dass Angler zuerst mal ne Gefahr sind, wie das der VDSF sieht und deswegen ja die Prüfungen fordert (abgesehen von der Kohle natürlich..).....

Unterm Strich:
Für einen laut Satzung von Anglern finanzierten Natur- und Tierschutzverband wie den VDSF, der in erster Linie nicht für Angler, sondern für seine Vereine (Vereine = Mitglieder, sind ja nicht die Angler..) spricht, macht es natürlich Sinn, die Angler zuerst einmal als Gefahr darzustellen, als Menschen, die nicht in der Lage sind sich grundsätzlich vernünftig zu verhalten.
Um die Gewässer der Vereine mit Hilfe des Gesetzgebers (Prüfung) von "unerwünschten" Gastanglern freizuhalten sowie mit den dann notwendigen Kursen und Prüfungen auch noch Geld zu verdienen und sich bei den Tierschützern lieb Kind zu machen.

Im Gegensatz dazu sieht sich der DAV zuerst als Anglerverband, der auch Naturschutzinteressen verfolgt, und - auch wenn im DAV genauso nur Vereine Mitglieder sind, wie im VDSF - auch die Interessen nicht nur der organisierten Angler, sondern aller am Angeln interessierter Menschen.
Und stellt daher zuerst einmal die Vorteile der Angler und des Angelns für Gewässer-, Natur- und Tierschutz heraus.

Mir persönlich ist ein Verband lieber, der zuerst mal die Angler fördert, herausstellt was die Gutes tun als einer, der die Angler zuerst als mögliche Gefahr sieht und deswegen zusammen mit Schützern nach Restriktionen ruft...

Das ist ja aber ein freies Land, man kann es keinem Angler verwehren, statt in einen Anglerverband, der positiv über Angler denkt, in einen von Anglern finanzierten Naturschutzverband einzutreten (oder zu bleiben), welcher Angler und Angeln zuerst als mögliche Gefahr sieht..

Besser wäre es natürlich für alle Angler in Deutschland, wenn die Angler alle in einem richtigen Anglerverband wären und ihre Vereine oder Regionalverbände zum Übertritt bewegen würden.
Das wäre die richtige Fusion zu einem richtigen Anglerverband für richtige Angler...

Und wenn nicht, dann soll sich nachher auch keiner beschweren, wenn es wegen der falschen Grundsätze des VDSF zu immer weiteren Restriktionen gegen Angler kommt bis hin zu kompletten Angelverboten wie in NRW - Da ist der Anfang schon gemacht!

Und genau das Gleiche gilt hier im Thread zum Thema Prüfung/Schein - jeder Angler hat die Wahl:
> Unterstützt einen richtigen Anglerverband....

> Oder einen von Anglern finanzierten Naturschutzverband, der nach unwidersprochener Aussage des Pressesprechers gemeinsame Sache mt dem Tierschutzbund gegen Angler machen will..
 

Zoddl

Member
AW: LSFV-SH: Fragen zum Entwurf der Stellungnahme zur Änderung Landesfischereigesetz

@ Zoddl:
Auch hier wird wieder einmal der grundsätzliche Unterschied zwischen den beiden Dachverbänden klar sichtbar.
Daher ein großes Danke für Deine Frage!
Kein Problem! Grosses Bitte zurück!#6

Der Nutzen des Angelns/der Angler für den Natur- und Tierschutz besteht darin, Menschen möglichst früh und unkompliziert ans Wasser zu bringen, damit sie gerade aus eigener Anschauung und Erfahrung lernen können, vernünftig mit der Kreatur und der Natur umzugehen. Je mehr Menschen das (je früher) machen und begreifen, desto eher kann man positives sowohl für Umwelt und Gewässer wie auch für Angler erreichen.
Naturschutz ja, Tierschutz nein!
Hätte ich als Angler einen deutlichen Nutzen für den Tierschutz, dann hätte der Tierschützer nix gegen mich. Wenn ich einen Fisch waidgerecht behandele, behandele ich ihn in dem Sinne tierschutzgerecht. Mehr Tierschutz begehe ich als Angler meist nicht.
Beim Thema Naturschutz sieht das ganze anders aus, wenn man deine aufgezählten Punkte betrachtet.
"Aktiven" Naturschutz betreibt man m.M. nach bei Gewässerhege, Hege von Fischbestand (vom Gewässerwart natürl. veranlasst) und etc. Zur Nutzergruppe von Natur gehört man als Angler aber auch.

Eine Kernfrage ist aber auch, wie der angehende Angler den vernünftigen Umgang mit Kreatur und Natur erlernt. Und wie Vernunft hier definiert wird/werden sollte, speziell als Nutzer von Natur.
Wird er beim erlernen in irgendeiner Art und Weise geführt, oder bringt er sich den vernünftigen Umgang selber bei? Das kann eine ziemlich gefährliche Frage sein, wenn man solch eine Aussage trifft.
Nur isses eben auch eine Grundvorraussetzung, die wir als Angler mitbringen müssen, wollen wir uns nach unserem Gutdünken die Natur nutzen.

Irgendwelche Angler sind ständig irgendwo am Wasser, daher oft die ersten, welche Verschmutzungen etc. melden und daher für Natur- und Gewässerschutz unentbehrlich.
Stimmt und ich weiss, was du meinst.
Aber das klingt nach "Aktiver Naturschutz durch passives Rumstehen" bei gleichzeitiger Naturnutzung.
Da kann ruhig mehr kommen! Gewässerverschmutzung wird meist durch Angler(vereine) wieder geradegebügelt! Und das nicht selten ohne finanziellen Schadensersatz!

Oder wie im aktuellen Fall in NRW als unbequeme Frager beim Minister, welche nicht locker lassen wegen der Gifteinleitungen.

Oder bei Schongebieten, Müllaktionen, Hege der Bestände etc.. - aus reinem Eigennutz (und ohne weitere moralische Überhöhung) sind also Angler und Angeln wichtig für Gewässer- und Naturschutz...

Nur so als ganz kurzer Abriss..
Falle gewittert? (s.o.)#h
Bei den aufgeführten Punkten gebe ich dir Recht, jedoch könnten in allen Punkten auch andere Personen-/Interessengruppen eingesetzt werden.

Dieses speziele Thema sind wir eh noch am aufarbeiten, da wir der Meinung sind, dass Angler insgesamt gesehn mehr positives als negatives für Gewässer und Natur bringen wie der DAV auch - Und nicht dass Angler zuerst mal ne Gefahr sind, wie das der VDSF sieht und deswegen ja die Prüfungen fordert (abgesehen von der Kohle natürlich..).....
Aufarbeiten ist gut! Zumal...
Um Natur- oder Tierschutzgerecht handeln zu können, bedarf es (angeblich) "Wissen" ob dessen. Als Angler bin ich immer exzessiverer Naturnutzer als der Normalo und daher Angriffspunkt für Tierschützer und Naturschützer.
Angreifen können sie wie sie wollen, aber mit der Prüfung/Lehrgang habe ich ein Zertifikat, dass ich nachgewiesen naturschutzgerecht und tierschutzgerecht handeln kann! Ob das stimmt oder nicht oder in welchem Ausmass, spielt keine Rolle. Wichtig ist, ich habe einen Zettel, der genau dies von mir behauptet. Und so einen Zettel haben die nicht!|bigeyes
Ob sich so ein "Nachweis" auch in Form eines Beiblatts bewerkstelligen lässt, was man sich unbedingt mal "durchlesen sollte", weiss ich nicht recht.
Aber momentan lass ich mir von Naturschutz und Tierschutz nix vorwerfen! Ich kanns ja eigentlich!



Unterm Strich:
....
Um die Gewässer der Vereine mit Hilfe des Gesetzgebers (Prüfung) von "unerwünschten" Gastanglern freizuhalten sowie mit den dann notwendigen Kursen und Prüfungen auch noch Geld zu verdienen und sich bei den Tierschützern lieb Kind zu machen.
Das hat nix damit zu tun! Kein Verein ist verpflichtet, seine Gewässer "unerwünschten" Gastanglern zu öffnen. Ob der VDSF sich jetzt gegen oder für (Touri-)Scheinfreies Angeln ausspricht, spielt an Vereinsgewässern absolut keine Rolle!
Und die Prüfung empfinde ich persönlich wie gesagt, ein probates und wirksames Mittelchen gegen laut pöbelnde Tierschützer. Kann man so oder so sehen...


Und wenn nicht, dann soll sich nachher auch keiner beschweren, wenn es wegen der falschen Grundsätze des VDSF zu immer weiteren Restriktionen gegen Angler kommt bis hin zu kompletten Angelverboten wie in NRW - Da ist der Anfang schon gemacht!
Selbst der DAV hätte gegen dieses Verbot Null - Chance gehabt, da er ebenfalls kein reines C&R vertritt/vertreten kann. Der VDSF hat das Verzehrgebot, der DAV die Verzehrabsicht! Beides läuft am Dortmunder Hafen auf ein Angelverbot hinaus. In deinem Zitat könnte also auch DAV stehen und es wäre eine korrekte Aussage! Ist halt so...
Die Sache mit dem Umsetzen von belasteten Fisch in "unbelastete" Gewässer hätte man auch erstmal jemanden beibringen müssen

Und wenn der VDSF so hyper - mega anglerfeindlich und tierschutzgeil ist... warum hat er dann den toten Köderfisch nicht gleich mitverboten? Hätte man dem Angler schaden können und sich beim Tierschutz beliebt gemacht.

Ich fände es wesentlich interessanter den tatsächlichen Hintergrund zu erfahren, WARUM der VDSF so ein "Muschi"-Verhalten gegenüber den Tierschützern an den Tag legt.
Und ob der DAV dagegen anstinken kann. Da wären mal Sitzungsprotokolle ganz interessant, falls jemand davon welche zu Hause liegen hat... |wavey:


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