Überfischung

baltic-hf

Member
Schleppnetzfischerei mit Rollengeschirr für Fischerei in Steinen und Stellnetzfischerei sind nicht gut für den Dorschbestand. Früher hatten die Dorsche noch Rückzugsgebiete in Steine und auf Wracks, aber heute hat der Dorsch nirgends mehr Ruhe, Wracks werden zugepflastert mit Wracknetze und die Stellnetzfischerei,
Angler und Schleppnetzfischerei holen noch die letzten Dorsche aus den Steingebieten.
 

Andal

Teilzeitketzer
Gegenseitige und kreuzweise Schuldzuweisungen bringen gar nichts. Entweder pausieren alle für eine festgelegte Zeit und geben der Ostsee eine Chance sich zu regenerieren, oder man vergisst es einfach, holt sich die Reste und dann tschüss.
 

Drillsucht69

Well-Known Member
Habe im Urlaub mal am Hafen gesehen wie zwei große Kutter a 30- 40 Tonnen leergepumpt wurden direkt auf LKW‚s , das waren Tobiasfische diese Sandaale... Habe mich da mit Ortsansässigen unterhalten beim angeln... Der meinte auch nur, die sollen sich nicht wundern wenn der Futterfisch weggefangen wird und die Dorsche wegbleiben... Die Ladung wurde direkt zu Tierfutterfabrik gefahren...
Ne echte schweinerei...
 

NaabMäx

Well-Known Member
Regelt sich dann auch von selber.
Fisch weg = kommerzielle Fischerei unrentabel = Schluss mit komm. Fischerei = Erholung der Fischbestände = gut für Angler.
Dauert nur.
 

NaabMäx

Well-Known Member
Es werden Jahr für Jahr Mio.€ für Forschung, Subventionen, Maßnahmen usw. ausgegeben, um hinterher drauf zu kommen, dass es den Fischen trotz dem erworbenden Wissen und Maßnahmen immer schlechter geht?
Oder kommt jedes Anrainerland zu anderen Schlüssen?
 

ragbar

disparu en mer....
Jedes Anrainerland pampert übermäßige kommerzielle Fischerei auf einem Niveau, das die Ostsee nicht hergibt.
Angeln und lokale Kleinfischerei zur Beschickung der dort ansässigen Fischrestaurants und Einzelhändler zulassen, jegliche andere sog. Nutzung der natürlichen Ressourcen verbieten, dann dürfte sich die Ostsee in ein paar Jahren erholen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Brillendorsch

Teilzeitangler
Regelt sich dann auch von selber.
Fisch weg = kommerzielle Fischerei unrentabel = Schluss mit komm. Fischerei = Erholung der Fischbestände = gut für Angler.
Dauert nur.
glaubst Du daran wirklich?
wenn Angler ein mal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Schließlich leben wir in Ideologistikan.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
dann dürfte sich die Ostsee in ein paar Jahren erholen.
wenn übermäßige Befischung der Bestände die alleinige Ursache wäre, dann vielleicht.

Sicher ist das aber nicht. Siehe Neufundland.
wenn Angler ein mal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Wenn Angelverbote als wirkungsvoll angesehen werden und die Schadstoffbelastung so weiter geht, würde ich das nicht gänzlich ausschließen wollen.

Ich hoffe aber, dass es nicht so kommt. Für die Ostsee und für die Angler.
 

SFVNOR

Active Member
glaubst Du daran wirklich?
wenn Angler ein mal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Schließlich leben wir in Ideologistikan.
@Brillendorsch
So lange die EU die Fangflotten der EU-Staaten nicht mehr subventioniert, die Schleppnetzfischeri verboten wird, Kilometer lange Stellnetze verboten werden wird die westliche Ostsee keine Erhohlung erhalten. Hering aus der Dose ? Dann eben nicht mehr.
Warum können die Kutter die Kennung der Postion abschalten und niemand weiß wo diese Fischen ? Es ist eine reine Lobbywirtschaft und unsere Frau Klöckner nickts es noch ab. Das Baglimit von 5 Dorschen ist ja eh obsolit weil wer möchte schon einen Dorsch von 38 CM ? Ich defintiv nicht.
 

Andal

Teilzeitketzer
glaubst Du daran wirklich?
wenn Angler ein mal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Schließlich leben wir in Ideologistikan.
Ob du jetzt nichts mehr fängst, weil nix mehr drin ist, oder weil du nicht mehr darfst, kommt aufs Selbe raus. Aber wenn man in vorauseilendem Gehorsam immer vom schlechtesten ausgeht, gebe ich dir Recht.
 

rustaweli

Well-Known Member
@Brillendorsch
So lange die EU die Fangflotten der EU-Staaten nicht mehr subventioniert, die Schleppnetzfischeri verboten wird, Kilometer lange Stellnetze verboten werden wird die westliche Ostsee keine Erhohlung erhalten. Hering aus der Dose ? Dann eben nicht mehr.
Warum können die Kutter die Kennung der Postion abschalten und niemand weiß wo diese Fischen ? Es ist eine reine Lobbywirtschaft und unsere Frau Klöckner nickts es noch ab. Das Baglimit von 5 Dorschen ist ja eh obsolit weil wer möchte schon einen Dorsch von 38 CM ? Ich defintiv nicht.
Traurig, aber in vielen Punkten wahr!
Auch die ganzen Meinungen zum Thema hier sind nachvollziehbar.
Aber eines wird vergessen - der Konsument.
Nichts, aber auch gar nichts wird sich an der Überfischung der Meere in naher Zukunft ändern. Egal wie wir uns aufregen! Da läuft nun mal der Dollar/Euro und Co. Für viele Völker ist der Fisch fest in die Kultur integriert. Und wo das Geld fließt, sucht es sich auch seinen Weg, egal wie. So ist der Mensch, Punkt! Das wißt Ihr auch!
Die Meere werden weiterhin ausgebeutet werden solange es Abnehmer für die "Produkte" gibt. Ganz am Ende werden auch noch die Erträge der Angler abgeschöpft.
Da geht es um Geld, um eine Menge Geld, weltweit. Sieht man ja auch am momentanen Streit zwischen Frankreich und UK.
Ich persönlich finde es auch nicht richtig, aber ich trage auch keine Verantwortung für die Wirtschaft und das "Wohl" des Landes, der EU.
Wahrscheinlich hätte ich wie Frau Klöckner gehandelt an der Stelle.
Was willst auch machen und was ist die reale Konsequenz?!
Der Konsument bestimmt doch den Markt, also auch wir. Und somit tragen wir unsere Mitschuld.
Vor allem viele Angler, mich eingeschlossen. Was sind viele( mich eingeschlossen) einfach Heuchler. Da wird durchgedreht bei Küchenfotos, wehe jemand entnimmt Barsch, Schleie, Döbel, whatever. Oder der Fisch liegt im Gras oder so. So viele gehen ans Wasser ohne Entnahmeabsichten, unterteilen in Edelfische u Co. Beangeln sogar Zielfische im Bewußtsein einer Nichtentnahme. Nicht mal persönliche Entnahmefenster, nicht einmal beim zu tief Schlucken wird entnommen. Aber wehe wenn...!!! Da kommen wir aus unseren scheinheiligen Löchern und erheben überheblich den Finger. Aber die Fischdosen dürfen es sein, der Rollmops, Bismarckhering, Räucherlachs, Dorade, Zuchtforellen. Autochtone Ernährung betreiben wir doch kaum noch. Anstelle Lauben oder Rotaugen einzulegen kommt das Glas Rollmöbse, anstelle von Brassen, Karpfen usw liegt an Feiertagen der Meeres,-oder Zuchtfisch auf dem Tisch. Wenn es geht sogar noch der umweltschädliche Zuchtlachs.
Aber wehe wenn, dann spielen wir unsere Karte der Erhabenheit aus.
Das lässt sich auf alle Bereiche der Menschheit übertragen. So tun als ob, ein auf was weiß ich machen, aber wenn es ans Eingemachte geht die "Fratze" zeigen. Jedes Wort nur noch überlegt, von Loyalität und echte, gelebte Werte fange ich erst garnicht an.
Wie sagte schon Brecht, nach dem Fressen die Moral. Oder Nuhr die Woche - moralische Masturbation. Nicht meine Worte!
Was wollte ich eigentlich sagen...achja. Solange wir sind wie wir sind, wird alles bleiben wie es ist. Ohne Rücksicht auf Zukunft und Verluste.
Das alles ist nur meine persönliche Meinung und schließt mich bei den Vorwürfen auch nicht aus.
Unsere Aufregungen sind nur Theater, eine aussichtslose Farce.
Zumindest was die weltweite Gesellschaft und das Menschsein heutzutage betrifft.
Da können wir Verbote fordern wie wir wollen.
Da könnte man gleich weiter machen bei den Binnengewässern. Artenvielfalt, Blaues Band vs Beschiffbarkeit usw.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lajos1

Well-Known Member
Hallo @rustaweli ,

so ist es. Der Mensch ist nunmal im Kern ein absoluter Egoist. Wenn es hart auf hart kommt wird auf die ganze Moral und Ethik gepfiffen und es zählt nur noch der eigene Vorteil und selbst der veganeste Veganer haut sich dann ein Steak rein, wenn das Tofuschnitzel ausgegangen ist;).

Petei Heil

Lajos
 

Andal

Teilzeitketzer
Oder Homo sapiens ist genau zu wenig Egoist, so wie es andere Wirbeltiere und noch mehr die "niederen" Tiere sind. Die sagen sich, "Ich habe ausreichend zu essen, zu trinken und einen Schlafplatz, es genügt, mit geht es gut!". Ständig bildet sich Menschlein auf sein Hirn was ein und mischt sich in Dinge, die er besser lassen sollte. Der H. sapiens ist einfach überentwickelt und deswegen ein Problem.
 

Lajos1

Well-Known Member
Oder Homo sapiens ist genau zu wenig Egoist, so wie es andere Wirbeltiere und noch mehr die "niederen" Tiere sind. Die sagen sich, "Ich habe ausreichend zu essen, zu trinken und einen Schlafplatz, es genügt, mit geht es gut!". Ständig bildet sich Menschlein auf sein Hirn was ein und mischt sich in Dinge, die er besser lassen sollte. Der H. sapiens ist einfach überentwickelt und deswegen ein Problem.
Hallo,

dazu fällt mir der Spruch von Wilhelm Busch ein: "Ein Wunsch, ist er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge".

Gruß

Lajos
 

NaabMäx

Well-Known Member
glaubst Du daran wirklich?
wenn Angler ein mal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Schließlich leben wir in Ideologistikan.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Angler rotten keine Fischbestände und schon gar nicht in Meeren aus.

Mögliche Ursachen sind doch schon oft beschrieben worden.
Es gibt die,
- die man kurzfristig beeinflussen kann.
- die mittel / langfristig Beeinflussbar wären.
und die, die man wohl nicht beeinflussen vermag.

Auf den geringe Salzgehalt, den Austausch mit der Nordsee den Süßwasserzufluss, die Erwärmung und Algenbildung wird man wenig Einfluss nehmen können.
Auf was kann man den kurzfristig Einfluss nehmen?
Jammern ohne was umzusetzen, löst keine Probleme.

Entweder alle Fischer (nicht Angler) aus allen Anrainerstaaten sehen ein, dass man mit abnehmenden Ressourcen auch den Fang sofort drastisch reduzieren oder aussetzen muss, oder all die wissenschaftlichen Arbeiten und Erkenntnisse kann man sich sparen.

Wenn es fruchten soll, fängt man beim Schmied an und nicht beim Schmiedel.
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Ob du jetzt nichts mehr fängst, weil nix mehr drin ist, oder weil du nicht mehr darfst, kommt aufs Selbe raus. Aber wenn man in vorauseilendem Gehorsam immer vom schlechtesten ausgeht, gebe ich dir Recht.
Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass unsere Gesellschaft von 2 Strömungen dominiert ist, diese sind Lobbyismus und Idealismus.
Eine echte Lobby haben wir nicht und für Idealismus sind wir zu vielfältig.
Folglich sind wir Leichtmatrosen, deren Belange auf Dauer nichts zählen.
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Angler rotten keine Fischbestände und schon gar nicht in Meeren aus.

Mögliche Ursachen sind doch schon oft beschrieben worden.
Es gibt die,
- die man kurzfristig beeinflussen kann.
- die mittel / langfristig Beeinflussbar wären.
und die, die man wohl nicht beeinflussen vermag.

Auf den geringe Salzgehalt, den Austausch mit der Nordsee den Süßwasserzufluss, die Erwärmung und Algenbildung wird man wenig Einfluss nehmen können.
Auf was kann man den kurzfristig Einfluss nehmen?
Jammern ohne was umzusetzen, löst keine Probleme.

Entweder alle Fischer (nicht Angler) aus allen Anrainerstaaten sehen ein, dass man mit abnehmenden Ressourcen auch den Fang sofort drastisch reduzieren oder aussetzen muss, oder all die wissenschaftlichen Arbeiten und Erkenntnisse kann man sich sparen.

Wenn es fruchten soll, fängt man beim Schmied an und nicht beim Schmiedel.
da stimme ich dir voll und ganz zu, dass ändert aber nichts an meiner Aussage, dass wenn Angler einmal ausgeschlossen sind, dann für immer.
Wir haben keine schlagkräftige Lobby.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Angler rotten keine Fischbestände und schon gar nicht in Meeren aus.

Das musst nicht uns erzählen, sondern den Politikern, die die Entscheidungen treffen.

Wenn ich an die Pressemeldungen wie "Freizeitangler fangen ebensoviel Dorsch wie die Berufsfischer" denke, scheint sich das so in den Köpfen einiger Politiker festgesetzt zu haben.

Die schwedische Studie, dass z.B. Kormorane den Ostseeaal ebenso dezimieren wie die Berufsfischer, hatte aber m.W. keine Auswirkungen auf das Kormoranmanagement.

Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass Angler und Angelverbote bei bestimmten Entscheidern eher ins Beuteschema passen als andere Störfaktoren.
 

NaabMäx

Well-Known Member
Ich gehe mal davon aus, das die Forschung / Institute, die, die auch die Zahlen erheben die Politik beraten.
Da frägt man sich, ob die zum Nachteil von Anglern beraten. Falls nicht zum Nachteil der Angler, was dann wer draus machen kann und warum?!
Der weg über eine Klage durch den (Dach)verband ist immer frei, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.
Ein Gericht urteilt nach Zahlen, Daten und Fakten und nicht nach politischer Gesinnung - so will man hoffen.1
 
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