Argumente gegen die Tierrechtsbewegung (PETA & co.)

Testudo

Schützer und Nutzer
Das Gute an der Philosophie ist, das man natürlich die Annahmen so wählen kann, das sich damit die Thesen bestätigen lassen.

Als hier auf Kant verwiesen wurde, der das Quälen von Tieren verurteilte, da Menschen, die Tiere quälen, ja auch nicht zurückschrecken würden Menschen zu quälen, hat es mich beinah zerrissen.

Sowohl in der Geschichte, das Reichstierschutzgesetz erblickte 1933 das Dunkel der Welt, mehr muss man dazu nicht sagen und auch heute werden begeisterter Tiere aus dem Ausland geholt, als..........

Die Tatsache, warum ich Tiere esse liegt in der Phylogense, man braucht sich nur seine Zähne anzusehen, so man noch welche hat und entdeckt ein Gebiss eines Gemischtköstlers.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
Vergiss mir nicht die Anzahl der Mägen
 

Uzz

Active Member
Das Subject "Argumente gegen die Tierrechtsbewegung(PETA & co)" ist bischen unpraktisch. Innerhalb der Tierrechtsbewegung wird keinesfalls übereinstimmend argumentiert. Dementsprechend läßt sich keine die ganze Tierrechtsbewegung treffende Gegenargumentation finden. Vermutlich gibt es auch sinnvoll agierende Orgas in der Tierrechtsbewegung. Vielleicht braucht man gegen die gar keine Agumente sondern findet eher Argumente für sie? Die Nullnummer Peta ist nur ein spezieller EInzelfall.

In Sachen Peta frage ich mich, wieso deren Unterstützer sich überhaupt trauen irgendetwas zu tun, außer sich möglichst schonend selbst zu entsorgen. Folge ich deren Ziel (siehe 2. Absatz) tatsächlich, darf ich nicht mehr frühmorgens aus dem Bett kriechen und ins Bad gehen. Ich würde ein Massaker an Milben u.ä. Getier anrichten. Lebende Menschen sind unvermeidlich den ganzen Tag als Tierschlächter unterwegs. Das Ziel von Peta "... jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen" ist für Menschen nicht realistisch verfolgbar, also vollkommen weltfremd.

Man kann übrigens durchaus sinnvoll was für Tiere tun/oder und dazu Handlungsempfehlungen oder gar Gesetze produzieren. Dabei sind jedoch immer Grenzen und/oder Einschränkungen notwendig. 2 Beispiele:
* §1 TierSchG mit seinem "nicht ohne vernünftigen Grund" (da darf ich morgens noch aus dem Bett)
* Verbot, lebende Wirbeltiere als Angelköder zu nehmen, nicht jedoch alle Tiere
Die konkreten Grenzen/Einschränkungen mögen strittig sein und im Lauf der Zeit Änderungen unterliegen. Unstrittig sollte sein, dass solche Grenzen/Einschränkungen zwingend nötig sind. Die Tierwelt ist zu divers, um sinnvoll komplett gleichbehandelt zu werden.
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
Dementsprechend läßt sich keine die ganze Tierrechtsbewegung treffende Gegenargumentation finden.
Bitte beim Autor nachlesen,
das ist auch nicht das Ziel.
Zielpersonen einer Gegenargumentation sind die Normalsterblichen, die Unentschlossenen, diejenigen die Tierschutz von Tierrecht nicht ungterscheiden können, diejenigen die für Sprüche von P€ta & Co empfänglich sind,...
die von der Tierrechtsbewegung stark beeinflusst werden,
während von der anderen Seite, also unserer, meist bisher nur prollig bis gar nicht bedient werden.

Vermutlich gibt es auch sinnvoll agierende Orgas in der Tierrechtsbewegung.
Nein.
 

Kolja Kreder

Mitglied
Das Gute an der Philosophie ist, das man natürlich die Annahmen so wählen kann, das sich damit die Thesen bestätigen lassen.

Als hier auf Kant verwiesen wurde, der das Quälen von Tieren verurteilte, da Menschen, die Tiere quälen, ja auch nicht zurückschrecken würden Menschen zu quälen, hat es mich beinah zerrissen.

Sowohl in der Geschichte, das Reichstierschutzgesetz erblickte 1933 das Dunkel der Welt, mehr muss man dazu nicht sagen und auch heute werden begeisterter Tiere aus dem Ausland geholt, als..........

Die Tatsache, warum ich Tiere esse liegt in der Phylogense, man braucht sich nur seine Zähne anzusehen, so man noch welche hat und entdeckt ein Gebiss eines Gemischtköstlers.
Möglicher Weise ist dir aufgefallen, dass ich nicht das Verrohungsargument von Kant erwähnt habe. Kant aufzuführen, war erforderlich, um Regan zu verstehen. Das Verrohungsargument von Kant, halte ich für eher schwach. Unabhängig davon führt es nicht zu einer rechtlichen Gleichstellung von Mensch und Tier. Das Reichstierschutzgesetz ist nicht geeignet die Moralphilosophie von Kant ins wanken zu bringen. Ich persönlich halte Kants Moralphilosophie für einen guten Ausgangspunkt in den meisten Fragen des täglichen Lebens. Sie bedarf aber ab und an eines Korrektivs und hierfür halte ich Schopenhauers pragmatische Mitleidsethik für sehr zielführend.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
In einer Zeit, wo immer mehr Menschen Gefühle Argumenten gleich setzen, Kritikern mit Philosophie zu kommen, scheint mir immer noch kein aussichtsreiches Unterfangen zu sein.

Dennoch kann ich deine Begeisterung für Philosophie nachvollziehen.
 

Kolja Kreder

Mitglied
In einer Zeit, wo immer mehr Menschen Gefühle Argumenten gleich setzen, Kritikern mit Philosophie zu kommen, scheint mir immer noch kein aussichtsreiches Unterfangen zu sein.

Dennoch kann ich deine Begeisterung für Philosophie nachvollziehen.
Den Tierrechtlern wird man mit Argumenten nicht beikommen, da sind wir uns einig. Doch die Wenigsten sind Tierrechtler. Es ging mir darum Angler mit "Handwerkszeug" auszurüsten, wenn sie mit Leuten sprechen, die zwar keine eingefleischten Tierrechtler sind, aber deren Argumente Aufgreifen.
 
Interessanter fände ich es, woraus du die Berechtigung des Menschen erklärst Fleisch essen zu dürfen.
Menschen sind als Omnivoren konstruiert. Muss man nach mehr Berechtigung suchen?
 

Nemo

Heckbremser
Menschen sind als Omnivoren konstruiert. Muss man nach mehr Berechtigung suchen?
Sehe ich auch so. Vor allem ist der gesamte Kreislauf des Lebens so konstruiert, dass man sich gegenseitig auffrisst. Der Mensch steht an der Spitze der Nahrungskette und wird wie andere Spitzenpredatoren entsprechend seltener selbst gefressen. Irgendwann liegt man jedenfalls unter der Erde und dient Pflanzen und Kleingetier als Nahrung. Es ist einfach normal.
Der Anteil des Menschen an der globalen Tierverspeisung dürfte im Übrigen im Gesamtzusammenhang recht gering sein.

Für mehr Tierschutz eintreten und gegen Walfang und Massentierhaltung etc. sein, alles ok. Aber je weiter man das treibt, desto komplizierter wird diese eingebildete höhere Moral. Wo wird überhaupt die Grenze gezogen, welche Tiere man töten bzw. essen darf? Was ist mit Insekten? Die auch nicht? Schön. Wie viele Milliarden Insekten sterben wohl täglich beim Anbau oder der Ernte pflanzlicher Nahrung? Wie viele ihrer Überreste sind noch in den Pflanzenteilen drin, die dann mit reinem Gewissen verspeist werden? Wenn der radikale Tierrechtler den Gedanken wirklich zu Ende bringt, wird ihm auffallen, dass am Ende die einzige echte Lösung darin besteht, sich selbst komplett aus dem Nahrungskreislauf der Natur zu entfernen.

Wenn jetzt einige Menschen der Meinung sind, dass sie keine Tiere essen wollen, dann mögen sie das (nicht) tun. Freie Entscheidung. Aber sie sollen doch bitte die normalen Menschen in Ruhe lassen und ihnen die gleiche Freiheit einräumen, die sie auch für sich selbst fordern.
 
Zuletzt bearbeitet:
sich selbst komplett aus dem Nahrungskreislauf der Natur zu entfernen.
Nach Ingrid Newkirk, der Gründerin von PETA, ist das auch das Ziel, oder wäre wenigstens wünschenswert.


„Ich habe nicht nur kein Interesse daran, Kinder zu haben. Ich bin gegen Kinder. Ein reinrassiges menschliches Baby zu haben ist wie einen reinrassigen Hund zu haben. es ist nichts als Eitelkeit, menschliche Eitelkeit."


„Der Mensch ist gewachsen wie ein Krebs. Wir sind die größte Plage der Welt. “


„Der Besitz von Haustieren ist eine absolut miserable Situation, die durch menschliche Manipulationen verursacht wird.“

Ist sie nicht liebenswert?
 

Minimax

Well-Known Member
Ich glaube es bringt nichts, sich nun wieder Seitenweise darüber auf die Schulter zu klopfen, warum Peta suckt.
Ich finde Kreders Paper gerade deswegen gut, weil er tief, sicherlich tiefer als es notwendig ist ne Brotlady zu verscheuchen, in die Hintergründe eintaucht. Es ist ne
Erörterung die Lesenswert ist. Denn das Thema ist vielschichtig und komplex. Es ist kein Aktivisten-Abwehrspray, Aber wichtig um den Konflikt zu verstehen. Deshalb ist Kreders Artikel wirklich lesenswert.
Gute, Schnelle Argumente für den Partyküchentisch, den Raucherbalon mit den törichten Nachbarspaar, oder fürs Ufer mit Studis und Brotladies haben die Bayern als PDF hier abgelegt, und sogar nochmal ne 4 Argumente Zusammenfassung geliefert, sehr nützlich:https://lfvbayern.de/download/argumentationshilfe-peta
 

Kolja Kreder

Mitglied
Nach Ingrid Newkirk, der Gründerin von PETA, ist das auch das Ziel, oder wäre wenigstens wünschenswert.


„Ich habe nicht nur kein Interesse daran, Kinder zu haben. Ich bin gegen Kinder. Ein reinrassiges menschliches Baby zu haben ist wie einen reinrassigen Hund zu haben. es ist nichts als Eitelkeit, menschliche Eitelkeit."


„Der Mensch ist gewachsen wie ein Krebs. Wir sind die größte Plage der Welt. “


„Der Besitz von Haustieren ist eine absolut miserable Situation, die durch menschliche Manipulationen verursacht wird.“

Ist sie nicht liebenswert?
Hast du Quellen zu den Zitaten. Die würde ich gerne noch irgendwie verarbeiten.
 

Kolja Kreder

Mitglied
Ich glaube es bringt nichts, sich nun wieder Seitenweise darüber auf die Schulter zu klopfen, warum Peta suckt.
Ich finde Kreders Paper gerade deswegen gut, weil er tief, sicherlich tiefer als es notwendig ist ne Brotlady zu verscheuchen, in die Hintergründe eintaucht. Es ist ne
Erörterung die Lesenswert ist. Denn das Thema ist vielschichtig und komplex. Es ist kein Aktivisten-Abwehrspray, Aber wichtig um den Konflikt zu verstehen. Deshalb ist Kreders Artikel wirklich lesenswert.
Gute, Schnelle Argumente für den Partyküchentisch, den Raucherbalon mit den törichten Nachbarspaar, oder fürs Ufer mit Studis und Brotladies haben die Bayern als PDF hier abgelegt, und sogar nochmal ne 4 Argumente Zusammenfassung geliefert, sehr nützlich:https://lfvbayern.de/download/argumentationshilfe-peta
Bei dem Artikel ging es mir um zwei Dinge. Ich wollte eine fundierte, philosophische Position zu dem Thema vertreten auf die insbesondere Angler und Jäger verweisen können (und auch gerne in den sozialen Medien verbreiten dürfen), die so geschrieben sein sollte, dass sie für jeden verständlich ist. Als zweites wollte ich zeigen, dass man keine Angst vor philosophischen Themen haben muss. Wenn ich den einen oder anderen dazu anregen kann, sich selber mit Philosophie zu beschäftigen, würde ich mich freuen. Mich hat die Philosophie begeistert, seit dem ich es als Schulfach hatte. Philosophie ist unglaublich nützlich, um sich die Fähigkeit anzueignen, schnell die Essenz eines Textes oder einer Rede zu identifizieren und im Anschluss entweder dafür oder dagegen zu argumentieren. Zudem finde ich sie extrem spannend.
 

Nemo

Heckbremser
Ich glaube es bringt nichts, sich nun wieder Seitenweise darüber auf die Schulter zu klopfen, warum Peta suckt.
Ich finde Kreders Paper gerade deswegen gut, weil er tief, sicherlich tiefer als es notwendig ist ne Brotlady zu verscheuchen, in die Hintergründe eintaucht. Es ist ne
Erörterung die Lesenswert ist. Denn das Thema ist vielschichtig und komplex. Es ist kein Aktivisten-Abwehrspray, Aber wichtig um den Konflikt zu verstehen. Deshalb ist Kreders Artikel wirklich lesenswert.
Gute, Schnelle Argumente für den Partyküchentisch, den Raucherbalon mit den törichten Nachbarspaar, oder fürs Ufer mit Studis und Brotladies haben die Bayern als PDF hier abgelegt, und sogar nochmal ne 4 Argumente Zusammenfassung geliefert, sehr nützlich:https://lfvbayern.de/download/argumentationshilfe-peta
Ich finde Koljas Artikel auch sehr gut und absolut lesenswert. Als sehr wichtigen Punkt habe ich die Stelle bezüglich der Schein-Empathie gegenüber Tieren wahrgenommen, dass die eigenen Empfindungen in vermeintliche Empfindungen der Tiere hineininterpretiert werden.
Der Mensch neigt einfach zu so was. Nimm einen Kieselstein, mal ihm ein nettes Gesicht auf, gib ihm einen Namen, unterhalte dich kurz mit ihm und dann wirf ihn ins Wasser, damit er ersaufen muss. Und schon hast du Emotionen dabei. Falls du schon zu abgebrüht bist und nichts dabei fühlst, lass ein Kind das machen.

Bei tatsächlichen Diskussionen mit Tierrechtlern würde ich bei den logischen Argumenten bleiben und sie ermutigen, ihre Ideologie dann aber auch konsequent zu Ende zu denken und den Weg in die Wüste zu gehen.
 
Hast du Quellen zu den Zitaten. Die würde ich gerne noch irgendwie verarbeiten.
So eine Art Best-of-Ingrid findet sich z.B. hier:
https://beruhmte-zitate.de/autoren/ingrid-newkirk/

Aus manchen Texten wurden mehrere Zitate gemacht, aber sie sind alle eindeutig zuzuordnen, weil entweder auf diversen PETA-Seiten zu finden oder in der Presse.

Bei tatsächlichen Diskussionen mit Tierrechtlern würde ich bei den logischen Argumenten bleiben und sie ermutigen, ihre Ideologie dann aber auch konsequent zu Ende zu denken und den Weg in die Wüste zu gehen.
Der Philosophische Ansatz....es ist gut ihn in der Hinterhand zu haben. In der Praxis versuche ich solche Diskussionen auf die wissenschaftliche Ebene zu ziehen. Da geht der anderen Seite ganz schnell die Luft aus.
 
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