Auf Hecht nur Stahl oder mit Fluorocarbon?

Angler9999

nicht nur Angler
UND wenn einer hier meint Mono sei für Ihn das bessere sei und er nur ein paar Hechte verloren hat, sollte das für sich behalten. Besonders wenn jemand die Meinung hat, das mit Stahl weniger gefangen hat., denn das ist falsch! Bedenkt das hier im Netz genug unerfahrende Angler gibt die gleich auf den Zug springen und das Geil finden unsiocher auf Hecht zu fischen.
 

dreampike

Active Member
"Die Kopfschläge einer fetten Hechtmutti machen auch mit 15kg- Stahl kurzen Prozess" ???
Komisch, ich fange im Jahr auch 200 bis 300 Hechte ausschließlich auf Stahl (Flexonit 0,36 mit 11kg Tragkraft) und habe in den letzen 25 Jahren noch keinen einzigen durch Vorfachbruch verloren. Bei meinen jährlichen Irland-Trips stelle ich oft nach dem Urlaub fest, dass ich die ganze Woche mit einem einzigen Vorfach gefischt und täglich bis zu 20 Hechte damit gedrillt hatte. Wie soll denn bitte ein Stahlvorfach wie Flexonit 7x7 seine Tragkraft verlieren? Titan & Co. mag da anders sein, aber auf Flexonit ist 100% Verlass und selbst die größten Hechte können da nichts ausrichten. Wenn das Vorfach beschädigt oder stark verkringelt ist, dann tausche ich es aus, klar. Mir ist und bleibt FC zu unsicher, allenfalls dazwischenschalten wäre für mich denkbar. Aber meine Erfahrungen damit sind auch ziemlich eindeutig, nämlich kein Unterschied was Fängigkeit anbelangt.
Wolfgang aus Ismaning
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Auf diese Weise habe ich meine potentiell größten Hechtfänge im Drill verloren, meist 1-2 Meter vorm Kescher und das sowohl mit selbst gequetschtem als auch mit fertigen Vorfächern.
Das spricht m.E. dann aber eher gegen die Verarbeitungsqualität als gegen das Material an sich.

Hat sicher jeder so seine persönlichen Erfahrungen, aber ich denke mal, dass dreampike eher die Regel ist und du die Ausnahme.

Hechtsicher ist ein 80er Fluorocarbon jedenfalls nur bedingt.
 

Hecht100+

Well-Known Member
Zitat von Sensitivfischer:
Auf diese Weise habe ich meine potentiell größten Hechtfänge im Drill verloren, meist 1-2 Meter vorm Kescher und das sowohl mit selbst gequetschtem als auch mit fertigen Vorfächern.

In meinen Augen würde das mehr auf Anglerfehler als auf Materialfehler hindeuten, warum sollte das Material immer erst 1 bis 2 mtr vor dem Kescher seinen Geist aufgeben. Ich benutze jedenfalls nur Stahl und zwar in verstärkem Durchmesser und bisher ist keine Hechtmutti wegen Materialermüdung bzw. Bruch davongekommen.
 

fishhawk

Well-Known Member

Hecht100+

Well-Known Member
Hallo,
Weil da die Kopfschläge an kurzer Schnur ne ganz andere Schockbelastung entwickeln?
Wenn ich mir die lieben Kollegen teilweise anschaue, die härteste Jerkrute ( meine 700 gr Tiefseerute ist weicher ),
die Schnur mit null Dehnung, dann ist in meinen Augen eindeutig der Angler daran schuld wenn 2 mtr. vor dem Kescher das Material bricht. wenn man bei so etwas dann Fluo vorspannt, dann in meinen Augen nur um einen klitzekleinen Puffer zu haben. Das ist normal, das eine große Hechtmama sich erst ranholen läßt, sie ist dann aber nicht ausgedrillt und kurz vorm Kescher muß ich doch damit rechnen, das sie explodiert. Und wie Sensitivfischer schrieb, waren es seine potentiellen größten Hechtfänge, die er verloren hat. Es waren also große Hechte und ich bin der Meinung, das dieser Verlust nicht dem Stahl an sich sondern der Kombination des Anglers geschuldet ist.
 

Angler9999

nicht nur Angler
Beim annähern zum Landen des Fisches verändert sich der Winkel der Rute nach oben. Der Winkel wird also steiler, die Rute federt nicht mehr so als beim Drill. Kommt jetzt der Kopfstoß wirkt der härter als "draußen". Ungeübte Angler verlieren hier die meisten Fische. Das gilt hier ebenso wie beim Friedfischfischen.

- weichere Ruten haben nun ihren Vorteil
- weicheres drillen kann hilfreich sein (auch die Rute lockerer halten)
- Bremse sanfter einstellen, kurz vor dem Landen... (wobei ich eh kein freund von angeknallten Bremsen bin)
- ein vorgeschaltetes FC kann etwas helfen

Ein Geheimrezept gibt es hier nicht. Vielmehr kann man intuitiv seien Erfahrung schnell ausspielen und (hoffentlich) das richtige machen.
Eine Grundregel gilt natürlich. Wenn ich ohnehin mit (zu) schwachem Material unterwegs bin wird schwerer. Ein angepasstes Angelgerät sollte immer zum Angeln benutzt werden.
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Genau darum geht es ja eig. in diesem Thread.....


FC ZWISCHEN Stahl und Hauptschnur!

Nicht FC STATT Stahl!
Wird beim Raubfischangeln auch eine dreifache Rutenlänge an Mono/Fluo zwischengeschalten bei der Verwendung von Geflecht? Ich dachte immer, das sind recht kurze Verbindungen ( 100 Zentimeter), wegen bissfesterem Material (bringt ja sonst keine Dehnung)? Daher mein Verweis aufs Feedern, wo lange Schlagschnüre mit Dehnung für große Distanzen verwendet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fruehling

Well-Known Member
...Hechtsicher ist ein 80er Fluorocarbon jedenfalls nur bedingt.
Eine völlig überflüssige Relativierung!

Wenn nur ein Hecht auf der Welt 80er FC durchbeißt, ist es eben nicht hechtsicher, anstatt nur bedingt! Ein grundsätzlicher Unterschied zum passenden "Metall"vorfach, was eben kein Hecht der Welt durchbeißt.

Völlig vergessen wird bei der "Schocktheorie", daß der Angler selbst einen nicht unerheblichen Puffer darstellt. Denn ganz gleich, wie fest ich die vielleicht knüppelharte Rute auch halte, mein Körper selbst federt soviel Energie ab, daß bei fehlerfreier Montage nichts bricht.
 

MikeHawk

BigBaitBursche
Das bleibt wohl jedem selbst überlassen. Ich bin von Anfangs 1m mittlerweile auf ~1,5 fache Rutenlänge gegangen.

Nach jedem Angeltag binde ich dann nur die Knoten neu, so das, dass Stück dann langsam schrumpft.
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Ich habe jedenfalls an straffen Ruten festgestellt, das eine Schlagschnur für die gewünschte Dehnung zumindest 6 Meter betragen muss und das Material es auch hergeben muss (keine Feederschnüre etc.). Ich wüsste nicht, welchen Puffer ein 1 Meter langes Stück Fluorocarbon vor dem Geflecht bringen soll.

Gehts beim Raubfischangeln um die Sichtigkeit? Dann würde das Stahlvorfach doch dieser Idee schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln nehmen?
 

Fruehling

Well-Known Member
...Ich wüsste nicht, welchen Puffer ein 1 Meter langes Stück Fluorocarbon vor dem Geflecht bringen soll.

Gehts beim Raubfischangeln um die Sichtigkeit? Dann würde das Stahlvorfach doch dieser Idee schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln nehmen?
Genau das sind die entscheidenden Punkte! 1 Meter FC in der Tragkraft der Hauptschnur dehnt kein Fisch unter Drillbedingungen und das mit der Sichtigkeit hat sowieso den Charakter einer Verschwörungstheorie... :whistling

Köder am Vorfach, die aussehen wie geschmückte Weihnachtsbäume (und auch so klingen!) und dann auf die Sichtigkeit des Vorfachs größte Aufmerksamkeit legen - was für ein Quatsch!
 

Hecht100+

Well-Known Member
Ich habe es letzten selber wieder gesehen, Rute auf dem linken Oberschenkel abgestellt und mit der linke Hand gehalten, Spitze nach oben, rechte Arm mit dem Kescher am rumwirbeln und die tobende Mama vor den Füßen. Und dann erzählt mir nichts von Pufferwirkung. Das war das beste Beispiel für einen Lehrfilm.
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Ich habe es letzten selber wieder gesehen, Rute auf dem linken Oberschenkel abgestellt und mit der linke Hand gehalten, Spitze nach oben, rechte Arm mit dem Kescher am rumwirbeln und die tobende Mama vor den Füßen. Und dann erzählt mir nichts von Pufferwirkung. Das war das beste Beispiel für einen Lehrfilm.
Bei mir hat in den letzten Wochen nur der Mais in der Mikrowelle gepuffert!

Ich habe Früher wie Heute, immer Stahl an Geflecht über No-Knot beim Hechtangeln verwendet und das war recht passabel, bei großem Druck dann über die Bremse gearbeitet oder den Daumen an die Spule gelegt. Die kritische Phase ist für mich ohnehin der Moment, wenn der Fisch das erste Mal in Kescherreichweite ist. Ich lasse dem Raub/Friedfisch dann immer etwas Spielraum und bereite mich auf eine zweite Flucht vor, danach sind sie meist "Reif". Das schnelle Einsacken hat mir auf Wettkämpfen beispielsweise schon genug Punkte gekostet, ich nehme den Kescher also nur noch in die Hand, wenn ich die vollständige Kontrolle habe.

Wird beim Raubfischangeln nicht anders sein und da wirken bekanntlich noch größere Kräfte.
 

Toni_1962

freidenkend
Dem letzten, der mir immer erzählte, dass er seine Hechte fast unter der Rutenspitze im Drill verliert, habe ich geraten, bei seinem Drillverhalten auf eine semiparabolische Rute umzusteigen und seinen Besenstiel, auch wenn ein solcher noch so modern ist, wegzulegen. Seit dem er das tat, scheint es nun zu funktionieren.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Wenn nur ein Hecht auf der Welt 80er FC durchbeißt, ist es eben nicht hechtsicher, anstatt nur bedingt! Ein grundsätzlicher Unterschied zum passenden "Metall"vorfach, was eben kein Hecht der Welt durchbeißt.
Nach deiner Theorie gibt es dann gar keine hechtsicheren Vorfächer, höchstens bissfeste.

Es waren also große Hechte und ich bin der Meinung, das dieser Verlust nicht dem Stahl an sich sondern der Kombination des Anglers geschuldet ist.
Kann man schwer beurteilen ohne die näheren Umstände zu kennen. Wenn das allerdings mehrmals passiert ist, kommt man schon ins Grübeln.

An den grundsätzlichen Eigenschaften des Stahlvorfachs kann es m.E. kaum liegen, sonst müsste ja sowas auch bei anderen Angler häufiger mal passieren.
 

Trollwut

Angeln-mit-Stil
Ich fische seit etwa 2 Jahren gar nicht mehr mit Stahl, nutze nur noch das Mono von Savage Gear(Regenerator) in 0,81mm.
Eine guter Kollege, der auch Guide in Ratzeburg ist, hat mich drauf gebracht. Er ist von Beruf Fischer, täglich auf dem Wasser und angelt auch privat täglich auf Räuber. In einem Jahr fängt er locker 300 Hechte und hat nach eigenen Aussagen durch durchgebissenens Mono in mehreren Jahren, insgesamt weniger als 5 Fische verloren. Daraufhin habe ich es auch probiert und bin begeistert davon

Das kommt aber auch wieder drauf an.
Ich habe in einem Gewässer einen geringen Hechtbestand (Auf geschätzt 100 andere Räuber kommt ein Hecht) und fische dort mit 0,41er Fluorocarbon.
Hin und wieder hab ich einen biss und schlag dann schon ins Leere an, weil der Hecht das Fluoro schon beim Biss zersäbelt. Und die dicke ist jetzt eher kein Pappenstil.
Hängt also wohl auch stark vom Gewässer ab.

Zum Thema Kopfstöße - Schockbelastung:
Hab letztes Jahr nen Waller über 30 Minuten auf nem 9,1kg Stahlvorfach gedrillt, die Drilldauer ist also signifikant. :D
Die Burschen schlagen ein bisschen mehr als ein Hecht.
Vorfach hielt problemlos, Fisch wurde gelandet.
 
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