Du sollst töten!

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Hallo,



Den Spruch finde ich bei Anglern ebenso unpassend wie bei Politikern etc. .

Egal welche Angelmethode man präferiert, wenn Druck von außen kommt müssen die Reihen geschlossen werden.

Wenn Angler sich nicht gegenseitig unterstützen, wer soll ihnen dann überhaupt noch helfen?

Witzigerweise könnte jede Angelmethode, ob nun wegen Blei, Gummi, Weichmachern oder stärkehaltigen Produkten, an den Pranger gestellt werden. Mir ist bisweilen auch unbegreiflich, was denn noch alles für eine bessere Welt unter der Wasseroberfläche seitens Angler getan werden soll. Die Futtermittel der meisten Hersteller besitzen mittlerweile Tierfutter-Niveau (wie heißt das Wort, wenn etwas für die Fütterung der Tiere geprüft und zugelassen wird?)

Dynamitebaits oder Sonubaits haben ihre Rezepte beispielsweise umgestellt (betraf ohnehin nur die Färbemittel für Boilies etc.), um in der EU weiterhin ihre Produkte vertreiben zu können. Nichts Chemie! Kannste alles auch beim Bäcker kaufen. Wie der Onkel von Topscret, der holt die Mehle von Coppenrath und Wiese. Aber gut, ich hatte so eine Diskussion schon auf Facebook.

  • Im Frühjahr nicht Angeln wegen der Laichzeit
  • Im Sommer nicht Angeln wegen Wasserständen
  • Im Herbst nicht Angeln wegen Vorbereitung auf den Winter
  • Im Winter nicht Angeln wegen niedrigem Stoffwechsel
Easy Peasy, alles Pimmelmänner! :laugh
 
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Drehrumbum

Active Member
Egal welche Angelmethode man präferiert, wenn Druck von außen kommt müssen die Reihen geschlossen werden.
Warum, nur um nicht anzuecken ? Das von mir genannte ist ein Beispiel wie es hier (Gegend) immer wieder zu beobchten ist. Warum sollte ich den Blödsinn einiger gutheißen, die an einem Angeltag pro Person den Inhalt eines 3kg Beutels in ein 1ha großes Gewässer schmeissen, und sich später über extremen Pflanzenwuchs oder (leider oft erst wenn es zu spät ist) Anfütterungsverbote wundern ?

Es ist völlig egal ob die Futterhändler "saubere" Zutaten verwenden oder nicht, auch Futter in größeren Mengen aus Getreide/Mehlen (nicht sikkiert oder GVO) ohne zugesetzte Chemie usw. schadet. Wie auch immer, die Schaukel (Pumuckel^) der wohl meisten Angler (die anfüttern "müssen") Anfang/Mitte der 90er stand wohl noch weit genug weg von der Wand!
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Warum, nur um nicht anzuecken ? Das von mir genannte ist ein Beispiel wie es hier (Gegend) immer wieder zu beobchten ist. Warum sollte ich den Blödsinn einiger gutheißen, die an einem Angeltag pro Person den Inhalt eines 3kg Beutels in ein 1ha großes Gewässer schmeissen, und sich später über extremen Pflanzenwuchs oder (leider oft erst wenn es zu spät ist) Anfütterungsverbote wundern ?

Es ist völlig egal ob die Futterhändler "saubere" Zutaten verwenden oder nicht, auch Futter in größeren Mengen aus Getreide/Mehlen (nicht sikkiert oder GVO) ohne zugesetzte Chemie usw. schadet. Wie auch immer, die Schaukel (Pumuckel^) der wohl meisten Angler (die anfüttern "müssen") Anfang/Mitte der 90er stand wohl noch weit genug weg von der Wand!
Getroffene Hunde bellen und Schaukeln aus den 90ern waren schon immer schwierig! Mir ist das doch vollkommen Latte, was für gestalten an euren Tümpeln rumlaufen, dann kläre das aber mit deinem Verein oder den Personen direkt am Wasser und nicht im Anglerboard mit komplett zerstörerischem Slang gegenüber der eigenen Zunft.

Ich kenne auch Teiche, die voll mit Kraut sind, wo kein Mensch angelt. Wessen Schuld ist das dann?
 

Andal

Teilzeitketzer
Es ist völlig egal ob die Futterhändler "saubere" Zutaten verwenden oder nicht, auch Futter in größeren Mengen aus Getreide/Mehlen (nicht sikkiert oder GVO) ohne zugesetzte Chemie usw. schadet. Wie auch immer, die Schaukel (Pumuckel^) der wohl meisten Angler (die anfüttern "müssen") Anfang/Mitte der 90er stand wohl noch weit genug weg von der Wand!
Vor allem schadet das exzessive Füttern dem eigenen Erfolg. Viel hilft aber nicht immer viel. In unserem Verein wurde auch für diese Saison erstmalig das VORfüttern verboten - aus sehr nachvollziehbaren Gründen. Die mein Platz dein Platzdebatte fand immerhin ein jähes Ende.
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Weil viele können , einige aber ... müssen ? Ich mache mir doch nichts kapputt was ich auch weiterhin nutzen will !
Das stelle ich dir doch auch gar nicht in Abrede! Es geht mir um diese laienhafte Bewertung zwischen Vorfüttern und Anfüttern, sowie die Menge und andere Faktoren. Wenn du dich so dermaßen ablehnend und äußerst negativ gegenüber dem Anfüttern positionierst und das ganze mit irgendeinem kleinen Furzteich untermauerst, führt das einfach zu falschen Assoziationen. Meinst du, die werte Senatorin würde den Unterschied zwischen Teich und Spree begreifen, wenn sogar Fische in der Kühlbox beim Angeln als frischer gegenüber dem Setzkescher bewertet werden?

Ich kann hier an der Elbe 15 Kilogramm an Würmern füttern, das frisst dir die Masse an Fisch an einem Buhnenkopf weg. Bisschen differenzieren und vielleicht Lösungen für einzelne Gewässer beschließen, anstatt sich hysterisch für jedes Verbot einsetzen, weil mir gerade irgendwas vor der eigenen Haustür nicht den Kram passt?
 
Zuletzt bearbeitet:

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Warum sollte ich den Blödsinn einiger gutheißen, die an einem Angeltag pro Person den Inhalt eines 3kg Beutels in ein 1ha großes Gewässer schmeissen, und sich später über extremen Pflanzenwuchs oder (leider oft erst wenn es zu spät ist) Anfütterungsverbote wundern ?

Und das rechtfertigt deiner Meinung nach ein komplettes Anfütterverbot für ein ganzes Bundesland?

In vielen Gewässern, für die ich Erlaubnisscheine habe, ist Anfüttern nur eingeschränkt erlaubt oder manchmal auch komplett verboten.
Aber eben vom Bewirtschafter aufgrund der individuellen Situation.

Wie FF schon geschrieben hat, gibt es auch Gewässer wo das ganz anders zu beurteilen ist.

Gegenüber den Eintragungen und Einschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen, Abwässern etc. dürfte das Futter der Angler in vielen Gewässer kaum messbare Ergebnisse zeitigen.
 

Toni_1962

freidenkend
Und das rechtfertigt deiner Meinung nach ein komplettes Anfütterverbot für ein ganzes Bundesland?
Das ist immer das Armutszeichen von Akteuren in blinder Aktionswut;
Armutszeichen weil es undifferenziertes Denken einerseits offenbart wie auch oft Sachunkunde, andererseits die Überheblichkeit offen legt, zu glauben, andere entmündigen zu müssen, hier die Gewässerbewirtschafter.
Blind, geäußert durch Nichterkennen dessen, was zum Armutszeignis führt aus
Aktionswut, oft von "Herr"schaften, im Sinne von Ausübung von Herrschaft und Macht, sich hineinsteigernd aus Notwendigeit der Rechtfertigung seines Funktionsdasein, gezeugt von Tatendrang der Beweisbarkeit seiner, nun ja: Überheblichkeit.
Es schließt sich der Kreis, der schon in sich verschlossenen.
Und aussen vor bleiben die, die es eigentlich tatsächlich besser wissen.
 
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Georg Baumann

Administrator
Teammitglied
@Drehrumbum : Unpassende Aussagen, auf die einige Kollegen ja schon passend geantwortet haben.

Wie schädlich die Boilies tatsächlich sind, ist mehrfach untersucht. Soweit ich das sehe, schädigt ein vernünftiger Eintrag das Gewässer nicht (vgl. http://www.besatz-fisch.de/adaptfis...Groundbaiting(inGerman)_PopularScientific.pdf)

Aus meiner Sicht ist eine Regulierung völlig unnötig. Großgewässer wie die Havel oder Spree wird man dadurch kaum auch nur ansatzweise schädigen, selbst wenn exzessiv gefüttert wird. Wer denn unbedingt regulieren will, sollte meinetwegen über BEschränkungen an einzelnen KLeingewässern nachdenken. Solche Anfütterorgien wie von @Drehrumbum beschrieben, habe ich noch nicht beobachtet. Ich weiß, dass einige Karpfenangler viel füttern, aber das sind Einzelfällt und als solche zu vernachlässigen. Meine Solidarität haben die Karpfenjungs!
 

smithie

Well-Known Member
Wenn man manchen hier so liest, könnte man meinen, an den Gewässern da draußen herrscht Chaos, Anarchie und insbesondere der generelle Vorsatz, Gewässer zu schädigen, etc. pp.
Das hält halt wunderbar her für alles Mögliche an Einschränkungen, Verboten etc. pp. - angefangen von Vereinsebene über Verbandsebene bis hin zum Gesetzgeber.
Tolles Totschlag-Argument.

Der Blödsinn einiger, den ich am besten noch von jemand gehört habe, der jemanden kennt, der gesagt hat, ... wird dann unbesehen übertragen auf alle Angler, alle Gewässer und überhaupt alles.

Ich maße mir nach fast 15 Jahren Vereinsarbeit an, zu behaupten, dass es eben genau eine kleine Minderheit ist, die sich nicht richtig verhält.
Und diese Minderheit interessiert sich nicht für evt. Verbote oder Einschränkungen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Und diese Minderheit interessiert sich nicht für evt. Verbote oder Einschränkungen.
So ist es leider.

Selbst auf Youtube gesehen:

Da wurde stolz erzählt, dass man mit der Anfüttermenge auf 10 kg Mais und 5kg Boilies alle zwei Tage hoch ging. In einem Gewässer wo Anfüttern längst verboten war. Nicht zuletzt wegen solcher Aktionen. Scheint diese Jungs aber nicht zu jucken.

Mit Verboten trifft man i.d.R. hauptsächlich die Angler, die sich eh vernünftig und regelkonform verhalten.
 

Hanjupp-0815

Active Member
Sers,
Leute, Leute untereinander streiten bringt doch gar nix.
Was da versucht wird, ist wieder einmal einen Keil zwischen die Angler zu treiben, und wie man sieht funktioniert es prächtig. Ich habe leider auch kein Patentrezept wie man die Anglerschaft unter einem Hut organisieren könnte, aber es ist bitter nötig dieses Problem mal ernsthaft anzugehen.
Nach dem derzeitigen Stand will nach der nächsten Bundestagswahl jeder mit den Grünen koalieren :eek:. Da heisst es dann warm anziehen Jungs !
Rein von der Anzahl her können die Angler fast mit dem DFB mithalten, vom Umsatz her siehts auch nicht so schlecht aus, vom ökologischen und gesellschaftlichem Nutzen der Vereine ganz zu schweigen.
Nee, wir vermarkten uns einfach schlecht, das ist unser Hauptproblem. Ich höre zwar schon den Aufschrei, aber so ne Art automatische Mitgliedschaft bei Erteilung eines Fischereischeins in einem bundesweiten Verband wäre überdenkenswert. Wir müssen mit der Macht von ~ 5 Mio Mitgliedern dann ja nicht ähnlich korrupt wie der DFB werden, haben wir gar nicht nötig ;).
 

Fantastic Fishing

Well-Known Member
Sers,
Leute, Leute untereinander streiten bringt doch gar nix.
Was da versucht wird, ist wieder einmal einen Keil zwischen die Angler zu treiben, und wie man sieht funktioniert es prächtig. Ich habe leider auch kein Patentrezept wie man die Anglerschaft unter einem Hut organisieren könnte, aber es ist bitter nötig dieses Problem mal ernsthaft anzugehen.
Nach dem derzeitigen Stand will nach der nächsten Bundestagswahl jeder mit den Grünen koalieren :eek:. Da heisst es dann warm anziehen Jungs !
Rein von der Anzahl her können die Angler fast mit dem DFB mithalten, vom Umsatz her siehts auch nicht so schlecht aus, vom ökologischen und gesellschaftlichem Nutzen der Vereine ganz zu schweigen.
Nee, wir vermarkten uns einfach schlecht, das ist unser Hauptproblem. Ich höre zwar schon den Aufschrei, aber so ne Art automatische Mitgliedschaft bei Erteilung eines Fischereischeins in einem bundesweiten Verband wäre überdenkenswert. Wir müssen mit der Macht von ~ 5 Mio Mitgliedern dann ja nicht ähnlich korrupt wie der DFB werden, haben wir gar nicht nötig ;).
Wir sind auch gar nicht so wenig wie ich finde und gesellschaftlich ziemlich anerkannt! Ich hatte am Sonntag ein Hegefischen, beim Wiegen und Auswerten (die Fische wurden in Kormorangeschädigte Gewässer umgesetzt) sind mit Sicherheit 50 neugierige Menschen den Deich entlang geschlendert und haben sich von der Spannung anstecken lassen. Jeder wollte die Gewichte und Fische sehen, große Anteilnahme und kein einziges Buuuuuuh oder "wir rufen jetzt Peta" an! Ganz im Gegenteil, es gab ein Staunen und Raunen, sowie Klatschen und Mitfiebern.

Mich bestärkt einfach immer mehr das Gefühl, das eine gaaaaaaaanz kleine Menge an Schreihälsen die große Masse mit ihren kruden Gedanken infiziert und sich Politiker diese "Catchphrases" zum Vorteil macht. Ich bin mir auch sicher, das viele Blogger/Youtuber für eine Mobilmachung und gemeinschaftliche Ausrichtung anheuern lassen würden, um die Leser/Zuschauer zu erreichen. Einzig ein übergeordneter Initiator mit positiven Absichten fehlt. Weder der DAFV, noch die Landesverbände versprühen aber den notwendigen Charme und verlieren sich eher in Unterwürfigkeit, anstelle die Axt zu schwingen und gegen die Gegner ins Feld zu ziehen. Ganz im Gegenteil, es werden immer nur kompromisse zum Nachteil für Angler gemacht und bei jeder Gelegenheit, die Eier zu zeigen, wird das Pfläumchen rasiert. Es könnte ja schwierig werden und Mehraufwand erfordern, dabei haben wir viele mächtige Waffen in unseren Reihen.
 

Salt

PoppingMaster
Wenn das mit den Fängen so weiter geht, zumindest im Westteil der Stadt, dann interessiert es bald eh keinen mehr ob man hier wie auch immer angeln darf.
Friedfischangler sieht man kaum noch, wenn, dann sind es unsere osteuropäischen Kollegen und die füttern kaum, Karpfenangler gibt es praktisch nicht mehr in der Stadt. Gut, Hegefischen finden noch statt, das bleibt ja Gesetzeskonform.....vor dem Angeln trainieren gehen kaum noch welche.....so schauts nunmal aus bei uns. Berlin is Streetfishing Revier geworden und fest in der Hand der Spinnangler.

Glaube die Entscheidungsträger denken an eine Situation wie vor 20 Jahren als die Kraftwerke noch warmes Wasser gegeben haben.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Wir müssen mit der Macht von ~ 5 Mio Mitgliedern dann ja nicht ähnlich korrupt wie der DFB werden, haben wir gar nicht nötig
Grundsätzlich zwar richtig, aber ich glaube nicht, dass es 5 Mio Angler mit Fischereischein in DE gibt.

Zwangsmitgliedschaft geht natürlich auch nicht, das schafft nicht mal der ADAC.

Wenn Druck von außen kommt müssten die Angler aber schon zusammenstehen. Sonst werden scheibchenweise alle nacheinander erledigt.

Wenn die Friedfischangler aus dem Weg geräumt sind, sind dann die Spinnangler mit Gummi- / Bleiverbot etc. dran .
 
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