Predator Tour 2019 ‒ Dirk Nestler und Tobias Voigt über ihre erste Teilnahme

Dieses Thema im Forum "Raubfischangeln und Forellenangeln" wurde erstellt von Anglerboard Redaktion, 7. Juni 2019.

By Anglerboard Redaktion on 7. Juni 2019 um 12:42 Uhr
  1. Anglerboard Redaktion

    Anglerboard Redaktion Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20. März 2018
    Beiträge:
    296
    Zustimmungen:
    190
    9_Tag 3 Werfen werfen werfen auf Zander.jpg
    Die Predator Tour ist ein großes Raubfisch-Turnier in den Niederlanden

    Auch in diesem Jahr fand über das lange Vatertagswochenende die Predator Tour 2019 in Holland statt. Zusammen mit der WPC ist es das größte Turnier in Europa und eine Art Europameisterschaft im Raubfischangeln. Wie in jedem Jahr traten auch 2019 wieder die Großen der Szene an: Dietmar Isaiasch, Johannes Dietel, Claes Claesson, Jeremy Stavermann, die Hernandez Brüder und viele mehr. Das erste Mal nahm in diesem Jahr das Abu / Berkley Team Germany mit Dirk Nestler und Tobias Voigt teil, um mit 120 anderen Teams um den Titel zu kämpfen.

    Die beiden Teamangler brachten Turniererfahrung mit, aber der Modus der Predator Tour ist nicht ganz so einfach: Es gilt, 3 Hechte, 3 Zander und 3 Barsche zu fangen und diese natürlich so groß wie möglich. Aber die Zander zählen erst, wenn die 3 Hechte voll sind und die Barsche erst nach den Zandern. Diese sogenannte Fullcard (alle Kategorien mit drei Fängen gefüllt) ist also extrem wichtig und muss schnell beisammen sein, um dann an den Fischgrößen zu arbeiten. Außerdem ist sie Bedingung, um automatisch fürs nächste Jahr dabei zu sein.

    Doch Dirk und Tobias hatten ein großes Handicap. Beide hatten noch nie im Turnierrevier gefischt ‒ dem Haringsvliet und Hollandsdiep in Holland! Hier erzählt Euch Dirk, was er zusammen mit Tobias bei der Teilnahme alles erlebte.

    Vor dem Turnier
    Da wir beide keine Zeit mehr hatten, um uns vor Ort vorzubereiten ‒ wir erfuhren erst im Februar von der Teilnahme ‒ war die digitale Recherche das A und O! Videos schauen, Artikel lesen und Spots mithilfe digitaler Karten von Garmin erarbeiten. Das eine oder andere Telefonat mit ein paar Kennern blieb auch nicht aus.
    Glücklicherweise konnte ich noch meine langjährigen Freund Frank van Vliet ‒ einer der bekanntesten holländischen Profiangler ‒ dazu gewinnen, einen Tag vor dem Turnier ein paar Stunden Testangeln mit Tobias zu realisieren.

    Tag 1
    1_Tag 1 Erster Fisch.jpg
    Der erste Fisch ist gelandet ‒ Erleichterung kommt auf

    Ich selbst machte meinen ersten Wurf im Revier, nachdem wir nach dem wilden Start von 120 Booten, an unserem ersten Flachwasserspot ankamen. Kein gutes Gefühl, so unvorbereitet zu sein. Doch schon nach kurzer Zeit kam der erste Hecht ins Boot und wir konnten den ersten Fisch mit der speziellen App fotografieren und melden. Erleichterung pur.
    Dann ging es Schlag auf Schlag: Tobias fing einen 1,04 Meter langen Hecht und kurz darauf noch einen 48er Barsch. Die Stimmung eskalierte und wir waren auf einmal auf Platz 4 im Turnier. Natürlich blieb das nicht dabei, aber wir machten die Hechte voll, bekamen noch einen Zander und gingen mit Platz 39 in Tag zwei.

    2_Tag 1 Meterhecht.jpeg
    Da ist er: der 1,04 Meter lange Hecht von Tobias

    3_Tag 1 Barschgranate 48.jpeg
    Mit 48 Zentimetern kann sich der erste Barsch sehen lassen: Fangfreude pur!

    Tag 2
    4_Tag 2 Ausfahrt zum Start.jpeg
    Mit guten Fischen in der Wertung geht es entspannt in den zweiten Tag

    Viel entspannter ging es zum Start am nächsten Tag: von Aufregung keine Spur mehr. In kürzester Zeit machten wir die Barsche im Flachwasser voll und begannen, uns auf die Zander zu konzentrieren. Auch das ging auf und wir erreichten die Fullcard ‒ Wahnsinn!
    Da auch am zweiten Tag noch ordentlicher Wind wehte, versuchten wir uns noch mal an diversen Hechtspots und schafften es tatsächlich, in letzter Sekunde einen 80+ Fisch zu fangen und diesen auch noch rechtzeitig in die Wertung zu bekommen. Platz 36 am Tagesende führte zu bester Laune im Team.

    5_Tag 2 Barsche voll gemacht.jpeg
    Im Flachwasser beißen weitere Barsche und machen die Kategorie voll

    6_Tag 2 Zander bis Mittag voll gemacht.jpeg
    Gegen Mittag am zweiten Tag sind auch die Zander komplett und somit ist die Fullcard erreicht!

    7_Tag 2 Hechtupgrade in letzter Sekunde mit 80+.jpeg
    In letzter Sekunde des zweiten Tages schnappt sich noch ein 80+ Hecht den Köder

    Tag 3
    Jetzt wurde es schwer, denn der Wind schlief komplett ein und die Sonne brannte vom Himmel. Wir waren froh, die Hechte und Barsche voll zu haben, denn das würde kein einfacher Fangtag werden ‒ das stand fest. Wie konzentrierten uns voll auf die Zander, aber außer einem kleinen Upgrade und einem Aal, der auf Gummifische stand, mochten auch die das Wetter nicht. Also Hebel auf den Tisch und auf zu einem weit entfernten Flachwasserspot, um die Wertung bei den Barschen und Hechten noch mal zu verbessern. Und tatsächlich klappte das beim dritten Wurf mit einer 48er Barsch eindrucksvoll. Unglaublich!
    Doch auch die anderen Teams fanden gute Einzelfische und so wurden wir am Ende noch ein wenig auf Platz 41 durchgereicht. Für die erste Teilnahme und unsere Revierkenntnis sind wir aber mega happy!

    8_a_X Dickes Boot vom französischen Team.JPG
    Schon unglaublich, was für Boote bei der Predator Tour teilnehmen. Hier ein Team aus Frankreich

    8_Tag 3 Aal beißt auf Gummi bei der Zandersuche.jpeg
    Kein Wertungsfisch: Dieser Aal hängt plötzlich bei der Zandersuche am Haken

    10_Tag 3 - Barsche nochmal mit 47 Upgrade.jpeg
    Dirk fängt noch eine Barschgranate, die nur wenige Zentimeter unter der magischen 50er Marke liegt

    11_Tag 3 Zufrieden und am Ende.jpg
    Für die erste Teilnahme doch gar nicht so schlecht. Zufrieden geht es zur Siegerehrung

    11a_Tag 3 Endergebnis Listenausschnitt.jpeg
    Platz 41 am Ende des dritten Tages für Dirk und Tobias (Listenausschnitt des Endergebnisses)

    Die Sieger der Predator Tour 2019
    Den Pott konnten diesmal Lionel Chevalier und Tristan Poulain aus Frankreich holen, die Hernandez Brüder wurden Zweite und Marcel Asbroek und Nils Gabsa sicherten sich Platz 3. Herzlichen Glückwunsch!

    12_X Siegerehrung der Top 3.JPG
    Die französischen Gewinner Lionel Chevalier und Tristan Poulain mit dem Pott und die Zweit- sowie Drittplatzierten
     
    BBQ-Pirat und GÖ-J-575 gefällt das.

Kommentare

Dieses Thema im Forum "Raubfischangeln und Forellenangeln" wurde erstellt von Anglerboard Redaktion, 7. Juni 2019.

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden