Rollenpflege mit waffenöl?

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Jamdoumo

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Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Rollenpflege mit waffenöl?

Danke Wolfgang, werde mir den Winkel mal ansehen, oder mal das Werkzeug vom ollen Jeep ausbudeln.
 

Elbjung

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AW: Rollenpflege mit waffenöl?

Du machst einen Gedankenfehler.
Die weniger teuren Rollen brauchen mehr Pflege als die teuren!!! Ganz besonders wenn im Meer geangelt wird.
Da hast du wohl recht.. werde mir das Reelx Öl mal angucken, vllt finde ich das ja sogar hier vor Ort. Sollte ich denn eher das Medium oder das soft fett nehmen, wenn ich überwiegend im Salzwasser Fische? oder kommt das auch auf die Rolle an? habe eine aerlex xsb und eine xtb spod - beide in 10.000. zum spinnen nehme ich momentan eine aernos 4000fb. Alles shimano.

Habe soviele Tipps, ich decke mich einfach mal ein und gucke dann, ob ich einen Unterschied bemerke.

Auf jeden Fall aber vielen Dank euch :l
 
J

Jamdoumo

Guest
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Wollebre

Well-Known Member
AW: Rollenpflege mit waffenöl?

Das Thema war bei mir anfangs nie das Ölen oder Fetten.

Tricky fand und finde ich immer wieder den Zusammenbau. Eine Schraube zu fest gedreht und das Ding läuft wie ne Kaffeemühle.

Speziell die Mutter die den Rotor hält.

Kleiner Tipp: Mach vor dem Abschrauben der Rotormutter mit einem Filzschreiber eine deckungsgleiche Markierung auf dem Rotor und Mutter.

Die Gehäuseschrauben immer gegenüber liegend wie die Radmuttern beim Auto anziehen. Dann kommt keine Spannung auf den Deckel und die Kugellager im Deckel und Gehäuse können sich an der Kurbelachse genau ausrichten.
Auch greifen so die Zähne vom Zahnrad und Pinion Gear genau ineinander.

Wer nach 2-3 Jahre die Getriebeteile entnimmt wird anschließend meist kein sauberes Kurbelspiel feststellen.
Liegt daran das sich in der Zeit die Zähne vom Zahnrad und Exzenterrad gegeneinander eingelaufen habe.
Wenn bei der Montage die Zähne eine andere Stellung zueinander haben, kommt es meist zum unsauberen Kurbelspiel. Dem kann man abhelfen wenn schon bei einer Neurolle eine deckungsgleiche Markierung auf dem großen Zahnrad und dem Exzenterrad gemacht wird (mit Nagel einritzen). Dann hat man auch nach Jahre immer die gleiche Getriebestellung.
Kenne das nur von Shimano Rollen die diese Markierungen gleich werksseitig auf dem Zahnrad/Exzenterrad anbringen.
 

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Rannebert

coin operated boy
AW: Rollenpflege mit waffenöl?

Bei den Shimanos liegt das aber auch gerne daran, dass sowohl Excenterrad als auch der kleine Zahnkranz unter dem grossen Zahnrad leicht ellipsoid gebaut sind. Da geht dann bei unpassendem Zusammenbau nicht mehr viel an der Kurbel.
 

Mr. Sprock

Ich mag Binden und Affen
Hallo,

interessante Infos hier im Thread zu Lagerwartung, Bremsenschmierung und Fetten allgemein!

Mich würde interessieren, wer hier das violette Cal’s light Grease kennt oder über anderswo gesammelte Erfahrungen berichten kann?
Es ist, wie das altbekannte hellbraune Cal’s, ein Fett für Getriebe und Bremse.
Da es in der Konsistenz etwas weicher ist, sollen damit gefettete Bremsen etwas leichter anlaufen und es soll für Getriebe kleiner Stationärrollen sowie für kühleres Klima geeignet sein.

Kennt jemand den Hersteller von Cals’s?

Was mich noch interessieren würde ist, ob und wenn ja, wie normale Kunststoffbremsscheiben gefettet werden sollen?

Außerdem stelle ich mir die Frage, ob Filzscheiben besser geölt oder gefettet werden sollten.


Was hier noch nicht erwähnte Fette betrifft, habe ich ab und zu von Yamaha Marine Fett gelesen.
Hat jemand damit schon gearbeitet?
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Filzscheiben = ölen, nie fetten
Lederscheiben = fetten
Teflonscheiben = trocken verbauen (Ausnahme aus alten Rollen der 70er Jahre, die bitte fetten)
Carbonscheiben = fetten

Ganz wichtig, der Fettfilm sollte nur wirklich hauchdünn sein.
 

basslawine

Active Member
hallo,

ich benutze auch die beiden fette von Cals für meine Multirollen (alles kleinere: abu 5500 & 6500, daiwa 7ht und shimano tsm2).
das leichtere für die Carbonscheiben in der Bremse (relativ dünn aufgetragen, Oberflächen gesättigt aber kein überstehendes fett)
das braune fürs Getriebe & zum Gehäuseschutz innen (janz dünn, nur damit das Salzwasser nicht überall zwischenwandern kann und die Oberflächen einen Film haben).
Für Rollen, die nur im Komfortbereich genutzt werden (Süßwasser und Wiesenwerferei), manchmal auch nur das violette für beide Anwendungen.

Gruß Marco
 

Wollebre

Well-Known Member
Hallo,

interessante Infos hier im Thread zu Lagerwartung, Bremsenschmierung und Fetten allgemein!

Mich würde interessieren, wer hier das violette Cal’s light Grease kennt oder über anderswo gesammelte Erfahrungen berichten kann?
Es ist, wie das altbekannte hellbraune Cal’s, ein Fett für Getriebe und Bremse.
Da es in der Konsistenz etwas weicher ist, sollen damit gefettete Bremsen etwas leichter anlaufen und es soll für Getriebe kleiner Stationärrollen sowie für kühleres Klima geeignet sein.
Das Cal`s Light enthält Zusätze die verhindern das es bei kalte Temperaturen fest wird.

Kennt jemand den Hersteller von Cals’s?
Das ist der Hersteller und im Anhang das Sicherheitsdatenblatt
www.cals2speed.com/


Was mich noch interessieren würde ist, ob und wenn ja, wie normale Kunststoffbremsscheiben gefettet werden sollen?

Außerdem stelle ich mir die Frage, ob Filzscheiben besser geölt oder gefettet werden sollten.
Geölte Filzscheiben müssen öfter machgeölt werden. Filzscheiben sind ein weiches Material und beim Zudrehen des
Bremsknopfes wird das Öl heraus gedrückt. Wenn die trocken zwischen den Metal Washern drehen beginnen die zu zrfleddern.
Aufgrund der Konsistenz halten gefettete Filzscheiben das Zusammenquetschen zwischen den Metal Washern etwas länger aus. Damit das Fett in den Filz eindringt gut einmassieren.
Bessere Bremsscheiben sind aus Carbon. Nach Produktqualität, Pflege und Beanspruchung können die ein Rollenleben halten.



Was hier noch nicht erwähnte Fette betrifft, habe ich ab und zu von Yamaha Marine Fett gelesen.
Hat jemand damit schon gearbeitet?
Habe ich auch schon eingesetzt und erfüllt alle Ansprüche. Ist wie alle Marinefette/-öle für Angelrollen geeignet.
 

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Mr. Sprock

Ich mag Binden und Affen

Danke für den Input!

Mich würde interessieren, wer hier das violette Cal’s light Grease kennt oder über anderswo gesammelte Erfahrungen berichten kann?
Es ist, wie das altbekannte hellbraune Cal’s, ein Fett für Getriebe und Bremse.
Da es in der Konsistenz etwas weicher ist, sollen damit gefettete Bremsen etwas leichter anlaufen und es soll für Getriebe kleiner Stationärrollen sowie für kühleres Klima geeignet sein.

Das Cal`s Light enthält Zusätze die verhindern das es bei kalte Temperaturen fest wird.

Hast du denn mit dem Cal's Light schon Erfahrungen gesammelt?


Kennt jemand den Hersteller von Cals’s?
Das ist der Hersteller und im Anhang das Sicherheitsdatenblatt
www.cals2speed.com/


Danke für den Anhang! Den hatte ich zuvor auf der genannten Seite wohl übersehen.
Der müsste doch auch beiliegen, wenn man sowas im Ausland bestellt - für den Zoll.
Inzwischen gibt es das Fett wohl auch hier zu kaufen.
Die Seite cals2speed.com war mir schon bekannt, nur meine ich, dass das nicht der Hersteller ist.
Cal wird das Zeug nicht in seiner Hexenküche zusammen rühren.


Wenn die trocken zwischen den Metal Washern drehen beginnen die zu zrfleddern.
Ja, oder eben auch, wenn die Metallscheiben einen Grat haben, wie es in der Anleitung steht.

Aufgrund der Konsistenz halten gefettete Filzscheiben das Zusammenquetschen zwischen den Metal Washern etwas länger aus. Damit das Fett in den Filz eindringt gut einmassieren.
Kann man als so eine Filzscheibe wahlweise entweder fetten oder ölen?
Ich war davon ausgegangen, dass nur entweder oder möglich ist, damit so eine Bremse wie vom Hersteller vorgesehen funktioniert.

Bessere Bremsscheiben sind aus Carbon. Nach Produktqualität, Pflege und Beanspruchung können die ein Rollenleben halten.
Stimmt, mir geht es bei den Filzscheiben aber nicht um moderne Rollen.
Bremsen klassischer Rollen enthalten manchmal Filzscheiben.
Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, diese durch Carbon zu ersetzen.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Filzscheiben aus älteren Rollen kannstr du ohne weiteres auch durch Carbonscheiben ersetzen.
Man sollte es dann mit der Bremskraft nur nicht übertreiben, wobei die alten Metallrollen das weitaus besser wegstecken wie so manche modernere Rolle aus Kunststoff.

Im Prinzip könnte man Filzscheiben natürlich auch fetten, und wie Wolle schrieb, das Fett gut einmassieren.
Das Problem an der Sache ist, die Filzscheiben sind bereits geölt, man kann das nicht einfach mal eben rauswaschen.
Fett und Öl zusammen ergeben ne völlig andre Viskosität wie beide Produkte einzeln.

Daher rate ich nur zu Öl und nicht zu Fett bei Filzscheiben.
 

thanatos

Well-Known Member
aus meiner Jugendzeit - ein Tipp von einem Mechanikermeister - " deinem Getriebe ist es Schnurz welches Fett du
nimmst Hauptsache es hat welches " - seit her wasche ich mit Benzin und fette mit Vaseline ,Schnurlaufröllchen und
Achse bekommen regelmäßig ein Tröpfchen Feinmechanikeröl und das klappt nun schon 55 Jahre lang !
 

Andal

Teilzeitketzer
aus meiner Jugendzeit - ein Tipp von einem Mechanikermeister - " deinem Getriebe ist es Schnurz welches Fett du
nimmst Hauptsache es hat welches " - seit her wasche ich mit Benzin und fette mit Vaseline ,Schnurlaufröllchen und
Achse bekommen regelmäßig ein Tröpfchen Feinmechanikeröl und das klappt nun schon 55 Jahre lang !
Wichtig ist halt, dass man weiß, was man tut.

Hanseline Lagerfett, weiß ... aus dem Fahrradgeschäft. Und Schermaschinenöl - fertig ist die Schmierage.
 

geomujo

Well-Known Member
Mal in die Runde gefragt, wie lange halten denn eigentlich solche Carbon-Bremsscheiben? So Pi mal Daumen. Ich rede hier von gewöhnlichem Süßwassertacke in 1000er bis 3000er Größe. Zur Fettung der Bremse noch die Frage, was ein gutes Bremsfett ausmacht, bzw. ob es Fette gibt, die dafür garnicht geeignet sind und warum.

Ich bin gerade am Bestellen neuer Bremsscheiben für meine JDM-Revo's, da die Varianten Deez und Studious nur eine einzige Bremsscheibe verbaut haben und die daher alle Bremslast trägt. Bei einer Scheibe die jetzt ein Jahr in Betrieb war konnte ich eine leichte Faseraufdröselung des Carbon-Resins am Übergang zum Drag-Washer beobachten. Entschieden habe ich mich erstmal für Bremsscheiben aus gleichem Konzernhaus, jedoch unter der Marke Penn für die Modelle Conflict und Battle II. Die haben optisch die gleichen Bremsscheiben wie die Revo's.
https://www.ereplacementparts.com/drag-washer-p-2248090.html
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Penn verbaut sogenannte HT-100 Bremsscheiben (gibt es schon seit den frühen 80ern bei fast allen Penn-Rollen).
Diese Scheiben bestehen insgesamt aus 3 Komponenten welche miteinander verklebt sind. Oben und unten jeweils dünnes Carbonmaterial, in der Mitte ein Kern aus GFK/Epoxy.
Die Scheiben sind in der Regel dicker wie Scheiben anderer Rollenanbieter.
Da bitte also drauf achten, das sie nicht zu dick sind und du dadurch nicht mehr so bremsen kannst wie vorher gewohnt.

Haltbarkeit ist bissl schwierig festzulegen, hängt viel davon ab wie stark sie beansprucht werden.
Bei einer einzigen Scheibe isses mit der Haltbarkeit nicht so weit her, einerseits muss sie allein die Bremskraft erzeugen, andererseits wird sie nur oberhalb durch nen Metalwasher gepresst...unterhalb liegt sie gewöhnlich direkt auf dem Spulenmaterial.
Ein paar Jährchen sollte aber jede Scheibe im Süßwasser locker mitmachen, sofern man sie nicht permanent knechtet.
Wenn sie trocken verbaut werden, ist der Verschleiß natürlich auch höher, von daher ist auch die Fettung schon wichtig.
Dabei ist "viel hilft viel" aber der falsche Weg, da gehört nur ein hauchdünner Film drauf, mehr nicht.

Beim verwendeten Fett ist drauf zu achten, das es teflonbasiert ist (PTFE abgekürzt), ansonsten verlierst du nicht nur Bremsleistung, sondern auch den ruckelfreien Abzug sowie auch höherer Verschleiß. Auch können andere Fette die Scheiben angreifen.
Ein typisches und bewährtes Fett wäre zb Cal's Universal Reel & Star Drag Greese, auch das blaue Pennfett kannst du dafür nehmen, ebenso ReelX.
Es gibt auch von Daiwa und Shimano entsprechend gute Fette für die Bremse, diese sind aber nicht wirklich preisgünstig.
 

geomujo

Well-Known Member
Die Carbonscheibe der Revo wirkt jedenfalls sehr dünn und ja, sie hat direkten Kontakt nach unten hin zum Spulenkörper und nach oben hin zu einem Plastik-Washer. Komisch find ich nur, dass hier mal die Bremsscheibe selbst mit Nasen versehen ist und die Drag-Key-Washer rund sind und an der Achse fixiert sind (mach bald n Foto wenn die neuen Scheiben kommen). Bei der MGX ist das genau andersrum, da sind die Carbonscheiben rund, die wiederum gegen eine fixierte Negativ-Nasen-Scheibe pressen. Das ganze ist eingepresst zwischen zwei runden Metall-Washern. Die Penn-Scheibe ist hoffentlich die passende :) Hab auch extra zwei verschiedene Größen bestellt.

http://www.abugarcia.com/abugarcia-tools-and-equipment-maintenance-parts/abu-garcia-reel-grease/1373586.html
Leider gibt der Hersteller nicht an, welche Inhaltsstoffe maßgebend zum Tragen kommen. Original hatte ich mal blaues Fett (wohl das Penn-Zeug) mal farblose Fette (wohl das Abu-eigene) in der Spule. Ob da auch auf der Carbonscheibe drauf war kann ich nicht sagen. Wenn die Scheibe tatsächlich dicker ist, sollte das ja nicht grundsätzlich ein Problem sein - verschiebt sich halt der Punkt des Drag-Knobs. Wenn dass jetzt aber 2mm oder mehr sind, wirds kritisch. Die SAP-Numern der Scheiben sind nicht gleich.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Sollten die neuen Scheiben zu dick sein, auch kein Ding. Sofern du ne Schieblehre hast, messe einfach mal die Originalscheiben aus (Durchmesser außen, Mittelloch, Materialdicke) und ich stanze dir neue aus und schick sie dir zu.
Ist ne Sache von 5min neue Scheiben anzufertigen ;)

Vom Abu Fett gibt es verschiedene, das aus deinem Link ist das einfache, vermutlich nicht PTFE.
Ein anderes hört auf den Namen "reel lube" und ist PTFE basierend.
Ob man dies hierzulande irgendwo bekommt hab ich jetzt nicht weiter nachgeforscht, hab auf Anhieb erstmal nur Seiten im Ausland gefunden.
 
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