Von den Jägern lernen ...

smithie

Well-Known Member
Es ist ja schön, dass Bayern, Sachsen, Thüringer, Berliner etc. sich über das Nachtangelverbot in BW "das Maul" zerreißen.

Aber letztendlich geht es nur die Angler in BW an.....
Wenn die damit leben können/ wollen.....
Ich darf auch nur in Sachsen mit zwei Ruten fischen...warum die in Schleswig Holstein oder Sachsen-Anhalt mit 3? Dafür darf ich in der Elbe hältern...die wiederum nicht....so isses halt...
Dann mach doch einfach den Anfang und gehe mit deinen 2 Ruten angeln!
 

Uzz

Active Member
Und wer im Landesverband das Nachtangelverbot kippen will, den kann man nur dazu raten: besorgt Euch Mehrheiten, stellt fristgemäß Abstimmungen in den entsprechenden Gremien. Ich würde einen fristgemäßen Antrag zur Jahreshauptversammlung stellen. Mir natürlich vorher in den Vereinen und Verbänden Stimmen holen,
klug vorher argumentieren und dann einen Meinungsbildung im Landesverband erzwingen.
Die Prämisse "wer im Landesverband das Nachtangelverbot kippen will" ist vollends gaga. Der Landesverband ist gar nicht in der Position, die Fischereiverordnung zu ändern, also irgendwas "kippen" zu können. Eine Mehrheit im Landesverband wäre zwar nett, ist aber weder Voraussetzung noch entscheidend.

Letztlich muß das Anliegen bei der tatsächlich entscheidungsrelevanten Stelle (Regierung/Ministerium) ankommen, um eine Änderung der Verordnung erwirken zu können. Dafür den Weg ausgerechnet über einen dem Anliegen widerstrebenden Verband gehen zu wollen, ist sehr offensichtlich unkluges Vorgehen. Man muß sich andere Vehikel suchen. Die beiden naheliegenden Varianten: Das Anliegen über einer Partei einbringen. Eine monothematische Initative gründen, der sich jeder __Interessierte__ anschließen kann.

BTW: Landesgesetze und -verordnungen gelten nicht nur für Ureinwohner des Landes. Auch "Bayern, Sachsen, Thüringer, Berliner etc." die sich "'das Maul' zerreißen" sind hin und wieder in BW unterwegs, also potentiell betroffen und damit zweifelsohne legitim am Thema interessiert. Aus deiner Verbandssicht sind diese "Fremden" natürlich genauso wurscht wie nicht im Verband organisierte, lokal ansässige Angler.
 

Forelle2000

Active Member
Die Prämisse "wer im Landesverband das Nachtangelverbot kippen will" ist vollends gaga. Der Landesverband ist gar nicht in der Position, die Fischereiverordnung zu ändern, also irgendwas "kippen" zu können. Eine Mehrheit im Landesverband wäre zwar nett, ist aber weder Voraussetzung noch entscheidend.

Letztlich muß das Anliegen bei der tatsächlich entscheidungsrelevanten Stelle (Regierung/Ministerium) ankommen, um eine Änderung der Verordnung erwirken zu können. Dafür den Weg ausgerechnet über einen dem Anliegen widerstrebenden Verband gehen zu wollen, ist sehr offensichtlich unkluges Vorgehen. Man muß sich andere Vehikel suchen. Die beiden naheliegenden Varianten: Das Anliegen über einer Partei einbringen. Eine monothematische Initative gründen, der sich jeder __Interessierte__ anschließen kann.

BTW: Landesgesetze und -verordnungen gelten nicht nur für Ureinwohner des Landes. Auch "Bayern, Sachsen, Thüringer, Berliner etc." die sich "'das Maul' zerreißen" sind hin und wieder in BW unterwegs, also potentiell betroffen und damit zweifelsohne legitim am Thema interessiert. Aus deiner Verbandssicht sind diese "Fremden" natürlich genauso wurscht wie nicht im Verband organisierte, lokal ansässige Angler.
Gaga :crazyist was anderes.

Also mal von Anfang an:

1. Richtig, der Landesverband ist politisch nicht befugt ein Gesetz oder eine Verordnung zu ändern. Er kann aber das an die entscheidungsrelevanten Stellen im Bundesland herangetragen. Denn er ist in der Regel politisch und gesetzlich die Stelle, die im Land als die offiziellen Vertreter der Angler angesehen wird. Das hatte ich auch mit meinem Beitrag gemeint. Wenn sich der LV dafür im Land stark macht gegenüber den Ministerien ist das schon mal die halbe Miete.

2. Welches Vehikel meinst du? Kannst Du da mal konkret werden? Oder ein Beispiel aus der Praxis aufführen? Aus einen anderen Bundesland z.B.?

3. Über die fischereilichen Gesetzgebungen (auch Verordnungen) in Hessen, BaWü, Sachsen oder Thüringen, sollten doch auch bitte ursächlich nur die Zuständigen in Hessen, BaWü, Sachsen oder Thüringer entscheiden und nicht die Gastangler anderen Bundesländer oder gar anderer Nationen. Gern erkläre ich Dir noch einmal den Begriff Förderalismus und wie dort Gesetze entstehen und wer wann für was zuständig ist. Sicher sind Gastangler am Thema interessiert. Aber einen Einfluss auf wer wann und wie erhalten sie damit noch lange nicht.

4. Und nein, die anderen Angler sind mir nicht "wurscht". Auch achte ich andere nicht im Verein organsierte Angler.

5. Wenn man aber etwas erreichen will (nicht nur als Angler) ist es immer sinnvoll sich zu organisieren. Hatte schon Spartakus erkannt.

6. Eine monothematische Initiative :roflmao gründen......ja warum nicht? Nur muss man sich dazu in irgendeiner Form organisieren... dann sollte diese Initiative dann auch einen Rechtsform erhalten, ansonsten ist es ein zwangloser Diskutierclub wie hier. Und schon sind wir bei einem Verein z.B. :) Ich bin ja mal gespannt wann sich diese initiative gründet.... aus 3 Bayern, 2 Hessen und 3 Thüringern. Sorry, mein mir angeborener Zynismus. ich kann nix dafür. :ninja
 

N_S Dakota

Member
Wenn jemand Spartakus zietiert erklärt sich dieser nicht selbst zum Sklaven ? , ABER...

6. Eine monothematische Initiative :roflmao gründen......ja warum nicht? Nur muss man sich dazu in irgendeiner Form organisieren... dann sollte diese Initiative dann auch einen Rechtsform erhalten, ansonsten ist es ein zwangloser Diskutierclub wie hier. Und schon sind wir bei einem Verein z.B.
...hier liegt ein Stück Wahrheit jedoch Ihr diskutiert ja lieber in Na-zionalsozialistischem Duktus !!!

( Fünf Reichsmark in die Wortspielkasse )

Oranisiation, Struktur und dann die Gleichschalltung , getreu der dt. Führungspramisse

- Verein - Verband-Vaterland -

Anstatt sich derartiger Rhetorik zu ergeben sollte hier angezeigt werden welches das Mittel ist, oder
das Werkzeug in der lebendigen, freiheitlichen und WEHRHAFTEN - repräsentativen Demokratie ????

Das Schlüsselwort um das so gekonnt gezirkelt wurde ist - SAMMELKLAGE -

Sammelklage nicht nur gegen , den Einzelnen , ein Unternehmen oder Konzern sondern vor allem

Sammelklage gegen den Regierungserlass in Bund oder Ländern !

Monothematische Initiative = Sammelkalage

Also anstatt sich dem Nationalismus Tor und Tür zu öffnen ( Bayern, Sachsen, Saarländer )
oder der Vereins und Verbandsheimerrei das Wort zu reden muss doch die Frage sein
warum dürfen Wir, der Staat, nicht Klage einreichen gegen die Regierung ?

Mit Betohnung auf Du, DU und DU also WIR Alle, der Staat ( l'état est nous )
Ein Relikt der Aufklärung folglich ( L'État c'est moi“ ) , mit Hinweis auf
Wir sind der Staat!: Warum Volk sein nicht genügt: Amazon.de ...

https://www.amazon.de/Wir-sind-Staat-Warum-genügt/dp/3498013335
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
Leider haben die Bayern auch dem Deutschen Jagdverband den Rücken gekehrt und kochen seitdem ihr eigenes - teures - Süppchen ...
Und dafür gab es Gründe: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/bayern-verlaesst-den-djv-9433099.html

Am Ende des Tages geht es, ähnlich wie bei den Anglern, um die Sinnfrage: Welchen Mehrwert stiftet ein Bundesverband in einem föderal organisierten Land? Welchen Mehrwert stiften die an den Bundesverband zu zahlenden Beiträge? Geht der Bundesverband effizient mit den Mitteln um?

Und nicht zuletzt: Verfolgen alle Landesverbände überhaupt die gleiche Richtung? Am Ende geht es hier nämlich u.a., genau wie bei den Anglern, um die strategische Ausrichtung der Landwirtschaftsministerien. Das ist teils bei den Jägern genauso wenig der Fall wie bei Anglern, in der Bildung etc. Föderale Strukturen halt.

Wie kommst du drauf, dass der Austritt für die bayerischen Jäger mit Kostensteigerungen verbunden war?
 

N_S Dakota

Member
Der Staat sind die Bürger , dessen gewählte Repräsentanten die Regierung bilden.
Was ist in diesem Staat vorgesehen ist und was nicht, bestimme noch immer Ich.

Das Grundgesetz warnt uns zwar das alle Gewalt vom Volke ausgeht, jedoch steht nirgends ein Verbot
eine Mehrheit aus mündigen Bürgern zu bilden und die Gesetzgebung zu ändern.

Es braucht 3 Gründungsmitglieder und schon beginnt die Reise der Partei für die Freiheit,
der Partei für den Brexit oder hey gegen die Asymmetrie in Staat & Regierung (ASR)

Das ist halt der casus knacktus , mündiger Bürger sein bedeutet Rechte und Pflichten annehmen
oder wenn eine Asymmetrie besteht Rechte einfordern ( Sammelklage ) oder Pflichten abschaffen ( Soli ).

Was ist denn mit der Politikverdrossenheit in den dt. Landen, sobald der Demographiewandel absehen lässt,
das in der Zukunft die Interessengemeinschaft nur noch inadäquate Ergebnisse produziert,
wendet man sich ab , tritt aus und kocht ein Süppchen.... ?

Die Abschaffung der Zwangbejagung lange , lange , lange Zeit vorrausehend tritt der BJV aus DJV aus
und verhindert damit eine Rechenschaffstpflicht über den eigenen Landesverband hinaus,
Eine Anzeige wegen Jagdvergehen in Bayern , Bejagung einer von der Jagd ausgeschlossenen Privatfläche
ist schnell gemacht , von der EU auch gewollt ABER der Verband muss das schon bekräftigen oder
halt als Kavaliersdelikt behandelt lassen...... tja

Und auch hier hätte eine Klägergemainschaft im tiefen dunklen niederbayrischem Unterholz
das Rechtsmittel einer Sammelklage , Kanzlei wird bestellt, Kanzlei lässt eine seriöse Detektei
alle Sachverhalte festhalten , bringt alles zur Anzeige , Gericht , Strafe ..etc.P.p...

Und alles für den normalen Geldbeutel finanzierbar ! Der Grundgedanke ist in einer Sammelklage
einer Kanzlei oder mehrerer , Geld und Zeit zugeben und das für einen Bruchteil der Kosten
für den einzelnen Bürger......

Die Frage ist doch auch will ich als rechtschaffender Bürger Teilhabe leben in der Demokratie
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Vom Grundsatz her stimme ich dir zu - aber die Materie ist definitiv "too much" für ein Angelforum- das ist zu viel Allgemeinpolitik.

Brauchen wir nicht weiter vertiefen- ist klar gegen die Boardregeln!
 

N_S Dakota

Member
@Dorschbremse


Tja. Freund wer einfache Antworten auf komplizierte Situationen sucht
darf nur enttäuscht werden, warum du den Sachbezug nicht anerkennst
liegt allein bei dir ..... Text und Emitter sind Fisch und Jagdrechtlich orientiert,

Ziemlich trocken und nüchtern betrachtet kann Mann sich vorstellen.

Wer aber eine neues Rechtsmittel fordert um Fischerrei und Jagdrechtlicher
Entmündigung einen Riegel vorzuschieben , muß dies auch auf dem Rechtsweg
tun und das Bedeutet den oben skizzierten Weg.

Was das jetzt mit allgemein Politik zu tun hat musst Du mir halt erklären !
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Man kann (wenn man nur verschachtelt genug denkt) selbst ne Rolle Klopapier als Gerätschaft fürs Angeln hochstilisieren- muss man aber nicht....

Der Kausalzusammenhang ist schlichtweg zu dünn!
Mehr muss ich nu wirklich nicht erklären...

Um es mit deinen Worten zu sagen -
Ziemlich trocken und nüchtern betrachtet kann ich mir vorstellen, dass ich ab diesem Posting nur noch editieren und Punkte verteilen werde

;)
 

Testudo

Schützer und Nutzer
So lange es angler gibt, die bei Begriffen wie Wertekompass und Waidgdrechtigkeit nur spontan Pickel bekommen oder Reizdarm braucht man über intelligente Öffentlichkeitsarbeit nicht nachzudenken, da findet sich kein Konsens.
 

Professor Tinca

Virtuose mit Pose!
So lange es angler gibt, die bei Begriffen wie Wertekompass und Waidgdrechtigkeit nur spontan Pickel bekommen oder Reizdarm braucht man über intelligente Öffentlichkeitsarbeit nicht nachzudenken, da findet sich kein Konsens.

Hätte gar nicht gedacht dass du für ne Angler-Werteunion bist - aber gut mach' doch ein paar Vorschläge wie das aussehen soll.
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
Hätte gar nicht gedacht dass du für ne Angler-Werteunion bist - aber gut mach' doch ein paar Vorschläge wie das aussehen soll.
Nimm die Leitsätze für die Zukunft (https://waidgerechte-jagd.de/12-leitsaetze/) und streiche Jägersprache, Verantwortung (geht um Umgang mit der Waffe) und Partnerschaft (geht um Jagdhunde) raus. Aber dann sind wir genau bei dem, was Testudo anspricht: Erzeugung von Lebensmittel, Naturschutz, Respekt gegenüber der Kreatur, Bildung ... Für viele Angler alles Teufelswerk.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Für viele Angler alles Teufelswerk.
Würde mich wundern, wenn die Jägerschaft zu 100% aus vorbildlichen Waidmännern bestehen würde, die diese Leitbilder alle komplett verinnerlichen und vorleben.

Allerdings stehen Jäger schon allein wegen der geringen Zahl nicht so im Blickfeld der Öffentlichkeit und üben ihr Waidwerk eher abgeschieden aus.
Trends wie Street-Hunting sind mir z.B. nicht bekannt.

Handlungshinweise von Tierrechtlern a la "Jäger in Sicht was tun?" auch nicht.

Könnte ich mir aber schon gut vorstellen: " laufen Sie dem Schützen ins Schussfeld um das Tier zu retten" o.ä. würde mich da nicht wundern.

Auch ist die Auslese über die Jägerprüfung und die finanziellen Voraussetzungen wohl etwas strenger als bei Anglern, die z.T. ja nichtmal nen Fischereischein benötigen.

Wo ich dir aber recht gebe, ist die bessere Öffentlichkeitsarbeit.

Da scheint sich die Jägerschaft m.E. oft schon positiver und besser darzustellen als die Anglerschaft.
 

Laichzeit

Well-Known Member
Es gibt unter den Jägern genug kontrovers diskutierte Themen, wie z.B. pro oder contra Wolf, Hundeausbildung, Winterfütterung, bleifrei schießen...
 

Taxidermist

Well-Known Member
Würde mich wundern, wenn die Jägerschaft zu 100% aus vorbildlichen Waidmännern bestehen würde, die diese Leitbilder alle komplett verinnerlichen und vorleben.
Im Unterschied zu den Anglern, haben es die Jäger aber verstanden solche "Abweichler" intern zu behandeln und nicht wie Angler dies zu tun pflegen, öffentlich, wie hier im Forum häufig zu sehen, sich gegenseitig mit Vorwürfen zu belegen.

Eine Lösung des Problems fällt mir da gerade nicht ein?
Ich kann mich dabei selbst nicht ausnehmen, da ich oft genug auch hier gegen stumpfe I-Net Poser, oder Hantas agiere.
Zwei Gruppierungen, mit denen ich nun mal überhaupt keine persönliche Gemeinsamkeit herstellen kann, auch wenn es der Sache und dem großen Ganzen dienlich wäre?

Jürgen
 
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